SU 04|2019

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Der FOCUS dieser Ausgabe von SPECTRUM Urologie ist der vortrefflichen Kooperation mit der Österreichischen Krebshilfe gewidmet, die 2015 mit der gemeinsamen Initiative „Loose Tie“ zwischen ÖGU, bvU und der Krebshilfe ihren Startschuss nahm. Mit Unterstützung der Krebshilfe wurde das große ...Weiterlesen ...

Focus: Krebshilfe und Urologie

  • 1910–2020: 110 Jahre Österreichische Krebshilfe

    Die Geschichte von Krebs ist 50 Millionen Jahre alt. Da verwundert es nicht, dass die Österreichische Krebshilfe bereits seit 110 Jahren für das Wohl der Patientinnen und Patienten eintritt.

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  • Vorwort: Der erhobene Finger bringt Männer nicht zur Vorsorge
    SPECTRUM Urologie: Die Österreichische Krebshilfe feiert 2020 ihr 110-jähriges Bestehen. Im September 2020 werden Sie 20 Jahre als Präsident an der Spitze stehen. Welches Resümee ziehen Sie?
    Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda: Wir haben gemeinsam mit den 9 Landesvereinen in dieser ...Weiterlesen ...
  • Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennungs­aktionen der Österreichischen Krebshilfe

    Die Bevölkerung über die Krankheit Krebs aufzuklären war bereits 1910 Gegenstand von Diskussionen des Vorstands der damaligen „Österreichischen Gesellschaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit“. Die Aufklärung der Bevölkerung, die damals mit einem in Zeitungen veröffentlichten Merkblatt begann, wird heute von der Österreichischen Krebshilfe dank moderner Kommunikations­möglichkeiten in einem weitaus größeren Ausmaß fortgeführt.

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  • Genetische Testung beim Prostatakarzinom

    Circa 10 % aller Prostatakarzinome treten im Rahmen familiärer Tumorsyndrome auf, wobei der Großteil durch Mutationen in den Genen BRCA1, BRCA2 und HOXB13 bedingt ist.

    Bei Vorliegen einer Keimbahnmutation ist außerdem, je nach Gen, auch das Risiko für weitere Krebserkrankungen erhöht und dementsprechend eine intensivierte Früherkennung indiziert. Auch an eine humangenetische Beratung und ggf. Testung Angehöriger sollte gedacht werden.

    Genetische Veränderungen (sowohl somatisch als auch Keimbahn) sind zunehmend relevant für die Therapie des Prostatakarzinoms.

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  • Humane Papillomviren: neue pathogenetische Aspekte

    Im urologischen Bereich können bestimmte Humane Papillomviren (HPV) aufgrund ihres onkogenen Potenzials Penis- und Analkarzinome verursachen.

    Es mehren sich Hinweise, dass eine Infektion mit HPV auch die Fertilität negativ beeinflussen könnte.

    Es stehen sicherere und hochwirksame Impfstoffe gegen „high risk“-HPV zur Verfügung, die Mädchen und Buben vor Eintritt in das sexuelle Alter bzw. allen sexuell aktivenF rauen und Männern empfohlen werden.

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  • Ein Paradebeispiel für geschlechtsspezifische Medizin

    Rauchen ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung mehrerer urologischer Karzinome wie jene der Harnblase, der Nieren und der Prostata.

    Rauchen ist ein Risikofaktor für Erektionsstörungen und männliche Unfruchtbarkeit.

    Starker Suchtcharakter des Tabakrauchens: Nikotin greift direkt an den Dopamin-Rezeptoren an und beeinflusst die Dopamin-Freisetzung im limbischen System und im präfrontalen Kortex.

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  • Der Mann als psychoonkologischer Patient

    Interview mit Mag. Karin Isak, Klinische Psychologin, Schwerpunkt Psychoonkologie, Psychologische Leitung des Beratungszentrums der Österreichischen Krebshilfe Wien, über männliche Krebspatienten in der Beratung.

    In der Beratung von Männern werden männertypische Verhaltensweisen berücksichtigt.

    Im Jänner 2018 wurde in Wien eine eigene Männergruppe gegründet.

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  • Broschüren der Krebshilfe
    Zudem werden die häufigsten Krebsformen wie Haut-, Darm-, Prostata- oder Brustkrebs etc. genau erklärt und Therapieformen aufgezeigt. Diese Broschüren stellen die Krankheit sehr ausführlich dar und dienen vor allem zur Information von Patienten. Aber auch über wichtige Themen rund um ...Weiterlesen ...

