UIM 02|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Kreijs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 02|2012 Themenheft Nephrologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

Innere Medizin Aktuell

Focus: Endokrinologie

Kardiologie

Angiologie

  • SERIE pAVK: „Step by step“ die periphere arterielle Verschlusskrankheit erfassen

    Den Impuls für die in dieser 2. Ausgabe 2012 von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN startende Serie „Diagnose und Therapie der pAVK“ gaben die im August 2011 erschienenen ESC-Guidelines zu „Diagnose und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) (European Heart Journal 2011; 32:2851-2906). Diese haben insofern große Neuerungen gebracht, als nun unter periphere arterielle Verschlusskrankheit alles zusammengefasst wird, was nicht den koronaren und intracerebralen Bereich umfasst. Damit sind viele Gefäßmanifes – tationen eingeschlossen, wo hinsichtlich Diagnose und Therapie in der Kollegenschaft Wissenslücken bestehen könnten. Das Bestreben ist, durch die Fokussierung der Autoren der Serie auf die einzelnen Gefäßgebiete letztlich in Summe gültige Diagnose- und Therapie algorithmen für die Kollegen im niedergelassenen Bereich und in der Klinik zur Verfügung stellen zu können, um deren Expertise zu stärken.

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  • SERIE Venöse Thromboembolie: Die Zukunft der neuen oralen Antikoagulantien ist angebrochen – mit offenen Wünschen

    Mit der Ausgabe 2 von Universum Innere Medizin geht neben der Serie zur Diagnose und Therapie der pAVK im Fachbereich Angiologie auch die Serie mit dem Fokus venöse Thromboembolie an den Start.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Hemmkörper-Entwicklung bei Patienten mit leichter Hämophilie A

    Fallbericht

    Kontext: Hemmkörper-Entwicklung als Komplikation der Hämophilie-Therapie stellt den Behandler vor eine große Herausforderung. Die Möglichkeit einer Immuntoleranztherapie ist zwar gegeben, allerdings kostenintensiv, belastend für den Patienten und nicht immer erfolgreich. Wir berichten über zwei Patienten, bei denen es zu einem spontanen Verschwinden des Hemmkörpers kam und dieser auch bei neuerlicher Exposition zu Gerinnungsfaktor VIII (FVIII) nicht wieder auftrat. – Ist eine „Watch and wait“-Strategie eine Alternative zur belastenden Immuntoleranztherapie?

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  • Highlights aus der Gerinnungsforschung: Klinische Forschung – Brücke zur Zukunft

    Unter diesem Motto fand vom 1. bis 4. Februar 2012 im schweizerischen St. Gallen die Tagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung statt. Die heuer zum 56. Mal abgehaltene Veranstaltung bot wie jedes Jahr ein äußerst umfassendes Angebot an interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen und Präsentationen.

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Rheumatologie

  • "Orphan diseases" des Bindegewebes – Fibrosierende Hautveränderungen

    Fibrosen der Haut sind selten, aber oft Hinweise auf Autoimmunprozesse mit rasanter Progredienz und ungünstiger Prognose. Die Pathomechanismen sind vielfach ungeklärt. Bei Beteiligung innerer Organe ist eine breite Immunsuppression angezeigt.

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  • Lupusnephritis 2012 – Frühzeitige Therapie anhand der histologischen Klassifizierung

    Frühzeitige Therapie anhand der histologischen Klassifizierung

    Die Nierenbeteiligung bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) korreliert nicht unbedingt mit weiteren Organmanifestationen, sie ist jedoch für die Morbidität und Mortalität dieser Patienten bestimmend. Zum Zeitpunkt der klinischen Erstmanifestation weisen bereits bis zu 50% eine renale Beteiligung auf, im Follow-up steigt dieser Prozentsatz auf bis zu 60% an. Die frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Etablierung einer Therapie ist für die Zukunft der Patienten mit Lupusnephritis essenziell.

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Vorzug für die intravenöse Eisensubstitution bei CED

    Eisen ist im menschlichen Organismus für den Sauerstoff-Transport zu und innerhalb der Zellen notwendig. Enzyme des Elektronentransfers in den Mitochondrien, des intermediären Metabolismus, des Nukleinsäurenstoffwechsels, der DNA-Replikation bzw. -Reparatur sowie diverse Signaltransduktionswege sind ebenfalls von Eisen abhängig. De facto benötigt jede Zelle Eisen.

