UIM 05|2015

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 05|2015 Themenheft Diabetes

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 5/2015
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    In einem schön heißen Sommer melden wir uns mit Heft 5 von Universum Innere Medizin in diesem Jahr. Griechenland hat wohl unsere Nerven in Bezug auf das, was geht und was letztendlich ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 5/15
    Focus Nephrologie
    Die vorliegende Ausgabe von Universum Innere Medizin ist schwerpunktmäßig der Nephrologie gewidmet. Wir haben versucht, einige aktuelle Themen des Faches für Sie aufzubereiten. In diesen geht es zum Teil um Aspekte der Nephrologie, die auch für andere Bereiche ...Weiterlesen ...

Aktuell

Seite des niedergelassenen Internisten

Alles was Recht ist!

  • Aufklärungspflicht – Teil IV: Risikoaufklärung

    Nach ständiger Rechtsprechung des OGH kann der Patient nur dann in eine Behandlung einwilligen, wenn er über die Risiken der Behandlung informiert ist, da er mit der Einwilligung schließlich auch die Möglichkeit der Verwirklichung eines dieser Risiken in Kauf nimmt.* Kennt ein Patient die Risiken hingegen nicht, so kann er nicht rechtsgültig in eine Behandlung einwilligen.

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Kardiologie

  • Highlights vom 2. Weltkongress für Herzinsuffizienz

    LCZ696: Erfolg weiterhin unangetastet.

    Betablocker: Vorteile bei Vorhofflimmern hinterfragt.

    Cardioband: Katheterinterventionelle Mitralringimplantation als neue Option.

    ACE-Hemmer: Benefit auch bei hochgradig eingeschränkter Nierenfunktion.

    Depression bei Herzinsuffizienz: 5-fach erhöhtes Sterberisiko, Therapieoptionen unklar.

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Angiologie

  • Alles rund um die Gerinnung: Sailersymposium 2015

    Das jährlich stattfindende Sailersymposium zum Thema Gerinnung stand heuer im Zeichen des perioperativen Vorgehens bei Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten und direkten oralen Antikoagulanzien.

    Die aktuellen ESC-Guidelines bezüglich der Diagnostik und Therapie der akuten Pulmonalarterienembolie wurden ebenfalls vorgestellt.

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Rheumatologie

Hämatologie und Hämostaseologie

  • Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA)

    Die autoimmunhämolytische Anämie, AIHA, kann primär (keine Grundkrankheit, ca. 1/3 der Fälle) oder sekundär (im Rahmen einer Grundkrankheit) auftreten.

    Der wichtigste diagnostische Marker der AIHA ist ein positiver Coombs-Test (DAT).

    Nach dem Ergebnis des Coombs-Tests unterscheidet man eine Wärme- oder Kälteantikörper-AIHA.

    Die Primärtherapie sind Steroide, bei Steroidresistenz sind Rituximab oder Splenektomie wirksame Sekundärtherapien.

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Onkologie

  • MedAustron für die klinische Onkologie

    Eine Strahlentherapie mit Protonen oder Kohlenstoff-Ionen, wie sie bei MedAustron angeboten wird, kann präziser („konformaler‟) als mit Photonen an den Tumor angepasst werden, wodurch das gesunde Gewebe vor unnötiger Strahlenbelastung geschont wird.

    Gegenüber Photonen ist damit auch die Verabreichung von höheren Strahlendosen am Tumor möglich.

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  • Anämie mit Hyperkalzämie: Was steckt hinter den Knochenschmerzen?

    Bei unklaren Knochenschmerzen wird zunächst an ein degeneratives Wirbelsäulensyndrom gedacht.

    Die zunehmende Verschlechterung des Allgemeinbefindens mit Anämie und stark beschleunigter BSG lenkt dann den Verdacht auf ein ossär metastasiertes Karzinom.

    Die definitive Diagnosestellung gelingt erst durch den Nachweis eines abnormen Proteins im Urin.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Welche Evidenz gibt es für Probiotika?

    Kontrollierte klinische Studien sind für den Beweis der Effektivität von Probiotika obligat.

    Durch Studien gesicherte positive Wirkung bei Pouchitis, antibiotikaassoziierter Diarrhö, Clostridium-difficile-Infektion, infektiöser Diarrhö, irritablem Darmsyndrom und Helicobacter-Eradikation.

    Die gegenwärtig laufende intensive Forschung auf dem Gebiet der Mikrobiota fördert auch die Probiotika-Forschung beträchtlich.

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Nephrologie

  • Screening auf chronische Nierenerkrankungen

    Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) ist einfach zu diagnostizieren, entsprechende Therapien haben nachgewiesenermaßen einen positiven Einfluss auf ihren Verlauf.

