UIM 09|2013

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 9/13
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Vor 50 Jahren wurde John F. Kennedy ermordet. Ich war damals Medizinstudent im ersten Semester in Wien und lernte gerade über die Handwurzelknochen. Später (ab 1975) arbeitete ich in dem Spital in ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 9/13
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Der diesmalige FOCUS Angiologie umspannt wieder ein breites Gebiet der Gefäßmedizin. Hauptpunkt sind neue therapeutische Substanzen und deren Messmethoden wie einerseits die moderne Thrombozytenfunktionsdiagnostik und andererseits der zielführende Einsatz etablierter Plättchenreaktivität­s­tests. Priv.-Doz. Dr. Thomas Gremmel berichtet ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Berufsverband österreichischer Internisten

  • Ideale Rahmenbedingungen zum Burn-out

    „I’ve done too much for too many for too long with too little regard for myself“ – dieses englische Zitat fasst das Burn-out-Syndrom in einem einzigen Satz treffend zusammen.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • Plädoyer für die Nachfolgepraxis

    In mehreren Bundesländern ist die Kooperation von Ordinationsinhaber und jenem Kollegen, welcher schließlich die ärztliche Praxis übernehmen soll, ein sprichwörtlicher Hit. Ein Plädoyer dafür hält auch Dr. Lothar Fiedler, Fachgruppenobmann Innere Medizin der Österreichischen Ärztekammer. Allerdings unter besonderen Voraussetzungen …

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Kardiologie

  • NOAK: einfach zum Nachdenken
    In dieser Ausgabe finden Sie Expertenmeinungen über Vor- und Nachteile der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) vor allem bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern zur primären und sekundäen Prävention von Schlaganfällen und Embolien. „Einfach zum Nachdenken“ möchte ich Ihnen einige ...Weiterlesen ...
  • Woher kommt die Atemnot?

    Als eine jüngere Patientin über Belastungsdyspnoe klagt, wird zunächst an eine kardiale bzw. pulmonale Erkrankung gedacht. Doch bei den entsprechenden Untersuchungen ergeben sich dafür keinerlei Hinweise. Erst die Röntgen-Thorax-Untersuchung ergibt einen überraschenden Befund, nämlich eine ausgedehnte mediastinale Raumforderung, die sich computertomografisch der Schilddrüse zuordnen lässt.

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Angiologie

  • Gerinnungstests und Messparameter für die neuen Antikoagulanzien

    Überblick über die zur Messung der NOAK-Wirkung gebräuchlichen Labormethoden.

    Methoden der Wahl (gemäß Erfahrung des Autors):

    • Dabigatran: Modifikationen der Thrombinzeit.
    • Rivaroxaban und andere Faktor-Xa-Antagonisten: chromogene Anti-Faktor-Xa-Tests.
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  • Zielführender Einsatz etablierter Plättchenreaktivitätstests

    Anwendungsmöglichkeiten der modernen Thrombozytenfunktionsdiagnostik sind:

    Risikostratifizierung von Patienten für ischämische Ereignisse und Blutungsereignisse,

    Minimierung des perioperativen Blutungsrisikos,

    Überprüfung der Compliance,

    zukünftige Option: Thrombozytenreaktivitätstests zur Individualisierung der thrombozytenhemmenden Therapie.

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  • Karzinompatienten: Richtlinien zur Prophylaxe und Therapie der VTE

    Thromboseprophylaxe bei onkologischen Patienten vor allem mit einem NMH-Präparat.

    Bei ambulanten Patienten kann eine Thromboseprophylaxe bei sehr thrombophilen Tumorentitäten bzw. bei speziellen Therapieschemata indiziert sein.

    Derzeit noch zu wenig Erfahrung mit direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK), flächendeckender Einsatz daher vorerst noch nicht empfohlen.

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  • Stellenwert der oszillometrischen ABI-Messung

    Der oszillometrische Knöchel-Arm-Index ist eine einfache, reproduzierbare Messmethode in der Basisdiagnostik der PAVK.

