UIM 01|2017

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 1/17
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Der so sehr beklagenswerte Tod unserer 53-jährigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser durch ein Ovarialkarzinom im Februar 2017 und der Tod der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer 2014 aufgrund eines Pankreaskarzinoms zeigen uns, dass – trotz ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 1/17
    Weiter forschen, lehren und ausbilden!
    Unter dem Motto „Neue Therapien in der Rheumatologie“ erfahren Sie im Focus der aktuellen Ausgabe Folgendes:
    Die Entwicklung der Medikamente für Polyarthritis, Schuppenflechte und Spondyloarthritiden geht ungebremst weiter. Orale Immunsuppressiva werden zugelassen, die gezielt mehrere ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • ÖDG Early Investigators

    Neben zahlreichen anderen Aktivitäten hat sich die ÖDG der Forschungsförderung in Österreich verschrieben und dafür die neue Sparte der „Early Investigators“ ins Leben gerufen. Im Gespräch erklärt Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak, Präsident der ÖDG, die Hintergründe und Ziele.10

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  • Große Auszeichnung für Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer
    Die Auszeichnung „österreichischer Wissenschafter des Jahres“ wird seit 1994 jährlich vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten an Forscherinnen und Forscher verliehen, die sich besonders um die leicht verständliche Vermittlung ihrer Arbeit verdient gemacht und damit auch das Image der österreichischen ...Weiterlesen ...

Seite des niedergelassenen Internisten

  • ELGA kommt – aber wie?

    Viele Ärzte haben Bedenken vor allem wegen der Praxistauglichkeit. „Hier wird man noch viele Sorgen zerstreuen müssen“, meint der Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin, Dr. Lothar Fiedler.

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Alles was Recht ist!

Kardiologie

  • Tiefere Blutdruckziele – SPRINT widerlegt sich selbst

    Die SPRINT-Studie untersuchte zwei verschiedene systolische Blutdruckzielwerte bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko: < 120 mmHg (intensivierte Therapie) und < 140 mmHg (Standardtherapie).

    Die Studie wurde vorzeitig gestoppt, weil der primäre Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, akutes Koronarsyndrom, Schlaganfall, Herzinsuffizienz) in der intensivierten Gruppe signifikant seltener auftrat.

    In der Folge wurden weltweit Überlegungen angestellt, die Empfehlungen zu Blutdruckzielwerten abzusenken. Was in der Originalpublikation allerdings diskret verschwiegen wurde: Die Art der Blutdruckmessung entsprach nicht der in solchen Studien bisher üblichen.

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  • Neue Guidelines zur Herzinsuffizienz

    Basierend auf einer Evaluation der individuellen Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz (HI) wurde ein neuer diagnostischer Algorithmus vorgeschlagen.

    Zusätzlich zur HI mit reduzierter bzw. erhaltener Auswurffraktion gibt es nun eine weitere Kategorie: HI mit mittlerer Auswurffraktion (HFmrEF).

    Von unmittelbar praktischer Bedeutung ist die Aufnahme von Sacubitril-Valsartan in die Therapieempfehlungen.

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Angiologie

  • Leipzig Interventional Course (LINC) 2017

    Take-Home-Messages vom diesjährigen Leipzig Interventional Course (LINC):u Endovaskuläre Therapie kann die Lebensqualität bei akuten und chronischen Beckenvenenthrombosen deutlich verbessern.u Aufgrund niedriger Komplikationsrate werden endovaskuläre Therapieansätze zunehmend auch in klassischen Domänen der Gefäßchirurgie angewendet.

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  • NOAK bei Malignom-Patienten mit venöser Thrombembolie

    Niedermolekulares Heparin (NMH) bleibt die Erstlinientherapie bei venöser Thromboembolie (VTE) bei Malignom-Patienten.

    NOAK zeigen sich vorsichtig vielversprechend in der Behandlung von VTE bei Malignom-Patienten, fallweise können sie auch als NMH-Nachfolgetherapie eingesetzt werden.

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Rheumatologie

  • Januskinase-Inhibitoren

    Die tsDMARD (targeted synthetic disease-modifying antirheumatic drugs) sind eine neue pharmakologische Interventionsgruppe, in der die JAK-Inhibitoren eine zentrale Rolle einnehmen.

    JAK-Inhibitoren sind kleine synthetische Moleküle, welche anders als Biologika oral verwendet werden können.

