UIM 08|2020

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 08|2020 Themenheft ESC

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 8/20
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist gut, dass der Verfassungsgerichtshof die Entscheidung über Sterbehilfe vertagt hat. Eine solche Entscheidung kann man nicht in drei Wochen treffen. Die Zahl der Kommentare und Leserbriefe zu diesem wichtigen Thema ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Gefährdung durch Impfverweigerer
    Die Impfung als Methode, Infektionen zu verhindern, ist seit den bahnbrechenden „Versuchen“ des Dr. Jenner mit Kuhpocken-Vaccinen (vacca lat. die Kuh) eine der wichtigsten Maßnahmen der Infekt-Prävention. Allein die erbarmungswürdigen Bilder aus den 1950er-Jahren von kleinen Kindern mit Polio-Infektionen in ...Weiterlesen ...

Aktuell

  • COVID-19: in der Krise zu Dr. Google

    Drastischer Rückgang von Krankenhausaufenthalten aufgrund von COPD und Asthma während des Lockdowns.

    Patienten mit Atemwegserkrankungen holten Rat im Internet.

    Eine Analyse von Lungenspezialisten der Medizinischen Universität Innsbruck verdeutlicht die Relevanz digitaler Gesundheitsangebote.

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Seite der Gesellschaft

  • ÖGIM 2025 – ein Positionspapier der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin

    Die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) ist eine der größten medizinischen Fachgesellschaften des Landes. Sie ist nicht nur die Dachorganisation der neuen internistischen, spezialisierten Sonderfächer, sondern vertritt insbesondere auch die Allgemeine Innere Medizin. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist es notwendig, das Profil des „Internisten“ im klinischen, akademischen und standespolitischen Umfeld kontinuierlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus muss die Rolle der ÖGIM in der Aus- und Weiterbildung den Erfordernissen der Zeit angepasst werden. Dieses Positionspapier wurde vom Vorstand der Gesellschaft nach einer Diskussion mit den Mitgliedern entwickelt und ist ein Leitfaden für die Aktivitäten der nächsten Jahre.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • Moderne Medizin anbieten

    Die Diskussion rund um das zu erwartende Minus der Sozialversicherung ist ein Punkt. „Langfristig aber ist ein moderner Kassenleistungskatalog für die Innere Medizin mindestens ebenso wichtig“, sagte jetzt Dr. Lothar Fiedler, Bundesfach­gruppenobmann Innere Medizin.

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Angiologie

  • Umsetzung der Lipidzielwerte bei pAVK-Patienten

    pAVK-Patienten haben gemäß der ESC/EAS-Leitlinie aus 2019 ein LDL-C-Ziel von < 55 mg/dl bzw. < 40 mg/dl bei fortschreitender ASCVD.

    Real-World-Daten legen nahe, dass nur 2–15 % dieser Patienten dieses Therapieziel erreichen.

    Sowohl orale lipidsenkende Medikamente als auch PCSK9i werden zu selten verschrieben.

    Eine konsequente Anbindung und engmaschige Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren könnte zur einer Verbesserung führen.

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Rheumatologie

  • Rheumatoide Arthritis und Psoriasisarthritis – Phase-II-Studien überschätzen Medikamenten-Wirksamkeit

    Die Wirksamkeit in Phase-II-Studien untersuchter Medikamente bei Patienten mit rheumatoider Arthritis wird – verglichen mit darauffolgenden Phase-III-Studien – systematisch überschätzt.

    Ein ähnlicher Trend zeigte sich bei Patienten mit Psoriasisarthritis, bei deutlich geringerer Anzahl verfügbarer Studien.

    Erklärende Faktoren für diese Überschätzung waren signifikant assoziierte, liberale Einschlusskriterien (im Sinne einer niedrigen Anzahl von nötigen geschwollenen und schmerzhaften Gelenken für den Studieneinschluss) sowie die Verwendung eines vereinfachten Gelenkstatus (mit der Untersuchung von 28 anstatt 66/68 Gelenken).