    CKD-Screeningprogramme werden daher vermehrt etabliert, sollten aber auf Grund noch fehlender klarer Evidenz wissenschaftlich bezüglich Kosten und Nutzen evaluiert werden.

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  • Details zur Bedeutung des Fibroblast Growth Factor bei Niereninsuffizienz: FGF-23: ein Big Player im Phosphatstoffwechsel

    Der FGF-(Fibroblast-Growth-Factor-)23-Spiegel

    steigt bereits in sehr frühen Stadien der Niereninsuffizienz an,

    führt im späteren Stadium zur rascheren Progression des Nierenversagens und

    trägt unabhängig von anderen Faktoren zur Entwicklung der Linksherzhypertrophie sowie zur kardiovaskulären und Gesamtmortalität von Nierenpatienten bei.

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  • DOAK aus nephrologischer Perspektive

    Die intrakranielle Blutung als meistgefürchtete Nebenwirkung einer Antikoagulanzientherapie tritt unter DOAK um das 2- bis 3-Fache seltener auf als unter Warfarin. Gastrointestinale Blutungen traten in den Zulassungsstudien etwas häufiger bei den mit NOAK behandelten Patienten auf.

    Bei entsprechender Anamnese oder Komedikation mit Wirkstoffen, welche die Blutgerinnung ebenfalls beeinflussen bzw. mit dem Metabolismus der DOAK interferieren, muss die Verordnung und Dosierung mit entsprechender Vorsicht geschehen.

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  • Therapie der autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD): Wunsch und Wirklichkeit

    Die autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die häufigste vererbbare Nierenerkrankung, die zur terminalen Niereninsuffizienz führt.

    Neue Behandlungsstrategien zeigen erstmalig positive Behandlungserfolge in einer Progressionsverzögerung des Zystenwachstums und einer Verlangsamung des eGFR-Abfalls. Tolvaptan steht kurz vor der klinischen Zulassung. Weitere vielversprechende Substanzen befinden sich noch im Entwicklungsstadium.

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Infektiologie

  • Mittel erster Wahl bei Harnwegsinfektionen: Mecillinam, Fosfomycin, Nitrofurantoin

    Die Zunahme der Resistenzen von typischen Erregern von Harnwegsinfekten gegen Chinolone und Beta-Laktame haben die Optionen für eine orale Therapie eingeschränkt.

    Daher finden sich in aktuellen Therapieempfehlungen bei akuter unkomplizierter Zystitis Mecillinam, Fosfomycin und Nitrofurantoin – Substanzen, die man früher „auch‟ gegeben hat – nun als Mittel der ersten Wahl.

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  • Österreichischer Hygiene-Preis 2015

    Zwei Forscherinnen aus Wien, Dr. Sílvia Cervero-Arago und Priv.-Doz. Dr. Judith Wenisch, wurden dieses Jahr mit dem renommierten Österreichischen Hygiene-Preis ausgezeichnet.

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Schmerzmedizin

  • Schmerz als eine Erscheinungsform von Stress

    Schmerz als Stressunterart folgt den Gesetzen von kumulierendem Stress.

    „Sekundäre Stressoren‟ bilden eine Kette, deren Länge mit der Schmerzchronizität korrelieren könnte.

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  • Zusammenarbeit zwischen Schmerzspezialisten und Allgemeinmedizinern

    Allgemeinmediziner sollten eine Schlüsselposition im Management des Schmerzpatienten innehaben, auch wenn sie an eine spezialisierte Einrichtung überweisen: Das setzt ausreichend Ressourcen auf allen Seiten voraus.

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  • Neues Positionspapier zur Opioidtherapie bei tumor- und nicht tumorbedingten Schmerzen

    Das Positionspapier der Österreichischen Schmerzgesellschaft und der Gesellschaft für Suchtmedizin zum kompetenten Einsatz von Opioid-Analgetika soll Behandlern eine praxisorientierte Unterstützung und einfach umsetzbare Empfehlungen für den optimalen Umgang mit diesen Substanzen bieten.

    Inhalte des Positionspapiers sind u. a. Wirkungen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Auswahl der Substanzen und Darreichungsformen, Dosierung und Abhängigkeit/Abhängigkeitsmanagement, Evaluierung des Langzeiteinsatzes, Therapiestopp.

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Palliativmedizin

  • Schmerztherapie beim onkologischen Patienten

    Schmerz ist ein bio-psycho-soziales und existenzielles Phänomen, häufig stecken nicht beachtete Nöte hinter physischem Schmerz.

    Die physische Schmerztherapie orientiert sich an Schmerzmechanismen, die palliative Schmerztherapie adressiert alle Bedürfnisse einer Person.u Frühzeitige Palliative Care wirkt lebensverlängernd.

