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Die Studie zur kombinierten Chemoimmuntherapie mit Pembrolizumab beim NSCLC-Plattenepithelkarzinom war in allen Endpunkten positiv.

Die Studie KEYNOTE-407 ist für mich das eigentliche Highlight am diesjährigen ASCO, weil sie unmittelbar in die klinische Praxis übersetzt. Genauso wie die bereits am AACR-Kongress präsentierte Studie KEYNOTE-189 mit beim Nichtplattenepithelkarzinom ist auch diese Studie beim Plattenepithelkarzinom in allen Endpunkten positiv. Inkludiert waren NSCLC-Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Stadium IV, die mit Pembrolizumab plus Chemotherapie behandelt wurden, nämlich mit Carboplatin-Paclitaxel oder Carboplatin-nab-Paclitaxel. Die Pembrolizumab-Gabe (200 mg alle drei Wochen) erstreckte sich auf bis zu 31 Zyklen. Der Vergleichsarm war die alleinige Chemotherapie (plus Placebo). Die Chemotherapie-Kombination mit nab-Paclitaxel haben wir in Österreich bislang nur selten eingesetzt, was sich mit den Daten dieser Studie ändern könnte. Für nab-Paclitaxel spricht auch eine bessere Verträglichkeit. Die Studie ist in allen Endpunkten positiv, das betrifft das progressionsfreie und Gesamtüberleben, die Ansprechraten und Ansprechdauer, und zwar unabhängig vom PD-L1-Status (Tumor-Proportion-Score <1%, 1-49%, ≥ 50%). Das Gesamtüberleben war mit Chemoimmuntherapie länger als mit Chemotherapie: 15,9 vs. 11,3 Monate (p=0,0008). Das Mortalitätsrisiko wurde um 36% (HR 0,64) verringert und das Progressionsrisiko um 44% (HR 0,56).

Die Studie zeigt ganz klar, ein fitter Patienten, Stadium IV, Plattenepithelkarzinom, sollte eine Immunchemotherapie mit Pembrolizumab bekommen.

Quelle: Paz-Ares LG et al., ASCO 2018: Abstract 105

2018-06-12

OA Dr. Maximilian Hochmair

Leiter der Onkologischen Ambulanz und Tagesklinik, Pavillon Leopold I, Respiratory Oncology Unit, Otto-Wagner-Spital, Wien

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