UIM 02|2012

UIM 02|2012 Themenheft Nephrologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Nephrologie - Mehr als nur Dialyse

  • Rückblick auf das Jahr 2011 – Ausbruch von EHEC O104:H4

    In Deutschland erkranken im Durchschnitt 1.000 Patienten pro Jahr symptomatisch an Shigatoxin-produzierendem E. coli. Etwa 60 Patienten pro Jahr entwickeln ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Im Jahr 2010 verstarben zwei Patienten hieran (http://www3.rki.de/SurvStat). Im Jahr 2011 erlebte Deutschland einen der größten Ausbrüche von enterohämorrhagischen E. coli (EHEC), verursacht durch den Serotyp O104:H4

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  • Urolithiasis – Abklärung und Therapie

    Die epidemiologische Entwicklung der Nephrolithiasis mit deutlicher Zunahme der Prävalenz (etwa 5 % der Bevölkerung) in den letzten Jahren und die hohe Rezidivrate erfordern neben der Stoßwellenlithotripsie, insbesondere vor dem Hintergrund gesundheitsökonomischer Zwänge, die pharmakologische Korrektur der metabolischen Ursache eines Harnsteinleidens, auch als Harnsteinmetaphylaxe bezeichnet, für eine erfolgreiche Langzeitbehandlung.

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  • Systembiologie in der chronischen Niereninsuffizienz

    Kontext: Die Besonderheit eines systembiologischen Ansatzes besteht darin, ein integriertes Bild über möglichst alle regulatorischen Prozesse in mehreren Ebenen (RNA, Proteine, Metaboliten) in einem gegebenen biologischen System zu erhalten. Einer der größten Vorteile solch einer Analyse besteht darin, dass diese Hypothesen-generierend ist, d. h. dass nicht eine bestimmte Hypothese überprüft oder Ergebnisse validiert werden, sondern dass a priori der gesamte Ist-Zustand eines Systems analysiert und interpretiert wird.

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  • Diabetische Nephropathie – Aktuelle Aspekte

    Kontext: Die diabetische Nephropathie ist die häufigste Ursache, warum PatientInnen eine Nierenersatztherapie (Hämo-, Peritonealdialyse oder Nierentransplantation) benötigen. In der letzten Dekade ist das medizinische Bewusstsein um präventive bzw. progressionsverzögernde Maßnahmen dieser mikrovaskulären Komplikation bei Diabetes mellitus enorm gestiegen. Erfreulicherweise ist auch die Inzidenz der PatientInnen an der Dialyse gesunken – ein Effekt, der wahrscheinlich durch bessere bzw. zielgerichtetere Therapiemaßnahmen wie z. B. die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAS) erzielt wurde (> Abb. 1).

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  • Diabetes mellitus nach Nierentransplantation – Neue Erkenntnisse und bestehende Herausforderungen

    Kontext: Nach Transplantation solider Organe kommt es schon frühzeitig bei a priori nichtdiabetischen Patienten zu erheblichen Störungen des Glukosestoffwechsels, welche von gestörter Nüchternglukose (Nüchternblutzucker: 100–125 mg/dl) und Glukoseintoleranz (2-h- Blutzucker: 140–199 mg/dl nach einem oralen Glukosetoleranztest – OGTT) bis zu einem behandlungsbedürftigen, manifesten Diabetes reichen. Dieser sog. NODAT (New Onset Diabetes After Transplantation) stellt die gravierendste Form eines mit dem Transplantationsprozess verhafteten gestörten Glukosemetabolismus dar und kommt in der Nierentransplantation in ca. 25–30 % der Organempfänger vor.

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  • Kardiovaskuläre Risikoreduktion nach Nierentransplantation?

    Kontext: Es ist seit langer Zeit bekannt, dass die altersadjustierte kardiovaskuläre Mortali tät von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz um ein Vielfaches höher ist als für die altersgematchte Normalpopulation.1 Bei Patienten nach Nierentransplantation besteht ein etwa 10-fach höheres Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu versterben, als bei nierengesunden Menschen!1, 2 Darüber hinaus haben bereits 70 % aller Patienten, die eine terminale Niereninsuffizienz aufweisen, präexistent eine signifikante Herzerkrankung, die zusätzlich zu den anderen traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren einen der wesentlichen Faktoren für die kardiovaskuläre Mortalität in dieser Patientenpopulation darstellt. Die weiteren Risikofaktoren können in modifizierbare und nichtmodifizierbare Risikofaktoren eingeteilt werden. Nicht modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren sind zum Beispiel Alter, Geschlecht und Familienanamnese. Zu den potenziell modifizierbaren Risikofaktoren zählen vorwiegend Anämie, Dys- und Hyperlipidämie, gestörte Blutzuckerkontrolle, arterielle Hypertonie und Obesitas.

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  • Editorial: Von der renalen Diagnostik bis zur Nachsorge von Transplantatempfängern

    Am 8. März war Weltnierentag. Der Homepage http://www.worldkidneyday.org kann man die genauen Zielsetzungen entnehmen. Prinzipiell soll die öffentliche Wahrnehmung von Erkrankungen der Nieren gesteigert und die Gefahr einer terminalen Niereninsuffizienz thematisiert werden.

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  • Was macht eigentlich ein Nephrologe?

    In den letzten Jahren gelang es den Nephrologen, das Bewusstsein für die PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion weltweit und auch in Österreich deutlich zu verbessern. Nun gilt es, die Awareness für die Fachdisziplin Nephrologie und ihre Aufgaben in der  nephrologischen Grundversorgung zu fördern.

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