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Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC), die nach Plasmaanalyse eine höhere Anzahl an Tumormutationen aufweisen, zeigen generell ein besseres Ansprechen auf PD-1-Immuntherapien im Vergleich mit Patienten, die eine geringere Anzahl an Mutationen besitzen. Der Behandlungsvorteil zeigt sich durch einen klinischen Vorteil nach sechs Monaten sowie einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS).

Nicht invasive Biomarker-Testung: Traditionell wurden Gewebeproben für die Vorhersage des klinischen Ansprechens auf PD-L1-Immuntherpien herangezogen. Aufgrund der Annahme, dass es sich hierbei um eine mangelhafte Biomarker-Bestimmung handelt, die zusätzlich die Verfügbarkeit von Gewebeproben erfordert, wurde der Fokus in der vorliegenden Studie auf Biomarker in Blutproben gerichtet.

Methode: Ein Plasma-basierter Next Generation Sequencing (NGS)-Panel wurde zur Bestimmung der Tumor Mutational Burden (plasma-based, pTMB) herangezogen. Dazu wurde der Mutationsstatus von 52 nicht-vorbehandelten NSCLC-Patienten nach einer Behandlung mit Pembrolizumab (alleine oder in Kombination mit Chemotherapie) ausgewertet. Die Response-Evaluierung erfolgte nach RECIST 1.1, zusätzlich wurden Assoziationen hinsichtlich Patientencharakteristika, dauerhaftes Ansprechen nach 6 Monaten, PFS und Gesamtüberleben bestimmt.

Ergebnisse: Im Median betrug der pTMB 16,8 Mutationen per Megabase (mut/Mb; Range: 1,9—52,5), der Wert war signifikant höher bei Patienten, die einen dauerhaften klinischen Benefit erzielten, im Vergleich mit jenen ohne dauerhaften Benefit (21,3 mut/Mb vs. 12,4 mut/Mb; p = 0,003). Für Patienten mit pTMB ≥ 16 mut/Mb betrug das mediane PFS 14,1 Monate vs. 4,7 Monate für Patienten mit pTMB < 16 mut/Mb (HR = 0,3; p < 0,061).

Mutationen in ERBB2 Exon 20, STK11, KEAP1 oder PTEN kamen häufiger in Patienten ohne anhaltendem klinischen Vorteil vor. Darüber hinaus korrelierte die Kombination pTMB ≥ 16 und Abwesenheit einer negativen Prädiktor-Mutation mit dem PFS (HR = 0,24; p < 0,001) und dem Gesamtüberleben (HR = 0,31; p = 0,009).

Quelle:

Aggarwal C et al., Clinical Cancer Research 2020; DOI: 10.1158/1078-0432.CCR-19-3663

2020-03-23

 

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