« zurück

Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2017 wurden die Ergebnisse der multizentrischen Phase-II-Studie CheckMate204 präsentiert, in der 75 Melanom-Patienten mit mindestens einer nachweisbaren Hirnmetastase von 0,5–3,0 cm Größe einer immunonkologischen Kombinationstherapie mit Nivolumab (NIVO) + Ipilimumab (IPI) gefolgt von einer NIVO-Monotherapie zugeführt wurden.

Die Patienten erhielten alle 3 Wochen 4-mal NIVO 1 mg/kg + IPI 3 mg/kg, gefolgt von NIVO 3 mg/kg alle 2 Wochen bis zur Progression oder Toxizität. Patienten, bei denen während der Kombinationstherapie schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (AE) auftraten, konnten nach dem Abklingen der Toxizität eine NIVO-Monotherapie erhalten. Primärer Studienendpunkt war die intrakranielle „Clinical Benefit Rate“ (CBR). Diese war als komplettes Ansprechen (CR) + partielles Ansprechen (PR) + stabile Erkrankung (SD) über mindestens sechs Monate definiert.

Hohe intrakranielle antitumorale Aktivität

Nach einem medianen Follow-up von 6,3 Monaten betrug die intrakranielle objektive Ansprechrate (ORR) 56 % (95%-KI: 44–68%); bei 19 % der Patienten wurde ein vollständiges intrakranielles Ansprechen erreicht. Intrakranielles und extrakranielles Ansprechen stimmten weitgehend überein. Behandlungsbedingte Grad-3/4-AE traten bei 48 % der Patienten auf; 8 % davon waren neurologische AE (inklusive Kopfschmerzen und Synkope). 1 Patient verstarb aufgrund immunmediierter Myokarditis.

Möglicher Paradigmenwechsel

Die Studienautoren schlussfolgerten, dass das günstige Sicherheitsprofil und die hohe Anti-Melanom-Aktivität von Nivolumab + Ipilimumab für Patienten mit asymptomatischen Melanom-Hirnmetastasen zu einem völlig neuen Therapieansatz führen könnte.

 

Quelle: Tawbi HAH et al., J Clin Oncol 2017; 35(15) suppl, 9507–9507

Fotocredit: Shutterstock

2018-30-01

SPIO entsteht in Kooperation mit:

sponsor-cccv-w248
sponsor-vcc-w248
Die werbenden Firmen haben keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte der Seite