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Zwischen Abwehr und Toleranz

Ein leistungsfähiges Immunsystem zeichnet sich durch die richtige Balance zwischen effektiver Erregerabwehr und immunologischer Toleranz aus, berichtet Assoz. Prof.in PDin DDr.in Eva Untersmayr-Elsenhuber, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie und Nationales Referenzzentrum für postvirale Syndrome an der MedUni Wien. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Schleimhautbarrieren und das Mikrobiom. Gerade postakute Infektionssyndrome (PAIS) zeigen, wie komplex das Zusammenspiel von Barrierefunktion, Mikrobiom, Inflammation und Immunantwort ist.


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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Ein funktionierendes Immunsystem muss Pathogene effizient kontrollieren, gleichzeitig aber überschießende Reaktionen verhindern. Störungen dieses Gleichgewichtes können sich sowohl als unzureichende Immunabwehr als auch als Allergie oder Autoimmunität manifestieren.
  • Die großen mukosalen Oberflächen stehen kontinuierlich mit Mikroorganismen und Umweltfaktoren in Kontakt. Eine intakte Barrierefunktion trägt wesentlich dazu bei, Immunreaktionen zu kontrollieren und chronische inflammatorische Prozesse zu verhindern.
  • Bei postakuten Infektionssyndromen werden unterschiedliche Mechanismen diskutiert, darunter persistierende Inflammation, Veränderungen von Mikrobiom und Schleimhautbarrieren sowie inadäquate oder autoimmune Immunreaktionen.