GA 01|2020

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

  • Rendite versus Solidarprinzip

    „Alarmruf der Station 9C im AKH Wien – Hightech-Medizin rettet Frühgeborene, es fehlt aber an Personal“, titelte vor kurzem ein Leitartikel im „Falter“1. Hiobsbotschaften, die unser Gesundheitssystem betreffen, sind an der ­Tagesordnung. So wird u. a. einerseits von einem drastischen Personalmangel berichtet und andererseits sei die längerfristige Finanzierung des Systems nicht gesichert.

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Seite des BÖG

  • Ein unspektakulärer, zurückhaltender Start

    Die Zusammenführung der Gebiets- und Betriebskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse ist ein komplexer Prozess, weshalb mit 1. Jänner 2020 noch nicht alle Leistungen in den Bundesländern angeglichen werden können, so die offizielle Mitteilung der ÖGK. Aber wo ist der Zeitplan, der die Umsetzung garantieren soll? Bekanntermaßen passiert ja nichts, wenn nichts passieren muss.

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Focus: HPV

  • HPV-Impfung: Ist das wirklich schon alles, Österreich?
    Mit dem humanen Papillomavirus (HPV) assoziierte Malignome machen weltweit ca. 3,5 % aller neu aufgetretenen Tumorerkrankungen aus und sind für ca. 4,6 % aller tumorbedingten Todesfälle verantwortlich. Die Rate an HPV-assoziierten neu aufgetretenen Tumorerkrankungen lag 2018 in Österreich bei 4,2–9,8/100.000 ...Weiterlesen ...
  • Update zur HPV-Impfung

    Die HPV-Impfung ist die Basis für die Elimination aller HPV-assoziierten Karzinome.

    Je früher geimpft wird, umso effektiver ist die Impfung, aber auch bereits Erkrankte ­ profitieren nach der Therapie.

    Die Durchimpfungsrate ist entscheidend!

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  • HPV-induzierte HNO-Tumoren

    HPV-positive HNO-Tumoren haben eine deutlich bessere Prognose als HPV-negative.

    Es laufen Studien mit dem Ziel, Patienten mit HPV-positiven Tumoren in Niedrig- und Hochrisiko zu gruppieren und bei Niedrigrisiko die Intensität und damit Morbidität der Therapie zu ­reduzieren und dabei die gute Prognose zu erhalten.

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  • Genitalwarzen

    Bei der Diagnose Genitalwarzen ist auf Grund des hohen Leidensdrucks und der Kontagiosität ein Zuwarten keine wirkliche Option.

    Als konservative, von der Patientin selbst applizierte Therapien kommen Podophyllotoxin, Imiquimod und Grünteeextrakte in Frage.

    Ablative bzw. chirurgische Therapieoptionen sind bei Kondylomen in der Vagina bzw. im Analkanal und bei sehr ausgeprägtem Befall zu bevorzugen.

    Die HPV-Impfung hat bei Genitalwarzen in Studien eine typenspezifische Effektivität von nahezu 100 % gezeigt.

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  • Das HPV-Kinderimpfprogramm aus Sicht der SchulärztInnen

    Eine Erhöhung der Durchimpfungsrate bei HPV nach den Vorbildern Australien, Kanada und Schweden wäre für Österreich aus unserer Sicht sehr wünschenswert.

    Die Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte fordert, dass alle Eltern über ihre Schulärzte bzw. Amtsärzte über die jeweilige Schulhomepage der Schulen zum aktuellen Kinderimpfprogramm informiert werden.

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  • Forderung der Österreichischen Krebshilfe und der AGO: „Opt-out“-Regelung für die HPV-Impfung

    Die HPV-Durchimpfungsrate ist in Österreich leider suboptimal. Der Österreichischen Krebshilfe und der AGO ist es – und das nicht erst seit heute – ein großes Anliegen, die HPV-Durchimpfungsrate unter anderem durch ein „Opt-out“ deutlich­ anzuheben.

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  • Endokrine Therapie 2.0 – Einsatz von Resistenzblockern

    In der Zulassungsstudie für den mTOR-Inhibitor Everolimus zeigte sich für die Kombination mit Exemestan nach Rezidiv oder Progress während endokriner Therapie eine Verlängerung des medianen PFS um mehr als das Doppelte vs. Placebo + Exemestan.

    Die in Österreich zugelassenen CDK-4/6-Inhibitoren Palbociclib, Ribociclib und Abemaciclib zeigen in Kombination mit endokriner Therapie signifikante und ausgeprägte Überlebensvorteile vs. endokrine Therapie allein.