    Die Untersuchung liefert vergleichbare Ergebnisse zur klassischen ABI-Messung, wobei eine Einschränkung der Aussagekraft bei Vorhofflimmern, Tremor und Mediasklerose besteht.

    Vorteil: Untersuchung kann von geschultem Hilfspersonal durchgeführt werden und unterliegt kaum untersucherabhängigen Fehlerquellen.

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Rheumatologie

  • Arzneimittelsicherheit: Wie funktioniert ein regulatorisches System?

    Arzneimittel sind „besondere Güter‟, deren Anwendung neben dem unver­zichtbaren individuellen und gesellschaftlichen Nutzen immer mit einem potenziellen Risiko einhergeht und deren Zulassung gerechtfertigt ist, solange der Nutzen im jeweiligen Anwendungsgebiet dieses Risiko übersteigt.

    Risikomanagement im Rahmen der „Post-Marketing Surveillance‟ ist als geschlossener Zyklus aus den Elementen Signaldetektion, Risikominimierung und der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen zu verstehen.

    Eine der wichtigsten Informationsquellen für potenzielle Sicherheitssignale ist dabei das Spontanmeldesystem: Hieraus generierte Daten werden jedoch niemals isoliert, sondern immer in Zusammenschau mit ergänzenden Information und dem Nutzen des Arzneimittels betrachtet.

    Entscheidungen über die Umsetzung resultierender regulatorischer Maßnahmen erfolgen akkordiert im gesamteuropäischen Verbund durch die Vertreter der Mit­gliedstaaten in den zuständigen Gremien der europäischen Arzneimittelbehörde.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Immunkoagulopathien in spezialisierten Zentren behandeln

    Erworbene Gerinnungsinhibitoren sind selten, können aber lebensbedrohliche Blutungen ­verursachen.

    Eine verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit (APTT) darf vor allem bei Blutungen oder vor Operationen nie ignoriert werden.

    Die Therapie ist komplex und sehr teuer und sollte daher möglichst an spezialisierten Zentren durchgeführt werden.

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Rückblick auf den Europäischen Diabeteskongress 2013

    Europäischer Diabeteskongress 2013, ausgewählte Highlights:

    Konsequentes multifaktorielles Risikofaktormanagement (Lipide, Blutdruck, Blutzucker) verbessert die renale Langzeitprognose bei Typ-2-Diabetes.

    Britische Datenbankanalysen liefern neue Argumente für die Bevorzugung von Metformin (als Monotherapie) bzw. DPP-4-Inhibitoren (als Add-on-Therapie) gegenüber Sulfonylharnstoffen.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Leberzirrhose: Erkrankungskomplikationen sind beherrschbar

    Die wesentlichen Komplikationen der Leberzirrhose ergeben sich durch die Komplikationen der portalen Hypertension wie Varizenblutung, Aszites, spontan bakterielle Peritonitis, hepatorenales Syndrom oder hepatische Enzephalopathie.

    TIPS, nichtkardioselektive Beta-Blocker, Ligatur/Histoacyrl®-Klebung und hämodynamisches Monitoring haben die Risiken durch Varizenblutungen deutlich gesenkt.

    Vor allem bei hepatischer Enzephalopathie können eine wirksame Therapie und Prophylaxe durch medikamentöse und in einigen Fällen auch durch interventionelle Maßnahmen erreicht werden.

    Die Lebertransplantation ist eine in Österreich gut etablierte und weit entwickelte Technik, um Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose zu behandeln.

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Nephrologie

  • Progressionsverzögerung bei polyzystischer Nierenerkrankung

    In vielen Fällen bleibt die Nierenfunktion bei Patienten mit ADPKD bis zur vierten Lebensdekade normal, danach kommt es meistens zu einem GFR-Abfall von ca. 4–6 ml/min/Jahr.

    Eine Progressionsverzögerung gelingt mit einer konsequenten antihypertensiven Therapie vorzugsweise mittels RAAS-Blockade (Zielblutdruck < 140/90 mmHg ohne Albuminurie bzw. < 130/80 mmHg mit Albuminurie).

