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Die am ASCO 2018 präsentierten 5-Jahres-Daten der Phase-Ib-Studie KEYNOTE-001 belegen einen anhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab bei Patienten mit malignem Melanom. In den vorliegenden Daten zeigte sich, dass behandlungsnaive Patienten besonders von der Behandlung mit Pembrolizumab profitieren. Bei den hier präsentierten Daten von Hamid et al. handelt es sich um das längste Follow-up, das jemals für Pembrolizumab bei einer Tumorentität erhoben wurde.

In die Studie wurden 504 vorbehandelte sowie 151 nichtvorbehandelte erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Melanom eingeschlossen. Die Studienteilnehmer erhielten Pembrolizumab 2 mg/kg Q3W, 10 mg/kg Q3W oder 10 mg/kg Q2W; behandelt wurde bis zur Krankheitsprogression oder Unverträglichkeit. Die Gesamtansprechrate (ORR) und das progressionsfreie Überleben (PFS) basierten auf immunologischen Ansprechkriterien beurteilt durch den Prüfarzt.

Langzeitdaten

Nach einem medianen Follow-up von 55 Monaten befanden sich 35 Patienten noch unter Behandlung mit Pembrolizumab, 63 % der Patienten (n = 412) waren verstorben (Daten-Cut-off: 1. September 2017). Mit einer geschätzten 5-Jahres-Überlebensrate von 34 % bezogen auf alle Patienten und von 41 % bei behandlungsnaiven Patienten waren die Daten ähnlich den 4-Jahres-Ergebnissen (38 % bzw. 48 %). Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 23,8 Monate, bei den behandlungsnaiven Patienten 38,6 Monate. Die 5-Jahres-PFS-Rate betrug 21 % (medianes PFS 8,3 Monate), bei den nichtvorbehandelten Patienten 29 % (medianes PFS 16,9 Monate). Die mittlere Ansprechdauer war zum Zeitpunkt des Daten-Cut-offs noch nicht erreicht, der längste beobachtete Response lag bei 66 Monaten. Behandlungsassoziierte Nebenwirkungen traten bei 86 % der Patienten auf; 17 % zeigten Grad 3/4 Nebenwirkungen, 7,8 % brachen die Behandlung nebenwirkungsbedingt ab.

Biomarker-Expressionsanalyse

Eine Genexpressionsanalyse (GEP) – bestehend aus 18 relevanten Genen für die Antigenpräsentation, die Chemokinexpression, die zytolytische Aktivität und die adaptive Immunresistenz – bei 258 untersuchten Patienten lieferte u.a. folgendes Ergebnis:

  • Der 18-Gen-GEP-Score war mit dem Ansprechen auf Pembrolizumab assoziiert – und zwar unabhängig davon, ob die Patienten vorbehandelt waren oder nicht.

Fazit

Die Studienautoren schlussfolgern, dass sich aufgrund der aktuell präsentierten Ergebnisse zum 5-Jahres-Überleben die dauerhafte Antitumoraktivität sowie die Verträglichkeit von Pembrolizumab beim fortgeschrittenen Melanom bestätigen.

Quellen:

Hamid O et al., J Clin Oncol 36, 2018 (suppl; Abstr 9516)

Hamid O et al., ASCO 2018, Poster presentation

Videovortrag

Foto: Shutterstock

2018-06-04

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