UIM 01|2015

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 1/15
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    In dieser ersten Ausgabe von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN im Jahr 2015 wollen wir Sie zuerst auf die Hans Popper Lecture aufmerksam machen. Dies aus drei Gründen: Hans Popper war einer der wesentlichsten ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 1/15
    Focus Infektiologie
    Mit Ende Februar ist heuer – wie jedes Jahr – der Höhepunkt der respiratory season, der Grippewelle, überschritten. Im Rückblick waren die Erkrankungszahlen heuer so hoch wie schon lange nicht mehr. Ob daran nur das „misslungene“ Design des ...Weiterlesen ...

Aktuell

Seite der Gesellschaft

  • Multidisziplinäre Tradition und Innovation im Sinne von Hans Popper

    Zu Ehren von Prof. Dr. Hans Popper (1903–1988) als einem der Wegbereiter der modernen Hepatologie mit Wiener Wurzeln und zur Stärkung der internationalen Sichtbarkeit der hepatologischen Forschung an der Medizinischen Universität Wien wurde im Dezember 2014 bereits zum 4. Mal die „Hans Popper Lecture“ im gut gefüllten Jugenstilhörsaal abgehalten.

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  • Erinnerungen an Prof. Dr. Hans Popper (1903–1988)
    Hans Popper wurde am 24. November 1903 in Wien als Sohn des praktischen Arztes Dr. Carl Popper und dessen Frau Emma geboren. Seine Mittelschulzeit im Akademischen Gymnasium in Wien war klassisch-humanistisch geprägt. 1922 immatrikulierte Popper an der medizinischen Fakultät der ...Weiterlesen ...

Seite des niedergelassenen Internisten

Alles was Recht ist!

  • Haftungsgrundlagen für Ärzte: Wer haftet wofür?

    Als neuen Service für unsere Leser bieten wir ab dieser Ausgabe von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN in regelmäßigen Abständen die Rubrik „Alles was Recht ist!“. Die Anwältin Dr. Monika Ploier wird anhand von Fallbeispielen die rechtliche Verantwortung von Ärzten kurz und verständlich besprechen.

     

    Im ersten Teil unserer Serie „Alles was Recht ist!“: ein Überblick über die für Ärzte geltenden Allgemeinen Haftungsgrundlagen.

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Kardiologie

  • Palliative Care bei Herzinsuffizienz

    Medikation am Lebensende: Nicht absetzen bei positiver Wirkung auf die Symptomatik der Herzinsuffizienz (HI).

    Eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) sollte in der palliativen Versorgung beibehalten werden. Hingegen ist eine Deaktivierung des implantierbaren Kardioverter-Defibrillators (ICD) wünschenswert.

    In einer Phase-III-Studie reduzierte der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor LCZ696 die kardiovaskuläre Mortalität und die Hospitalisierung aufgrund von HI.

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  • Hat das EKG überhaupt noch einen Stellenwert in der Kardiologie?

    EKG nach wie vor unverzichtbar, teilweise sind Domänen allerdings zum Echo gewechselt.

    Das Wissen „was wofür?‟ ist im Sinne einer rationellen Diagnostik auch hier besonders wichtig.

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Angiologie

  • Thromboseprophylaxe im Kindes- und Jugendalter

    Zur Thromboseprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen eignen sich – wie bei Erwachsenen auch – physikalische (geeignet ab 40 kg) und medikamentöse Maßnahmen (z. B. niedermolekulare Heparine).

    Neue orale Antithrombotika (NOAK) stehen in der Pädiatrie für die Behandlung von venöser Thromboembolie (VTE) kurz vor der Zulassung.

    Ein zentralvenöser Katheter ist der wichtigste Risikofaktor für VTE im Kindesalter, wobei das Risiko mit Lokalisation und Einbringungsmethode korreliert.

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Rheumatologie

  • Gicht: eine systemische entzündlich-rheumatische Erkrankung

    u Gicht betrifft nicht nur Gelenke und gelenknahe Strukturen, Uratkristalle können sich auch in anderen Geweben (Herz, Darm, Auge, Ohr etc.) ablagern. u Die erhöhte Harnsäure per se ist möglicherweise ein Risikofaktor für eine kardiovaskuläre Erkrankung und eine Progression einer Niereninsuffizienz.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Akute myeloische Leukämie (AML): Neue therapeutische Möglichkeiten in Sicht

    Für einzelne AML-Subgruppen sind bereits erfolgreiche zielgerichtete Therapien verfügbar.

