UIM 06|2020

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 06|2020 Themenheft Onkologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 6/20
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Nun leben wir schon bald ein halbes Jahr mit COVID-19. Vieles ist anders geworden. Das Berufs- und Privatleben bewegt sich jetzt aber langsam in Richtung Normalität. Kleine Cluster von Coronavirus-Infektionen in Salzburg, ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Facettenreiche Schmerztherapie
    Der Österreichische Schmerzkongress hätte im Mai stattfinden sollen. Aufgrund der Coronakrise wurde er verschoben und soll im Mai 2021 im Congress Center Villach stattfinden. Das hoffen wir vor allem deshalb, weil das Programm sehr interessante Aspekte beinhaltet und wir für ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Seite des niedergelassenen Internisten

Angiologie

  • Moderne Varizentherapie im Kurzüberblick

    Krampfadern sind nicht nur unschön, sondern können aufgrund des gestörten Blutflusses zu Beschwerden wie Schwellneigung, schweren Beinen bis hin zu einem offenen Bein führen.

    Endovenöse Verfahren haben ein geringeres Risiko für Komplikationen und einige wesentliche Vorteile im Vergleich zur offen chirurgischen Behandlung, wie z. B. bessere Lebensqualität nach dem Eingriff und kürzere Arbeitsunfähigkeit.

    Durch die geringe Invasivität profitieren sowohl multimorbide Patienten, die für eine offene Operation nicht mehr tauglich wären, als auch junge Berufstätige (keine berufliche Ausfallszeit).

    Endovenöse und offen chirurgische Techniken sind laut den aktuellen deutschen Leitlinien zur Behandlung von Krampfadern gleich effektiv.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Virtuelle Updates für die klinische Praxis

    Der 25th EHA Annual Congress fand von 11.–21. Juni 2020 im virtuellen Raum statt.

    Auch heuer wurden wissenschaftliche und klinische Updates aus den Fachgebieten benigne und maligne hämatologische Erkrankungen, Hämostaseologie und Thrombose­forschung, Transfusionsmedizin und Labordiagnostik präsentiert.

    Highlights des Kongresses umfassten u. a. einen Paradigmenwechsel in der Therapie älterer Patienten mit AML, den Einsatz einer antiangiogenen Strategie bei hereditärer hämorrhagischer Teleangiektasie und einen neuen, kausalen Behandlungsansatz bei systemischer Leichtketten-Amyloidose.

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Rheumatologie

  • EULAR 2020/E-Congress – wichtige Studien im Überblick

    Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie fand der 21. Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) heuer als virtueller Kongress statt.

    Ausgewählte Kongress-Highlights, von österreichischen Rheumatologen zusammengefasst und eingeordnet, bietet der rheuma congress x-press.

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Onkologie

  • Präzisionsmedizin in der Onkologie

    Gensequenzierung und Immunhistochemie ermöglichen die Charakterisierung des molekularen Profils eines krebskranken Menschen.

    Auf Basis des individuellen molekularen Profils kann eine personalisierte, molekulargesteuerte Therapiestrategie entworfen werden, um diese PatientInnen anzubieten, für die es keine Standardtherapien mehr gibt.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Von Pumpen und Sensoren: Die Zukunft hat begonnen

    Eine Insulinpumpentherapie ist aufwändig und fordert viel Wissen über und ständige Auseinandersetzung mit dem Diabetes, ermöglicht aber eine nahezu normoglykämische Einstellung.

    Wir haben heute bereits faszinierende Möglichkeiten im Bereich der Insulinpumpen und der Glukosesensoren – unsere Zukunftsvisionen sind teilweise schon Realität.

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  • Hyperglykämie, Diabetes und kardiovaskuläres Risiko

    Eine schlechte glykämische Kontrolle ist sowohl bei Menschen mit Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko assoziiert.

    Der HbA1c-Wert ist weiterhin ein wesentlicher Zielparameter in der modernen Diabetes­therapie.

    GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT-2-Inhibitoren werden bei T2D als initiale Kombinationspartner von Metformin für kardiovaskuläre Hochrisikopatienten empfohlen.