Kongress

  • ESMO 2019 – Schwerpunkt Prostatakarzinom

    PROfound: erste positive biomarkerselektionierte Phase-III-Studie, welche eine Targeted-Therapie (PARP-Inhibitor Olaparib) im mCRPC-Setting bei Patienten mit genetischen Alterationen evaluiert hat. Olaparib erreichte einen signifikanten rPFS-Vorteil vs. Enzalutamid/Abirateronazetat.

    CARD: Mehr als Verdoppelung des rPFS unter Cabazitaxel vs. Enzalutamid/Abirateronazetat bei mCRPC-Patienten, welche auf eine vorherige Therapie mit Docetaxel, Enzalutamid/Abira­teronazetat progredient geworden sind.

    RADICALS: Erste Resultate zeigen statistisch robust keinen Benefit einer adjuvanten Radiatio nach radikaler Prostatektomie bzgl. biochemischem PFS od. Zeitverlauf bis zu späteren hormonellen Therapien; Langzeit-Outcomes noch nicht beurteilbar.

    SPARTAN: Zum Zeitpunkt der 2. Interimsanalyse zeigt die Kombination Apalutamid + ADT vs. Placebo + ADT einen OS-Benefit mit einer 25%-igen rel. Risikoreduktion für Tod; Resultate untermauern die Wertigkeit von Apalutamid im Setting des „high-risk“ M0 CRPC.

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  • ESMO 2019 – Schwerpunkt Urothelkarzinom

    EV-103: Enfortumab-Vedotin/Pembrolizumab: schnelles Ansprechen in der Erstlinie.

    BISCAY: personalisierte Medizin: Systemtherapie nach Biomarkeranalyse.

    NABUCCO: neoadjuvante IO+IO-Therapie (Ipilimumab plus Nivolumab) bei Hochrisikopatienten: gute Remissionsraten vor Zystektomie.

    IMvigor130: Atezolizumab plus platinbasierte Chemotherapie: neue Kombination in der Erstlinie?

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  • DGU 2019 | „Den digitalen Wandel in der Medizin aktiv mitgestalten“

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. med. Oliver W. Hakenberg, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsmedizin Rostock, DGU-Kongress-Präsident 2019.

    Statements: Künstliche Intelligenz ist ein innovatives Hilfsmittel, das den Arzt unterstützen kann; es gilt, dem unkritischen Einsatz von künstlicher Intelligenz vorzubeugen;die Entscheidungshoheit hat und behält der Arzt.

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Serie: Abteilungspräsentation

  • „Ich halte die Hierarchie so flach wie möglich.“

    Interview mit Priv.-Doz. Dr. Elmar Heinrich, FEBU, der seit gut zwei Jahren Leiter des Fachschwerpunktes Urologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg ist.

    Steckenpferd: robotische Tumorchirurgie.

    Need: Einführung der offiziellen Ausbildung „fächerspezifische medikamentöse Tumortherapie“ für Urologen.

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Serie: Young Urologists

  • Entwicklungszusammenarbeit in der Urologie

    Viele bekannte Hilfsorganisationen für die Einsätze in Not- und Katastrophengebieten suchen keine Urologen.

    Es gibt von Urologen initiierte Projekte zur Verbesserung der urologischen Versorgung in Entwicklungsländern.

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Kontinenz-News

  • MKÖ-Jahrestagung 2019
    Am 18. und 19. Oktober fand heuer zum 29. Mal die Jahrestagung der MKÖ auf der Gugl in Linz statt. Kongresspräsidenten waren DGKS/KSB Martina Signer aus dem Ordensklinikum Linz und einer der Gründerväter der MKÖ, Hofrat Prof. Dr. Helmut Madersbacher ...Weiterlesen ...

Panorama

  • Hodentumorleitlinien: ein Blick hinter die Kulissen

    Das Management des Hodentumors führt nur dann zu Ergebnissen auf hohem Niveau, wenn es Leitlinien folgt.

    Die methodischen Unterschiede in den beiden aktuellsten Leitlinien von DGU und EAU sind für die Prognose der Betroffenen kaum relevant.

    Das ideale Ziel der Therapie muss Heilung ohne Dauerschäden sein.

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  • Ausbildung in der Lehrpraxis: Chance, Benefit, Challenge

    Die Lehrpraxis ist eine in der Fachausbildung eher vernachlässigte Ausbildungsstelle.

    Es gibt insgesamt drei urologische Ordinationen mit Lehrpraxis-Berechtigung in Österreich.

    Das Urologenzentrum in Wien (Leitung: Dr. Erik Randall Huber, Dr. Yong Ho Lee) stellt gleich zwei Lehrpraxisstellen zur Verfügung.

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