Versorgung gefährdet

Das von Bund, Ländern und der Sozialversicherung kürzlich präsentierte Papier zur Gesundheitsreform leidet, nach Meinung der AUSTROMED, an einigen Kinderkrankheiten: Eine gemeinsame Planung ist grundsätzlich zu begrüßen. Leider standen bei der Ausarbeitung dieser Reform jedoch finanzpolitische Ziele im Vordergrund. Auch der kontinuierliche medizinische Fortschritt sowie die demografische Entwicklung in der Bevölkerung wurden nicht berücksichtigt. Die Gesundheitsausgaben sind auf acht Jahre an eine fi ktive Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent gekoppelt – doch was passiert, wenn sich das BIP schwächer entwickelt?
Die AUSTROMED fürchtet auch, dass die Reform eine Mehrklassen-Medizin begünstigt und eine kontinuierliche medizinische Versorgung bald nur noch für jene möglich ist, die sich einen Privatarzt leisten können.

www.austromed.org

MP 04|2012

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2012-09-28