GA 04|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter

Zum Geleit

Editorial

  • Am Beispiel Mammascreening und HPV-Impfung – Wie steht es um die Beratung der Gesundheitspolitik in Österreich?

    Das medizinische Procedere wird heute in fast allen Bereichen von der EBM dominiert, wobei sich der Bogen vom medizinischen Alltag bis zur Gesundheitspolitik spannt. Allerdings kommt es in diesem Kontext immer wieder zu Missverständnissen, so wird wissenschaftliche Evidenz nicht allzu selten mit EBM gleichgesetzt. Tatsächlich beruht die EBM allerdings nicht nur auf der besten wissenschaftlichen Evidenz, sondern außerdem auf der klinischen Expertise derjenigen, die sie anwenden, und auf den Wertvorstellungen der PatientInnen.

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Seite des BÖG

Podium

  • Cochrane Collaboration: „Das beste verfügbare Wissen“ für unsere Leserinnen und Leser

    Unter dem Motto „Das international beste verfügbare Wissen für die Gesundheitsversorgung“ arbeiten weltweit Tausende ÄrztInnen und WissenschafterInnen an der systematischen Auswertung klinischer Studienergebnisse für die Cochrane Collaboration. In exlusiver Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Österreich-Zweigstelle der Organisation präsentiert GYN AKTIV künftig ausgewählte Cochrane Reviews aus allen Bereichen der Gynäkologie*.

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Gynäkologische Onkologie

  • Eine Chronik des „Kampfes“ gegen das EU-Modell – Nationales Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

    Im Dezember 2010 ließ Gesundheitsminister Stöger mit der Meldung aufhorchen, dass in Österreich ein Mammascreening-Modell nach EU-Vorbild eingeführt werden sollte. Das EU-Modell sieht vor, dass alle Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr zu einer Mammographie eingeladen werden und diese Untersuchungen „zentralisiert“, d. h. in Untersuchungsstellen mit zumindest 5.000 Mammographien jährlich vorzunehmen sind; im Übrigen würde im Rahmen des Screeningprogramms die Ultraschall – untersuchung der Brust wegfallen.

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  • Mammakarzinom – Die Chancen von Brustkrebspatientinnen ganz einfach verbessern

    Ein strukturiertes Screening zur Früherkennung des Mammakarzinoms, die Betreuung von Hochrisikopatientinnen in einer von 44 österreichischen Beratungseinrichtungen und die Behandlung von Mammakarzinompatientinnen in einem von derzeit 12 zertifizierten Brustgesundheitszentren – diese drei einfach umsetzbaren Maßnahmen könnten die Chancen von Frauen mit Brustkrebs sofort verbessern.

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  • Neoadjuvante Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms – Daten zu Biologicals im präoperativen Setting

    Die überzeugende Wirkung von Trastuzumab (und auch Lapatinib im metastasierten Setting) in der Adjuvanz bei gleichzeitig unübertroffen gutem Nebenwirkungsprofil hat zu zahlreichen klinischen Studien dieses monoklonalen Antikörpers im neoadjuvanten Setting geführt. Neben der Zielsetzung, durch pathologisch komplette Remission (pCR) eine günstigere Prognose zu erreichen, soll durch den neoadjuvanten Therapieeinsatz eine Tumorverkleinerung erreicht werden, um im Rahmen der Operation eine höhere Brusterhaltungsrate und damit ein besseres kosmetisches Ergebnis zu erzielen.

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  • Palliative Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms – Stellenwert von Biologicals im metastastierten Stadium

    Etwa 15–20 % der Mammakarzinome zeigen eine HER2-Überexpression. Diese Karzinome weisen zumeist einen aggressiven Verlauf und eine schlechte Prognose auf. Durch zielgerichtete Anti-HER2- Therapie kann das Überleben verbessert werden.

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  • Medizingeschichte – Geschichte der endokrinen Therapie des Mammakarzinoms

    Die endokrine Therapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms. Die Effektivität dieser Therapieform ist hoch, bei gleichzeitig relativ geringen unerwünschten Nebenwirkungen.

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  • Ursprünglich prä- bzw. perimenopausale Mammakarzinom-Patientinnen – Menopausestatus vor Aromatasehemmer-Switch?