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Ernährungsmedizin

  • Ethische Aspekte zur Ernährungstherapie am Lebensende

    Ernährungsprobleme am Lebensende multimorbider, körperlich und oft auch kognitiv funktionell beeinträchtigter geriatrischer Patienten sind multifaktoriell bedingt.

    Dieser Umstand erfordert eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Betrachtung.

    Grundvoraussetzung für eine ernährungstherapeutische Intervention ist immer eine medizinische Indikation.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Von der Qual des Schluckens bis hin zum Mikrobiom

    Dysphagie: Goldstandard zur Diagnostik ist die Gastroskopie, inklusive Stufenbiopsien des Ösophagus, in Ergänzung durch HR-Manometrie, pH-Metrie, Schnittbildgebung oder Videokinematografie.

    Polypektomie: heiße Schlinge vs. kalte Schlinge vs. „Piecemeal“-Resektion. Eine Risikominimierung von Perforationen oder Blutungen wird häufig durch das postinterventionelle Setzen von Clips versucht.

    Mikrobiomdiagnostik: Es gibt bis dato keine validierten medizinischen Biomarker für Gesundheit bzw. Krankheit, die auf der Mikrobiomzusammensetzung basieren.

    Hepatozelluläres Karzinom: Im Stadium BCLC wird die Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab neuer Referenzstandard werden.

    Cholangiozelluläres Karzinom: Als beste Option für die Diagnose und das Staging gilt das FDG-PET, wird jedoch aufgrund der Verfügbarkeit und der Kosteneffektivität nicht routinemäßig empfohlen.

    Leberzirrhose: Daten legen nahe, dass eine Sarkopenie das Überleben von Patienten mit Zirrhose signifikant reduziert.

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Geriatrie

  • Angststörungen im Alter

    Das Symptom Angst kann als Fehlregulation einer „physiologischen Emotion“ im Rahmen des biopsychosozialen Modells verstanden werden.

    Angststörungen im Alter werden oft nicht erkannt und ausreichend behandelt.

    Die medikamentöse und psychotherapeutische Kombinationstherapie ist am effektivsten.

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Nephrologie

  • ERA-EDTA-Kongress 2020 virtuell

    Hohe Mortalität unter Patienten mit Nierenersatztherapie (Dialyse oder Transplantation), die an COVID-19 erkranken.

    Avacopan, ein Blocker des C5a-Rezeptors an neutrophilen Granulozyten, dürfte Steroide in absehbarer Zeit in der Therapie ANCA-assoziierter Vaskulitiden weitgehend ersetzen.

    Rituximab ist das Mittel der Wahl zur Erhaltung der Remission bei relapsierender ANCA-assoziierter Vaskulitis.

    Der Anti-BAFF-Antikörper Belimumab zusätzlich zu Standardtherapie erhöht die komplette Remissionsrate bei schwerer Lupusnephritis.

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Infektiologie

  • Humanes Herpesvirus 6

    Die humanen Herpesviren (HHV) 6A und 6B wurden 2012 vom ICTV (International Committee on Taxonomy of Viruses) offiziell als zwei unterschiedliche Viren klassifiziert, deren Fähigkeit zur Integration der viralen DNA in das Wirtsgenom einzigartig zu sein scheint.

    HHV-6B führt im Rahmen der Erstinfektion im Kleinkindesalter zum Krankheitsbild des Exanthema subitum und kann später durch Reaktivierung vor allem bei immundefizienten Patienten nach Organ- oder hämatopoetischer Stammzelltransplantation u. a. zu schweren enzephalitischen Krankheitsbildern führen.

    Eine klare Therapieempfehlung liegt für die HHV-6-assoziierte Enzephalitis vor: Therapeutika der Wahl sind intravenöses Ganciclovir und/oder Foscarnet.

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Kardiologie

  • Hitzeperioden und kardiovaskuläre Erkrankungen

    Die Klimakrise ist ein schleichender Prozess, der aber immer schneller voranschreitet.

    Hitzeperioden nehmen an Intensität und Häufigkeit zu, sie sind ein bedeutendes Gesundheitsrisiko.

    Hitzebedingte Gesundheitsfolgen betreffen die gesamte Bevölkerung, nicht ausschließlich Risikogruppen wie ältere Menschen, Kinder oder Kranke.