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  • Möglichkeiten und Grenzen der Therapie von Leberschäden

    CHB, CHC, NAFLD, NASH, Cholestase, hepatozelluläres Karzinom

    In den letzten Jahren wurden zur Behandlung verschiedener Lebererkrankungen neue Medikamente und Therapieregime entwickelt. Diese Fortschritte betreffen insbesondere die Therapie der chronischen Hepatitis B und C und die des hepatozellulären Karzinoms.

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  • Die neue Ära der Therapie der chronischen Hepatitis C

    Erstaunliche Fortschritte, aber noch keine Heilung aller Patienten

    Die Therapie der chronischen Hepatitis C hat in den letzten 25 Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Die Zulassung zweier direkt antiviraler Substanzen (DAA) hat eine weitere Verbesserung der Heilungsraten bei Patienten mit Genotyp 1 gebracht. Allerdings bleibt der Stellenwert dieser neuen Medikamente unklar. Sie haben viele Nebenwirkungen, sind teuer und bieten nur bei klar definierten Patientengruppen einen klaren Vorteil zur Therapie mit Peginterferon/Ribavirin.

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  • Darmkrebs durch Vorsorgekoloskopie verhindern?

     

    Kontext: „Eine selten durchgeführte, aber qualitativ hochwertige Vorsorgekoloskopie bringt für die Darmkrebsvorsorge mehr als eine häufige Koloskopie mit schlechten Qualitätsstandards“, sagt die aktuelle Richtlinie der EU-Kommission. Sicherheit über die Qualität der Vorsorgekoloskopie ist daher unumgänglich. Nur Ärztinnen und Ärzte, die den ganzen Dickdarm untersuchen, viele Polypen entdecken und sie richtig entfernen, können Dickdarmkrebs durch die Darmspiegelung verhindern. Dazu gehört auch, dass die Koloskopie mit vorschriftsmäßig gesäuberten Geräten durchgeführt wird. Am wichtigsten für die Patientinnen und Patienten ist jedoch die Gewissheit, dass die Untersuchung in ihrer gewählten Ordination oder im Krankenhaus schmerzlos und möglichst komplikationsfrei ist. Alle diese Aspekte werden im Rahmen des „Qualitätszertifikats Darmkrebsvorsorge“ überprüft, und die ÖGGH setzt regelmäßig Maßnahmen ein, um diese zu verbessern.

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Nephrologie

Infektiologie

  • Österreichische ABSGROUP: Neues zur Antibiotic Stewardship

    Seit mehr als 10 Jahren werden Antibiotic-Stewardship-Aktivitäten (ABS) für Krankenhäuser in Österreich  durch die ABSGROUP, einen Zusammenschluss österreichischer ABS-ExpertInnen, durchgeführt. Auch  international sind Mitglieder der ABSGROUP in der Durchführung entsprechender Projekte und Erstellung  einschlägiger Leitlinien eingebunden.

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  • Antibiotic Awareness Event der ABSGROUP

    Zum 4th European Antibiotic Awareness Day: Symposium mit Schwerpunkt Harnweginfekt

    Vor dem Hintergrund von steigenden Resistenzen auf Antibiotika und zunehmend
    fehlender therapeutischer Möglichkeiten hat das Europäische Centre for Disease
    Prevention and Control den 18. November zum jährlich wiederkehrenden Antibiotic Awareness Day (EAAD) deklariert. Aus diesem Anlass veranstaltete auch die österreichische ABSGROUP am 14. 11. 2012 ein Symposium in der Gesellschaft der Ärzte in Wien.

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Schmerzmedizin

Palliativmedizin

  • Adäquate pharmakologische und apparative Therapie, systematische Patientenschulung, intensivierte pflegerische Betreuung – Palliativtherapie bei Herzinsuffizienz

    Die Kardiologie ist eine Disziplin, die bis heute primär den lebensrettenden und lebensverlängernden Aspekt betont. Lebensqualitätsverbessernde Aspekte haben sich hier eher zufällig und heimlich eingeschlichen. Somit gibt es in der Kardiologie und vor allem bei der Herzinsuffizienz (HI) zahlreiche Komponenten der palliativen Therapie, ohne dass diese explizit ausgesprochen sind.

