SO 06|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

Focus: Multiples Myelom

  • Focus multiples Myelom: „Kein Stein mehr auf dem anderen …“
    In der Behandlung des multiplen Myeloms ist im letzten Jahrzehnt kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Ein sehr großer Teil dieser Erfolgsgeschichte ist zweifellos den neuen Therapiemöglichkeiten geschuldet, die mittlerweile die klinische Routine erobert haben. Die weitaus umfassendsten Veränderungen ...Weiterlesen ...
  • IMWG-Diagnosekriterien des Myeloms 2014 – behandeln wir zu früh?

    Myelom definiert durch: a) CRAB; b) ohne CRAB, aber mit „Biomarker of Malignancy“.

    Biomarker of Malignancy: 55 % bis 95 % Risiko für Transformation in symptomatische Erkrankung innerhalb von 2 Jahren.

    QUIREDEX-Studie zeigt besseres Überleben bei frühem Therapiebeginn – es gibt allerdings Kritikpunkte.

    Pragmatisches Vorgehen für die klinische Praxis empfohlen – die Dynamik der Erkrankung enthüllt sich oft in Verlaufskontrollen.

    Weiterlesen ...
  • MRD-Messung beim multiplen Myelom – auf dem Weg zum globalen Standard?

    Der Minimale-Resterkrankung-(MRD-)Status ist einer der stärksten Prognosefaktoren beim multiplen Myelom.

    Ein hoher methodischer Aufwand verhindert aktuell noch die breite klinische Anwendung der MRD-Messung.

    International wird an der Weiterentwicklung von Methoden zur MRD-Statusbestimmung gearbeitet.

    Weiterlesen ...
  • Therapieparadigma beim multiplen Myelom: Induktion, Konsolidierung, Erhaltung

    Bortezomib-basierte Triplet-Therapie mit immunmodulatorischen Substanzen (IMiD) und Dexamethason ist derzeitiger Standard für die Induktionstherapie bei Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind.

    Autologe Stammzelltransplantation im Rahmen der ersten Induktionstherapie bleibt weiterhin Standard.

    Kontinuierliche Induktion mit Lenalidomid + Dexamethason bei Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, ist dabei, sich als neuer Standard zu etablieren.

    Nach autologer Stammzelltransplantation ist eine Erhaltungstherapie mit niedrig dosiertem Lenalidomid als Monotherapie neuer Standard.

    Weiterlesen ...
  • Rolle der allogenen Stammzelltransplantation in der Ära der neuen Substanzen

    Die allogene Stammzelltransplantation als Immuntherapie hat das Potenzial für Langzeitremissionen beim multiplen Myelom.

    Jüngere Patienten mit Hochrisikogenetik und/oder ungünstigem primären Ansprechen benötigen ein Gesamtkonzept, in dem die allogene Stammzelltransplantation, sofern vorgesehen, nicht erst in weit fortgeschrittener Therapielinie erfolgen soll.

    Weiterlesen ...
  • How we treat: Patienten mit relapsiertem/refraktärem multiplen Myelom

    Durch das breite Spektrum an Rezidivtherapien beim multiplen Myelom wird die Auswahl der Folgetherapien zu einer höchst komplexen und individuellen Angelegenheit.

    Patientenpräferenz, Lebensqualität und Nebenwirkungsmanagement sollten in der Behandlungsentscheidung Berücksichtigung finden.

    Weiterlesen ...
  • Das österreichische Myelomregister

    Das Myelomregister ist eine Initiative zur Beantwortung wichtiger Fragen hinsichtlich Inzidenz, Symptomatik, Krankheits- und Therapieverlauf sowie Behandlungsqualität des multiplen Myeloms.

    Wissenschaftler, Ärzte, Patienten sowie die Gesundheitspolitik profitieren von den gesammelten Daten von mittlerweile 1.300 Myelompatienten.

    Die Software-Erweiterungen erleichtern das Erfassen von Patient-reported Outcomes und Bewertungen der Lebensqualität, um den Nutzen von Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu evaluieren.

    Weiterlesen ...

Kongress

  • ESMO 2017 | Neue Meilensteine in der Therapie des NSCLC

    Immuntherapie nach kombinierter Radiochemotherapie bei NSCLC-Stadium-III-Patienten bald Standard.

    Osimertinib eine neue Option in der Behandlung des EGFRm+-NSCLC? Es bleibt die Frage der Sequenz: Who’s first?

    Tumor Mutational Burden in Blood (bTMB): ein neuer Biomarker am Horizont?