    Anpassungen des Gesundheitssystems an diese Herausforderungen sind notwendig, ersetzen aber nicht die Umsetzung längst fälliger Klimaschutzmaßnahmen.

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  • Hypertonie-Einstellung in Österreich

    Im Rahmen der Aktion „Messmonat Mai“ im Jahr 2017 durchgeführte Blutdruck-Screening-Messungen zeigen: 43,2 % der unbehandelten Personen und 63,5 % der behandelten Personen weisen hypertensive Blutdruckwerte auf.

    Blutdruck-Awareness und -Kontrolle in Österreich sind nicht zufriedenstellend, es besteht dringender Handlungsbedarf.

    Die Hypertonieerkennung im Sinne von Blutdruck-Screening bei Gesunden ist der erste Schritt in Richtung Therapie.

    Es bedarf regelmäßiger Therapiekontrollen bei behandelten Patienten.

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Schmerzmedizin

  • Klinische Differenzialdiagnostik des Gelenkschmerzes

    Das differenzialdiagnostische Spektrum muskuloskelettaler Beschwerden ist breit. Wesentlich sind eine umfassende Anamnese und eine klinische Untersuchung.

    Für die Diagnosestellung einer Arthritis ist der Nachweis einer Synovitis obligat.

    Bei unklaren Monarthritiden sollte eine Gelenkpunktion angestrebt werden, um eine septische Arthritis ausschließen zu können.

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  • Möglichkeiten der bildgebenden Diagnostik in der Schmerzmedizin

    Das „konventionelle Röntgenbild“ ist weiterhin die Basis jeder bildge-benden Diagnostik, auf die nur unter besonderen Umständen verzichtet werden sollte.

    Sonografie, insbesondere Point-of-Care-(POC-)Ultraschall, erlaubt es, klinische Befunde direkt bildgebend zu unterstützen und therapeutische Interventionen zu setzen.

    CT, MRT und nuklearmedizinische Techniken sind zur Beantwortung spezieller Fragestellungen ergänzend vielfältig einsetzbar.

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  • Multimodale Schmerztherapie – eine gute Option für Patienten mit Tumorschmerz

    Ein multimodaler Therapieansatz ist zielführend, um eine zufriedenstellende Schmerztherapie und Lebensqualität bei Tumorpatienten zu erhalten.

    Durchbruchschmerzen sind Episoden starker bis stärkster Schmerzen und müssen eigens erfasst werden.

    Das biopsychosoziale Modell hat einen hohen Stellenwert bei einem multimodalen Therapieansatz.

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  • Therapie bei Spastik, neuropathischen Schmerzen und in der Palliativmedizin: Cannabinoide

    Cannabinoide eignen sich zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder. Aufgrund der mäßigen Datenlage werden sie allerdings in aktuellen Leitlinien nur in Zweit- und Drittlinie empfohlen.

    Während THC-Analoga eine bessere Wirkung bei Schmerz und Spastik zeigen, ist CBD bei Epilepsien die wirksamere Substanz.

    Zur supportiven Therapie bei malignen Erkrankungen liegen keine ausreichenden Daten vor – eine Ausnahme stellen die Gliome dar.

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  • Rekonstruktive Nervenchirurgie – Schmerzen wegoperieren?

    Schmerzhafte, substanzielle Nervenverletzungen profitieren von einer Transplantrekonstruktion.

    Schmerzhafte (auch weniger bekannte) Kompressionsneuropathien können durch eine dekompressive Nervenoperation ursächlich behandelt werden.

    Grund für einen rekonstruktiven Eingriff sind in bis zu 25 % der Fälle vorangegangene iatrogene Nervenläsionen.

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Pneumologie

Themenheft: Best of ASCO20 Virtual

  • Die Onko-Höhepunkte des ASCO Virtual Meetings 2020

    Trotz der aktuellen Situation, aufgrund derer das heurige Annual Meeting der American Society of Clinical Oncology im virtuellen Raum stattfand und daher keine Gelegenheit für den direkten persönlichen Austausch mit internationalen Kollegen bestand, erlebten wir einen wissenschaftlich spannenden Kongress mit…

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  • Highlights bei gastrointestinalen Tumoren

    Kolorektalkarzinom: Die Studie KEYNOTE-177 mit dem PD1-Checkpointinhibitor Pembrolizumab definierte einen neuen Behandlungsstandard in der Erst-linientherapie des mikrosatelliteninstabilen Kolorektalkarzinoms.

