UIM 02|2020

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 2/20
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Epidemien können die Welt verändern, das war beispielsweise 1918 so, als rund um den Globus 50 Millionen Menschen an der Spanischen Grippe verstarben (H1N1-Virus). Es scheint die Österreicher wenig zu beeindrucken, dass ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Mehr Awareness für seltene Lungenerkrankungen
    Dieses FOCUS befasst sich mit „orphan diseases“ in der Pneumologie. Das Bild der „verwaisten“ Krankheiten deutet schon auf die Grundproblematik seltener Krankheiten hin, nämlich unzureichendes Wissen über und Bewusstsein in Bezug auf diese Erkrankungen. Für Patienten bedeutet dies lange Diagnosezeiten ...Weiterlesen ...

Aktuell

Biosimilars & Generika

  • Neue Serie: „Biosimilars & Generika“
    Geschätzte Kolleginnen und Kollegen,liebe Leserinnen und Leser!
    Ich darf Sie auf eine neue Serie in UNIVERSUM INNERE MEDIZIN aufmerksam machen: „Biosimilars & Generika“.
    Beginnend mit der aktuellen Ausgabe finden Sie in dieser Rubrik Beiträge, die sich mit bereits eingetretenen und ...Weiterlesen ...
  • Biosimilars – Europa als Vorreiter

    Dank eines strengen Zulassungsprozesses stellen EU-Biosimilars bestens geprüfte, wirksame und sichere Arzneimittel dar, so Dr. Christoph Baumgärtel von der AGES Medizinmarktaufsicht. Im Interview mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN sprach er über die Besonderheiten dieses Prozesses sowie den derzeitigen und zukünftigen Stellenwert von Biosimilars in Österreich und anderen Ländern.

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  • Biosimilars – eine Frage der Kommunikation

    Die Kommunikation mit dem Patienten ist von entscheidender Bedeutung bei der Einführung von Biosimilars. Dabei wirke das wichtigste Argument – der günstigere Preis – häufig am schlechtesten, so die Internistin Dr. Maya Thun im Interview mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN.

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Angiologie

  • Update Kapillarmikroskopie

    Die Kapillarmikroskopie wird zumeist am Nagelfalz durchgeführt, da dort die Kapillaren in ihrer Längsausdehnung begutachtet werden können.

    Sie ist die Methode der ersten Wahl zur Abklärung der Raynaud-Symptomatik, um primäre von sekundären Formen zu unterscheiden.

    Durch die neuen, tragbaren Geräte kann die Untersuchung direkt am Patientenbett erfolgen. Dadurch könnte sich das Anwendungsgebiet auf Wundheilungsstörungen bei peripherer arterieller Verschlusserkrankung oder bei chronisch venöser Insuffizienz erweitern. Weiters ist ein Einsatz zum Monitoring kritisch Kranker denkbar.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Adipositas und Knochengesundheit

    Die Interaktion von mit Adipositas einhergehenden Veränderungen der Muskelmasse, körperlichen Fitness, Sturzneigung sowie der Sekretion von Hormonen und Zytokinen mit der Knochenmasse und dem Frakturrisiko ist komplex.

    Adipositas ist mit einer gesteigerten Knochenmasse assoziiert. Das Fraktur-Risiko wird dadurch allerdings nicht im entsprechenden Ausmaß reduziert.

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Ernährungsmedizin

  • COPD, Kachexie und Ernährung

    Die Beeinträchtigung der Patienten durch pulmonale Erkrankungen ist multifaktoriell und daher möglichst multimodal zu therapieren.

    Bei pulmologischen Patienten können richtige Ernährung und dahingehend gezielte Schulung einen deutlichen günstigen Effekt auf die Kachexie haben.

    Im Rahmen eines multimodalen Therapieansatzes mit optimaler medikamentöser Einstellung und ernährungsmedizinischer Beratung kann einem Gewichtsverlust im Rahmen der Erkrankung effektiv entgegengewirkt werden.1

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Highlights ECCO 2020

    Zeitnah werden selektive IL-23-Blocker und auch subkutane Präparationen alter Bekannter zur Verfügung stehen.

    Ein Schwerpunkt neben der Entdeckung neuer Targets ist die Entwicklung von Algorithmen zur Anwendung der immer zahlreicher werdenden etablierten Therapien.

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  • Eosinophile Ösophagitis

    Die eosinophile Ösophagitis gilt als häufigste Ursache für Dysphagie und Bolusobstruktion.

    Differenzialdiagnostisch ist das gesamte Spektrum an Ösophaguserkrankungen auszuschließen.

    Die Diagnosesicherung erfordert mindestens 6 Biopsien aus mindestens 2 unterschiedlichen Stellen im distalen und proximalen Ösophagus.

    Therapie: medikamentös, diätetische Maßnahmen; bei Stenose: endoskopische Dilatation.

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  • Morbus Crohn: Ein häufiges Krankheitsbild – anales Fistelleiden

    Komplexe perianale Fisteln verursachen bei Patienten mit Morbus Crohn eine hohe Krankheitslast.

    Die verfügbaren medikamentösen und chirurgischen Therapieoptionen sind nicht immer erfolgversprechend.

    Mit der allogenen, mesenchymalen Stammzelltherapie bietet sich eine neue minimalinvasive, schließmuskelschonende Fisteltherapie.