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | PACIFIC und FLAURA – Late-breaking Abstracts in der ESMO-Presidential-Sitzung

    PACIFIC-Studie: Paradigmenwechsel beim inoperablen NSCLC, Stadium III, mit dem Immuncheckpointinhibitor Durvalumab. „Erstes positives Signal nach Dekaden vergeblicher Therapieoptimierung.“ (Professor Johan Vansteenkiste)

    FLAURA-Studie: Osimertinib als neue Erstlinientherapieoption bei EGFR-mutierten Tumoren. „Bereits in der Interimsanalyse überzeugende Evidenz für Patienten mit ZNS-Metastasen.“ (Professor Tony Mok)

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | Anhaltende Effektivität der Immuntherapie beim fortgeschrittenen NSCLC bestätigt

    Die immunonkologische Therapie mit dem PD-1-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab zeigt für einen Teil der Patienten eine lang anhaltende Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit.

    Nach platinhaltiger Chemotherapie-Doublette wurde mit der Nivolumab-Monotherapie nach drei Jahren eine OS-Rate von 16–18 % und eine PFS-Rate von 10–12 % erreicht sowie ein andauerndes Ansprechen bei 23–26 % der ansprechenden Patienten beobachtet.

    Die PD-L1-Expression kann nicht als konsistenter prädiktiver Marker verstanden werden, da konträre Ergebnisse bezüglich der Assoziation mit dem Gesamt-überleben beobachtet werden.

    Weiterlesen ...
  • Neuer CDK4/6-Inhibitor in der MONARCH-3-Studie

    Die CDK4/6-Inhibition mit Abemaciclib plus Aromatasehemmer verlängerte das progressionsfreie Überleben von Mammakarzinom-Patientinnen signifikant gegenüber alleiniger endokriner Therapie.

    Patientinnen mit HR+-HER2– fortgeschrittenem Brustkrebs und Risikofaktoren profitierten deutlich.

    Weiterlesen ...
  • Good News für Melanompatienten

    Die adjuvante Therapie des malignen Melanoms ändert sich: In Zukunft wird die zielgerichtete Therapie mit Dabrafenib und Cobimetinib sowie die Immuntherapie mit dem Checkpoint-inhibitor Nivolumab im adjuvanten Setting verfügbar sein.

    Im metastasierten Stadium sind neue Optionen mit dem IDO-1-Inhibitor Epacadostat und dem LAG-3-Antikörper Relatlimab vielversprechend.

    Darüber hinaus wird eine neue Generation an BRAF+MEK-Inhibitoren, Encorafenib und Binimetinib, in klinischen Studien untersucht.

    Weiterlesen ...
  • Kopf-Hals-Tumoren

    Kein klinischer Paradigmenwechsel bei Kopf-Hals-Tumoren.u Nutzen von Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei „treatment beyond Progression“.

    Erste Studienerfolge für Immuntherapie-Kombinationen, die möglicherweise das Potenzial haben, den Therapiestandard zu verändern.

    Weiterlesen ...
  • ESMO-Highlights 2017 beigastrointestinalen Tumoren

    Die Immuntherapie ist wirksam beim Magenkarzinom.

    Was geklärt werden muss, ist der Stellenwert des PD-L1-Status, die Sequenz und die Kombination mit der Chemotherapie.

    Trastuzumab bleibt der einzige HER-2-gerichtete Antikörper beim metastasierten Magenkarzinom.

    FLOT ist neuer Standard in der perioperativen Behandlung des Magenkarzinoms.

    Vielversprechende neue Kombinationen beim BRAF-V600E-mutierten mCRC.

    Weiterlesen ...
  • Sarkome – längeres Überleben in Referenzzentren

    Sarkome sind eine sehr spezielle „orphan disease“ und in sich derart heterogen, dass Referenzzentren vielfach unumgänglich sind, was in Österreich mit guten Kooperationen ausgezeichnet klappt.

    Weiterlesen ...
  • ESMO-Highlights beim Mammakarzinom

    MONARCH-3-Studie mit Abemaciclib, dem 3. CDK4/6-Inhibitor – hoch positive Ergebnisse in der Interimsanalyse; andere Substanzstruktur mit anderem Nebenwirkungsprofil.

    LORELEI-Studie mit Taselisib: LORELEI (ABCSG 38) ist eine Kooperation von SOLTI, BIG und ABCSG und die erste randomisierte Studie mit einer Verbesserung des Therapieergebnisses durch einen PI3K-Inhibitor bei Brustkrebs.

    Nivolumab, Pembrolizumab bei TNBC: Mit innovativen, immuntherapie-sensibilisierenden Konzepten nimmt die Checkpointinhibition beim triplenegativen Mammakarzinom Fahrt auf. Tumorinfiltrierende Lymphozyten eignen sich als Stratifikationsfaktor.

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | Gynäkologische Tumoren: Evaluierung von Therapiestrategien und neuen Subtanzen

    Primäre definitive Radiochemotherapie bleibt beim lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinom im Stadium IB2–IIB der Therapiestandard.

    Der PARP-Inhibitor Rucaparib bewirkt als Konsolidierungstherapie nach Remission einer platinhaltigen Rezidivtherapie beim Ovarialkarzinomrezidiv eine Verbesserung des progressionsfreien Überlebens.