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Themenheft:

  • Schwangere bestmöglich betreuen

    Die aktuelle Sonderbeilage widmet sich dem wichtigen Thema der Schwangerschaft bei Diabetes, Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes und Gestose und endokrinologischen Besonderheiten in der Schwangerschaft wie Schilddrüsenfunktionsstörungen sowie der Diabetes-Diagnostik im Kindes- und Jugendalter. Wie alle Diabetesformen steigen auch der Gestationsdiabetes und…

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  • Schilddrüse, Kinderwunsch, Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker und Schwangerschaft

    Bei Hyper- und Hypothyreose, aber auch bei euthyreoter Autoimmunthyreoiditis sind Komplikationen in und um die Schwangerschaft häufiger. Bei Hypothyreose ist eine T4-Substitution indiziert; Hyperthyreose kann mit Prothiucil (1. Trimenon) bzw. Thiamazol behandelt werden.

    Hypertensive Erkrankungen während der Schwangerschaft erhöhen das mütterliche und kindliche Risiko unabhängig vom und zusätzlich zum Diabetes; Aufklärung und Vorbeugung ist von größter Wichtigkeit; eine medikamentöse Therapie ist ab ca. 140–150/90–100 mmHg indiziert.

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  • Gestose: Risikofaktoren, Prävention und Therapie

    Die Pathophysiologie der Gestose wird in einer abnormalen Plazentation und einer Dysbalance von Angiogenesefaktoren gesehen.

    Die derzeit einzig effektive Prävention bei Frauen mit schwerer Präeklampsie in der Anamnese ist die Einnahme von niedrigdosierter Acetylsalicylsäure ab dem ersten Trimenon.

    Die Therapie ist symptomatisch und zielt auf die Verlängerung der Schwangerschaft ab.

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  • oGTT im Mutter-Kind-Pass: Grenzwerte für Diagnose und Therapiebedarf

    Für Schwangere mit Erstmanifestation eines Typ-1-Diabetes oder vorbestehendem, aber erst in der Schwangerschaft diagnostiziertem Typ-2-Diabetes gelten die Leitlinien für Gravidität bei vorbestehendem Diabetes.

    Für die Diagnose des Gestationsdiabetes werden niedrigere oGTT-Grenzwerte angewendet als bei der Diagnose des Typ-2-Diabetes; Grund sind die physiologisch niedrigeren Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft.

    Es besteht kein internationaler Konsens über das diagnostische Vorgehen besonders bei Frauen mit mittlerem oder niedrigem Risiko für Gestationsdiabetes.

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  • Wichtige endokrinologische Untersuchungen während der Schwangerschaft

    Ein Hormonstatus in der Frühschwangerschaft sowie post partum ergänzt die Diagnostik bzw. das Monitoring der Schwangerschaft.

    Als wichtigste Hormone sollten humanes Choriongonadotropin, Schilddrüsenhormone, Östradiol, Progesteron, Prolaktin, luteinisierendes Hormon und Vitamin D bestimmt werden.

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  • Ernährung und Selbstkontrolle – was ist gesichert, was zeigt die Praxis?

    In der Schwangerschaft ist die Aufklärung über die Folgen von Hyperglykämie für das Ungeborene der Grundstein zur Steigerung der Motivation zum Blutglukose-Selbstmanagement.

    Diät und körperliche Bewegung haben wesentlichen Einfluss auf das Erreichen der Blutglukosezielwerte nüchtern < 95 mg/dl und 1 h postprandial < 140 mg/dl.

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  • Antidiabetische Therapie in der Schwangerschaft

    Primär besteht die Therapie des Gestationsdiabetes aus einer Ernährungsumstellung, vermehrter Bewegung – so geburtshilflich möglich – und der Überprüfung des Glukosestoffwechsels mittels Blutzuckerprofil. Dies wird durch eine Ernährungsberatung und Schulung in regelmäßigen Blutzuckerselbstmessungen erreicht.

    Stellt sich dadurch kein Therapieerfolg ein, sollte versucht werden, mit Insulin eine gute glykämische Kontrolle zu erlangen.

    Orale Antidiabetika (Metformin, Glibenclamid) können nach sorgfältiger Abwägung der Vor- und Nachteile unter Einbeziehung der Patientin ebenso Anwendung finden.

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  • Diabetesdiagnostik im Kindes- und Jugendalter

    Diabetes mellitus ist im Kindes- und Jugendalter häufig und nimmt weltweit ­kontinuierlich zu.

    In unserem Einzugsgebiet haben ungefähr 5 % der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes mellitus KEINEN Typ-1-Diabetes!

    Neben der generellen Diagnose „Diabetes mellitus‟ ist eine genaue Zuordnung des Typs/der Form von großer Bedeutung für die weitere Therapie.

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