    Prä- und perimenopausale Patientinnen erhalten häufig eine Chemotherapie wegen ihres Mammakarzinoms. Ebenso erfolgt oft sequenziell eine Antihormontherapie mit Tamoxifen oder mit Tamoxifen und einem Gonadotropin-Releasing-Hormon- Analogon. Alle Therapieformen führen häufig zu einer (transienten) Amenorrhö. Die Wahrscheinlichkeit einer permanenten Amenorrhö ist bei Patientinnen nach dem 40. Lebensjahr deutlich höher als bei jüngeren Frauen. Das Ausbleiben der Regelblutung allein bedeutet jedoch nicht, dass die Patientin postmenopausal ist.

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  • Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom – Endokrine Therapie im metastasierten Stadium

    Das metastasierte Mammakarzinom wird heute als eine chronische Erkrankung gewertet, die dank der breiten zur Verfügung stehenden Therapiepalette durch lange Zeit behandelt werden kann. Beim hormonsensiblen Mammakarzinom (HR-positiv) ist primär die endokrine Therapie Mittel der Wahl, wobei sich in den letzten 30 Jahren das endokrine Armentarium zum Vorteil der Patientinnen erheblich vergrößert hat; die nebenwirkungsreiche Chemotherapie ist in vielen Fällen heute zu vermeiden.

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  • Pharmaka mit erhöhtem Osteoporoserisiko – Bone-Health-Management unter Aromatasehemmern bei Mammakarzinom

    Mammakarzinome in der Postmenopause sind zu ungefähr 75 % Hormonrezeptorpositiv. Östrogen stimuliert diese Rezeptoren als entscheidender Faktor für die Entstehung und das Wachstum des Karzinoms. Seit vor etwa einem Jahrhundert entdeckt wurde, dass Ovarektomie eine Rückbildung von Mammakarzinomen bewirkt, ist die Inhibierung des Östrogen-Signalweges ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms.

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  • ABCSG – Aktuelle österreichische Mammakarzinom-Studien mit innovativen Ansätzen

    Die aktuellen Studienprotokolle der ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group), die zum Teil in internationaler Kooperation durchgeführt werden, verfolgen innovative Ansätze, die bei der Behandlung des Mammakarzinoms von entscheidender Bedeutung sein könnten und nicht nur die Überlebenschancen, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen verbessern sollen. Für einige Studien werden noch Teilnehmerinnen rekrutiert.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

Frauengesundheit

  • Teil I: Krebsrisiko – Lifestyle und Pharmaka zur Malignomprävention

    Die Prävention hat in der Frauenheilkunde lange Tradition. Sie reicht vom Krebsabstrich über die Sonographie bis hin zur HPV-Impfung. Die entsprechenden Interventionen, die für eine Prävention notwendig sind, können pharmakologischer Art sein, aber auch als „Lifestyle“-Veränderungen durchgeführt werden.

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  • Teil II: Herz-Kreislauf-Risiko – Allgemeine und therapeutische Aspekte des kardiovaskulären Risikos der Frau

    Für beide Geschlechter triggern weitgehend dieselben Faktoren kardiovaskuläres Risiko und Ereignisse, ihre Prävalenz und Wertigkeit variiert jedoch u. a. durch die unterschiedliche hormonelle Ausgangslage. Geschlechtsspezifische Aspekte gilt es in Diagnostik und Pharmakotherapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu berücksichtigen. Ein differenziertes diagnostisches Prozedere ist z. B. aufgrund geschlechtstypischer Muster kardialer Gefäßveränderungen, die in unterschiedlicher Sensitivität und Spezifität einzelner Untersuchungen resultieren, notwendig. Pharmakokinetik und -dynamik werden von zahlreichen gendertypischen/-spezifischen Faktoren beeinflusst, deren Berücksichtigung derzeit noch nicht allgemeinen Eingang in die medikamentöse Therapie gefunden hat.

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  • Teil III: Frakturrisiko – Diagnostik und Therapie der Osteoporose*

    Sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie der Osteoporose haben die vergangenen zwanzig Jahre bahnbrechende Entwicklungen hervorgebracht. Von der Etablierung der Densitometrie als herausragende diagnostische Maßnahme der Risikoquantifizierung Anfang der 1990er-Jahre bis zum medikamentösen Einsatz monoklonaler Antikörpern in der Therapie seit 2010.

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  • „Compliance Radar Osteoporose“ – Compliance ist essenziell für den Erfolg der Osteoporosetherapie

    Compliance bestimmt in hohem Maße den Erfolg der therapeutischen Bemühungen. Bei der Osteoporose trifft dies in besonderem Ausmaß zu.

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