    Für die Nicht-Hochrisiko-APL (akute Promyelozytenleukämie) etabliert sich ATRA + ATO (All-Trans-Retinsäure plus Arsentrioxid) als neue Standardtherapie.

    Azacitidin scheint neben den AML-Patienten mit „MDS-typischen Veränderungen‟ insbesondere für AML-Patienten mit Hochrisikozytogenetik eine sinnvolle Behandlungsoption zu sein.

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Onkologie

  • Austrian Lung Cancer Study Group

    2013 wurde von österreichischen Lungenfachärzten die Austrian Lung Cancer Study Group ins Leben gerufen.

    Erste Initiative ist eine Lungenkrebs-Benchmark-Studie, die zu einem einheitlichen, nach internationalen Standards definierten Behandlungspfad beitragen soll.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Update Adipositaschirurgie

    Bariatrische Chirurgie ist die effektivste Methode, um über einen langen Zeitraum Gewicht abzunehmen.

    Die derzeit häufigste Operationsart in der Adipositaschirurgie ist der laparoskopische Magenbypass („Roux-en-Y-Magenbypass‟), eine gemischt malabsorptiv-restriktive Operation.

    Die häufigsten Komplikationen nach Magenbypass-Operationen sind Erbrechen und das Dumping-Syndrom sowie ein Mangel an Makro- und Mikronährstoffen.

    Eine regelmäßige Nachsorge in spezialisierten Zentren ist für den dauerhaften Erfolg der Operation und die Minimierung der Nebenwirkungsrate unabdingbar.

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  • Osteoporosediagnostik

    Eine Osteoporose-Diagnostik besteht aus Anamnese, klinischem Befund, DXA-Knochendichtemessung und Röntgenuntersuchung der Brust- und Lendenwirbelsäule sowie einem Basislabor.

    Genetische Faktoren, Lebensstil, hormonelle Veränderungen sowie manche Erkrankungen und Medikamente beeinflussen das Osteoporoserisiko; der Hauptrisikofaktor ist jedoch das Alter.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Prävention, Diagnose und Management opportunistischer Infektionen bei CED-Patienten: Zweiter evidenzbasierter ECCO-Konsensus

    Die Behandlung von CED-Patienten mit immunmodulierenden Medikamenten erhöht das Risiko für opportunistische Infektionen (OI) um etwa das Zweifache.

    Die Kombinationstherapie mit mehreren immunmodulierenden Medikamenten und auch das Alter > 65 Jahre erhöhen zusätzlich das Risiko für opportunistische Infekte.

    Die Prävention von OI durch die obligatorische Screening-Untersuchung auf latente Infektionen (latente Tuberkulose, Hepatitis B und C, HIV) und die Impfung vor Beginn der geplanten Anti-TNF-alpha-Therapie (Hepatitis A + B, Influenza bzw. Varicella-Zoster-Virus) ist relevant.

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  • Gallensäurenrezeptor FXR bei Lebererkrankungen

    Ihre wichtige Rolle im Gallensäure-, Lipid- und Glukosemetabolismus macht Gallensäuren-Rezeptoren, wie den Farnesoid-X-Rezeptor (FXR), zu potenziellen pharmakologischen Targets.

    FXR-Agonisten, allen voran Obeticholsäure, bieten neue vielversprechende Therapie­ansätze bei NASH und Cholangiopathien.

    Wichtige Daten zur Langzeitsicherheit fehlen und müssen speziell in Bezug auf ein nicht auszuschließendes erhöhtes Arterioskleroserisiko abgewartet werden.

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Nephrologie

Infektiologie

  • Echinokokkose aus radiologischer Sicht

    Bildgebende Verfahren, insbesondere Ultraschall, MRT und CT, bilden einen Grundpfeiler für Diagnostik und Therapieplanung der Echinokokkosen.

