GA 03+04/2020

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • COVID-19-Pandemie – wie waren wir aufgestellt?

    Die globale COVID-19-Pandemie stellt zweifellos eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme der ­einzelnen Länder dar, es offenbaren sich unmittelbar Problemfelder, die sonst nicht so klar zu erkennen gewesen wären.

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Editorial

Seite des BÖG

Podium

  • Zentrum für gynäkologische Tumore in Feldkirch zertifiziert

    Nach der Rezertifizierung Anfang des Jahres darf sich die Abteilung von Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Feldkirch unter der Leitung von Prim. DDr. Burghard Abendstein über eine zusätzliche Auszeichnung durch die Österreichische Zertifizierungskommission freuen: Dem neuen Zentrum für gynäkologische Tumore an der Feldkircher Abteilung wurde nun ebenfalls das Siegel für hohe Behandlungsqualität verliehen.

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Focus: Schwerpunkt zur ÖGS-Jahrestagung 2020: Senologie

  • Zur ÖGS-Jahrestagung 2020: „Grenzen zwischen Disziplinen, aber auch zu Laien öffnen“

    Den Zielen der ÖGS entsprechend, den interdisziplinären Zugang im Management von Brustdrüsenerkrankungen zu fördern und alle befassten Fachrichtungen zum Erfahrungsaustausch zusammenzuführen, finden alle 2 Jahre interdisziplinäre Tagungen an verschieden Orten in Österreich statt. Wie alle medizinischen Kongresse heuer steht auch die ÖGS-Jahrestagung 2020 im Zeichen der COVID-19-Beschränkungen.

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  • Brauchen wir ein personalisiertes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm?

    Die Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammografie wird von der Mehrheit ­internationaler Fachgesellschaften als effektiv beurteilt.

    Probleme sind die verbesserungswürdige Spezifität und Sensitivität der Methode.

    Eine erhöhte mammografische Brustdichte ist gleichzeitig individueller Risikofaktor für Brustkrebs und zeigt eine eingeschränkte Sensitivität der Mammografie an: Hier greifen personalisiert einsetzbare ­Zusatzmethoden wie die MRT, für die sich der Autor ausspricht.

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  • Lokaltherapie des Mammakarzinoms nach NACT: Verzicht einer OP auf Basis von Bildgebung und Biopsie?

    Nach systemischer neoadjuvanter Chemotherapie des Mammakarzinoms eine pathologische Komplettremission (pCR) durch Biopsie oder Bildgebung zu verifizieren wäre eine elegante, kosteneffektive und komplikationsarme Option. Leider kann nach derzeitiger Studienlage dieses Procedere nicht forciert werden – es sind dringend weitere Studien notwendig!

    Goldstandard bleibt weiterhin die definitive Beurteilung am OP-Präparat.

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  • Onkoplastik in der Brustchirurgie

    Neueste Daten belegen, dass onkoplastische brusterhaltende Operationstechniken das kosmetische Ergebnis bei einer ungünstigen Brust-Tumor-Relation wahren und damit, bei gleicher onkologischer Sicherheit, trotzdem brusterhaltend operiert werden kann.

    Die Sofortrekonstruktion bei Mastektomie ist heutzutage der Standard bei Rekonstruktionswunsch. Damit ist es erforderlich, schon vor dem ersten Eingriff kosmetische Überlegungen mit einzubeziehen, um Frauen ganzheitlich in ihrer Gesundheit zu unterstützen.

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  • Brustrekonstruktion und Strahlentherapie

    Die Einführung brusterhaltender Operationen und Brustrekonstruktionen nach ­ Mammakarzinomen haben eine epochale Verbesserung der körperlichen und psychischen ­ Beeinträchtigungen der Patientinnen bewirkt.

    Die Weiterentwicklung der Bestrahlungstechniken und die Einführung spezieller Pflegekonzepte ­haben zu einer weiteren Verbesserung der Kosmese, der akuten und Langzeitnebenwirkungen der ­Strahlentherapie und damit der Patientenzufriedenheit geführt.

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  • Brustkrebs und der Knochen

    Knochenprotektive Effekte von antiresorptiven Therapien wie Bisphosphonaten oder ­Denosumab: Verzögerung von Skeletal Related Events bei Knochenmetastasen, Prophylaxe der Osteoporose als Langzeitnebenwirkung onkologischer Therapien (Aromatasehemmer etc.).

    Onkologische Effekte antiresorptiver Therapien können nicht nur das Auftreten von Knochen­metastasen verhindern (Seed-and-Soil-Hypothese), sondern generell Einfluss auf das krankheitsfreie ­Überleben nehmen.

    Caveats bei der höher dosierten Anwendung von Antiresorptiva in onkologischer Indikation: Auftreten von Kieferosteonekrosen, pathologischen Frakturen, unter Denosumab Rebound-Effekt (erhöhtes Frakturrisiko) nach Therapieende möglich.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Mangelernährung in der Schwangerschaft bei veganer Ernährung

    Eine strikte vegane Ernährung kann eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer gewährleisten.

