UIM 10|2011

UIM 10|2011 Mannbeilage

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

Mann

  • Status quo: Sexually Transmitted Infections

    Das Spektrum der Sexually Transmitted Infections (STI) umfasst neben den klassischen Geschlechtskrankheiten, der Syphilis, Gonorrhö, und den selteneren ulzerösen Infektionen, dem Ulcus molle, Lymphogranuloma venereum und Granuloma inguinale (extrem selten), auch andere Infektionen, die auch – aber nicht ausschließlich – durch Sexualkontakt übertragen werden: virale (HIV, Herpes-simplex-Virus, humane Papillomaviren, Hepatitis B) und bakterielle Infektionen (Chlamydien, Mykoplasmen, Ureaplasmen, aerobe und anaerobe Bakterien der Genitalschleimhaut), die Candidose, die Trichomoniasis und Pediculosis pubis. 

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  • Das androgenmetabolische Syndrom

    Veränderung der Sexualhormone bei Adipositas

    Männer mit metabolischem Syndrom und abdomineller Adipositas weisen häufig eine Reduktion des Testos teronwertes auf. Bei Männern mit Typ-2-Diabetes beträgt die Prävalenz eines Androgenmangels rund 30 %. Unklar ist, ob eine Testosterontherapie das kardiovaskuläre Risiko vermindert. 

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  • Kuraufenthalte bei krebskranken Menschen – Möglich, sinnvoll, gefährlich?

    Es gibt wohl wenige Fragen in der Medizin, die so kontroversiell diskutiert werden wie diese. Bis vor kurzem hat sich die medizinische Wissenschaft um die Beantwortung dieser Frage gedrückt, weil sie aufgrund der begrenzten Lebenserwartung von Krebspatienten einfach zu selten gestellt wurde. Maligne Erkrankungen waren bisher ganz allgemein in der Liste der Kontraindikationen für Kuraufenthalte angeführt. Doch lässt sich dieser Standpunkt heute noch vertreten? Seit 2007 bemüht sich der Verband österreichischer Kurärzte, mehr Klarheit in das Problemfeld Krebs und Kur zu bringen. Dazu ist auch eine intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen onkologischen Spezialisten entstanden, die sich zum Ziel gesetzt hat, für Österreich fachlich begründete Empfehlungen auszuarbeiten.

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  • Das Nierenzellkarzinom – Update der Therapieoptionen

    Obwohl das Nierenzellkarzinom insgesamt zu den selteneren Tumorentitäten zählt, ist es der häufigste maligne Tumor in der Niere des Erwachsenen. Es tritt zumeist sporadisch auf, allerdings sind auch einige wenige familiäre Formen bekannt, von denen das Von-Hippel-Lindau-Syndrom als wichtigstes Beispiel gilt. Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Nierenzellkarzinoms zählen Nikotinabusus, Adipositas und Bluthochdruck.

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  • Aktuelles Management maligner Hodentumoren

    Bösartige Hodentumoren sind gut behandelbar. Heute wird, alle Stadien zusammengenommen, ein Gesamt – überleben von über 90 % erreicht. Die Kenntnis von Risikofaktoren für eine Metastasierung, die konsequente Weiterentwicklung der Chemotherapie nach den Ergebnissen großer internationaler Studien und die Vereinheitlichung von Diagnose und Therapie nach den Leitlinien haben diesen Erfolg ermöglicht. Dieser Artikel stützt sich auf die Leitlinien der European Association of Urology (EAU).

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  • Strahlentherapie urologischer Karzinome

    Die Hauptindikation für die Strahlentherapie urologischer Karzinome stellen das Prostatakarzinom, das Blasenkarzinom und das lokalisierte Seminom dar. Erst durch die modernen hochpräzisen Strahlentherapie – techniken, wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und die ARC-Bestrahlung (VMAT), welche bildgesteuert am Linearbeschleuniger durchgeführt werden können, sind durch höhere Dosisapplikationen, unter Schonung der Umgebungsorgane, bessere Heilungsraten möglich.1 

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  • Aktuelle Datenlage – Die LDR-Brachytherapie des Prostatakarzinoms

    Das Prostatakarzinom ist in Österreich das häufigste Malignom bei Männern und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. 2009 wurden 4.881 Neuerkrankungen gemeldet. Die Inzidenz nahm seit 1983 deutlich zu, wobei dies auf das Screening mittels PSATest zurückzuführen ist. Erfreulicherweise ist die Inzidenz seit 2003 leicht rückläufig. Dennoch stieg die Zahl der entdeckten kurativ zu behandelnden Frühkarzinome, d. h. Karzinome im lokalisierten Stadium, drastisch an und betrug in Österreich im Zeitraum 2007–2009 knapp 61 % aller Neudiagnosen. Die diagnostizierte Anzahl der Niedrigrisikokarzinome (T1–T2, Gleason < 7, PSA < 10 ng/ml) zeigt ebenfalls eine massive Steigerung (Cooperberg M.R. et al., 2003). Prinzipiell stehen strahlentherapeutisch verschiedene potenziell kurative Behandlungsmethoden des lokalisierten organbegrenzten Prostatakarzinoms zur Verfügung.

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  • Was bietet die nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie beim Prostatakarzinom?

    Nuklearmedizinische Methoden gibt es für die Darstellung der Knochen- und Weichteilmetastasen des Prostatakarzinoms (PCa), für das Auffinden des Wächterlymphknotens (SLN) und für die palliative Schmerztherapie. Der Vorteil der nuklearmedizinischen Funktionsdiagnostik im Vergleich zu morphologischen Verfahren war und ist, dass die funktionellen Änderungen den morphologischen in der Regel weit vorausgehen. So detektiert die Ganzkörperknochenszintigraphie (GKK) eine 10–20%ige Änderung im Knochenstoffwechsel1, während das Knochenröntgen eines 50%igen Verlusts der Mineralisation bedarf, um eine Läsion zu detektieren. Knochen metastasen sind mittels GKK bis zu 18 Monate vor Veränderungen im planaren Röntgenbild zu sehen.2

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  • Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms

    Die Früherkennung des Prostatakarzinoms bewirkte in den letzten Jahren eine deutliche Migration der Tumorstadien zu Gunsten der lokal begrenzten Erkrankungsfälle. In Absolutzahlen stieg jedoch auch die Anzahl von fortgeschrittenen Fällen. Leider gab es auch im Jahr 2011 keine zwingende Definition des „fortgeschrittenen Prostatakarzinoms“. In derzeit laufenden Studien werden sechs verschiedene Definitionen verwendet. Die letzte große Veränderung im therapeutischen Spektrum liegt mit 2004 doch schon 7 Jahre zurück.

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  • Editorial
    Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!
    Die vorliegende Ausgabe des „Universum Mann“ hat eindeutig einen onkologischen Schwerpunkt. Dieser erstreckt sich von der nuklearmedizinischen Diagnostik und Brachytherapie des Prostatakarzinoms sowie neuer chemotherapeutischen Möglichkeiten bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom über ein Update der Therapieoptionen bei malignen ...Weiterlesen ...
  • Editorial
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Kennen Sie auch das Gefühl, sich vom Studium her oder aus der Turnusausbildung an einen Laborwert zu erinnern, aber ohne genau zu wissen, wie er zu interpretieren ist? Oder ein Bild einer ...Weiterlesen ...