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  • Ursachenorientierte Therapiekonzepte bei rheumatoider Arthritis

    Trotz moderner Pharmaka, wie Biologika und Januskinase-Inhibitoren, erreichen nicht alle Patienten mit rheumatoider Arthritis eine gute Lebensqualität und soziale Partizipation.

    Folgende Zielstrukturen/Wirkprinzipien könnten auf der Suche nach neuen Medikamenten ins Auge gefasst werden: Malariamittel (Chloroquin), oxidativer Stress, Metalloproteinasen und autologe zellbasierte Therapien.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Diagnostik bei erwachsenen PatientInnen mit Blutungsneigung

    Die Diagnostik von PatientInnen mit Blutungsneigungen ist aufwändig, jedoch notwendig, um besser gezielt therapieren zu können.

    In der Mehrheit der erwachsenen PatientInnen mit einer Blutungsneigung kann, trotz ausführlicher Labordiagnostik, keine Diagnose einer Blutungsneigung gestellt werden.

    Die häufigsten Diagnosen bei PatientInnen mit leichter bis moderater Blutungs-neigung sind Thrombozytenfunktionsstörungen und das Von-Willebrand-Syndrom.

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Onkologie

  • Monitoring und Supportivtherapie bei CAR-T-Zell-Therapie

    Die Behandlung mit CAR-T-Zellen führt bei einem Teil der Patienten zu spektakulären Ansprechraten (etwa 50–80 %) mit kompletten Remissionen von etwa 40–58 %, kann aber mit schweren Nebenwirkungen assoziiert sein.

    Ein engmaschiges Monitoring unmittelbar nach CAR-T-Zell-Infusion und Schulung der Patienten und der Angehörigen bei der stationären Entlassung hilft, Nebenwirkungen rasch zu identifizieren und zu behandeln.

    Antiinfektive Prophylaxen bei Patienten mit Zytopenien und Substitution von Immunglobulinen kann schwere Infektionen verhindern.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Wann ist eine genetische Abklärung sinnvoll und notwendig?

    Ziel der genetischen Analysen ist es, zwischen sporadischen und erblichen Tumoren bzw. Erkrankungen zu unterscheiden.

    Dies erlaubt für die Betroffenen eine bessere Diagnostik und für Familienmitglieder eine prädiktive Diagnostik, die die Prognose von Trägern pathogener Varianten deutlich verbessern kann.

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Ernährungsmedizin

  • Lebensmittelbedingte Infektionen in Österreich

    Lebensmittelassoziierte Infektionen treten zunehmend seltener auf und machen selten einen Krankenhausaufenthalt nötig. Die meisten Infektionen ereignen sich im privaten Haushalt.

    Die wichtigsten bakteriellen Erreger sind Salmonellen, Campylobacter, Listerien und verotoxinbildende Escherichia coli (VTEC). Unter den Viren sind v. a. Noroviren und das Hepatitis-A-Virus zu nennen.

    Die wichtigsten Maßnahmen zur Infektionsvermeidung stellen das Einhalten der Kühlkette, strenge Küchenhygiene sowie ein ausreichendes Erhitzen der Lebensmittel dar.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Medizin-Nobelpreis für Forschung zu Hepatitis C

    Der Medizin-Nobelpreis 2020 geht an Harvey J. Alter (USA), Michael Houghton (Großbritannien) und Charles M. Rice (USA) für ihre Beiträge zur Entdeckung des Hepatitis-C-Virus (HCV).1 Univ.-Prof. Dr. Michael Trauner (Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Universität Wien) bezeichnet gegenüber der APA diese Zuerkennung als „natürlich überfällig“.1

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Geriatrie

  • Sucht im Alter

    Auch im fortgeschrittenen Alter sind Abhängigkeitserkrankungen häufig, wobei diese oft lange unentdeckt bleiben.

    Die Medikamentenabhängigkeit ist bei älteren Menschen wahrscheinlich die häufigste Suchterkrankung.

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Nephrologie

  • Generika in der Nephrologie

    Bei der Immunsuppression nehmen Generika eine Sonderstellung ein, weil bei ihnen striktere Bioäquivalenzkriterien gelten.

