DF 01|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, ÖDG

Editorial

  • Dramatischer Rückgang renaler Komplikationen bei Diabetes

    Wenn die Österreichische Diabetes Gesellschaft kürzlich wieder auf die „Non-Stop Revolution“ in der Diabetologie aufmerksam machen konnte, so gilt dies in besonderem Maß für die chronische Nierenerkrankung, die durch den therapeutischen Fortschritt deutlich von ihrem einstigen Schrecken verloren hat. Trotz zunehmender Prävalenz des Diabetes und allgemein höherer Lebenserwartung – beides bedeutende Risikofaktoren für Nephropathie – beobachten wir in den USA (William, Semin Dial 23:129, 2010) und in Europa (Kramer et al., Nephrol Dial Transplant 24:3557, 2009) seit einigen Jahren einen substanziellen Rückgang der inzidenten terminalen Nierenerkrankung (ESRD). Neueste Daten des Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregisters (ÖDTR) bestätigen diesen Trend (siehe dazu den Beitrag von H. Kramar in diesem DIABETES FORUM).

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ÖDG Aktuell

Focus: Prävention und Therapie der chronischen Nierenerkrankung

  • Update – Nephroprotektives Potenzial der Blutdrucktherapie

    Durch eine aggressive Blutdrucktherapie kann besonders bei proteinurischen Patienten die Progression der renalen Insuffizienz günstig beeinflusst werden. Im Lichte neuer Studien, die bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung vor zu niedrigen Blutdruckwerten warnen, ist auch bei Nierenpatienten mit kardialer Komorbidität eine individuelle Anpassung der antihypertensiven Therapie erforderlich. Der lang propagierte Einsatz einer dualen RAAS-Blockade muss bei dieser Patientengruppe neu bewertet und kritisch gesehen werden.

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  • Update – Nephroprotektives Potenzial der antidiabetischen Therapie

    Die heute verfügbare Datenlage spricht klar für die positiven Effekte einer intensivierten Blutzuckertherapie zur Reduktion der Inzidenz bzw. der Progression der diabetischen Nephropathie. Selbst bei Patienten mit chronischer Hämodialyse ermöglicht eine Optimierung der Blutzuckertherapie eine bemerkenswerte Reduktion der Mortalität.

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  • Update – Kardio- und nephroprotektives Potenzial der Lipidtherapie

    Die lipidsenkende Therapie hat in der Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in den meisten Stadien der chronischen Nierenerkrankung einen festen Stellenwert. Zur Progressionsverzögerung der Nephropathie durch die Lipidtherapie ist die Datenlage inkonklusiv.

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  • Neue Therapieoptionen bei diabetischer Nephropathie

    ACE-Hemmer und Angiotensinrezeptorblocker haben ihre Effektivität in der Behandlung von Hypertonie und Proteinurie bewiesen, trotz optimaler und breiter Anwendung kommt es aber bei vielen Patienten zu weiterer Verschlechterung der Nierenparameter. Daher stellt sich zunehmend die Frage nach neuen Substanzen, die sowohl Auftreten als auch Progression diabetischer Nephropathie verhindern könnten.

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  • Epidemiologie der diabetischen Nephropathie: Sehen wir den Umschwung?

    Nach Jahrzehnten ständiger Zunahme der terminalen Nierenerkrankung ist die Zahl der Neuzugänge an der Dialyse in Österreich zuletzt wieder etwas zurückgegangen – bei Diabetespatienten sogar noch stärker als bei Nichtdiabetikern.

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  • Bardoxolon-Methyl – Prinzip, Evidenz, möglicher Stellenwert

    Mit Bardoxolon-Methyl ist eine neue, vielversprechende Substanz entwickelt worden, die über die Induktion von Nrf2 ihre antiinflammatorische und antioxidative Wirkung ausübt. Inwieweit Bardoxolon im klinischen Alltag einsetzbar sein wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

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  • Albuminurie und Nierenfunktion

    Die Mikroalbuminurie ist ein allgemein anerkannter früher Surrogatparameter für einen später drohenden Verlust der glomerulären Filtrationsleistung. Aber sagt die Albuminurie immer alles über die renale Prognose?

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  • Diabetische Nephropathie: „Screening ist die beste Strategie“

    Angesichts der Schwierigkeiten, bei Patienten mit manifester diabetischer Nephropathie die weitere Verschlechterung der Nierenfunktion aufzuhalten, plädiert Prof. Carl Erik Mogensen (Åarhus, Dänemark) für ein frühzeitiges Eingreifen auf Basis eines systematischen Mikroalbuminurie-Screenings.

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