SD 02|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Ao. Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 2/12
    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Wir freuen uns, Ihnen – rechtzeitig zur diesjährigen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie in Linz – die aktuelle Ausgabe des Spectrum Dermatologie präsentieren zu können!
    Dass Prim. ...Weiterlesen ...

Focus: Dermatochirurgie

  • Vorwort: Die Dermatologie – 
ein konservatives und chirurgisches Fach
    Die Dermatologie und Venerologie ist ein äußerst attraktives Sonderfach und bietet eine Fülle an interessanten Bereichen, in denen der Dermatologe tätig werden kann.
    Laut geltendem Gesetz gehört zum Sonderfach Dermatologie und Venerologie „die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation aller Zustände ...Weiterlesen ...
  • Dermatochirurgie: benigne und maligne Hautveränderungen

    Neben den klassischen dermatochirurgischen Therapieverfahren wie Exzision und Dermabrasion bieten sich zur Behandlung benigner und prämaligner Hautveränderungen zahlreiche alternative Therapieverfahren an.

    Zusätzlich zu den physikalischen Methoden wie Kryochirurgie und Elektrochirurgie haben sich in den letzten Jahren auch die photodynamische Therapie sowie die Lasertherapie etabliert. Alternativ können auch topische Therapien mit gutem Erfolg angewandt werden, wobei synergistische Effekte in der Kombination verschiedenster Therapien zu erwarten sind (z. B. Kryo mit Diclofenac, Laser mit Imiquimod).

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  • Chirurgie maligner Hauttumoren 


    Die radikale Resektion ist nach wie vor die Therapie der Wahl bei malignen Hauttumoren.

    Die operative Strategie wird wesentlich durch die Flächen- und Tiefenausdehnung des Tumors bestimmt, die präoperativ adäquat eingeschätzt werden muss (Palpation, bildgebende Verfahren, Tumor-Mapping).

    Bei nichtmelanozytären Hauttumoren kann die richtige Einschätzung der Tumorgrenzen schwierig sein, die chirurgische Entfernung sollte dann mikrographisch kontrolliert erfolgen.

    Bei Verzicht auf die mikrographische Chirurgie ist mit einer gewissen Drop-out-Rate zu rechnen. Wie Metaanalysen zeigen, führt eine histologisch inkomplette Resektion eines Basalioms in nur einem Drittel der Fälle zu einem Rezidivtumor.

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  • Dermatochirurgie jenseits der Tumorchirurgie


    Das Spektrum nichtonkologischer Hauterkrankungen, die chirurgisch behandelt werden können, ist ein sehr breites: Es reicht von der septischen Haut– und Weichteilchirurgie, der Phlebochirurgie, der Chirurgie von Wunden und Verbrennungen sowie der Narbenchirurgie bis zur ästhetischen Dermatochirurgie. Dazu kommen noch der Gewebetransfer und funktionelle Erkrankungen wie Alopezie oder Hyperhidrose.

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  • Die Bedeutung des Sentinel-Lymphknotens beim malignen Melanom


    Unter dem Aspekt, dass Definition und Identifikation des Sentinel-Lymphknotens (SLN) den Zweck verfolgen, all jene Patienten zu identifizieren, die von einer primären Lymphadenektomie nicht oder kaum profitieren würden, ist der SLN eine Erfolgsgeschichte.

    Die standardisierte Versorgung des malignen Melanoms sieht bei gegebener Indikation die Entfernung des SLN vor. Der Anteil positiver SLN liegt bei etwa 20 %.

    Der SLN ist ein guter prognostischer Parameter für regionale Metastasen und Lokalrezidive. Derzeit ist der Einfluss eines positiven SLN auf das allgemeine Überleben nicht vollständig geklärt.

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  • Liposuktion – eine dermatologische Operation


    Die Liposuktion stellt eine minimalinvasive Alternative zur Lipektomie dar. Kurative Indikationen sind: Gynäkomastie, Lipödeme und große Lipome, Lipomatose, axilläre Hyperhidrose etc.