    Laut Empfehlungen der European Society of Organ Transplantation (ESOT) sind wiederholte, aufeinanderfolgende Wechsel einzelner Substanzen zu vermeiden, weil nach jeder Konversion kurzfristige Kontrollen der Blutspiegel und anderer Laborwerte nötig sind, um Abstoßungen oder Toxizität zu vermeiden.

    Eine Umstellung muss deshalb immer kontrolliert und durch einen spezialisierten Arzt erfolgen.

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Infektiologie

  • Entwicklung einer prophylaktischen (und therapeutischen) HPV-Impfung

    Am Zervixkarzinom erkranken weltweit mehr als ein halbe Million Frauen jährlich. Ohne ökonomisches Desaster – wie bei Corona – hatte die Forschung zu den humanen Papillomviren (HPV) wenig Rückenwind, mehr als 20 Jahre benötigte die HPV-Impfstoffentwicklung.

    Der seit 2006 zugelassene HPV-Impfstoff wird viel zu wenig eingesetzt – ein mahnendes Beispiel für den Reibungsverlust an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Pharmabranche und (Gesundheits-)politik.

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  • Der Impfschaden – Mythos und Realität

    Moderne Impfungen sind sehr sicher. Ein Impfschaden ist heutzutage eine äußerst seltene Ausnahmefolge mit einem Risiko von 1 zu mehreren Millionen.

    In Österreich werden Impfungen gut angenommen. Impfgegner sind eine kleine, aber meist laute und gut organisierte Gruppe, die mit Argumentationstechniken aus der Wissenschaftsleugnung arbeitet.

    Eine falsch gewichtete Berichterstattung gibt diesen Randmeinungen überproportional viel Aufmerksamkeit und verunsichert mitunter die Bevölkerung.

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  • Kein Grund zur Lücke: Impfungen vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie

    Um entstandene Impflücken zu schließen und das Entstehen weiterer Impflücken zu ver­meiden, ist eine Fortsetzung oder gegebenenfalls Wiederaufnahme der Impftätigkeit unter Einhaltung der notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von SARS-CoV-2-Infektionen dringend empfohlen. Dabei sollte jeder Arztkontakt genutzt werden, um den Impfstatus zu überprüfen und – wo notwendig – fehlende Impfungen nachzuholen.

    Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kommt jenen Impfungen, die respiratorische Erkrankungen und ihre Folgen verhindern, besondere Bedeutung zu. Der optimale Impfzeitpunkt für die Influenza-Impfung beginnt Ende Oktober/Mitte November. Auch auf die Durchführung der Pneumokokken-Impfung, entsprechend den Empfehlungen des Impfplan Österreich, und die regelmäßige Auffrischung der Pertussis-Impfung sollte geachtet werden.

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  • Impfpflicht für Gesundheitsberufe

    Für Angehörige der Gesundheitsberufe ist es besonders wichtig, eine Immunität gegenüber von Mensch zu Mensch übertragbaren Infektionserkrankungen aufzubauen. Sie sind besonders gefährdet und können die Infektion an andere vulnerable Personen und Patienten weitergeben.

    Eine allgemeine Verpflichtung zur Impfung ist immer nur „Ultima Ratio“. Sie kann unter bestimmten Bedingungen für ethisch gerechtfertigt angesehen werden: „Je ,gefährlicher‘ die Krankheit für die Gesundheit der Bevölkerung und je größer der Nutzen einer Impfpflicht insgesamt ist, desto eher erscheint der Eingriff in die körperliche Integrität des Einzelnen gerechtfertigt.“

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Kardiologie

  • Gastroösophageale Refluxkrankheit und Vorhofflimmern

    In den letzten Jahren haben einige Studien gezeigt, dass eine starke Assoziation zwischen Vorhofflimmern und gastroösophagealer Refluxkrankheit besteht.

    Neben einer sympathovagalen Imbalance werden auch inflammatorische und autoimmunologische Ursachen diskutiert.

    Ob Protonenpumpeninhibitoren eine kosteneffektive und sichere Alternative zu anderen Therapieoptionen von Vorhofflimmern darstellen, müsste in größeren Studien noch verifiziert werden.

