DF 03|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft

Editorial

News Update

  • Roche stoppt Entwicklung von Aleglitazar

    Das Therapieprinzip der dualen PPAR-α/γ-Aktivierung erfährt nach dem Entwicklungsstopp für Aleglitazar einen weiteren, den vermutlich finalen Rückschlag. Den Ausschlag, alle laufenden Studien mit Aleglitazar zu beenden, gaben einmal mehr mangelnde Wirksamkeit sowie Sicherheitsbedenken.

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  • Proceedings des CODHy-Kongresses 2012 in Barcelona sind online verfügbar

    „Diabetes Care“ hat die Proceedings des 4th World Congress on Controversies to Consensus in Diabetes, Obesity and Hypertension (CODHy) als „open access“-Artikel online gestellt. Die Texte geben einen umfassenden Überblick über viele der aktuell wichtigen Fragen in der Diabetologie.

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  • GLP-1-basierte Antidiabetika unter Druck

    Die Debatte um eine mögliche Assoziation von GLP-1-basierten Therapien mit Pankreatitis und exokrinem Pankreaskrebs hat sich in den letzten Monaten deutlich intensiviert. Die American Diabetes Association (ADA) hat die Hersteller von GLP-1-Rezeptoragonisten und DDP-4-Hemmern dazu aufgerufen, patientenbasierte Studiendaten für einen unabhängigen Review zur Verfügung zu stellen. In einer gemeinsamen Stellungnahme empfehlen ADA und European Association for the Study of Diabetes, die Patienten über mögliche Risiken zu informieren, die bisherigen Verschreibungsgewohnheiten aber beizubehalten.

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  • FDA-Gremium befürwortet Lockerung der Beschränkungen für Rosiglitazon

    In einem überraschenden Votum hat sich ein Beratungsgremium der US Food and Drug Administration (FDA) mehrheitlich dafür ausgesprochen, die seit 2010 geltenden Restriktionen für die therapeutische Anwendung von Rosiglitazon zu lockern. Die Entscheidung basiert auf einer nicht unumstrittenen Neubewertung der Ergebnisse der RECORD-Studie.

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  • SAVOR-TIMI-53: Keine Reduktion kardiovaskulärer Endpunkte durch DPP-4-Hemmer Saxagliptin

    Im Vorfeld der ADA Scientific Sessions haben Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca einen Ausblick auf die Ergebnisse der SAVOR-TIMI-53-Studie bekannt gegeben. Die Hoffnung, durch die Blutzuckersenkung mit dem DPP-4-Hemmer Saxagliptin das kardiovaskuläre Risiko von Typ-2-Diabetikern senken zu können, wird sich demnach nicht erfüllen.

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  • Kongressnachlese: ADA-Jahrestagung 2013 – Neue Details zu alten Gewissheiten

    Ausgewählte Highlights der diesjährigen ADA-Jahrestagung: 30 Jahre nach dem Start der DCCT-Studie profitieren die Studienteilnehmer noch immer von der intensivierten Blutzuckerkontrolle. Die Sinnhaftigkeit von Lebensstilmaßnahmen bei Typ-2-Diabetes wird durch aktuelle Studienergebnisse (Stichwort: Look AHEAD) nicht infrage gestellt. In der Insulinpumpentherapie erweisen sich semiautonome Kontrollsysteme zunehmend als alltagstauglich.

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Editor´s Choice

Focus: Von ADDITION bis ORIGIN: A und O der frühen Intervention

  • ÖDG online-Spendenaktion

    Im Gegensatz zu erwachsenen Patentinnen und Patienten gibt es für österreichische Kinder derzeit keinerlei gesetzlich vorgesehenen und öffentlich finanzierten Möglichkeiten der Rehabilitation.

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  • Argumente für die frühe(re) antidiabetische Kombinationstherapie

    Gerade im frühen Stadium des Typ-2-Diabetes ist eine effektive und vor allem beständige Blutzuckersenkung von größter Wichtigkeit. Meist kann nur eine Kombination verschiedener ­Substanzen die komplexen pathophysiologischen Defekte sinnvoll ­behandeln und damit vaskuläre ­Komplikationen verhindern.

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  • „Early insulin“ bei Typ-2-Diabetes – Was spricht dafür, was dagegen?

