EULAR 2022: Die Highlights auf einen Blick

Zusammenfassung der Highlights vom ADA

Erscheinungsdatum:
30.12.2015

Herausgeber:
o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs


Brief des Herausgebers

Brief des Herausgebers 10/15

Günter J. Krejs 30.12.2015

Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir blicken auf ein bewegtes Jahr zurück: Jetzt erscheint die wirtschaftliche Rettung Griechenlands ein Kinderspiel gegen die Herausforderung, die Europa durch den enor­men Flüchtlingsstrom erlebt. Krieg und Terror finden sich an viel zu vielen Orten in dieser Welt, und der Klimawandel bescherte uns das wärmste Jahr, seitdem es Wetteraufzeichnungen...

Editorial

Editorial 10/2015

Wolfgang Pohl 30.12.2015

Focus Pneumologie Der Pneumologie-Focus dieser UIM-Ausgabe illustriert an ausgewählten Beispielen, welche Fortschritte in den letzten Jahren auf dem Weg zu einer immer individuelleren Behandlung erzielt werden konnten. Besonders dynamisch waren die Entwicklungen in der Pharmakotherapie der COPD. Univ.-Prof. Dr. Horst Olschewski fasst in seinem Beitrag die aktuelle Datenlage zur Kombinationsbehandlung der COPD...

Seite der Gesellschaft

Im Zeichen der (berufs-)lebenslangen Fortbildung: Die Fortbildungsaktivitäten der ÖGIM

Florian Thalhammer 30.12.2015

Kremser Seminare“: Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) in Kooperation mit der Donauuniversität Krems in deren Audimax inzwischen 3-mal jährlich (März, Mai, August) Seminare mit Fallbeispielen zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung1. Diese Kurse erfreuen sich großer Beliebtheit und sind regelmäßig ausgebucht. Der ÖGIM-Vorstand hat auf der...

Seite des niedergelassenen Internisten

Wenige Fortschritte in der Strukturreform

Lothar Fiedler et al. 30.12.2015

Seit vielen Jahren wird kritisiert, dass das Gesundheitswesen viel zu „spitallastig“ ist. „Geändert hat sich in Österreich wenig“, sagte jetzt Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin in der ÖÄK.

Alles was Recht ist!

Die Patientenverfügung – Teil I

Monika Ploier 30.12.2015

Mit einer Patientenverfügung können Patienten bestimmte Behandlungsmethoden für einen Zeitpunkt ausschließen, in dem sie nicht mehr einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig sind. In den folgenden drei Beiträgen werden die allgemeinen Grundlagen, die unterschiedlichen Formen der PatV und die Bedeutung für den ärztlichen Behandlungsalltag dargestellt.

Endokrinologie & Stoffwechsel

Transition bei Typ-1-Diabetes: Der Wunsch nach strukturierter und geplanter Übergabe von Kindern an die Erwachsenenmedizin

Sabine E. Hofer 30.12.2015

Transition ist nicht gleich Transfer, der sich auf die administrative Übergabe beschränkt. Die Planung muss frühzeitig beginnen, um Betreuungslücken zu vermeiden. Eine reibungslose Transition erfordert eine enge Kooperation von pädiatrischen und internistischen Zentren.

Endokrinologie & Stoffwechsel

Nachlese: Highlights von der ÖDG-Jahrestagung 2015

Nadejda Anastassova 30.12.2015

Die Entscheidung zwischen anpassbaren Mischinsulinen und Basis-Bolus-Therapie muss individualisiert erfolgen. Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen sind als hepatale Manifestation des metabolischen Syndroms ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Malignome. Bei Blutzucker- und Blutdruckwerten wird ein J-förmiger Zusammenhang mit der (kardiovaskulären) Mortalität diskutiert; für...

Gastroenterologie & Hepatologie

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Nahrhafte Quälgeister

Ludwig Kramer 30.12.2015

Laktose-, Histaminintoleranz sowie Fruktose-/Sorbitmalabsorption kommen in unseren Breiten am häufigsten vor. Viele Menschen stellen selbst Verdachtsdiagnosen, in vielen Fällen fehlt eine korrekte und reproduzierbare Diagnostik. Eine Erklärung für die starke subjektive Zunahme von „Intoleranzen‟ liegt unter anderem in der modernen Ernährung (z. B. Fertigprodukte) begründet. IgG4-Bluttests beweisen keine...

Gastroenterologie & Hepatologie

Hohe Wissenschaft am amerikanischen Leberkongress: 65 Jahre AASLD und kein bisschen leise

Wolfgang Vogel 30.12.2015

Immense Fülle an Highlights, exemplarisch: Die faszinierendsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie des Gallensäurekosmos. Klinisch relevant bei Hepatitis C: Die Regression der Fibrose/Zirrhose nach Heilung der chronischen Hepatitis C kann bis zu 2 Jahre dauern. Neue direkt antivirale Medikamente der zweiten Generation wie Elbasvir/Grazoprevir stehen kurz vor der Markteinführung.