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Schmerzmedizin

  • Opioidrotation in der Tumorschmerztherapie

    Das ideale Opioid gibt es nicht. Das Ansprechen auf eine bestimmte Substanz und das Auftreten von Nebenwirkungen ist nicht vorhersehbar.

    Bei Nichtansprechen bzw. Auftreten intolerabler Nebenwirkungen kann ein Substanz­wechsel und/oder ein Wechsel des Applikationsmodus sinnvoll sein.

    Wesentlich ist zudem eine sinnvoll gewählte und ausreichend dosierte Komedikation und die Gabe von Adjuvanzien.

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Palliativmedizin

  • Existenzielle Verzweiflung von PalliativpatientInnen

    Existenzielle Verzweiflung wird im Median bei 30 % der PalliativpatientInnen beobachtet.

    Wegen zu geringer Ausbildung bezüglich der Themen Leiden und existenzielle Verzweiflung besteht für professionelle Betreuungspersonen in der Begegnung mit existenziell leidenden Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko für Burn-out. Die leidenden Menschen selbst müssen gehäuft eine Verschlechterung der Betreuungsqualität erleben.

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Pneumologie

  • Highlights von der ERS-Jahrestagung

    Schweres eosinophiles Asthma: Mepolizumab ist auch im Real-World-Setting wirksam und sicher. uAsthma bronchiale: Eine Monotherapie mit langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA) ist mit einem erhöhten Risiko für Exazerbationen verbunden.

    Pulmonal-arterielle Hypertension: Bei Patienten mit intermediärem Risiko kann ein Switch von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren auf Riociguat zu einer klinischen Verbesserung führen.

    Refraktärer/ungeklärter chronischer Husten: Gefapixant 45 mg BID führt zu einer signifikanten Reduktion der 24-Stunden-Hustenfrequenz.

    COPD: Die einmal tägliche Inhalation der fixen Wirkstoffkombination Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol in einem Single-Inhaler, verglichen mit einer Multi-Inhaler-Triple-Therapie, in einem signifikant verbesserten Gesundheitszustand sowie einer Verbesserung der Lungenfunktion.

    Mittelschwere bis schwere COPD: Die Triple-Therapie Budesonid/Glycopyrronium/Formoterolfumarat zeigt, verglichen mit Zweifachkombinationen, eine signifikante Reduktion der Rate mittelschwerer/schwerer Exazerbationen.

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Themenheft: Nachlese zum ESC-Kongress 2020

  • Wenn sich die Zeiten ändern

    „Tempora mutantur, et nos mutamur in illis“, lateinisch für „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“: dieser Hexameter, seit dem 16. Jahrhundert als Sprichwort belegt, kommt mir in den Sinn, wenn ich die Beiträge der Kolleginnen und…

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  • ESC-Guidelines 2020 | „Atrial Fibrillation“ – Vorhofflimmern

    Das zeichnet die neue Vorhofflimmerleitlinie aus:

    Strukturierte Darstellung der diagnostischen und therapeutischen Prozesse – mit griffigen Formulierungen und Eselsbrücken für den internistischen Alltag („CC, 4S, ABC“).

    Präzise Voranstellung der neuen und geänderten Empfehlungen im Vergleich zu 2016 – ohne wesentliche Sensationen.

    Betonung der Notwendigkeit der Würdigung und Modifikation der Risikofaktoren zum Erhalt des Sinusrhythmus und zur Prognoseverbesserung.

    Integrierter Prozess des Vorhofflimmermanagements unter Einbeziehung nichtkardiologischer Spezialisten.

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  • ESC-Guidelines 2020 | Sportkardiologie und Training bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung

    Sport ist ein wichtiger präventiver Faktor zur Verhinderung bzw. zur Stabilisierung vieler kardiovaskulärer Erkrankungen.

    Die Empfehlung wird jeweils in Rahmen eines Shared-Decision-Making-Prozesses mit dem Patienten besprochen, um seine Autonomie zu fördern.

