SD 01|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 1/13
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Rechtzeitig zur diesjährigen Tagung der ÖADF in Salzburg dürfen wir Ihnen die aktuelle Ausgabe von Spectrum Dermatologie präsentieren.
    Den Organisatoren der ÖADF-Tagung, Herrn Univ.-Prof. Dr. Michael Binder und Frau Dr. Jessika Weingast ist es auch dieses ...Weiterlesen ...

Focus: ÖADF 2013

  • „Dermatologie bei nicht mehr ganz jungen Menschen“
    Der aktuelle demografische Wandel ist offensichtlich und erschließt sich uns auch ohne besondere wissenschaftliche Analysen.
    Wir werden älter – weltweit, besonders aber in den so genannten industrialisierten Ländern. Die rezente Lebenserwartung in den EU-27-Staaten beträgt 81,7 Jahre für Frauen und 75,3 ...Weiterlesen ...
  • Polypharmazie – Gratwanderung zwischen zu viel und zu wenig

    Polypharmazie gilt als ein Übel. Sie ist aber bei älteren Menschen unvermeidbar.

    Unterversorgung ist nämlich auch schlecht.

    Wenn einige einfache Regeln beachtet werden, kann der potenzielle ­Schaden, der aus dem Zusammenwirken vieler Pharmaka resultieren kann, minimiert werden.

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  • Dermatologische Nachsorge: Nach Organtransplantation oder bei ­chronischer Immunsuppression

    Hautinfektionen können beim immunsupprimierten Patienten, insbesondere beim Organtransplantierten, durch ungewöhnliche Erreger verursacht werden.

    Ebenso ist das Risiko für nichtmelanozytäre Hauttumoren deutlich erhöht. Eine altersbedingte kumulative Vorschädigung ist zu beachten. Ältere Patienten und chronisch Immunsupprimierte haben daher ein besonders hohes Risiko.

    Ein regelmäßiges Hauttumorscreening durch den Dermatologen ist essenziell. Dieses ist für Transplantierte meist Routine, leider aber für andere, unter IS stehende Patientengruppen noch nicht etabliert.

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  • Biologika: Verwendung bei älteren Menschen

    Die Psoriasis ist im Alter häufig und beeinträchtigt die Lebensqualität noch stärker.

    Durch die physiologische Immunschwäche sowie Komorbiditäten steht die Therapie mit ­Biologika im Alter unter geänderten Voraussetzungen.

    Unter entsprechender Observanz ist der Einsatz von TNF-α-Antagonisten und IL-12/IL-23-Antagonisten im Alter effektiv und sicher.

    Das Nebenwirkungsprofil entspricht großteils der therapeutischen Immunsuppression und wird durch die physiologische Immunschwäche etwas verstärkt.

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  • Tour d’Horizon über die ästhetische ­Dermatochirurgie

    Ästhetische Operationen sind meistens nicht kurativ notwendig, beseitigen jedoch einen die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigenden Zustand.

    Im Bereich der Ästhetischen Dermatologie gibt es eine große Bandbreite an Behandlungsmethoden. Der Trend geht in Richtung minimalinvasive Behandlungen mit BTX A, Fillern, Fettgewebstransplantationen und kombinierten Behandlungen.

    Die organspezifischen Fächer wie Dermatologie, HNO, MKG, Augenheilkunde, Gynäkologie und Urologie sind laut Gesetz befugt, in ihrem Organ ästhetische Chirurgie zu betreiben. Das Gesetz für Ästhetische Chirurgie ist seit 1. Jänner 2013 in Kraft.

    Um die interdisziplinäre Kooperation mit den anderen organspezifischen Fächern zu vertiefen, wurde 2012 ein Dachverband für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie/Austrian Federation for Interdisciplinary Aesthetic Surgery (AFIAS) gegründet.

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  • Ersatzteilallergologie

    Ersatzteile im medizinischen Sinn sind die in zahlreichen Bereichen eingesetzten Exo- und Endoprothesen.