    Beim Pankreaskarzinom erwies sich die neoadjuvante Systemtherapie sowohl im borderline resektablen als auch primär resektablen Setting als vorteilhaft.

    Die neoadjuvante duale HER2-Blockade erzielte beim resektablen HER2-positiven Karzinom des gastroösophagealen Übergangs vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Komplettremissionsrate und des krankheitsfreien Überlebens (Phase II); diese Daten sollten nun in einer Phase-III-Studie bestätigt werden.

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  • Die Highlights beim Bronchialkarzinom

    Osimertinib zeigt als erste adjuvante zielgerichtete Therapie in einer globalen Phase-III-Studie einen signifikanten und klinisch relevanten Vorteil im krankheitsfreien Überleben beim EGFR-mutierten NSCLC nach vollständiger Tumorresektion.

    Trastuzumab Deruxtecan weist eine vielversprechende klinische Wirksamkeit beim HER2-mutierten NSCLC bei akzeptabler Toxizität auf.

    Nivolumab/Ipilimumab kombiniert mit einer reduzierten Chemotherapie (2 Zyklen) ist eine hochwirksame Kombinationstherapie in der Erstlinie des metastasierten NSCLC.

    Tiragolumab + Atezolizumab ist wirksam und sicher in der Erstlinie des fortgeschrittenen NSCLC; insbesondere Patienten mit PD-L1-TPS ≥ 50 % profitieren.

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  • Highlights beim Mammakarzinom

    Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren verbessert die Prognose beim triplenegativen  Mammakarzinom.

    Ein neues HER2 small molecule ist ZNS-gängig und hat das Potenzial einer Standardtherapie bei Brustkrebspatientinnen mit Hirnmetastasen.

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  • ASCO20 Plenary Session Mammakarzinom − Die Operation im metastasierten Stadium

    Retrospektive Studien hatten bislang einen Vorteil für die Operation im Stadium IV gezeigt. Dies konnte nun mit insgesamt vier prospektiven Studien widerlegt werden, die letzte und größte von allen wurde von Seema Khan am ASCO20 präsentiert.

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  • Initiale Therapien des neu diagnostizierten multiplen Myeloms im Vergleich

    Bei kurzer Verabreichungsdauer zeigt sich kein Vorteil für die Induktionstherapie mit Carfilzomib/Revlimid/Dexamethason (KRd) gegenüber Bortezomib/Revlimid/Dexamethason (VRd) bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom und Standard- oder intermediärem Risikoprofil.

    Patienten mit höherem Krankheitsstadium profitieren mehr von KRd verglichen mit VRd.

    Ältere Patienten (≥ 70 Jahre) tolerieren VRd besser als KRd.

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  • Highlights beim Harnblasenkarzinom

    Revolution in der Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom: Erhaltungstherapie mit Avelumab nach Therapieansprechen oder stabiler Erkrankung nach platinbasierter Erstlinientherapie verlängert das Gesamtüberleben signifikant.

    Atezolizumab als adjuvante Therapie nach RC eines muskelinvasiven Blasenkarzinoms (MIBC) erreichte seinen primären Studienendpunkt krankheitsfreies Überleben in derITT-Population nicht und kann somit nicht empfohlen werden.

    Real World: Atezolizumab, Pembrolizumab und Nivolumab zeigten im direkten Vergleich in der Zweitlinientherapie des metastasierten Urothelkarzinoms gleiche klinische Effektivität.

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  • Verzenios® in Kombination mit endokriner Therapie bei metastasiertem Mammakarzinom

    CDK-4/6-Inhibitoren als neuer Therapiestandard bei HR⁺, HER2⁻, metastasiertem Mammakarzinom

    Für den CDK-4/6-Inhibitor Verzenios® (Abemaciclib) in Kombination mit endokriner Therapie wurde in der Phase-III-Studie MONARCH 2 zu Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem metastasiertem Mammakarzinom ein eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens um median 9,4 Monate gezeigt.1 Verzenios® darf als einziger Vertreter der Substanzklasse kontinuierlich ohne Unterbrechung verabreicht werden.2

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