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  • Österreichische Palliativgesellschaft gemeinsam mit Hospiz Österreich: Online Petition – "Palliative Care Leben"

    Mit dem Beschluss, gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, präsentierten die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) und der Dachverband Hospiz Österreich als erste Aktivität die Online-Petition „Palliative Care Leben“ anlässlich des 3. Kongresses der Österreichischen Palliativgesellschaft Ende 2011 in Klagenfurt. In wenigen Wochen unterschrieben über 500 Einzelpersonen die Petition auf der Homepage der OPG unter www.palliativ.at. Die darin formulierten Forderungen sind im nachfolgenden Text wiedergegeben. In den nächsten Wochen wird gezielt an verschiedene Institutionen, die im Bereich Hospiz und Palliative Care tätig sind, mit der Bitte um Unterzeichnung herangetreten. Schließlich wird die Petition den Parlamentsparteien überreicht und daraus eine Charta formuliert werden.

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Pneumologie

  • Das Lungengewebe als Zielstruktur von rheumatologischen Systemerkrankungen

    Die Rheumatologie befasst sich mit einer Reihe von Krankheiten, die neben den muskuloskelettalen Manifestationen durch einen systemischen Befall eine internistische Herausforderung darstellen. Extraartikuläre Manifestationen sind meist zu Beginn einer Erkrankung nicht offensichtlich; es muss gezielt nach ihnen gesucht werden. Vor allem Kollagenosen, Vaskulitiden und auch die rheumatoide Arthritis können verschiedenste Organe befallen. Im Besonderen gehen die interstitielle Lungenbeteiligung (ILD) und die pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) mit einer erhöhten Mortalitätsrate einher.1, 2

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  • Langzeitmanagement der Pulmonalembolie – Neue ACCP-Guidelines (American College of Chest Physicians)

    Das kumulative Rezidivrisiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) nach Absetzen der oralen Antikoagulation ist von der Genese des Erstereignisses abhängig und mit einer Rezidivrate von 30% nach 5 Jahren für Patienten mit einer
    idiopathischen venösen Thromboembolie am höchsten. Eine verlängerte Erhaltungstherapie mit Antikoagulantien kann dieses Rezidivrisiko deutlich
    senken, allerdings unter Erhöhung des Blutungsrisikos. Im Februar 2012 erschienen die neuen ACCP-Guidelines zum Langzeitmanagement der tiefen Beinvenenthrombose und Pulmonalembolie1.

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  • Community-acquired Pneumonia (CAP): Therapieentscheidung in der Praxis

    Bei jungen, sonst gesunden Patienten verläuft eine Pneumonie meist ohne Komplikationen. Alte, multimorbide Menschen haben hingegen ein erhöhtes Risiko, an einer Pneumonie zu versterben. Die Therapieentscheidung in der Praxis ohne Röntgen und Erregernachweis war Thema einer Diskussionsrunde österreichischer und deutscher Experten.

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Themenheft: Nephrologie - Mehr als nur Dialyse

  • Rückblick auf das Jahr 2011 – Ausbruch von EHEC O104:H4

    In Deutschland erkranken im Durchschnitt 1.000 Patienten pro Jahr symptomatisch an Shigatoxin-produzierendem E. coli. Etwa 60 Patienten pro Jahr entwickeln ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Im Jahr 2010 verstarben zwei Patienten hieran (http://www3.rki.de/SurvStat). Im Jahr 2011 erlebte Deutschland einen der größten Ausbrüche von enterohämorrhagischen E. coli (EHEC), verursacht durch den Serotyp O104:H4

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  • Urolithiasis – Abklärung und Therapie

    Die epidemiologische Entwicklung der Nephrolithiasis mit deutlicher Zunahme der Prävalenz (etwa 5 % der Bevölkerung) in den letzten Jahren und die hohe Rezidivrate erfordern neben der Stoßwellenlithotripsie, insbesondere vor dem Hintergrund gesundheitsökonomischer Zwänge, die pharmakologische Korrektur der metabolischen Ursache eines Harnsteinleidens, auch als Harnsteinmetaphylaxe bezeichnet, für eine erfolgreiche Langzeitbehandlung.