    Eine echte, klinisch relevante Allergie auf Prothesenmaterial ist sehr selten, bleibt aber insbesondere für Dermatologen eine nicht seltene Fragestellung.

    Das Austesten einer Allergie im Zusammenhang mit Prothesen wird ­kontrovers diskutiert, jedoch von den Leitlinien empfohlen.

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  • Hauterkrankungen der Brust und Mamille

    Zu den entzündlichen Veränderungen zählen das Ekzem und Köbner-Phänomene im Rahmen anderer Dermatosen wie z.B. der Psoriasis.

    Beispiel für infektiöse Veränderungen ist die Mastitis.

    Neoplastische Veränderungen beinhalten benigne und maligne Läsionen. Diese können zufällig an der Brust lokalisiert oder brustspezifisch sein, aber auch oberflächliche Manifestationen eines Mammakarzinoms.

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  • Nichtvenerische anale, perianale und ­perineale Erkrankungen

    Der Analbereich stellt wie kaum eine andere Region des Körpers durch die großen funktionellen Anforderungen ein höchst komplexes und störanfälliges Organ (Kontinenzorgan) dar.

    Im Falle einer Erkrankung oder Dysfunktion kann sich dies durch eine große Bandbreite an Störungen von Juckreiz und analem Nässen über Blutungen und massiven Schmerzen bis zu Inkontinenz oder einer obstruktiven Entleerungsstörung präsentieren.

    Auch im 21. Jahrhundert ist die Analregion noch die Taburegion schlechthin, wodurch Verzögerungen in der Diagnostik mit nachfolgend oftmals inadäquater Therapie zu beobachten sind.

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  • Nichtvenerische genitale Erkrankungen des Penis

    Ektopische Talgdrüsen haben ebenso wie Papillae coronae glandis, die mit Genitalwarzen ­verwechselt werden können, keinen Krankheitswert. Zu den benignen Diagnosen zählen weiters die Lentiginose der Glans penis und die bei älteren Männern häufigen Angiokeratoma scroti.

    Die Kranzfurchenlymphangitis mit einer schmerzlosen, prall-zystischen Strangbildung ist bei jüngeren Männern relativ häufig. Bei der Kranzfurchenphlebitis liegt eine Thrombophlebitis oberhalb der Kranzfurche vor.

    Balanoposthitis ist eine entzündliche Veränderung der Glans und des inneren Präputialblattes unterschiedlicher Ursache.

    Die akute Gangrän des Penis, ausgelöst durch bakterielle Erreger, kann foudroyant verlaufen und erfordert eine sofortige Breitbandantibiotikatherapie und eine rasche chirurgische Sanierung.

    Als maligne Erkrankungen müssen Erythroplasie Queyrat (ein Carcinoma in situ) sowie das Plattenepithelkarzinom des Penis beachtet werden.

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State of the Art

  • Mykosen – die häufigsten Infektionskrankheiten

    Pilzinfektionen der Haut und ihrer Anhangsgebilde zählen zu den häufigsten Infektions­krankheiten beim Menschen.

    Neben Dermatophyten (z. B. Trichophyton-, Epidermophyton- und Microsporumarten) gehören zum Erregerspektrum auch Hefepilze (Candidaspezies) und Schimmelpilze, wobei Letztere eine eher untergeordnete Rolle spielen.

    Pilzinfektionen, die ausschließlich die Haut betreffen, werden meist lokal behandelt. Nagelinfektionen sowie die Tinea capitis bedürfen in aller Regel einer systemischen Therapie, gegebenenfalls unterstützt durch topische Antimykotika.

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  • Was ist bei Patienten mit der limitierten Form einer systemischen Sklerodermie zu beachten?

    Das CREST-Syndrom oder limitierte Form ist die häufigste Form der systemischen Sklerodermie.

    Zu beachten ist, dass dieses Patientenkollektiv oft ein Alter aufweist, in dem andere Erkrankungen ebenfalls gehäuft auftreten können (Koronarsklerose, Nierenfunktionsstörungen).

