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CD47 ist ein Makrophagen-Immune-Checkpoint und ein „don’t eat me“ Signal an Tumorzellen sowie ein Marker an der leukämischen Stammzelle.
Anti-CD47 induziert Phagozytose von Tumorzellen. Präklinische Daten zeigten, dass eine CD47-Blockade Phagozytose von AML-Zellen sowie eine Eliminierung von leukämischen Stammzellen induziert. Weiters wurde auch ein Synergismus mit Azacitidin beobachtet.

Der „First in class“-Anti-CD47-Antikörper HU5F9-G4 (5F9) wurde in einer Phase-Ib-Studie bei relapsierten/refraktären (r/r) AML/MDS Patienten (10 Patienten) als Monotherapie gegeben und bei naiven, nicht für Intensivtherapie geeigneten AML- sowie MDS-Patienten (intermediäres und sehr hohes Risiko) in Kombination mit Azacitidin (AZA) verabreicht. Die Kombination erhielten 15 AML- und 9 MDS-Patienten.
Im Ergebnis wurde 5F9 gut toleriert, die Kombination mit AZA ergab keine Potenzierung an Toxizität.
In der Kombination 5F9 + AZA zeigte sich bei den therapienaiven Patienten eine CR/CRi-Rate von 50% bei AML und 60% bei MDS.
Bei rezidivierten/refraktären AML/MDS-Patienten, die den Antikörper als Monotherapie erhielten, war die CR-Rate lediglich 10%.
In der Responder-Population zeigte sich ein rasches Ansprechen (1,9 Monate) mit hämatologischer Verbesserung. 50% der Responder erzielten eine MRD-Negativität (FLC).

Fazit

Der Anti-CD47-Antikörper 5F9 in Kombination mit Azacitidin ist eine neue, vielversprechende Immuntherapie mit Makrophagen-Tumorzelle-Checkpointblockade.
Gute Tolerabilität und rasches Ansprechen inkl. MRD-Negativität wurden beobachtet.
Die Kombination mit anderen zytotoxischen Substanzen stellt weitere Therapieansätze dar.
Weitere klinische Daten sind mit Spannung zu erwarten.

Quelle:

Sallman, The first in class Anti CD47 Antibody HU5F9-G4 (S878)

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