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  • Biosimilars in der Rheumatologie

    Die Herstellung der Biosimilars kann als sicher angenommen werden, da die „Biosimilar-Hersteller‟ zum Teil selbst in der Entwicklung der Original-Biologika mitgearbeitet haben und die Prozesse daher genau kennen.

    Die Diskussion rund um die Biosimilars ist nicht nur eine rein medizinisch-pharmazeutische, sondern auch eine deutlich von ökonomischen Gedanken geprägte.

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  • Soll man Biologika irgendwann absetzen?

    Mehrere Studien untersuchten die Möglichkeit eines Stopps der Biologika-Therapie. Die große Heterogenität dieser Studien erschwert die Vergleichbarkeit.

    Das Absetzen eines Biologikums war mit hohen Flare-Raten von über 50 % assoziiert, v. a. bei Patienten mit langer Krankheitsdauer. Bessere Erfolge wurden mit Dosisreduktion erzielt.

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  • Neue Entwicklungen in der Kinderrheumatologie

    In den letzten Jahren ist eine stetige Verbesserung der Gelenkfunktionen bei allen Formen der juvenilen idiopathischen Arthritis auf dem Weg ins Erwachsenenalter zu beobachten.

    Aktuelle Therapie: Methotrexat und Biologika gegen TNF-α, IL-1 und IL-6 ersetzen alte Therapiestrategien und sparen Kortikosteroide.

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  • Patientenschulung bei rheumatoider Arthritis

    Die Patientenschulung ist ein integraler Teil des Managementkonzeptes bei ­entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

    Ziel der Patientenschulung ist die Verbesserung von Krankheitsverständnis, Schmerz­empfinden und Umgang mit der chronischen Erkrankung im täglichen Leben.

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Hämatologie und Onkologie

  • Hämostaseologischer Notfall in der perioperativen Medizin

    Bedrohliche Blutungen oder Thrombosen vor, während und nach geplanten oder dringenden Operationen erfordern Vermeidungs- und gezielte Behandlungsstrategien, mit chirurgischen und pharmakologischen Aufgaben.

    Vermeidungsstrategien sind eine interdisziplinäre Herausforderung. Die Weiter-entwicklung der berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit erfolgt derzeit weltweit durch Implementieren des Konzepts des Patient Blood Management (PBM).

    Keine Antithrombosestrümpfe zur Vermeidung der venösen Thromboembolie.

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Onkologie

  • Onkologische Rehabilitation

    Die onkologische Rehabilitation zielt darauf ab, Schmerzen zu minimieren, die Mobilität zu verbessern, die Funktion zu optimieren und die Partizipation im Alltag zu steigern.

    Die Therapie selbst basiert auf 3 Säulen: Physiotherapie und sportwissenschaftliche Betreuung, psychoonkologische Betreuung sowie die Bereitstellung von Information z. B. zu Ernährung oder Lebensstiländerung.

    Die größte Aufgabe wird sein, den Betroffenen auch nach der stationären Behandlung weiter zu betreuen und damit ein „Continuum of Care‟ aufzubauen.

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  • Rehabilitation als Teil eines onkologischen Gesamtkonzeptes

    Durch onkologische Rehabilitation können nach Abschluss der primären Tumortherapie Funktionsstörungen, Krankheitsbewältigung, physische Leistungsfähigkeit und Lebensqualität signifikant verbessert werden.u Eine psychosoziale Intervention und die Einbeziehung der Faktoren Armut, Bildungsmangel und deren Konsequenzen auf die Vorsorge, Früherkennung, Behandlung und Rehabilitation kann den negativen Effekten eines niedrigen sozioökonomischen Status auf den Outcome entgegenwirken.u Onkologische Rehabilitation wird zur Gänze von den Sozialversicherungen bezahlt und in enger Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Antidiabetika und Herzinsuffizienz

    Herzinsuffizienz stellt eine sehr häufige Komorbidität des Diabetes mellitus Typ 2 dar.

    Die Effekte einer medikamentösen antidiabetischen Therapie sind immer multidimensional.

    Bei der individuellen Auswahl der blutzuckersenkenden Therapiestrategien sollten Substanzen mit dokumentierten positiven kardiovaskulären Effekten wie beispielsweise Empagliflozin aber auch Kontraindikationen (z. B. Pioglitazon) berücksichtigt werden.

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  • Ausgewählte Highlights der ÖDG-Jahrestagung 2016

    Zu den subjektiv herausgegriffenen Highlights zählt ein Update über die Assoziation von Diabetes und Krebs, insbesondere die Bedeutung von Kachexie und Adipositas.