Gastroenterologie & Hepatologie

Das Mikrobiom – ein unsichtbares Organ

Christine Moissl-Eichinger 30.12.2015

Viele Erkrankungen wie Diabetes, Autoimmunerkrankungen, entzündliche Darm­erkrankungen, aber auch Depression, Autismus und Parkinson gehen mit einer Reduktion der Diversität unseres Mikrobioms einher. Die Ernährung ist der Schlüsselfaktor für die Zusammensetzung unseres Mikrobioms.

Hämatologie und Hämostaseologie

Register für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie

Mathias Schneeweiss et al. 30.12.2015

Ziel des österreichweiten Registers für adulte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie bzw. mit hochaggressiven Lymphomen ist die Erarbeitung prognoserelevanter Parameter in Hinblick auf Diagnose, Risikostratifizierung, Therapie und Krankheitsverlauf. Ein wichtiger Aspekt zur Therapieoptimierung der ALL ist die österreichweite Etablierung der Diagnose der minimalen Resterkrankung. Das Register beinhaltet...

Infektiologie

Pertussis und Masern auf dem Vormarsch

Holger Flick et al. 30.12.2015

Pertussis muss frühzeitig vermutet, diagnostiziert und behandelt werden. Dies gilt besonders für Säuglinge und Kleinkinder, da Pertussis bei ihnen als vital bedrohliche Atemwegserkrankung verlaufen kann. Die Pertussis-Impfung ist aber nicht nur für Kinder wichtig. Auch Erwachsene, besonders werdende Eltern und speziell Schwangere, sollten einen ausreichenden Impfschutz haben. Masern sind weder harmlos noch eine...

Infektiologie

Herpes genitalis

Marin Vujic et al. 30.12.2015

HSV-2 wurde als klassischer Auslöser des Herpes genitalis von HSV-1 abgelöst. Primärinfektionen verlaufen oft als stille Feiung, seltener mit klinischen Symptomen; treten klinische Symptome bei Serokonversion auf, erfordern sie meist eine antivirale Behandlung. HSV-1 und HSV-2 können bei Neugeborenen und chronisch Kranken schwere, lebensbedrohliche Krankheiten mit ZNS-Beteiligung verursachen. Sehr gute...

Kardiologie

Auch gering ausgeprägte Herzschwäche kann zum plötzlichen Herztod führen

Thomas Pezawas 30.12.2015

Laut ESC/ACC/AHA-Richtlinien definiert eine LVEF ≤ 35 % die Grenze der ICD-Indikationsstellung zur Primärprävention des plötzlichen Herztodes. Eine hochgradig herabgesetzte LVEF ist ein guter Indikator für ein erhöhtes Gesamt­mortalitätsrisiko, jedoch nicht spezifisch prädiktiv für einen durch ventrikuläre Arrhythmien bedingten Tod. Folglich sollte die Empfehlung einer primär prophylaktischen...

Kardiologie

Eisenmangel bei Herzinsuffizienz: Behandelt wird nur jeder Zehnte

Eva Maria Riedmann 30.12.2015

Eisenmangel und Anämie können bei herzinsuffizienten Patienten zu erhöhter Sterblichkeit, reduzierter Leistungsfähigkeit und weiterer Verschlechterung der Lebensqualität führen. Empfohlen wird die regelmäßige Kontrolle der Eisenwerte und bei Bedarf die Substitution von Eisen – das geschieht im klinischen Alltag zu selten.

Nephrologie

Kardiovaskuläre Hochrisikopatienten: Der Kardiologe sagt: Harnsäure runter, was sagt der Nephrologe?

Karl Lhotta 30.12.2015

Hyperurikämie mit hohem renalen und kardiovasulären Risiko assoziiert – kausaler Zusammenhang aber noch nicht bewiesen. Zur Harnsäuresenkung ist ein therapeutischer Nutzen noch nicht belegt, daher Vorsicht und Zurückhaltung mit spezieller harnsäuresenkender Therapie.

Palliativmedizin

Notwendig oder schädlich? Flüssigkeitszufuhr am Lebensende

Sophie Schur 30.12.2015

Eine Verlängerung der Lebenserwartung durch künstliche Flüssigkeitszufuhr ist im palliativen Setting, anders als in Akutsituationen, nicht erwiesen. Künstliche Flüssigkeitszufuhr wirkt positiv auf Symptome wie Delir, opioidinduzierte Neurotoxizität und Myoklonien, beeinflusst aber nicht das Durstgefühl. Vorteile verminderter Flüssigkeitszufuhr am Lebensende können reduzierte Sekretbildung...