    Die Häufigkeit von Sicca-Symptomatik und Refluxösophagitis bedingen eine regelmäßige ­Kontrolle beim Gastroenterologen und HNO-Arzt bzw. Augenarzt.

    Die Lungenfibrose ist hinsichtlich des Monitorings gegenüber dem Auftreten einer pulmonalen Hypertonie in den Hintergrund geraten, eine Echokardiographie als Screening-Methode ist sicherlich von essenzieller Bedeutung im Follow-up dieser Patienten.

    Durch die verbesserte Medikation bei digitalen Ulcera konnte die Lebensqualität dieser Patienten doch deutlich erhöht werden.

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  • Neue Feldtherapien bei aktinischen Keratosen

    Aktinische Keratosen sind Carcinoma in situ, die meist als multiple Läsionen im Sinne einer Feldkanzerisierung auftreten.

    Wichtigster Risikofaktor ist eine kumulative UV-Exposition.

    Aktinische Keratosen sind nicht nur behandlungswürdig, sondern auch behandlungspflichtig.

    Einzelne aktinische Keratosen können lokal entfernt werden. Zur Flächentherapie stehen neben chemischen Peelings die photodynamische Therapie, topisches 5-FU, Diclofenac-Hyaluronsäure, Imiquimod und seit Kurzem auch Ingenolmebutat zur Verfügung.

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  • Aktuelle Studien zur Melanomtherapie in Österreich – Update 2013

    Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt, hat die Zulassung von Ipilimumab (Yervoy®) und Vemurafenib (Zelboraf®) zur Therapie von Patienten mit metastasiertem Melanom nicht nur die Routinetherapie dieser Erkrankung völlig verändert, sondern auch zu einer Vielzahl an klinischen Studien, teils mit Kombinationsschemata, teils mit neuen Substanzen geführt.

    Hierbei zeigt sich, dass mit vielen dieser neuen Entwicklungen die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung und oft auch die Anzahl von langzeitüberlebenden Patienten schrittweise verbessert werden kann.

    Auch im Bereich der aktuellen klinischen Studien ist es gelungen, viele dieser interessanten Projekte nach Österreich zu holen. Dies erlaubt es einerseits, unseren Patienten möglichst frühzeitig Zugang zu neuen Therapien zu ermöglichen, andererseits aber auch wichtige Erfahrung im Umgang mit den neuen Wirkstoffen zu erwerben.

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  • Erforschung des gesundheitsgefährdenden Potenzials des Eichenprozessionsspinners

    Der Eichenprozessionsspinner, Thaumetopoea processionea Linnaeus, gehört zur Gattung der Lepidoptera (nachtaktive Falter). Die Raupen tragen mit Widerhaken versehene Gifthaare (Setae), die über den Wind vertragen werden und bei Mensch und Tier zu heftig juckenden Hautreaktionen führen.

    Die Symptome eines Lepidopterismus (Raupendermatitis) sind unspezifisch und können entzündliche Knoten, eine toxisch-irritative Dermatitis und Urtikaria umfassen.

    Im Auftrag des Deutschen Umweltbundesamtes läuft am AKH Wien ein groß angelegtes Projekt zur ganzheitlichen Erforschung des Krankheitsbildes, das neben der Erforschung der Epidemiologie und der toxikologisch-immunologischen Pathomechanismen auch die Entwicklung von Nachweisverfahren für Setae sowie eines diagnostischen Algorithmus umfasst.

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  • Anaphylaktische Reaktion – was tun?

    Anaphylaxie ist eine akute systemische Reaktion, die den gesamten Organismus erfassen kann und je nach Schweregrad mit unterschiedlichen Symptomen einhergeht.

    Die Symptomatik setzt akut ein, kann rasch fortschreiten und zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

    Hauptauslöser bei Erwachsenen sind Medikamente und Insektengifte, bei Kindern vor allem Nahrungsmittel, allen voran Erdnüsse, andere Nüsse, Fisch und Krustentiere.

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