    Vermutlich wirkt eine Flüssigkeitszufuhr von ca. 3 l/Tag ebenfalls progressionsverzögernd.

    Die Ergebnisse einer Therapie mit dem V2-Rezeptor-Antagonisten Tolvaptan sind vielversprechend, weitere Studien sollten feststellen können, welche Patienten davon profitieren. Allerdings sind das Nebenwirkungsprofil und die Kosten von Tolvaptan beträchtlich.

    mTOR-Inhibitoren zeigen keine konklusiven Ergebnisse, haben zum Teil schwere und häufige Nebenwirkungen und werden bei der Therapie der ADPKD nicht eingesetzt.

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Infektiologie

  • Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion

    Grundsätzlich sollte eine antimikrobielle Therapie nur bei Erregernachweis verschrieben werden.

    Die klassischen Dreifachtherapien (PPI + Clarithromycin + Amoxicillin oder Metronidazol, 7–14 d)  sollten nur mehr bei nachgewiesener Empfindlichkeit von HP – vor allem gegenüber Clarithromycin – angewandt werden.

    Wenn die Erregerempfindlichkeit unbekannt ist, werden Clarithromycin- oder Levofloxacin-basierte Sequenz- oder Vierfachtherapien sowie auch Wismut enthaltende Vierfachtherapien bereits zur Initialbehandlung empfohlen.

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Schmerzmedizin

  • Klinische Studien bei Postzosterneuralgie auf dem Weg

    Schmerzreize führen über periphere und zentrale Sensibilisierung zur anhaltenden Schmerzverstärkung, zum Teil auch unabhängig von anhaltenden nozizeptiven Reizen.

    Tierexperimentelle Ergebnisse geben Hoffnung, mittels Hochdosis-Opioid-Behandlung in Zukunft chronische Schmerzen, wie zum Beispiel die Postzosterneuralgie zu heilen. Die erforderlichen klinischen Studien werden zurzeit durch die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Wilhelminenspital, auf den Weg gebracht.

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Palliativmedizin

  • Übelkeit und Erbrechen

    Im supportiven Setting: Je nach emetogenem Potential der Chemotherapie stehen unterschiedliche Substanzklassen zur Prophylaxe von Nausea und Emesis zur Verfügung. Ziele: Symptomkontrolle, Gewinn an Lebensqualität, bessere Therapieadhärenz. Wichtig ist die Vermeidung des antizipatorischen Erbrechens.

    Im palliativen Setting: Es gilt die wahrscheinlichste Ursache für Übelkeit und Erbrechen zu identifizieren. Das Antiemetikum soll in adäquater Dosis (in der Einstellungsphase tägliche Überprüfung und Anpassung), in geeigneter Darreichungsform (überwiegend parenteral) und nicht nur bei Bedarf, sondern regelmäßig, u. U. auch kontinuierlich, verabreicht werden.

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Pneumologie

  • Schwere Infektionen: früh erkennen – früh behandeln

    Empfehlungen für das Management bei schwerer Sepsis:

    rasche Erregerdiagnostik, rascher Breitband-AB-Beginn sowie rasche Korrektur der sepsisinduzierten Hypoperfusion.

    Vasopressoren i. v. bei nicht adäquater hämodynamischer Stabilisierung trotz ausreichender Volumenzufuhr.

    Hydrocortison i. v. bei therapierefraktärem septischem Schock.

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  • Das Spektrum der palliativen Medizin in der Pneumologie

    Unter Palliativmedizin versteht man die ganzheitliche, umfassende Betreuung und Begleitung schwerstkranker Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden. Ziel ist, das Leiden durch frühzeitiges Erkennen von Problemen physischer, psychischer oder spiritueller Natur zu lindern bzw. zu vermeiden. In der Pneumologie sind neben onkologischen auch Patienten mit fortgeschrittener COPD und IPF betroffen. Trotz eines verbesserten Bewusstseins für palliativ-medizinische Betreuung, wird Palliativmedizin vielfach noch immer als Sterbebegleitung missinterpretiert.

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