    Es gibt wenige Herzerkrankungen, bei denen ein genereller Sportverzicht empfohlen werden muss; dabei spielt die Risikostratifizierung eine bedeutende Rolle.

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  • ESC-Guidelines 2020 | „Non-ST-Segment Elevation Acute Coronary Syndromes“

    Es wurde der 0/2-h-Rule-in/Rule-out-Algorithmus eingeführt, der im klinischen Alltag praktikabler als der 0/1-h-Rule-in/Rule-out-Algorithmus ist.

    Die augenscheinlichste Änderung in der antithrombotischen Therapie des NSTEMI ist der Wegfall der routinemäßigen Vorbehandlung mit dualer Antiplättchentherapie, solange die Koronaranatomie nicht bekannt ist.

    In der Indikationsstellung zu einer invasiven Strategie beim NSTEMI fiel die Gruppe mit intermediärem Risiko weg; die Gruppe mit einer invasiven Abklärung innerhalb von 24 h wurde dadurch größer.

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  • ESC-Guidelines 2020 | Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

    EMAH-Patienten können selbst nach Korrekturoperationen noch komplexe pathophysiologische und anatomische Verhältnisse aufweisen.

    Besonders schwierig sind Entscheidungen bei im Alltag asymptomatischen Patienten, die Re-Operationen benötigen.

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  • Prävention bei Herzpatienten – Neues vom ESC 2020

    Die Lipidtherapie erreicht in Europa bei weniger als 50 % aller Patienten die empfohlenen Zielwerte.

    Zur Behandlung des residualen kardiovaskulären Risikos bei Hypertriglyzeridämie existieren neue vielversprechende Therapieansätze.

    Colchicin ist (neben Plättchenhemmern und Statinen) bei koronarer Herzerkrankung präventiv wirksam.

    Dem Management kardiovaskulärer Risikofaktoren kommt in der rhythmus-erhaltenden Therapie von Vorhofflimmern eine wichtige Bedeutung zu.

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  • Herzinsuffizienz-Highlights vom ESC-Kongress 2020

    Beim ESC-Kongress 2020 wurden langerwartete Studienergebnisse zur medikamentösen Therapie bei Herzinsuffizienz präsentiert:

    EXPLORER-HCM: Als erste krankheitsspezifische Therapieoption bewirkte Mavacamten bei ausgewählten Patienten mit hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie eine symptomatische Verbesserung sowie eine Reduktion des LVOT-Gradienten.

    EMPEROR-Reduced: Mit Empagliflozin weist bereits der zweite SGLT2-Hemmer (nach Dapagliflozin) positive Ergebnisse bei Patienten mit Herzinsuffizienz mitreduzierter Auswurffraktion auf.

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  • Neues zur arteriellen Hypertonie vom ESC 2020

    „Bedtime“-Administration der antihypertensiven Dauermedikation könnte das kardiovaskuläre Risiko senken.

    Betablocker sind v. a. bei Frauen als First-Line-Therapie zurückhaltend einzusetzen.

    Zahlreiche Studien finden keine COVID-19-Risikoerhöhung aufgrund von RAAS-Inhibitoren.

    Die renale Denervation ist zurück – doch eine wirkungsvolle und sichere Alternative zur medikamentösen Therapie der arteriellen Hypertonie?

    Eine medikamentöse antihypertensive Therapie schützt selbst normo-tensive Patienten vor Major Adverse Cardiovascular Events (MACE), sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärprävention.

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  • Pulmonale Hypertension

    Zahlreiche Studien beim ESC 2020 widmeten sich den verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks – von pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) bis chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH):

    Metaanalyse: Die PAH-Patienten mit Bindegewebserkrankungen/Kollagenosen ziehen einen signifikanten Nutzen aus derzeit verfügbaren PAH-Therapien, allerdings geringer verglichen mit den anderen Subguppen der PAH.

    TRITON: Initiale Dreifach- vs. Doppeltherapie führte bei Patienten mit neu diagnostizierter PAH zu einem verbesserten Langzeitergebnis, obwohl die initiale Dreifachtherapie in Bezug auf Verbesserung der Gehstrecke und Hämodynamik einer initialen Doppeltherapie nicht überlegen ist.