    Zu den kosmetischen Indikationen der Liposuktion zählen: disproportionierte Fettansammlungen an den Beinen (Reithosenspeck) und Armen, an Bauch, Hüften und Rücken; Doppelkinn sowie Gesichtsabsaugung.

    Methode der Wahl ist die ambulante Liposuktion in Tumeszenz Lokalanästhesie (TLA).

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  • Botulinumtoxin und injizierbare Füllmaterialien: Wissenswertes drum herum 


    Bei Hyaluronsäurepräparaten ohne gute Evidenz ist Vorsicht geboten, da sie mit einem erhöhten Risiko an unerwünschten entzündlichen Reaktionen verbunden sein können. Außerdem sind Präparate mit Lidocain wegen der geringeren Schmerzen zu empfehlen.

    Heftig umkämpft ist das richtige Verhältnis zwischen den verschiedenen Botulinumtoxin­präparaten, denn je nach dem Verhältnis wird die Anwendung eines Präparates wirtschaftlicher oder unwirtschaftlicher.

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  • Rechtliche Aspekte der Dermatochirurgie


    Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten sind berechtigt, jene chirurgischen Eingriffe durchzuführen, die in den Ausbildungskatalogen in der Sonderfachausbildung enthalten sind.

    Aus Haftungsgründen ist es ratsam, dass ein Dermatologe diese Eingriffe tatsächlich nur dann durchführt, wenn er sie auch ausreichend erlernt hat.

    Dermatochirurgische Eingriffe ohne medizinische Indikation (ästhetische Operationen) dürfen von Dermatologen auch im Rahmen der Berechtigung als Facharzt durchgeführt werden, wobei zusätzliche rechtliche Auflagen im Bereich der Aufklärung, Marketing und Umgang mit den Patienten zu beachten sind.

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State of the Art

  • Rosazea – Update zur Pathogenese, Klinik und Therapie


    Die Rosazea ist eine sehr häufige, oft mit hohem Leidensdruck einhergehende Gesichtsdermatose, deren Pathophysiologie noch immer nicht hinreichend geklärt ist.

    Das klinische Erscheinungsbild ist variabel (Rosacea erythematoteleangiectatica, Rosacea papulopustulosa, phymatöse Rosazea), eine okuläre Beteiligung im Sinne einer Rosacea ophthalmica sollte stets ausgeschlossen werden.

    Die Therapie erfolgt zunächst topisch (in erster Linie Metronidazol oder Azelainsäure), gegebenenfalls kann sie in Abhängigkeit des klinischen Bildes durch die systemische Gabe von Tetrazyklinen, Makroliden, Retinoiden oder physikalische bzw. operative Verfahren ergänzt werden.

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  • Langzeitmanagement der Plaque-Psoriasis – 
Wirksamkeit und Sicherheit von Biologika 


    Biologika, die gezielt in die Entzündungskaskade der Psoriasis eingreifen, haben die Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankung erweitert. Mögliche Risiken können durch die gezielte und individuelle Planung von Biologikatherapien minimiert werden.

    Ein optimaler Einsatz von Biologika setzt das Wissen über Einsatzkonzepte und das Nutzen-Risiko-Profil voraus. Basis sollte die evidenzbasierte Medizin sein, die sich vor allem nach dem Schweregrad, aber auch nach der Form und den individuellen Faktoren richtet.

    Bisherige Beobachtungen und Daten aus klinischen Studien zeigen eindeutig signifikante Verbesserungen des „Psoriasis Area and Severity Index“ (PASI) und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität unter einer Biologikatherapie.

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  • Tipps für die klinische Praxis – Anaphylaxie 


    Vasovagale Synkopen, Hyperventilation und epileptische Anfälle können einer anaphylaktischen Reaktion oberflächlich täuschend ähnlich sehen. Umso mehr müssen die vorhandenen ­Symptome objektiviert werden.

    Adrenalin ist das einzige Medikament, das in der Akuttherapie des ­anaphylaktischen Schocks Leben retten kann. Im Zweifel ist die Gabe von 0,5 mg i.m. in den lateralen Oberschenkel risikoarm und effizient.