Pneumologie

ICS/LABA oder LABA/LAMA: Welche Kombination für wen?

Horst Olschewski 30.12.2015

LABA/LAMA-Kombinationspräparate sind effektiver als die jeweiligen LABA- bzw. LAMA-Monopräparate. Im direkten Vergleich scheinen LABA/LAMA-Kombinationspräparate effektiver zu sein als ICS/LABA-Kombinationspräparate. ICS erscheinen besonders effektiv in COPD-Subgruppen mit erhöhten Eosinophilenzahlen im peripheren Blut und weniger als 46 Packungsjahren.

Pneumologie

Moderne Inhalatoren – Eigenschaften, Fehlerraten, Compliance

Karin Vonbank 30.12.2015

Inhalative Therapien wirken schneller bei geringerer Dosierung und weniger Nebenwirkungen – jedoch sind die Adhärenz und Compliance erschreckend gering. Moderne Inhalatoren zeigen eine Reihe von Verbesserungen, welche die Wirkung und Effektivität der Therapie erhöhen und die Fehlerrate verringern.

Pneumologie

Nichtinvasive Beatmung – ein Update

Matthias Urban 30.12.2015

Nichtinvasive Beatmung (NIV) stellt bei richtig ausgewählten Patienten eine nachweislich effektive Therapie der respiratorischen Insuffizienz dar. Patienten mit hyperkapnischer Dekompensation bei COPD und Patienten mit kardiogenem Lungenödem profitieren nachweislich von NIV. Bei Patienten mit hypoxämischem Lungenparenchymversagen kann die NIV versucht werden, darf eine invasive Beatmung jedoch nicht...

Pneumologie

Highlights der neuen ESC-Leitlinie für pulmonale Hypertonie

Susanne Pfeiffer et al. 30.12.2015

Neue ESC/ERS-Guidelines der pulmonalarteriellen Hypertonie (PAH): Echokardiografie ist die wichtigste nichtinvasive Untersuchungsmethode im diagnostischen Algorithmus, die Diagnose wird nach wie vor aber mittels RHK gestellt. Neu zugelassene Medikamente für die gezielte Therapie: Macitentan und Riociguat. Upfront-Kombinationstherapie mit Ambrisentan und Tadalafil wirksamer als Monotherapie mit den...

Rheumatologie

2015-EULAR-ACR-Empfehlungen für die Behandlung der Polymyalgia rheumatica

Christian Dejaco 30.12.2015

Die „2015 EULAR-ACR Recommendations for the management of Polymyalgia rheumatica‟ sind gleichzeitig in den Annals of Rheumatic Diseases und in Arthritis & Rheumatology erschienen. In 8 Statements zu allgemeinen Therapieprinzipien („overarching principles‟) und 10 spezifischen Empfehlungen werden Vorschläge zu Diagnosesicherung, klinischen und laborchemischen Untersuchungen, Zuweisung zum Spezialisten,...

Schmerz

Medikamentös induzierte Agranulozytose: Welche Medikamente als Auslöser und was tun in der Praxis?

Hildegard T. Greinix 30.12.2015

Es handelt sich um eine seltene, lebensbedrohliche Erkrankung (Infektionen). Beispiel für ein Medikament: Ein hohes Agranulozytoserisiko weist Metamizol auf. Die Diagnose wird anhand des Fehlens der Granulozyten bei normalen Erythrozyten und Thrombozyten im peripheren Blutbild gestellt. Betroffene Patienten sollten umgehend stationär aufgenommen werden.

Angiologie

Fallbericht: Endovaskuläre Therapie komplexer Nierenarterien­aneurysmen bei fibromuskulärer Dysplasie

Rupert Horst Portugaller et al. 30.12.2015

Die Therapie eines Aneurysmas der Nierenarterie ist indiziert bei: Durchmesser ≥ 2 cm; größenunabhängig bei geplanter Schwangerschaft; symptomatischen Aneurysmen; Aneurysmawachstum; Aneurysma spurium. Als minimalinvasive Technik ist die endovaskuläre Behandlung komplexer Aneurysmen in den meisten Fällen erfolgreich anwendbar.

Gastroenterologie & Hepatologie

United European Gastroenterology Week 2015: Quo vadis?

Wolfgang Vogel 30.12.2015

Neues Format „Hot Spots‟ zur Diskussion aktueller Therapiestudien. Ungebrochenes Interesse an Life-Endoskopie. Entwicklung hin zu einer Veranstaltung der „Sekundärliteratur‟.

 



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