    Der PI3K-Inhibitor Alpelisib verlängerte in der SOLAR-1-Studie in Kombination mit Fulvestrant vs. Placebo + Fulvestrant bei lokal fortgeschrittenem HR+/HER2-Brustkrebs mit antihormoneller Therapie in der ­Anamnese und PIK3CA-Mutation signifikant das PFS (durch die FDA bereits zugelassen).

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  • Mammakarzinom-Highlights aus San Antonio 2019

    Weit offene Türen für die Ankunft der Immuntherapie in der Behandlung des Mammakarzinoms.

    Tucatinib und Margetuximab zeigten mit vielversprechenden Resultaten einen weiteren Weg in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms.

    Langzeit-Follow-up-Daten der zielgerichteten Therapien wie T-DM1, Pertuzumab und Trastuzumab ­liegen vor.

    Die Verlängerung der endokrinen Therapie mit Letrozol über 5 Jahre hinaus zeigte einen Vorteil in Bezug auf krankheitsfreies Überleben (DFS) bei HR-positivem Brustkrebs.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Impfungen vor und in der Schwangerschaft

    Im Sinne des „Prepare for Pregnancy“ sollen prinzipiell alle empfohlenen Impfungen bereits vor Beginn einer Schwangerschaft durchgeführt werden, unbedingt jene mit ­Lebendimpfstoffen wie gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Schwangerschaft als ­Kontraindikation).

    Während der Schwangerschaft können Totimpfstoffe wie bei der Vierfachimpfung Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio problemlos angewandt werden – bei Notwendigkeit Auffrischungen sowie notwendige Grundimmunisierungen.

    In der Schwangerschaft besonders empfohlen: Impfungen gegen Influenza und Pertussis (Nestschutz fürs Neugeborene).

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  • Die Rolle des Mikrobioms für die Reproduktion

    Das genitale Mikrobiom wirkt sich auf mehreren Ebenen auf die Reproduktion bei Mann und Frau aus.

    Durch die Testung der Mikrobiombesiedelung im Endometrium kann ein möglicher ­ Infertilitäts- oder Abortgrund ausgeschlossen oder nachgewiesen werden.

    Die Diagnostik des Mikrobioms wird durch neue Methoden immer günstiger und einfacher.

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  • Progestogen-only-Pille mit Drospirenon

    Eine neuartige Östrogen-freie Pille mit 4 mg Drospirenon (DRSP) zeigte mit einem Pearl-Index von 0,72 eine sehr gute Wirksamkeit, Verbesserung des Blutungsmusters, der Verträglichkeit und der Akzeptanz, ohne VTE-Risiken aufzuweisen.

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  • Minimal invasive Therapie der therapieresistenten überaktiven Blase

    Minimal invasive, effektive Behandlung der therapieresistenten überaktiven Blase (ÜAB).

    Wirkdauer zwischen 3–9 Monaten, wiederholte Injektionen (frühestens nach 3 Monaten) ­ möglich.

    Aufklärung präoperativ über Harnretention, Restharn-Bildung und Anleitung zum intermittierenden Selbstkatheterismus (ISK) obligat.

    Patientinnen, welche keinen ISK durchführen wollen/können, sind keine geeigneten Kandidaten für eine Botox®-Therapie.

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  • Promotion Lyzbet® – Neue Östrogen-freie Pille – kardiovaskuläre Sicherheit bei hoher Wirksamkeit

Junge Gyn

  • Wissenswertes zur Facharztprüfung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    Die Facharztprüfung „Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ der ÖÄK besteht aus einem ­elektronischen Multiple-Choice-Test mit 120 Fragen. Zu jeder Frage gibt es 5 Antwortmöglichkeiten, von denen nur eine Antwort richtig ist. Es stehen 3,5 Stunden für die ­Beantwortung der Fragen zur Verfügung.

    Zum Anmeldezeitpunkt muss jeder/jede Kandidat/Kandidatin 44 anrechenbare Ausbildungsmonate ­vorweisen.

    Eine zusammenfassende Liste mit empfohlenen Lernunterlagen, unter Berücksichtigung des „Blue Prints“, findet sich auf der Website der Akademie der Ärzte.

    Ein persönlicher Lern-Tipp: Die Vorbereitungszeit auf die Facharztprüfung lässt sich mittels Teilnahme an der „OEGGG Akademie“ optimal ergänzen.

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