    Neue Technologien wie Closed-Loop-Systeme werden schon sehr bald neue Möglichkeiten der Therapie von Menschen mit Typ-1-Diabetes eröffnen.

    Hinsichtlich der stationären Diabetestherapie gilt es, die Indikationen dafür ebenso ins Bewusstsein zu rufen wie die dadurch verursachten Kosten.

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  • Sind sie wirklich so sicher, und wer sind die potenziellen Patienten?

    PCSK9-Inhibitoren stellen eine effiziente Therapieoption für Patienten mit manifester Atherosklerose dar, die unter maximal tolerierbarer Statindosis in Kombination mit Ezetimib die LDL-C-Zielwerte nicht erreichen.u Die Wirksamkeit von PCSK9-Inhibitoren konnte auch bei Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie gezeigt werden.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • ASCO GI 2017: Highlights zum hepatozellulären Karzinom

    Sorafenib ist die unumstrittene Erstlinientherapie, Regorafenib ist die neue Zweitlinien­therapie des fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinoms.

    Die Immuntherapie in Form von PD-1-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab) wird eine neue Therapieoption darstellen.

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  • NASH und Behandlungsoptionen

    NAFLD (nichtalkoholische Fettlebererkrankung) ist die hepatische Manifesta-tion des metabolischen Syndroms, wobei der Subtyp der NASH (nichtalko-holische Steatohepatitis) die aggressivere Verlaufsform darstellt, deren Therapie priorisiert werden muss.

    Die einzige bisher gesicherte effiziente Therapie der NAFLD ist die Lebensstilmodifikation.

    Medikamentöse Therapiestrategien haben verschiedene mechanistische Ansätze: Korrektur des metabolischen Syndroms, Hemmung der Entzündungsaktivität, Verminderung des Fettgehaltes und Verminderung bzw. Regression der Fibrose.

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Geriatrie

  • Harnwegsinfekte bei geriatrischen Patienten

    Ein besonderes Problem in der Geriatrie ist die zielsichere Diagnostik des Harnwegsinfekts (nach internationalen Studien Fehlerquote bei rund 40 %).

    Bei älteren Patienten in der Regel lediglich sehr unspezifische Symptomatik, häufig begleitet von körperlichen und/oder kognitiven Funktionseinschränkungen.

    Medikamentöse Therapie möglichst kurz und effektiv unter Verwendung eines Schmalspektrum-Antibiotikums (hohes Risiko für Arzneimittelinteraktionen und Resistenzen).

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Nephrologie

  • Fibroblast Growth Factor 23: Wohl- und Übeltäter

    FGF23 verhindert eine Phosphatüberladung des Organismus durch Stimulation der renalen Elimination (direkt) und Einschränkung der intestinalen Resorption (über Vitamin D).

    Deutlich erhöhte FGF23-Spiegel bei Nierenerkrankungen führen zu Linksherz­-hypertrophie, Inflammation und Immundefizienz.

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Infektiologie

  • Abklärung bei Verdacht auf Immunmangelsyndrom

    Die zeitgerechte Therapie eines Immunmangelsyndroms bedarf einer frühzeitigen Diagnose; dafür sind die klinische Selektion der betroffenen Patienten und Zuweisung an eine spezialisierte Institution notwendig.

    Die Mehrzahl der behandlungsbedürftigen Patienten mit primärem Immunmangelsyndrom leidet an einer Störung der IgG-Antikörperbildung.

    Die Notwendigkeit zur Einleitung einer Immunglobulinersatztherapie bei diesen Patienten erkennt man am nachgewiesenen Fehlen der IgG-Antikörper gegen eine Vielzahl von Antigenen.

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Schmerzmedizin

Palliativmedizin

  • Amyotrophe Lateralsklerose

    u Je nach Verlaufsphase der amyotrophen Lateralsklerose sind unterschiedliche palliative Maßnahmen zu setzen: – Zu Beginn sind eine sorgfältige und verständliche Aufklärung, Erfassung des persönlichen, sozialen und spirituellen Hintergrundes und Besprechung einer Patientenverfügung wichtig. – Zugang zu Beratung aus dem multiprofessionellen und -disziplinären Bereich muss gewährleistet sein, symptomatische Therapien müssen laufend aktualisiert und Maßnahmen zur Funktionserhaltung gesetzt werden. – Im Endstadium der Erkrankung ist die End-of-Life-Situation zu „orchestrieren‟ und zu bewältigen. Nach dem Tod des Patienten sind Verarbeitung und Debriefing essenziell.

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Pneumologie