DF 03|2021

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • 2 in 1: Die Ära der dualen Wirkstoffe
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!

    Die Strategie, zwei therapeutische Angriffspunkte in einer antidiabetischen Substanz zu vereinen, ist nicht neu: Im Fall der inkretinbasierten Therapien wurden bereits vor einigen Jahren – in Hinblick auf Gewichtsverlauf und Glykämie ...Weiterlesen ...

News Update

  • Langzeit-Metformin und Risiko für Pneumonie und assoziierten Tod
    Yang A et al., Long-term metformin use and risk of pneumonia and related death in type 2 diabetes: a registry-based cohort study.Diabetologia 2021; 64: 1760–5
    Hintergrund
    Metformin, eine der am häufigsten verschriebenen antihyperglykämischen Substanzen, wurde ursprünglich als Medikament gegen Influenza ...Weiterlesen ...
  • Typ-2-Diabetes: HbA1c und COVID-19-Verlauf

    Patienten mit Diabetes mellitus weisen gegenüber stoffwechselgesunden Menschen ein etwa ­zweifach höheres Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf auf. Eine gute Stoffwechselkontrolle kann dazu ­beitragen, COVID-19-assoziierte Morbidität in einer vulnerablen ­Patientengruppe zu reduzieren.

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  • Ausgewählte Highlights der 81st Scientific Sessions der ADA

    Die Jahrestagung der American Diabetes Association fand auch heuer wieder als rein virtuelle Veranstaltung statt. Wie bereits in vergangenen Jahren berichtete ein renommiertes österreichisches Expertenteam wieder über ausgewählte Highlights des Kongresses. Mehr News aus Studien, Grundlagenforschung und Praxis finden Sie online in unserem diabetes congress x-press ADA 2021.

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ÖDG Intern

  • Es bewegt sich etwas in der österreichischen Diabetologie!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    die letzten Jahre haben uns in der Diabetologie gelehrt, wie wichtig es ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen und mit anderen Fachdisziplinen gemeinsam nicht nur wissenschaftlich, sondern auch im Sinne der Patient*innenbetreuung zu agieren. Die ...Weiterlesen ...
  • Studie der ÖDG und ÖÄK: Unbekanntes Diabetesland Österreich

    Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) initiiert eine Studie zur Diabeteslandschaft in Österreich. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus allen Bundesländern sind beteiligt. 2.500 Personen werden ­teilnehmen. Untersucht wird sowohl die Diabetes- und Prädiabetesdunkelziffer als auch der Versorgungs­standard von Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D). Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer Datenbasis für eine bedarfsorientierte und inzidenzbasierte Ressourcenplanung für die Versorgung der Menschen mit Diabetes und Prädiabetes.

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Focus: Diabetes mellitus

  • Antidiabetika abseits des Diabetes mellitus: Über den Tellerrand
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Diabetes mellitus ist im wahrsten Sinn des Wortes eine komplexe Erkrankung: Einerseits sind mehrere Organe bzw. Gewebe an der Pathophysiologie beteiligt, was sich auch an den unterschiedlichsten Angriffspunkten für Therapeutika widerspiegelt; andererseits können diabetische Folgeerkrankungen fast ...Weiterlesen ...
  • Diabetes und Nierenerkrankung: Prävention und Therapie

    Die diabetische Nephropathie ist ein häufiger Folgeschaden bei Diabetes mellitus und erhöht neben unmittelbaren renalen Komplikationen das kardiovaskuläre Risiko beträchtlich.

    Insbesondere für die Substanzgruppe der SGLT2-Hemmer, aber auch für die GLP-1-Analoga, liegen nun positive renale Outcomedaten mit unmittelbaren Einfluss auf die Therapieauswahl vor.

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  • Antidiabetika und kardiovaskuläre Erkrankungen: Hand aufs Herz

    Kardiovaskuläre Erkrankungen sind bei Patienten mit Typ-2-Diabetes sehr häufig. Die Wahl der ­Diabetestherapie sollte daher unbedingt auf diese Komplikationen Rücksicht nehmen.

    Mittlerweile stehen mehrere Substanzklassen mit erwiesenen positiven Effekten auf kardiovaskuläre Komplikationen zur Verfügung. Die Indikation der Therapie sollte daher jeweils individuell ­entsprechend den Komorbiditäten gestellt werden.

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  • Fettlebererkrankung: Was hilft?

    Pathophysiologie: ektope Speicherung von Lipiden in der Leber (exkl. anderer Lebererkrankungen und Alkoholmissbrauchs)

    Das Fettgewebe, das durch Insulinresistenz zu keiner weiteren Fettspeicherung mehr befähigt ist, spielt neben vielen anderen systemischen Faktoren eine wesentliche ursächliche Rolle.

    Therapien, welche die Insulinsensitivität im Fettgewebe erhöhen: allen voran Gewichtsreduktion (inkl. bariatrischer Chirurgie), GLP-1-Agonisten, SGLT2-Hemmer, Glitazone, (bedingt Metformin)

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  • Lebensstil – das effiziente Antidiabetikum?

    Konsequent angewendet, sind Lebensstilmaßnahmen vor allem in der Frühphase der Erkrankung höchst effektiv.

    Weder Ernährung noch Bewegung haben direkten Einfluss auf die Insulinproduktion und -sekretion; bei Insulinmangel ist eine entsprechende Therapie unumgänglich.

    Ein anhaltend gesunder Lebensstil sollte in das Behandlungskonzept, zusätzlich zu einer adäquaten ­medikamentösen Therapie, integriert werden.

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  • Effekte von Antidiabetika auf den Knochen

    Diabetes mellitus und auch die antidiabetische Therapie haben signifikante Auswirkungen auf ­Knochenqualität und Frakturrisiko.

    Durch gezielte Auswahl der Antidiabetika kann neben einer ausreichenden glykämischen Kontrolle auch das individuelle Frakturrisiko maßgeblich beeinflusst werden.

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  • GLP-1 und dessen Rezeptoragonisten: Potenzielle Neuroprotektion im Evidenzcheck

    Neben der Gewichtsreduktion und Blutzuckerregulation zeigt GLP-1 und dessen therapeutischer ­Einsatz auch potenzielle positive Effekte auf Hirnstruktur und -funktion bei neuropsychiatrischen ­Erkrankungen.

    Das Spektrum der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten könnte in Zukunft in der Neuroprotektion eine wichtige Rolle spielen.

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  • Stellenwert von Metformin in der Onkologie

    Neben der bekannten und zuverlässigen glukosesenkenden Wirkung von Metformin zeigen sich auch mögliche positive Effekte von Metformin auf Tumorerkrankungen.

    Die vielversprechenden Ergebnisse diverser experimenteller Arbeiten konnten aber leider nur teilweise in klinischen Studien umgesetzt werden, sodass hier weitere Arbeiten abzuwarten sind.

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  • Promotion Brennpunkt Diabetes: 100 Jahre Insulin – und jetzt?

Journal Club

  • SGLT2-Hemmer als Einzeldosis: akute Effekte auf Glykogenolyse, Leberfett und Co

    Die Einmalgabe eines SGLT2-Hemmers führt zu einem akuten Anstieg der endogenen Glukoseproduktion aufgrund einer gesteigerten Glukoneogenese.

    Die gesteigerte endogene Glukoseproduktion korreliert stark mit dem Ausmaß der Glukosurie.

    Die beschriebenen günstigen Effekte von SGLT2-Hemmern auf den Leberfettgehalt scheinen ­sekundär durch den Gewichtsverlust und die verbesserte glykämische Kontrolle bedingt zu sein.

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