DF 01|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft

Editorial

  • Obesity-Paradoxon bei Diabetes: mehr Fragen als Antworten
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Zum Auftakt des 14. Jahrgangs von DIABETES FORUM halten Sie die Nachlese der 40. ÖDG-Jahrestagung 2012 in Händen, für die das Leitthema „Langzeitperspektiven in der Diabetologie“ gewählt wurde. Auch im vergangenen Jahr konnten ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

Focus: ÖDG-Jahrestagung 2012

  • 1972–2012 – Rückblick auf 40 Jahre „Non-Stop Revolution“ in der Diabetologie

    Seit den 1970er-Jahren konnten vaskuläre Komplikationen und Mortalität bei Diabetes­patienten dramatisch reduziert werden. Verantwortlich dafür ist ein verbessertes kardiovaskuläres Risikomanagement (vor allem in der Lipid- und in der Blutdrucktherapie). Die differenzierte, am individuellen Patienten ausgerichtete Abwägung von Nutzen und Risiken der Intervention hat pauschale ­Therapievorgaben mit möglichst niedrigen Zielwerten für alle Patienten in vielen Bereichen abgelöst.

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  • Sport bei Typ-1-Diabetes: Prognostischer Stellenwert und Umsetzung im Alltag

    Eine Therapie des Typ-1-Diabetes ohne Sport bzw. körperliche Aktivität ist nicht leitlinien­konform. Patienten mit Typ-1-Diabetes können grundsätzlich jede Sportart als Freizeit-, Leistungs- oder Wettkampfsport ausüben. Primäres Ziel ist die Vermeidung von Hypoglykämien und Ketoazidosen, sekundä­res Ziel die optimale Diabeteseinstellung.

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  • Nephropathie und Retinopathie bei pädiatrischem Typ-1-Diabetes

    Für die langfristige Vermeidung mikrovaskulärer Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes ist die Stoffwechselkontrolle ein prioritäres Therapieziel. Insbesondere sind HbA1c-­Einstellung, Blutdruck sowie Raucherstatus für die Prognose relevant.

    Das Risiko, im Verlauf der Erkrankung eine Retinopathie zu entwickeln, ist in dieser Patientengruppe rund doppelt so hoch wie jenes einer diabetischen Nierenschädigung.

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  • Typ-2-Diabetes: Vom Einfluss der Gene zum Rhythmus der Nahrungsaufnahme

    Highlights der diabetologischen Grundlagenforschung 2012:

    Nicht nur betazellspezifische Gene, auch Regulatorgene für Zellzyklus und Energiehaushalt sind ­Determinanten des Diabetesrisikos.

    Das Metabolom erklärt das Diabetesrisiko zu ca. 85 % (vergleichbar der klinischen Evaluation), das ­intestinale Mikrobiom zu bis zu 80 %.

    Die Entdifferenzierung von Betazellen könnte beim Betazellversagen eine wichtigere Rolle spielen als die Apoptose.

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  • Non-Compliance: Fallstrick in der Diabetologie

    Nach mehreren Monaten nimmt nur mehr die Hälfte aller Patienten die verordneten ­Medikamente. Die Ursachen dafür sind zahlreich, sowohl aufseiten der Patienten als auch aufseiten der verordnenden Ärzte. Das Phänomen der „Non-Compliance“ betrifft insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen, speziell dann, wenn ein relevanter Leidensdruck fehlt. Ärzte müssen dem Problem mit größerer Vigilanz und Information für den Patienten begegnen.

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  • Reimbursement: Österreich im internationalen Vergleich

    Im Gegensatz zur Zulassung ist die Kostenerstattung von Arzneimitteln in der Europäischen Union zum Teil sehr unterschiedlich geregelt. Österreich zählt den wenigen Ländern, in denen Arzneimittel zu 100 % erstattet werden, sofern sie in den entsprechenden Kodex aufgenommen wurden. Der europäische Trend geht derzeit dahin, die Höhe des zu erstattenden Betrags nach der Überlegenheit (Wirkdauer, Nebenwirkungen, Interaktionen etc.) gegenüber bereits verfügbaren Therapien auszurichten.

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  • Übergewicht und Adipositas: Physiologie und Pathophysiologie der Appetitregulation

    Der Nucleus arcuatus des Hypothalamus ist die zentrale Stelle der Appetitregulation mit Inputs aus der Peripherie und dem zentralen Nervensystem. Ghrelin steht als orexigenes Peptid einer Armada an­orexigen wirkender Stoffe (darunter Insulin, GLP-1 und Leptin) gegenüber. Schon Abweichungen des Körpergewichts von unter 1 % setzen Mechanismen in Gang, um das Körpergewicht auf dem vorgegebenen Niveau zu halten.

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  • Insulinresistenz: Prädiabetes ist ein proatherogener Zustand

    Bereits das prädiabetische Stadium ist durch erhöhte Atheroskleroseneigung ­gekennzeichnet, bedingt vor allem durch Insulinresistenz. Durch diabetespräventive Interventionen konnte das kardiovaskuläre Risiko bisher nicht gesenkt werden. Zielführende therapeutische Strategien im Prädiabetes sind verhaltenstherapeutische Ansätze, pharmakologische Therapien (Metformin) und multifaktorielles kardiovaskuläres Risikomanagement.

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  • NT-proBNP-gesteuerte Therapie bei Typ-2-Diabetes

    Schlüsselergebnis der PONTIAC-Studie: Bei anamnestisch herzgesunden Patienten, deren ­NT-proBNP > 125 pg/ml beträgt, bewirkt die hoch dosierte Gabe eines RAAS-Antagonisten und eines Betablockers eine signifikante Reduktion kardialer Ereignisse.

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  • Chronische Inflammation: Angriffspunkte der therapeutischen Intervention

    Chronische subklinische Inflammation spielt im Zusammenhang mit Adipositas und Insulinresistenz eine zentrale Rolle in der Entstehung von Typ-2-Diabetes und Atherosklerose.

    Neben der Lipidsenkung tragen antiinflammatorische Effekte zum kardiovaskulären Nutzen der ­Statin­therapie bei.

    Antiinflammatorisch wirksame Substanzen sind eine rationale und grundsätzlich effektive Option für die ­Diabetes­therapie.

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  • Mechanismen des erhöhten Diabetesrisikos unter Statintherapie

    Die Lipidsenkung mit Statinen ist mit vermehrten Fällen von Typ-2-Diabetes assoziiert. Dabei nimmt das Diabetesrisiko mit der Zahl kardiometabolischer Risikofaktoren zu. Physiologische Grundlage dieses Effektes ist eine verringerte Insulinfreisetzung, für die verschiedene physiologische Mechanismen diskutiert werden. Der kardiovaskuläre Benefit der Statintherapie wird dadurch insgesamt nicht ­infrage gestellt.

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