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Geriatrie

  • Frailty und deren Einfluss auf internistische Entscheidungen

    ICD-Code für Frailty fehlt – Funktionalitätseinbußen in den meisten europäischen Staaten auch nicht durch finanzielle Leistungen abgebildet.

    Auch in Österreich fehlt eine nationale Strategie zur Prävention von Frailty.

    EU-weite Initiative „Joint Action ADVANTAGE“, um eine individualisierte medizinische Versorgung Älterer zur Verhinderung von Frailty und Pflegeabhängigkeit zu fördern.

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Nephrologie

  • Biomarker bei diabetischer Nephropathie

    eGFR und Albuminurie sind die derzeit in der Klinik verwendeten Marker – eGFR ist ein relevanter Surrogatendpunktmarker in klinischen Studien, und Bestrebungen laufen, auch Albuminurie als Surrogatendpunktmarker zuzulassen.

    Das CKD273-Proteomics-Markerpanel ist in der Entwicklung hinsichtlich Prognose­abschätzung am weitesten fortgeschritten.

    KIM1 und TNFR1 sind weitere Proteinmarker, deren prognostisches Potenzial in unabhängigen Studien gezeigt worden ist.

    Derzeit wird eine Reihe von Markern, die mit der Progression der Erkrankung assoziiert sind, als neuer therapeutischer Ansatzpunkt evaluiert.

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Infektiologie

  • Phagentherapie: Viren gegen Bakterien

    Durch die hohe Aktivität im Biofilm eignen sich Phagen zur Behandlung von Infektionen, die mit Antibiotika allein nicht behandelbar sind, unabhängig von Resistenzen.

    Bei Dysbiosen bieten Phagen und Endolysine die Möglichkeit einer hochpräzisen Intervention, ohne gutartige Teile des Mikrobioms zu zerstören.

    2020 werden mehrere prospektive kontrollierte klinische Studien die Effektivitätin diversen Indikationen untersuchen.

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Kardiologie

  • HDAC-Inhibition – ein neuer Therapieansatz für HFpEF

    Heart Failure with preserved Ejection Fraction (HFpEF) gehört zu den größten Gesundheitsproblemen des 21.

    HFpEF betrifft knapp 50 % aller Herzinsuffizienz-Patienten, und es gibt keine effektiven Therapien, welche die Prognose verbessern.

    Hemmung von Histon-Deacetylasen führte zu einer Verbesserung der kardiopulmonalen und mitochondrialen Funktion in einem präklinischen Modell für HFpEF.

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  • ESC/EAS-Guidelines: Dyslipidämiemanagement

    Erhöhte Blutfettwerte, allen voran erhöhtes LDL-Cholesterin, zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Atherosklerose.

    Umgekehrt ist die Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse durch entsprechende LDL-C-Senkung (z. B. mittels PCSK9-Inhibitoren) eindrucksvoll belegt.

    Die 2019 aktualisierten ESC/EAS-Guidelines zum Management von Dyslipidämien enthalten neue Empfehlungen u. a. in den Bereichen Risikostratifizierung, Zielwertdefinition sowie nichtmedikamentöse und medikamentöse Therapie.

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Schmerzmedizin

  • Gemischter Schmerz

    Beim gemischten Schmerz liegt eine Überschneidung der Schmerzarten nozizeptiver, neuropathischer und noziplastischer Schmerz vor. Von der IASP wird er allerdings noch nicht als eigene Schmerzart klassifiziert.

    Studiendaten zeigen, dass gemischter Schmerz vergleichsweise häufig auftritt und sowohl mit einer schlechteren Lebensqualität als auch mit mehr Komorbiditäten einhergeht als andere Schmerzarten.

    Entscheidend ist eine gezielte, rasche und adäquate Therapie, die sowohl die nozizeptive als auch die neuropathische Schmerzkomponente berücksichtigt.

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Palliativmedizin

  • Palliativmedizin bei nichtheilbarer Krebserkrankung

    Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ aus dem Jahr 2015 wurde um acht neue Themengebiete erweitert.

    Die palliativmedizinische Versorgungsstruktur mit all ihren Facetten soll rechtzeitig angeboten werden.

    Nichtmedikamentösen Maßnahmen wird ein bedeutender Platz eingeräumt.

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Pneumologie

  • Lymphangioleiomyomatose und pulmonale Alveolarproteinose

    Lymphangioleiomyomatose (LAM): Betroffen sind Frauen in der Prämenopause; zystische Läsionen in der HR-CT des Thorax, VEGF-D > 800 pg/ml als starker Hinweis auf eine LAM; lungenfunktionell obstruktive Ventilationsstörung.

    Pulmonale Alveolarproteinose und LAM: Erkennung und Diagnostik nur in pneumologischen Kompetenzzentren; „targeted therapies“ verfügbar.

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  • Langerhans-Zell-Granulomatose

    Definition: Bei der pulmonalen Histiocytosis X handelt es sich nach heutigem Verständnis um eine entzündlich destruierende sowie myeloid-neoplastische Erkrankung mit variabler klinischer Ausprägung.

    Diagnostisch ist das entscheidende radiologische Charakteristikum im Thorax-CT das gemeinsame Vorhandensein von größenmäßig unterschiedlichen Noduli und dünnwandigen Lungenzysten.

    Therapie: Nikotinverzicht und bei symptomatischen Formen orale Steroide sind Mittel der ersten Wahl.

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