    Eine frühzeitige Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes scheint bezüglich des Auftretens von ­kardiovaskulären Komplikationen und Krebserkrankungen sicher zu sein. Die Entscheidung zur Insulintherapie richtet sich nach dem anzustrebenden HbA1c-Ziel, alternativen Therapieoptionen ­(abhängig von Indikation und Kontraindikation), Komorbiditäten, der Betreuungssituation und dem ­individuellen Patientenwunsch.

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  • „Therapeutic inertia“, Ursachen und Lösungsansätze

    Strategien zur Überwindung von „therapeutic inertia“: klare, praxisnahe Empfehlungen von Seiten der Fachgesellschaften, Disease-Management-Programme, Remindersysteme, Audits und Feedback mit Benchmarking, Qualitätszirkel, „Treat to target“-Training.

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  • Frühe kardiale Intervention

    Die aktuell verfügbare Datenlage spricht klar gegen eine erweiterte apparative Diagnostik bei kardial asymptomatischen Diabetespatienten. Die Ergebnisse der STENO-2-Studie wie auch der PONTIAC-Studie sprechen unisono für eine frühzeitige, biomarkergesteuerte kardiale Intervention.

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  • Typ-2-Diabetes: Screening nach ADDITION und Look AHEAD – Sollen wir nach unseren Patienten suchen?

    Wer soll gescreent werden? Personen mit einer erhöhten (bis hohen) Vortestwahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Typ-2-Diabetes, z. B. bei ≥ 12 Punkten im FINDRISK-Test, klinisch manifester ­Atherosklerose, metabolischem Syndrom oder früherer Diagnose einer Hyperglykämie

    Wie sollte gescreent werden? Goldstandard für ein Screening ist der orale Glukosetoleranztest. HbA1c und Nüchternglukose sind möglich, haben aber eine niedrigere Sensitivität und erfassen frühe Stadien der ­Erkrankung nicht.

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  • „Metabolic legacy“, kritisch betrachtet

    Bei Typ-1-Diabetes und in geringerem Ausmaß auch bei Typ-2-Diabetes sind positive Langzeiteffekte einer guten Blutzuckereinstellung dokumentiert. Diese Studienergebnisse und die Schlussfolgerung eines glykämischen Gedächtnisses unterstützen die Notwendigkeit einer optimierten Diabetestherapie insbesondere in der Initialphase nach Diagnosestellung. Die zugrunde liegenden ­pathophysiologischen Mechanismen sind komplex, spezifische protektive Effekte einzelner Medikamenten­klassen in Diskussion.

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  • Aspirin für alle? ACE-Hemmer für alle? Statine für alle? – Potenziale und Grenzen von Medikamenten in der Primärprävention

    Primärprävention: Die Erreichung des Zielwerts für das LDL-Cholesterin (LDL-C) steht im Vordergrund. Bei Patienten ohne Diabetes beträgt dies bei moderatem Risiko (SCORE 1–5 %) < 115 mg/dl; bei hohem Risiko (SCORE 5–10 %) < 100 mg/dl und bei sehr hohem Risiko (SCORE > 10 %) < 70 mg/dl. Bei Diabetespatienten gilt jedenfalls ein LDL-C-Ziel von < 70 mg/dl. Aspirin (ASS) ist kontroversiell. ACE-Hemmer/Angiotensinrezeptorblocker (ARB) sollten nur als Bestandteil einer Hypertonietherapie zur Anwendung kommen. Die „Polypill“ (Statin, ASS, ACE-Hemmer/ARB) ist abzulehnen.

    Sekundärprävention: Das LDL-C-Ziel liegt jedenfalls bei < 70 mg/dl. ASS ist unverzichtbar. ACE-Hemmer/ARB sollten nur als Bestandteil einer Hypertonietherapie zur Anwendung kommen. Die „Polypill“ ist abzulehnen.

    Lifestyle: Gesunde Ernährung, Bewegung, Gewichtskontrolle und Nichtrauchen sind unverzichtbar.

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  • Typ-1-Diabetes: Frühe Immunintervention, Update 2013

    Immuntherapie bei Typ-1-Diabetes: Einzelinterventionen reichen offenbar nicht aus, um den autoimmunen Destruktionsprozess der Betazellen zu bekämpfen; laufende Studien konzentrieren sich daher auf kombinierte Strategien der Immunintervention. Neue, vielversprechende Therapieansätze sollen ermöglichen, dass Patienten mit Typ-1-Diabetes für längere Zeit zumindest mit weniger Insulin auskommen und damit weniger Langzeitkomplikationen entwickeln.

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