    Ballonangioplastie bei CTEPH ermöglichte eine Deeskalation bzw. ein Absetzen der Sauerstofftherapie und PAH-spezifischen Kombinationstherapie.

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  • Update antithrombotische Therapie

    uVon einem routinemäßigen Preloading mit P2Y12-Inhibitoren wird bei Patienten mit NSTEMI abgeraten.uPrasugrel ist der P2Y12-Inhibitor der Wahl bei NSTEMI.uEine duale Plättchenhemmung sollte bei NSTEMI-Patienten mit hohem ischämischem Risiko für länger als 12 Monate gegeben werden und bei hohem Blutungsrisiko auf einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten verkürzt werden.uBei Patienten unter NOAK oder Marcoumar (bis INR < 2.5) soll eine Koronarangiografie nicht postponiert werden. uAlleinige Aspirintherapie zeigte bei Patienten nach TAVI ein besseres Outcome als bei Patienten, die mit Aspirin und Clopidogrel behandelt wurden. uVon einem routinemäßigen Preloading mit P2Y12-Inhibitoren wird bei Patienten mit NSTEMI abgeraten. uPrasugrel ist der P2Y12-Inhibitor der Wahl bei NSTEMI. uEine duale Plättchenhemmung sollte bei NSTEMI-Patienten mit hohem ischämischem Risiko für länger als 12 Monate gegeben werden und bei hohem Blutungsrisiko auf einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten verkürzt werden. uBei Patienten unter NOAK oder Marcoumar (bis INR < 2.5) soll eine Koronarangiografie nicht postponiert werden. uAlleinige Aspirintherapie zeigte bei Patienten nach TAVI ein besseres Outcome als bei Patienten, die mit Aspirin und Clopidogrel behandelt wurden.

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  • Kardiale Bildgebung – neue Entwicklungen

    Bei Patienten mit MINOCA sollte eine kardiale Magnetresonanztomografie (MRT) zur definitiven Klärung der Ursache der Troponinerhöhung durchgeführt werden.

    Der myokardiale Strain und der myokardiale „Work Index“ werden in Zukunft die Evaluierung der systolischen Linksventrikelfunktion revolutionieren.

    Die kardiale MRT sollte als erste Wahl zur Abklärung einer unklaren Linksventrikelhypertrophie in Betracht gezogen werden.

    Bei Patienten mit großem Vorderwandinfarkt sollte proaktiv nach einem Apexthrombus gesucht werden.

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  • Die 8 wichtigsten Erkenntnisse für die Herzchirurgie

    Der Schwerpunkt des ESC 2020 aus herzchirurgischer Sicht lag bei der chirurgischen Behandlung der koronaren Herzerkrankung.

    Einige wichtige Studien beschäftigten sich mit dem Vergleich Bypass oder perkutane koronare Intervention (PCI) u. a. hinsichtlich des Auftretens von MACE, Hospitalisation aufgrund von Herzinsuffizienz sowie Mortalität.

    Weitere wichtige Themen betrafen die genaue Art der chirurgischen Revaskularisierung sowie die Thrombozytenaggregationshemmung nach der Bypassoperation.

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  • E-Cardiology und Digital Health

    Der ESC-Kongress 2020 war die erste rein digitale kardiovaskuläre Veranstaltung dieser Größenordnung.

    116.000 Personen aus 211 Ländern nahmen in digitaler Form daran teil und beteiligten sich an regen Diskussionen über diverse soziale Kanäle.

    Das enorme Potenzial künstlicher Intelligenz konnte in mehrere Studien aufgezeigt werden.

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  • Kardiovaskuläre Grundlagenforschung beim ESC 2020

    Inflammation ist wesentlich an kardialer Regeneration und lebensstilassoziierter Atherogenese beteiligt.

    Histon-Deazetylase-(HDAC-)Inhibierung stellt einen potenziellen Therapieansatz bei Herzinsuffizienz dar.

    Mavacamten gilt als ein Beispiel erfolgreicher Translation vom Labor in die Klinik.

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