    Die Therapie der zystischen Echinokokkose erfolgt stadienadaptiert, wobei die Stadien vor allem durch radiologische Kriterien definiert sind.

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  • Malaria – Aktuelles aus Diagnostik und Therapie

    Malaria, die durch Plasmodium-Parasiten verursacht wird, ist nach wie vor die wichtigste Tropenkrankheit; mittlerweile sind 6 humanpathogene Plasmodium-Arten bekannt.

    Bei Personal mit wenig Malaria-Erfahrung stellen diagnostische Schnelltests eine empfehlenswerte Alternative dar.

    Artemisinine gelten weltweit für (fast) alle Formen der Malaria als Therapie der ersten Wahl, sind jedoch in Österreich nur über Umwege erhältlich.

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  • Leishmaniose – Expansion des Verbreitungsgebietes

    Ursprünglich nur von reisemedizinischer Bedeutung, mehren sich in den letzten Jahren Berichte über autochthone Infektionen mit Leishmanien auch in Zentraleuropa.

    Die häufigste Manifestation ist die kutane Leishmaniose, in den letzten 20 Jahren sind die Fallzahlen der potenziell tödlich verlaufenden viszeralen Leishmaniose (Kala-Azar) jedoch auch in Europa gestiegen.

    Die Diagnose einer Leishmaniose beruht auf dem Nachweis von Erreger-DNA mittels molekularbiologischer Methoden (PCR). Die PCR ermöglicht eine Differenzierung der Leishmanien auf Speziesebene, was für die Therapieentscheidung von wesentlicher Bedeutung ist.

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  • Häufige und wichtige Parasitosen in Mitteleuropa

    Die meisten Parasiten sind heute durch Trink- und Abwasserhygiene und konsequente Therapie der Erkrankten in Mitteleuropa selten.

    Häufige Parasiten sind z. B. Toxoplasma gondii, Toxocara canis und Toxocara cati mit Infektionsraten von ca. 35 % bzw. 10 % der Bevölkerung. Diese Infektionen verlaufen oft asymptomatisch, bei Menschen mit inkompetentem Immunsystem bzw. je nach Lokalisation kann es aber zu schweren und auch tödlichen Verläufen kommen.

    Andere Parasiten wie die Akanthamöben oder die Echinokokken verursachen zwar sehr selten Infektionen beim Menschen, diese verlaufen dafür in der Regel schwer.

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  • Toxoplasmose-Screening und Infektionsrate

    Als Erfolg des Screenings und der Therapie an Mutter und Kind ist die konnatale Toxoplasmose in Österreich eine seltene Erkrankung, und schwere klinische Verläufe sind Einzelfallbeschreibungen.

    Das Screening in der Schwangerschaft ist aus medizinischer und gesundheitsökonomischer Sicht ein sinnvolles Präventionsprogramm und weltweit sowohl einzigartig als auch beispielhaft.

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Schmerzmedizin

  • S3-Leitlinie aktualisiert: Empfehlungen zur Langzeitanwendung von Opioiden

    Kurzfristige Behandlung mit opioidhaltigen Analgetika ist eine Option bei chronischem Arthroseschmerz, diabetischer Polyneuropathie, Post-Zoster-Neuralgie und chronischen Rückenschmerzen.

    Von einer langfristigen opioidhaltigen Schmerztherapie derselben Erkrankungen profitieren nur 25 % der Patienten.

    Die medikamentöse Schmerztherapie soll mit weiteren therapeutischen Maßnahmen kombiniert werden.

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Palliativmedizin

Pneumologie

  • GOLD-COPD-Guidelines: Licht und Schatten

    GOLD 2011–2014 bietet eine wissenschaftliche Grundlage für die Erstellung nationaler COPD-Leitlinien mit neuer multidimensionaler Schweregradeinteilung und Liberalisierung der bisherigen medikamentösen Stufentherapieempfehlung.

    Schattenseiten sind die wenig präzisen Differenzialdiagnosekriterien gegenüber Asthma, nachdem die geringe Reversibilität aus der GOLD-2011–2015-Definition von COPD herausgenommen wurde.

    Standardkritikpunkte sind die neue Schweregradeinteilung A–D und zu komplexe neue Therapieempfehlungen.

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