UIM 07|2012

UIM 07|2012 Themenheft Gendermedizin

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Gendermedizin

  • Bericht zur 5. ÖGGSM-Jahrestagung – „Sex matters“ in medizinischen Teildisziplinen

    Besonders berücksichtigt wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Harnblasenkarzinom und beim akuten Koronarsyndrom.

    Urologie “ Harnblasenkarzinom: Männer haben ein 3- bis 4-mal höheres Erkrankungsrisiko, Frauen generell ein schlechteres Gesamtüberleben.

    Kardiologie “ akutes Koronarsyndrom: STEMI (ST-Strecken-Elevations-Myokardinfarkt) und NSTEMI (Nicht-ST-Strecken-Elevations-Myokardinfarkt): Geschlechtsspezifika zwischen STEMI und NSTEMI sind nicht abschließend geklärt.

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  • Editorial: „Wos, Travnicek, halten Sie von …?“
    So begannen vor Jahrzehnten sehr populäre satirische Gespräche zwischen Helmut Qualtinger (Herr Travnicek) und Gerhard Bronner (ein Freund). Oft wurde von Qualtinger die Frage gestellt: „Wozu brauch’ i des?“ (z. B. „um Mitternacht a Sun“). Ähnlich könnte auch die Frage ...Weiterlesen ...
  • Best Abstract der ÖGGSM-Tagung 2012 – Einfluss von Geschlecht und Ätiologie auf Endostatin-Serumwerte bei CHF-Patienten
    M. Sponder1, R. Pacher1, M. Hülsmann1, M. Gwechenberger1, J. Knoth1, S. Kampf1, M. Fritzer-Szekeres2, B. Litschauer3, J. Strametz-Juranek1
    1 Klinische Abteilung für Kardiologie, Universitätsklinik für Innere Medin II, Medizinische Universität Wien
    2 Klinische Abteilung für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Medizinische ...Weiterlesen ...
  • Sex und Gender als zentrale Faktoren in der Medizin

    Geschlechts­spezifische Unterschiede reichen von der Diagnostik über die Wirkung von Medikamenten bis zur Therapie.

    Eine geschlechtersensible ärztliche Denkweise steht gleich­bedeutend für die ganzheitliche Wahrnehmung des Patienten und dessen individueller Bedürfnisse.

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  • Geschlechtsspezifika bei Dosierung beachten

    Weibliches Geschlecht ist ein Risikofaktor für unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

    Es unterscheiden sich die pharmakokinetischen und -dynamischen Einflussfaktoren.

    Geschlechtsspezifische Unterschiede im Wirkprofil von Arzneimitteln erfordern eine spezifische Berücksichtigung bei der medikamentösen Therapie.

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  • Grundlagenforschung muss geschlechtsspezifischer werden

    Die Sensibilität für geschlechtsspezifische Fragestellungen ist auch in der medizinischen Grundlagenforschung, von Zellkulturen bis hin zu Tierversuchen, stark gestiegen.

    Dazu notwendig: Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Methoden und durchgängige geschlechterdifferenzierte Betrachtung der Forschungsfragen und Zielformulierungen.

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  • Diabetes mellitus unter dem Genderblick

    Unterschiede zeigen sich bei den Risikofaktoren, in der Anamnese, der Diagnose, der Therapie und bei den Komorbiditäten.

    Ein geschlechter­spezifisches Diabetes­management ist noch zu optimieren.

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  • Update Hormonsubstitution – Positive Nutzen-Risiko-Bilanz bei fachgerechter Anwendung

    Eine fachgerechte Hormonsubstitution (HRT) hat eine eindeutig positive Nutzen-Risiko-Bilanz.

    Wirksamkeit und Sicherheit hängen

    • vom individuellen Profil der Indikationen und Risikofaktoren
    • von Typ, Dosis und Administrationsweg der Wirkstoffe
    • vom Therapiebeginn ab.

    Die transdermale Östradiol- plus orale Progesteron-Substitution ist die in den meisten Situationen am besten geeignete HRT.

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  • Osteoporose und Gender

    Männer sind in einem immer höheren Prozentsatz, besonders von sekundären Osteoporosen, betroffen.

    Von der Awareness und von der Studien­begleitung her zwar historisch benachteiligt, steht ihnen heute die gleiche Palette an Osteoprotektiva wie Frauen zur Verfügung.

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  • HIV, Gendermedizin und Combination Prevention

    Die Effektivität der HIV-Therapie weist bei Frauen und Männern keine statistisch oder klinisch signifikanten Unterschiede auf, es unterscheiden sich jedoch die Neben­wirkungsprofile.

    HIV-Infektion und Schwangerschaft schließen einander nicht mehr aus.

    Der Einsatz von antiretroviralen Medikamenten in der Prävention gewinnt an Bedeutung.

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  • Genderaspekte bei der Harninkontinenz

    Durch die multifaktorielle Genese ergeben sich Gender-Aspekte

    Bei Frauen ist die Gesamtprävalenz höher; die Belastungs­komponente dominiert.

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  • Sexuelle Funktionsstörungen: keine Frage des Geschlechts

    Sexuelle Funktionsstörungen treten bei beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter gehäuft auf.

    erektile Dysfunktion:

    • Diagnose, wenn Dauer > 6 Monate
    • Lebensstil ist eine signifikante Einflussgröße (z. B. Bewegungsarmut, Stress, Übergewicht, Nikotin- und Alkoholabusus)
    • PDE-5-Hemmer sind Therapie der Wahl (nach kardiologischer Abklärung)

    Female Sexual Dysfunction (FSD):

    • häufigste Beanstandung sind Libidoverlust und Orgasmusstörungen
    • vorsichtige und eventuell psychologisch gestützte Anamnese ist von besonderer Wichtigkeit
    • die Therapie ist in den meisten Fällen multifaktoriell (z. B. Wechsel eines beeinflussenden Medikaments, Stärkung der Beckenboden-­ muskulatur, Hormonersatz)
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  • Über die Arbeits(un)zufriedenheit von Ärztinnen – Quo vadis, doctora?

    Studien dokumentieren die häufige Mehrfachbelastung von Ärztinnen durch Beruf, Partnerschaft und Familie und die abnehmende Zufriedenheit mit der Arbeitssituation.

    Maßnahmen zur Verbesserung: flexiblere Dienstzeitmodelle und adäquate Kinderbetreuungs­möglichkeiten

    Appell an Politik und Krankenanstalten/Dienstgeber, der gesundheitspolitischen Verantwortung nachzukommen

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