SO 06|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Focus: Gastrointestinale Tumore

  • Vorwort
    Immuntherapie, molekulare Diagnostik, neue Therapiekonzepte
    Paradigmenwechsel im Bereich gastrointestinaler Tumoren

    Die derzeitige rasante Entwicklung in der Behandlung gastrointestinaler Karzinome ruft geradezu nach einer Sonderausgabe mit Focus GI-Tumoren und lässt das Herz klinisch tätiger Onkologen höher schlagen.
    Die Ergebnisse vieler ...Weiterlesen ...
  • Immuntherapie gastroösophagealer Tumoren

    Die CheckMate-649-Studie stellt den neuen Standard der Erstlinientherapie beim lokal fortgeschrittenen/metastasierten Adenokarzinom des Magens sowie des gastroösophagealen Überganges mit einem PD-L1-CPS ≥ 5 dar und sollte auch bei einem PD-L1-CPS 1–4 erwogen werden.

    Der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren bei immuntherapienaiven PatientInnen sollte auch ab der palliativen Zweitlinie Biomarker-basiert erfolgen (MS-Status, PD-L1-CPS-Status, EBV-Status, TMB-Status).

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  • Immuntherapie bei Plattenepithelkarzinom des Ösophagus

    Nivolumab scheint eine wirksame adjuvante Behandlung bei Patienten mit Ösophagustumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie und chirurgischer Resektion mit Residualerkrankung zu sein.

    Sowohl Nivolumab als auch Pembrolizumab sind als Erstlinientherapie zusammen mit einem Platin- und Fluoropyrimidin-Backbone bei Patienten mit fortgeschrittenem, rezidivierendem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom (PEC) des Ösophagus wirksam.

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  • Hepatozelluläre Karzinome, Cholangiokarzinome und Mischtumoren

    Beim Cholangiokarzinom (CCC) ist eine molekulare Aufarbeitung bereits in den ESMO-Guidelines verankert.

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) sollte in Zukunft ebenfalls bioptisch gesichert werden, um in naher Zukunft auch in dieser Indikation eine Präzisionsonkologie etablieren zu können.

    Die Thematik Mischtumoren (HCC/CCC) wird in der Literatur nun auch mehraufgegriffen – hier sind wir ebenfalls gefordert, Therapiestrategien zu etablieren.

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  • Innovative Therapiestrategien beim Pankreaskarzinom

    Zunehmende Innovationen, die in der klinischen Routine ankommen.

    Erster prädiktiver Biomarker: POLO-Trail demonstriert Therapieerfolg mit Olaparib bei Patienten mit Pankreaskarzinom und BRCA-Mutation.

    Update mFOLFIRINOX adjuvant: 5-jähriges Follow-up der Unicancer-PRODIGE-24/CCTG-Studie bestätigt den Gesamtüberlebensvorteil im Vergleich mit Gemcitabin.

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  • Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren beim Kolorektalkarzinom

    Immuntherapie beim MSI-h/dMMR-met. KolorektalkarzinomKeynote 177: neuer Standard bei nicht vorbehandelten metastasierten Kolorektalkarzinomen mit MSI-H/MMR-dCheckMate 142: Option bei vorbehandelten metastasierten Kolorektalkarzinomen mit MSI-H/MMR-d

    Immuntherapie für alle? AtezoTRIBE: interessantes experimentelles Konzept durch Zugabe von CPI zu einer aggressiven Chemotherapie plus Bevacizumab

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  • Kurative Therapieoptionenbeim Rektumkarzinom: „cutting edge”

    Rektumkarzinom als Modellerkrankung für Reduktion von Radikalität durch spezifische Indikationsstellung und Kombination alternativer Methoden.

    Total neoadjuvante Therapie (TNT) als Therapiestandard für PatientInnen mit Hochrisiko-Rektumkarzinomen.

    „Watch and wait“ als Option für PatientInnen mit pCR nach neoadjuvanter Therapie.

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Palliativmedizin

  • Medical Humanities und Narrative Medicine

    Begegnung von Medizin, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Künsten: Medical Humanities und Narrative Medicine sind in den USA weit verbreitet und erlangen zunehmend an Bedeutung im deutschsprachigen Raum.

    Erzählungen als zentrale Erkenntnisquelle: Anwendungen von Narrative Medicine finden sich in der Lehre, Klinik, Forschung und gesamtgesellschaftlich.

    „Radical listening“, genaues Hinhören und Wahrnehmen von Details: Der individuellen Geschichte von PatientInnen mit schwerer Krankheit zuzuhören ist der erste Kontaktpunkt für eine gelungene ÄrztIn-PatientIn-Beziehung.

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Panorama

  • Neue Therapieoptionen beim Nasopharynxkarzinom?

    Rezidiviertes/metastasiertes NPC: Immuntherapie in Kombination mit Chemotherapie ist in der Erstlinie vielversprechend; vor Einsatz in der klinischen Routine muss allerdings ein OS-Vorteil gezeigt werden.

    EBV-positives lokal fortgeschrittenes NPC: Adjuvantes metronomisches Capecitabin könnte Hochrisikopatienten nach kurativer Therapie angeboten werden.

    Lokal fortgeschrittenes NPC: Adjuvantes Capecitabin in Standarddosis senkt das Rezidivrisiko bei Hochrisikopatienten, die keine Induktions-CT erhalten haben; OS-Vorteil ist nicht belegt und sollte vor Einsatz in der klinischen Routine abgewartet werden.

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  • Promotion Patient mit CUP-Syndrom und Verdacht auf Kolorektalkarzinom

    Berichtet wird der Fall eines Patienten mit „cancer of unknown primary“ (CUP), der mit Verdacht auf Kolorektalkarzinom entsprechend behandelt wurde. Im Therapieverlauf ist es mit Lonsurf1 gelungen, den Tumor auch in der dritten Therapielinie über lange Zeit stabil zu halten, sodass der Patient unter Erhalt der Lebensqualität aktiv bleiben konnte.

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Transdisziplinäre Onkologie

  • Transdisziplinäre Onkologie – Blick über den Tellerrand
    Vielleicht ist in einer Pandemie die Gelegenheit, nicht akut das nächste Genom-Projekt anzugehen oder die nächste Revolution in der Immunonkologie anzukündigen, sondern das Erreichte zu reflektieren – ohne dabei in der Historie zu verhaften. Grundsätzlich fallen in die transdiszi-plinäre Onkologie ...Weiterlesen ...
  • Die Immunfunktion des Patienten

    Immuntherapie verzeichnet beeindruckende Erfolge bei zahlreichen hämatoonkologischen Erkrankungen, die Medizin steht aber, was die Weiterentwicklung der Krebsimmuntherapie betrifft, vor entscheidenden Herausforderungen wie der Suche nach Biomarkern, die anzeigen, ob individuelle Patienten auf Immuntherapie ansprechen.

    Darüber hinaus können ein besseres Verständnis der Mechanismen, die zu immunmediierten Nebenwirkungen und therapiebedingter Abwehrschwäche führen, und ein frühzeitiges Erkennen der betroffenen Patienten helfen, erfolgreich gegenzusteuern und unerwünschte Begleiterscheinungen einer an sich wirksamen Therapie zu vermeiden.

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