    Die Anzahl vorangegangener Chemotherapielinien bei Olaparib-Therapie reduziert dessen (signifikanten) Einfluss auf das progressionsfreie Überleben nicht.

    Dosisintensiviertes Paclitaxel und wöchentliches Carboplatin führen beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom nicht zu einer Verbesserung des Überlebens.

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | PARP-Inhibition beim Ovarialkarzinom

    Für Olaparib, der First-in-Class-Substanz unter den PARP-Inhibitoren, liegen umfassende Langzeitdaten vor, die den Benefit der oralen Erhaltungstherapie bestätigen.

    11 % der Patientinnen aus Study 19 stehen seit > 6 Jahren unter der oralen Olaparib-Erhaltungstherapie und haben sich somit als Langzeitresponder herauskristallisiert.

    Olaparib weist ein managebares Nebenwirkungsprofil auf.

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | Fokus Urogenitaltumoren

    Nierenzellkarzinom – CheckMate 214: Änderung des Standard of Care für die Erstlinientherapie der Intermediate- und Poor-Risk-Gruppe des metastasierten Nierenzellkarzinoms. Neuer Standard: Kombination Nivolumab plus Ipilimumab

    Prostatakarzinom – Abirateron oder Docetaxel im hormonnaiven metastasierten High-Risk-Setting? – erste Head-to-Head-Vergleichsdaten – laut Experten beides gangbare Wege.

    Blasenkarzinom – Keynote-045: Second-Line nach platinhaltiger Chemotherapie: Pembrolizumab versus Chemotherapie der Wahl – signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben für Pembrolizumab.

    Studien zu Kombinationen von Immuntherapeutika und Tyrosinkinase/Angiogeneseinhibitoren liefern vielversprechende Ergebnisse – auch bei seltenen Tumoren.

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | AR-gerichtete Therapie beim hormonsensitiven Prostatakarzinom wirksamer als Chemotherapie

    Die Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms wird bezüglich der zeitlichen Einordnung der verfügbaren Wirksubstanzen in den Therapiealgorithmus zunehmend komplexer.

    Der Einsatz der Chemotherapie und der Androgenrezeptor-(AR-)gerichteten Therapie verschiebt sich mit den neueren Erkenntnissen zunehmend in den hormonsensitiven Bereich.

    Im indirekten Vergleich über Netzwerk-Analysen wurde für die AR-gerichtete Therapie ein größerer Therapievorteil gegenüber der Chemotherapie im hormonsensitiven Setting beschrieben.

    Weiterlesen ...
  • ESMO 2017 | Fortgeschrittenes Blasenkarzinom: Immuntherapeutika als neues Maß aller Dinge

    Checkpoint-Inhibitoren sind in der Erst- und Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen Blasenkarzinoms zum Therapiestandard avanciert und ermöglichen im Vergleich zur Chemotherapie eine Überlebensverlängerung.

    Studien-Updates belegen die anhaltende Effektivität des PD-1-Hemmers Pembrolizumab bei therapienaiven sowie vorbehandelten Patienten.

    Alle getesteten Checkpoint-Inhibitoren zeichnen sich durch ein rasches Eintreten des Ansprechens und lange Remissionsdauer aus.

    Weiterlesen ...

Panorama

  • Welttag der chronischen myeloischen Leukämie, Pressekonferenz der DGHO mit A. Hochhaus

    Auf internationaler Ebene findet seit 2011 jährlich am 22. September der Welt-CML-Tag statt.

    Die DGHO, die Deutsche CML-Allianz, Leukaemie-Online.de / LeukaNET, die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe und der „Elternverein für Kinder mit CML“ nehmen den Tag zum Anlass, den aktuellen Stand der CML-Therapie darzustellen und auf die anstehenden Herausforderungen aufmerksam zu machen.

    Weiterlesen ...
  • „Stark mit Brustkrebs“-Initiative

    Metastasierter Brustkrebs ist noch immer nicht heilbar, das Sprechen über die Erkrankung wird viel zu oft vermieden.

    Umfassende Informationen sollen alle Beteiligten unterstützen, den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern.

    Weiterlesen ...

Artikel

  • ESMO 2017 | Highlights aus den „ESMO Young Oncologist Track Sessions“

    Der „Young Oncologist“-Track behandelt konkrete Fragestellungen zum Thema Studiendesign, kritische, klinische Fragestellungen und Karriereentwicklung.

    Der „Vesalius Talk“ und die Mentoring-Gruppen ermöglichen die interaktive Konversation mit Experten zum Thema Karriereplanung.

    Die „Brunch-Sessions“ und Fallbesprechungen behandeln wichtige klinische Thematiken.

    Seit diesem Jahr gibt es auch Beiträge für Medizin-Studierende bzw. Assistenzärzteam Beginn der Ausbildung zum Thema „Poster-Präsentationen“.

    Weiterlesen ...