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Wenn Hören wieder möglich wird

Lange galt Hörverlust als irreversibel: Was im Innenohr einmal verloren war, konnte nicht wiederhergestellt werden. Doch neue Therapieansätze stellen diesen Grundsatz zunehmend infrage. Univ.-Prof. Dr. Christoph Arnoldner, Leiter des Christian Doppler Labors sowie der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der MedUni Wien, sprach mit uns über aktuelle Erfolge, noch bestehende Grenzen und darüber, wie Gen- und Stammzelltherapien sowie neue Formen der lokalen Wirkstoffgabe die Behandlung von Hörverlust künftig verändern könnten.


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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Die Gentherapie kann bei bestimmten angeborenen Formen der Taubheit das Hören ermöglichen. Besonders bei otoferlinbedingter Schwerhörigkeit zeigen erste klinische Anwendungen, dass sich die Funktion der vorhandenen Haarzellen durch das Einbringen der fehlenden genetischen Information wiederherstellen lässt.
  • Genetische Ursachen spielen nicht nur bei angeborener Taubheit eine Rolle, sondern auch bei einem Teil der im Laufe des Lebens auftretenden Hörverluste. Entsprechend werden weitere Gentherapien entwickelt.
  • Weil die Blut-Labyrinth-Schranke die systemische Wirkstoffzufuhr erschwert, werden Medikamente zunehmend direkt über das Mittelohr appliziert. Neue Trägersysteme wie thermoreversible Gele könnten Wirkstoffe über mehrere Tage lokal freisetzen.