Personalisierte Medizin

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

  • Future Demands – Krebs und Krebsversorgung im Jahr 2020

    Frühjahrstagung der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Innsbruck 2014: Es wäre vielleicht primär eine Aufgabe der Gesundheitspolitik, liegt aber auch im originären Interesse einer Fachgesellschaft, sich mit den Herausforderungen der nächsten Jahre auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Frühjahrstagung der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie wurde auf einem Symposium unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg eine Studie vorgestellt, die den Versorgungsbedarf für Krebskranke auf Bundesländerebene bis ins Jahr 2020 hochrechnet und auf lange Sicht, wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen, personelle Engpässe bei der Krebsversorgung prognostiziert (Abb. 1).

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Focus

  • Malignes Melanom – exemplarisch für den Fortschritt durch zielgerichtete Therapien

    Fortschritt der molekularen Pathologie → Entstehung zielgerichteter Therapie.

    zielgerichtete Therapie → Ende von 30 Jahren DTIC.

    Ergebnisse → signifikant verlängerte Überlebensdauer.

    Limitationen → Resistenzentwicklung, lückenhafte Kenntnis der molekularen Targets und der Transduktionspotenziale.

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  • Das Mammakarzinom: Ein Paradebeispiel für die individualisierte Therapie

    Die endokrine Therapie gilt als Prototyp der zielgerichteten und individualisierten Behandlung.

    Heute liegt bei hormonrezeptorpositiven Tumoren der Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Durchbrechung einer Resistenz gegenüber endokriner Therapie.

    Bei HER2-positiven Tumoren haben neue Antikörper wie Pertuzumab und Trastuzumab-Emtansin das therapeutische Spektrum deutlich erweitert. Darüber hinaus konnte mittels der dualen Blockade die Wirksamkeit der Anti-HER2-Therapie deutlich gesteigert werden.

    Bei triplenegativem Brustkrebs stellt die Chemotherapie auch weiterhin das Rückgrat der Behandlung dar. Hier gilt es, durch Identifikation neuer Zielstrukturen auch diesen Patientinnen eine zielgerichtete Therapie zu ermöglichen.

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  • Kolorektalkarzinom – Paradebeispiel der Therapiestratifizierung

    Personalisierte Medizin: Die „richtige“ Therapie für den „richtigen“ Patienten zur richtigen Zeit.

    • klinische Kriterien: Tumor- und Patientenfaktoren.
    • individuelle Behandlungsziele.
    • Patientenwünsche: Benefit vs. Toxizität.
    • Biomarker: wt- oder mt-RAS.

    Zukunft: Gensignaturen und molekulare Subtypisierung könnten die Wahrscheinlichkeit einer Therapiewirkung unter Vermeidung unnötiger Toxizitäten herbeiführen.

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  • Das Bronchialkarzinom: Individualisierte Marker und Therapieansätze

    Die genomische Charakterisierung von nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen hat zu einem besseren Verständnis potenzieller neuer therapeutischer Ziele und Behandlungsstrategien geführt.

    Mehr als die Hälfte der Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom der Lunge sind Kandidaten für eine molekular zielgerichtete Therapie.

    Wachstumsfaktor-Rezeptoren (z. B. EGFR, FGFR, MET) und Immun-Checkpoint-Rezeptoren (z. B. CTLA-4 und PD-1) zählen zu den interessantesten Therapiezielen beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom.

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  • Personalisierte Medizin in der Hämatologie

    Eine wesentliche Unterscheidung betrifft

    die zielgerichtete Therapie durch spezifische Medikamente,

    die personalisierte Medizin, bei der die Therapie an bestimmte Patientengruppen adaptiert wird,

    sowie die individualisierte Therapie, also die richtige multidisziplinäre Behandlung zur richtigen Zeit für jeden einzelnen Patienten (alle Therapien umfassend).

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  • Oncotyrol setzt Schwerpunkt auf multiples Myelom: translationale Forschung für personalisierte Krebsmedizin

    Das translationale Forschungszentrum für personalisierte Krebsmedizin Oncotyrol in Innsbruck überbrückt die Kluft zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung und bringt neue Therapien schneller als bisher auf den Markt und zum Patienten.

    Firmen- und Klinikpartner entwickeln von Anfang an gemeinsam und sorgen für marktfähige und kliniktaugliche Produkte, die sich nicht nur im Labor, sondern auch am realen Patienten bewähren.

    Oncotyrol entwickelt sich zum Zentrum für die translationale Erforschung des multiplen Myeloms, wobei die komplette Bandbreite von Präklinik (u. a. Drug-Screening an klinikrelevanten Ko-Kultur-Assays) über Klinik bis hin zu HTA und E-Health abgedeckt wird.

    Oncotyrol entwickelt IT-Support für die personalisierte Krebsmedizin, darunter ein Expertensystem zur Unterstützung der Therapieentscheidung mit integrierter Erfassung von „patient-reported outcomes“.

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  • Die Sicht des Pathologen: technische Aspekte molekularer Tumorcharakterisierung

    Personalisierte Medizin bedingt eine erweiterte Tumorcharakterisierung, die klinische Pathologie muss auf diese Anforderungen reagieren:

    • Erweiterung des methodischen Spektrums: Ausbildung, Zeit, Räumlichkeiten, Geräte, finanzielle Ressourcen.
    • Unterstützung der Klinik‚ Kommunikation mit Klinik und Industrie.

    Personalisierte Medizin bedingt einen Paradigmenwechsel nicht nur in der Therapie, sondern auch in der Tumorklassifikation.

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  • Zirkulierende Tumor-DNA als „Liquid Biopsy“

    Ohne die Limitationen invasiver Biopsietechniken könnte die „Liquid Biopsy“, die Abnahme einer Blutprobe zur Untersuchung frei zirkulierender Tumor-DNA, zum stärksten prädiktiven und prognostischen Werkzeug der personalisierten Medizin in der Onkologie werden.

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  • Biobanking auf europäischer Ebene

    Biobanken lagern standardisiert Probenmaterial und Daten.

    Der Fragmentierung der europäischen Biobankenlandschaft soll durch die Förderung großer Konsortien entgegengewirkt werden, welche die Aktivitäten harmonisieren sollen.

    Die größten österreichischen Biobanken sind an den (veterinär-)medizinischen Universitäten angesiedelt und bilden das österreichische Konsortium BBMRI.at.

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