    Im Akutmanagement wird die Bedeutung der Substitution des relativen und absoluten Flüssigkeitsverlustes durch Gabe von Volumen häufig unterschätzt.

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Kongress

  • Fortgeschrittenes Basalzellkarzinom
 – Die Prognose verbessern


    Die therapeutischen Möglichkeiten bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom sind begrenzt. Mit Vismodegib, einem „small molecule“, das am Hedgehog(Hh)-Signalweg ansetzt, gibt es erstmals eine zielgerichtete Therapie.

    Die beim ESMO präsentierten Daten des 12-Monats-Follow-up der ­ERIVANCE-BCC-Studie sprechen für ein langfristiges Ansprechen und ein beherrschbares Nebenwirkungsprofil.

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  • EADV 2012, Prag: 
Rückblick auf den europäischen Dermatologenkongress 


    CHEK2-Mutation erhöht Melanomrisiko um das Zweifache.

    Ist die Dermatoporose tatsächlich eine Krankheit oder handelt es sich doch nur um ein kosmetisches Problem?

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  • EADV 2012, Prag: Fortgeschrittenes Basalzellkarzinom
 – Studienerfolge in Österreich


    Vismodegib, die neue Therapieoption bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom, steht auch österreichischen Patienten bereits im Rahmen von Studien zur Verfügung. Die Erfolge werden als gut bezeichnet.

    Spectrum Dermatologie sprach mit Ao. Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, dem österreichischen Studienleiter der internationalen, derzeit laufenden STEVIE-Studie. Gemeinsam mit seinem Team hat er bis jetzt weltweit die meisten Patienten im Rahmen dieser Studie betreut.

    Die beim EADV 2012 in Prag präsentierte Interimsanalyse dieser Studie bestätigt die Erkenntnisse früherer Studien.

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Journal Club

  • 15d-PGJ2 beim metastasierenden Melanom


    Der PPARγ-Ligand 15d-PGJ2 zeigt eine profunde Aktivität auf Melanomzellen und die Tumor­mikroumgebung und greift in wichtige Prozesse wie Proliferation, Tumorzellmigration, Angio­genese und Lymphangiogenese ein.

    15d-PGJ2 könnte somit einen möglichen therapeutischen Ansatz für Kombinationstherapien beim Melanom darstellen.

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  • Wnt1 blockiert die Lymphangiogenese im Melanom


    In einem Melanom-Mausmodell verringerte Wnt1 die melanomabhängige VEGF-C-Expression (Vascular endothelial growth factor-C) und die damit assoziierte Lymphangiogenese und Metastasierung.

    Wnt1 könnte somit möglicherweise einen neuen Ansatz als antilymphatische Behandlung im Melanom darstellen.

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  • Lupus erythematodes
: Die diagnostische Bedeutung von Ro/SS-A-Antikörpern 


    Ro/SS-A-Antikörper werden bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen, insbesondere bei Lupus erythematodes gefunden. Bislang unklar war ihre Bedeutung für die Prognose der Patienten.

    In der Studie wurden Ro/SS-A-Antikörper-positive LE-Patienten untersucht. 90 % der Ro/SS-A-AK-positiven Patienten hatten einen kutanen LE und nur bei 80% der Ro/SS-A AK-positiven Patienten waren auch ANA nachweisbar.

    Das Risiko für eine Organbeteiligung ist insbesondere bei Ro/SS-A-AK-positiven LE-Patienten mit einem akut kutanen LE, einem mukosalen LE, einer Leukopenie, positiven ANA, Arthralgien und nachweisbaren unspezifischen kutanen LE-Manifestationen erhöht.

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  • Plaque-Psoriasis: 
Methotrexat vs. Fumarsäureester unter Alltagsbedingungen


    Fumarsäureester (FAE) und Methotrexat (MTX) sind klassische systemische Psoriasis-Therapien.

    In einer retrospektiven Auswertung der Daten aus dem Psoriasis Registry Austria wurde die Wirksamkeit von FAE und MTX unter Alltagsbedingungen verglichen.

    Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede im Therapieansprechen.

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