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  • Systembiologie in der chronischen Niereninsuffizienz

    Kontext: Die Besonderheit eines systembiologischen Ansatzes besteht darin, ein integriertes Bild über möglichst alle regulatorischen Prozesse in mehreren Ebenen (RNA, Proteine, Metaboliten) in einem gegebenen biologischen System zu erhalten. Einer der größten Vorteile solch einer Analyse besteht darin, dass diese Hypothesen-generierend ist, d. h. dass nicht eine bestimmte Hypothese überprüft oder Ergebnisse validiert werden, sondern dass a priori der gesamte Ist-Zustand eines Systems analysiert und interpretiert wird.

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  • Diabetische Nephropathie – Aktuelle Aspekte

    Kontext: Die diabetische Nephropathie ist die häufigste Ursache, warum PatientInnen eine Nierenersatztherapie (Hämo-, Peritonealdialyse oder Nierentransplantation) benötigen. In der letzten Dekade ist das medizinische Bewusstsein um präventive bzw. progressionsverzögernde Maßnahmen dieser mikrovaskulären Komplikation bei Diabetes mellitus enorm gestiegen. Erfreulicherweise ist auch die Inzidenz der PatientInnen an der Dialyse gesunken – ein Effekt, der wahrscheinlich durch bessere bzw. zielgerichtetere Therapiemaßnahmen wie z. B. die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAS) erzielt wurde (> Abb. 1).

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  • Diabetes mellitus nach Nierentransplantation – Neue Erkenntnisse und bestehende Herausforderungen

    Kontext: Nach Transplantation solider Organe kommt es schon frühzeitig bei a priori nichtdiabetischen Patienten zu erheblichen Störungen des Glukosestoffwechsels, welche von gestörter Nüchternglukose (Nüchternblutzucker: 100–125 mg/dl) und Glukoseintoleranz (2-h- Blutzucker: 140–199 mg/dl nach einem oralen Glukosetoleranztest – OGTT) bis zu einem behandlungsbedürftigen, manifesten Diabetes reichen. Dieser sog. NODAT (New Onset Diabetes After Transplantation) stellt die gravierendste Form eines mit dem Transplantationsprozess verhafteten gestörten Glukosemetabolismus dar und kommt in der Nierentransplantation in ca. 25–30 % der Organempfänger vor.

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  • Kardiovaskuläre Risikoreduktion nach Nierentransplantation?

    Kontext: Es ist seit langer Zeit bekannt, dass die altersadjustierte kardiovaskuläre Mortali tät von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz um ein Vielfaches höher ist als für die altersgematchte Normalpopulation.1 Bei Patienten nach Nierentransplantation besteht ein etwa 10-fach höheres Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu versterben, als bei nierengesunden Menschen!1, 2 Darüber hinaus haben bereits 70 % aller Patienten, die eine terminale Niereninsuffizienz aufweisen, präexistent eine signifikante Herzerkrankung, die zusätzlich zu den anderen traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren einen der wesentlichen Faktoren für die kardiovaskuläre Mortalität in dieser Patientenpopulation darstellt. Die weiteren Risikofaktoren können in modifizierbare und nichtmodifizierbare Risikofaktoren eingeteilt werden. Nicht modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren sind zum Beispiel Alter, Geschlecht und Familienanamnese. Zu den potenziell modifizierbaren Risikofaktoren zählen vorwiegend Anämie, Dys- und Hyperlipidämie, gestörte Blutzuckerkontrolle, arterielle Hypertonie und Obesitas.

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  • Editorial: Von der renalen Diagnostik bis zur Nachsorge von Transplantatempfängern

    Am 8. März war Weltnierentag. Der Homepage http://www.worldkidneyday.org kann man die genauen Zielsetzungen entnehmen. Prinzipiell soll die öffentliche Wahrnehmung von Erkrankungen der Nieren gesteigert und die Gefahr einer terminalen Niereninsuffizienz thematisiert werden.

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  • Was macht eigentlich ein Nephrologe?

    In den letzten Jahren gelang es den Nephrologen, das Bewusstsein für die PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion weltweit und auch in Österreich deutlich zu verbessern. Nun gilt es, die Awareness für die Fachdisziplin Nephrologie und ihre Aufgaben in der  nephrologischen Grundversorgung zu fördern.

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