UIM 10|2017

UIM 10|2017 Themenheft UEGW

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Editorial
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns sehr, Ihnen eine Zusammenfassung der ersten Veranstaltung Wrap-up Highlights der United European Gastroenterology Week (UEGW) 2017 präsentieren zu können.
    Die UEGW war auch heuer (28. 10.– 1. 11., Barcelona) mit 13.000 Teilnehmern hervorragend ...Weiterlesen ...
  • Neues von der Therapie viraler Lebererkrankungen

    Die chronische Hepatitis C kann durch moderne Therapieregime bei fast allen Betroffenen ohne relevante Nebenwirkungen geheilt werden. Die Therapiedauer beträgt meist 8–12 Wochen.

    Bei chronischer Hepatitis B kann die Virusreplikation mithilfe moderner Nukleosid/Nukleotid-Analoga effektiv supprimiert werden. An der Entwicklung neuer Therapiekonzepte, welche eine definitive Viruselimination ermöglichen, wird intensiv geforscht.

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  • Metabolische Lebererkrankungen – ein Update

    Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD und NASH):

    • Zusammenhänge zwischen dem intestinalen Mikrobiom, Entstehung und Progression der NAFLD stehen derzeit im Fokus der hepatologischen Forschung.
    • Die zentrale Säule des therapeutischen Managements stellen unverändert Lebensstilmodifikation, Gewichtsabnahme von 5 bis 10 % sowie die medikamentöse Behandlung metabolischer Begleiterkrankungen dar. Eine Vielzahl von Substanzen wird derzeit in Phase-II- und -III-Studien evaluiert.

    Alkoholische Fettlebererkrankung (AFL und ASH):

    • Die Suszeptibilität der ASH dürfte nicht nur mit genetischen Faktoren, sondern auch mit der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms assoziiert sein.

    Zirrhose:

    • Patienten, die unter Langzeit
    • Protonenpumpenblockertherapie stehen, haben häufiger Komplikationen und eine höhere Mortalität.
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  • Komplikationen der Leberzirrhose

    Serum-Antikörper gegen Zytoskelett-Bestandteile (Anti-Filament-Aktin-IgA, AAA) und Anti-Gliadin-Antikörper (AGA) zeigen intestinale Schädigung und bakterielle Translokation bei Patienten mit Leberzirrhose an.

    AAA- und AGA-Titer können zur Risikobestimmung für Dekompensation und Mortalität bei Patienten mit Leberzirrhose verwendet werden.

    Eine Langzeit-PPI-Einnahme führt zu einer „Oralisierung‟ des Mikrobioms bei Patienten mit Leberzirrhose.

    Diese Oralisierung des Mikrobioms führt zu einer intestinalen Inflammation und gestörten Darmbarriere und erhöht somit das Mortalitätsrisiko.

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  • Neue Therapieansätze bei cholestatischen Lebererkrankungen

    Die Standardtherapie mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) ist nur bei einem Teil der Patienten mit PBC effektiv, für die PSC ist bisher kein Medikament zugelassen.

    Zu den derzeit vielversprechendsten Therapieansätzen zählen Liganden des Farnesoid-X-Rezeptors (FXR).

    Obeticholsäure (OCA) und andere Nichtgallensäuren-FXR-Liganden werden derzeit im Rahmen klinischer Studien bei cholestatischen Lebererkrankungen wie der PBC und PSC getestet.

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  • Funktionelle gastrointestinale Störungen und das Mikrobiom

    Funktionelle gastrointestinale Störungen (FGIS) sind Störungen der Bauch-Hirn-Interaktion.

    Neue diagnostische und therapeutische Verfahren zielen daher auf die Kommunikation zwischen zentralem (ZNS) und enteralem (ENS) Nervensystem inklusive intestinalem Mikrobiom ab.

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  • Neuigkeiten bei der Endoskopie

    Kalte Schlinge zur Polypektomie (CSP): Sessile Strukturen sind unabhängige Risikofakto-ren für eine inkomplette Resektion mit kalter Schlinge zur Polypektomie (CSP).

    Post-ERCP-Pankreatitis (PEP): Eine starke Bewässerung mit Ringer-Laktat (initialer Bolus von 10 ml/kg) vor einer ERCP reduziert die Inzidenz und Schwere einer PEP.

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  • Vorsorgekoloskopie, Darmvorbereitung und Qualitätssicherung

    uManagement von kleinen Polypen: Die „Resect and discard‟-(Entfernen-und-Verwerfen-)Strategie ist außerhalb von Zentren derzeit noch nicht umsetzbar.

    Eine einmalig durchgeführte Sigmoidoskopie senkt die Inzidenz und Mortalität des Kolorektalkarzinoms bei Männern.

    Gute Ergebnisse für Koloskopien mit Wasserinsufflation.

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  • Therapieziel mukosale Heilung

    Die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen fokussiert nicht mehr allein auf die Symptomfreiheit, sondern hat die mukosale Heilung der Krankheit zum Ziel.

    Biomarker, wie das fäkale Calprotectin, sollten zukünftig zur Monitorisierung der Patienten unter Therapie standardmäßig genutzt werden.

    Kombinationen bestehend aus einem Thiopurin und einem TNF-α-Antagonisten könnten an Bedeutung gewinnen, um z. B. das Risiko für schwere arterielle Ereignisse bei Patienten mit M. Crohn zu verringern.

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