GA 01|2021

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Übersterblichkeit und sinkende Lebenserwartung 2020

    Vergleicht man die im Jahre 2020 gemeldeten Sterbefälle in Österreich mit der durchschnittlichen Todesfallrate der letzten 5 Jahre, so ist ein Plus von 10,9 % zu verzeichnen, wobei Männer mit +13,7 % deutlich stärker betroffen waren als Frauen mit +8,2 %. Die Lebenserwartung ist 2020 gegenüber 2019 um ein halbes Jahr gesunken, womit erstmals seit 2015 eine Abnahme zu verzeichnen war.

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Editorial

  • COVID-19/HPV – Konzept der Herdenimmunität

    Für Ende Jänner 2021 errechneten Epidemiologen für Österreich eine Durchseuchungsrate mit dem SARS-CoV-2 von etwa 7 %. Diese insgesamt doch sehr niedrige Seroprävalenz von neutralisierenden Antikörpern bedeutet, dass eine unkontrollierte Durchseuchung der Bevölkerung zur Erlangung der sog. Herdenimmunität eine Zunahme an schweren Erkrankungsfällen und an Todesopfern zur Folge hätte.

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Seite des BÖG

Focus: Endometriose

  • Einleitungsinterview zum Heftschwerpunkt Endometriose – „Enigmatisch, grenzüberschreitend und extrem divers“

    „Die Endometriose ist so rätselhaft wie komplex. Im gesamten Fachgebiet der Gynäkologie gibt es kaum eine Erkrankung, die dermaßen divers ist – sowohl was die klinische Symptomatik und die Krankheitslast bei den Betroffenen als auch die Anforderung an ein individualisiertes und interdisziplinäres therapeutisches Management betrifft.“ – Univ.-Prof. Dr. René Wenzl im Interview zu seinen Erfahrungen und Einschätzungen als Leiter des Endometriosezentrums der Medizinischen Universität Wien.

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  • Endometriose und Fertilität

    Endometriosepatientinnen haben in Abhängigkeit der Ausprägung der Erkrankung eine niedrigere Lebendgeburtenrate und ein höheres Abortrisiko im Vergleich zu Frauen mit Sub-/Infertilität aus anderen Gründen.

    Im frühen Stadium der Endometriose (rASRM I und II) erhöht eine operative Therapie die Schwangerschafts- und Geburtenrate nach Spontankonzeption.

    Die Indikation zur Operation im fortgeschrittenen Stadium bei Kinderwunsch ohne Schmerzsymptomatik sowie Endometriomen sollte zurückhaltend gestellt werden.

    Insbesondere bei Rezidiven und Kinderwunsch sollten reproduktionsmedizinische Verfahren gegenüber einer operativen Therapie bevorzugt werden.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Klassifizierung der Endometriose – Die neue #Enzian-Klassifikation, eine umfassende Darstellung der Endometriose

    Die #Enzian-Klassifikation ermöglicht eine vollständige Erfassung oberflächlicher, tiefer und auch extragenitaler Endometriosebefunde.

    Sie ist im Gegensatz zur rASRM-Klassifikation sowohl im Rahmen der Diagnostik (Ultraschall und MRT) als auch intraoperativ anwendbar.

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  • COVID-19 und Schwangerschaft

    Schwangere mit COVID-19 haben ein erhöhtes Risiko für einen intensivpflichtigen Erkrankungsverlauf.

    Eine vertikale Transmission ist möglich; das Risiko liegt bei etwa 2–4 %.

    Die deutlich erhöhte Frühgeburtsrate im Vergleich zu Schwangeren ohne COVID-19 ist in den meisten Fällen iatrogen bedingt.

    Das geburtshilfliche Management SARS-CoV-2-infizierter oder COVID-19-erkrankter Frauen soll nicht von der üblichen Vorgangsweise abweichen. Spezifische Hygienemaßnahmen sind einzuhalten. Bonding, uneingeschränkter Mutter-Kind-Kontakt und Stillen sind möglich.

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