    Vor allem Personen mit besonderen Anforderungen (Schwangere, Stillende) sollten auf eine nährstoffdichte Ernährung achten und die Versorgung mit den kritischen Nährstoffen regelmäßig ­ärztlich überprüfen lassen. Der kritischste Nährstoff ist Vitamin B12.

    Eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.

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  • Das metabolische Syndrom und Schwangerschaft

    Das metabolische Syndrom in der Schwangerschaft ist mit zum Teil schwerwiegenden ­ Komplikationen, u. a. Präeklampsie, assoziiert.

    Für ein verbessertes maternales und neonatales Outcome empfehlen sich daher u. a. eine ­ „Lifestylemodifikation“ spätestens ab Kinderwunsch.

    Aufgrund seines breiten Wirkungsfeldes ist der Einsatz von Metformin bei Frauen mit metabolischem Syndrom anzudenken.

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  • Empfehlungen zur Geburtseinleitung

    Keine Einleitung bei vermuteter fetaler Makrosomie.

    Einleitung bei mütterlichem Alter über 40 ab SSW 39+0 empfohlen.

    Einleitung ab SSW 39+0 reduziert die Sectiorate im Niedrigrisikokollektiv.

    Einleitung bei St. p. Sectio nur nach Risikoaufklärung, Abwarten der neuen AWMF-Leitlinie.

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  • Maßgeschneiderte chirurgische ­Versorgung des Beckenorganprolaps

    Eine maßgeschneiderte Prolapschirurgie sollte sowohl defekt- als auch patientenorientiert sein.

    Vor einer Prolaps-Operation zu berücksichtigende Faktoren für die Festlegung der ­operativen Strategie: neben Alter, Ernährungs- und Allgemeinzustand, sexueller Aktivität und ­ Beziehungsstatus, Nationalität/Kultur und Familienplanung zusätzlich noch die Präferenz der Patientin ­sowie die chirurgischen Skills des Operateurs.

    Betrifft die Senkung das apikale Kompartiment bei noch vorhandenem Uterus, sollte einer Patientin bei fehlender Kontraindikation und unter entsprechender Aufklärung die Möglichkeit des Uteruserhalts ­angeboten werden.

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  • Die (mögliche) Zukunft der Reproduktionsmedizin

    Die Methoden der Reproduktionsmedizin entwickeln sich rasend schnell weiter.

    So wird vielleicht in naher Zukunft möglich sein, noch mehr Menschen zu einem genetisch ­ eigenen Kind zu verhelfen und darüber hinaus das Risiko für eine angeborene Krankheit zu senken.

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  • Die OEGGG im Jahr der Pandemie

    Auch die Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) hat als ärztliche Fachgesellschaft auf den alles dominierenden Kontext COVID-19-Pandemie reagiert und zeitnah eine Reihe von Richtlinien und Stellungnahmen publiziert, um die österreichischen FrauenärztInnen in ihrer Arbeit in der Praxis zu unterstützen. Anstelle der abgesagten Jahrestagung wurde für den Herbst ein innovatives Fortbildungskonzept entwickelt.

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Junge Gyn

  • Training und Zertifizierung im Bereich minimal invasive Chirurgie

    In der heutigen chirurgischen Trainingsumgebung ist das traditionelle Sprichwort „see one, do one, teach one“ veraltet.

    Im österreichischen Ausbildungscurriculum gibt es keine Vorgabe zur Durchführung von ­ formalen Simulationsschulungen.

    Ziel eines systematischen Trainings soll es sein, die Expertise der Teilnehmenden zu erhöhen, fehlerhafte Gewohnheiten auszumerzen und damit die Qualität in der medizinischen Behandlung zu steigern.

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Frauengesundheit

  • Das Mikrobiom aus gynäkologischer Sicht

    Dysbalancen der Vaginalflora werden sehr oft durch Geschlechtsverkehr, Östrogenmangel und die direkte Verbindung Scheide–Rektum ausgelöst.

    Die Zufuhr von schützenden Pro- und Präbiotika unterstützt auch die Scheidengesundheit.

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MKÖ News

  • 2020 ist alles anders …

    Auch die MKÖ ist von den Auswirkungen der Corona-Krise nicht verschont geblieben. So war für Juni eine große Publikumsveranstaltung im Wiener Rathaus im Rahmen der Weltkontinenzwoche mit sehr viel Einsatz in Planung. Sie musste abgesagt werden, innerhalb weniger Wochen ...Weiterlesen ...
  • Gesundheits- und Krankheitswert des Mikrobioms der weiblichen Harnwege
    Der menschliche Körper beherbergt 1,3-mal so viele Mikroorganismen, wie er Körperzellen hat. Das Verständnis um die genaue Funktionalität dieser mikrobiellen Gemeinschaft, im Krankheitsfall dieser Wirt-Pathogen-Beziehung, ist in vielen Bereichen noch lückenhaft. Für den Urogenitaltrakt erfolgte die Forschung bis vor einigen ...Weiterlesen ...