Komplette Revaskularisation beim chronischen Koronarsyndrom: Rolle der Viabilität

Prof. Dr. Günter Klappacher, PhD

Bucciarelli-Ducci C et al., Bristol, UK; Abstract # 233

Die Kontroverse, ob myokardiale Viabilität zur Therapiefindung herangezogen werden soll, wird aktuell bestimmt durch die vor kurzem vorgestellte Subanalyse zum 10-Jahres-Outcome des STICH-Trials.1 Darin profitierten Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie von chirurgischer Revaskularisation, unabhängig von einer Bestimmung der myokardialen Viabilität. Es bleibt abzuwarten, ob laufende randomisierte Studien (insbes. REVIVED-BCIS2), die besser auf diese Fragestellung abgestimmt sind, ein anderes Ergebnis bringen.

Bedeutung für die Praxis: Die derzeitige Evidenz ist (noch) nicht ausreichend, um Revaskularisation bei Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie auf Grundlage der myokardialen Viabilität zu planen.

1 N Engl J Med 2019; 381:739-48