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Erscheinungsdatum:
29.12.2013

Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer


Editorial

„Beam me up, Scotty!“

M. Raderer 10.1.2014

Im vorliegenden Themenheft wagen wir einen Blick in die Zukunft der Onkologie – ohne Zeitmaschinen, Warp-Antrieb oder Transmitter. Vielmehr haben wir im Rahmen einer Interviewserie mit führenden Onkologen in Österreich versucht, ihre Ideen, Visionen und Hoffnungen für die Zukunft der Onkologie zu erfahren. Das Ergebnis sind intellektuell ansprechende Konzepte zur Individualisierung der Onkologie, mit immer...

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Die Zukunft der Onkologie

G. Kahlhammer 10.1.2014

Die Einteilung von Tumoren driftet in Richtung Molekularbiologie. Signalwege werden in Zukunft ausschlaggebender sein als das Gewebe, in dem sich der Tumor manifestiert. Die genetische Sequenzierung spielt eine größere Rolle als die Tumorhistologie. Die Tumorevolution wird mit frei zirkulierender Tumor-DNA überwacht werden können. Neue Medikamente werden in frühen Studienphasen entsprechend den tumortreibenden...

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Future demands − Tumorheterogenität und personalisierte Medizin

R. Greil et al. 10.1.2014

Es gibt sinnvolle Sichtweisen, zu sagen: Der Tumor ist ein zusammenhängendes eigenständiges Organ, das mit dem Körper in Wechselwirkung steht und in seiner Evolution darwinistischen Prinzipien folgt.

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Was sind die Zukunftstrends beim Bronchialkarzinom?

R. Pirker 10.1.2014

Die molekularen Veränderungen werden hinsichtlich ihrer Eignung als therapeutische Targets untersucht. Routinemäßig erfolgt eine Bestimmung der EGFR-Mutationen und des ALK-Status bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC. EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren und Crizotinib sind im klinischen Einsatz. Ipilimumab, Anti-PD-1- und Anti-PD-L1-Antikörper geben neue Hoffnung für eine Immuntherapie. multimodale...

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Zukünftige Perspektiven bei gastrointestinalen Tumoren

G. Prager 10.1.2014

Mit dem Aufkommen zielgerichteter Therapien vollzog sich ein Wandel von der Blockbuster-Medizin zur stratifizierten Onkologie mit der Erwartung einer auf die Einzelperson zugeschnittenen Therapie, einer so genannten „personalisierten Medizin“. Zu den größten Herausforderungen zählt die Tatsache, dass Tumorerkrankungen auch molekularbiologisch einen dynamischen Prozess darstellen und sich ständig ändern...

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Personalisierte Therapie bei HNO-Tumoren: schon Realität?

G. Kornek 10.1.2014

Die nennenswertesten Fortschritte der vergangenen Jahre waren: die Erkenntnis, dass HPV-Infektionen Kopf-Hals-Tumoren verursachen können und diese Patienten eine wesentlich bessere Prognose haben; die Definition einer effektiveren Induktionschemotherapie und die Verfügbarkeit des ersten zielgerichteten Medikaments (Cetuximab) für die Behandlung von lokal-inoperablen und rezidivierten/metastasierten...

Focus: Die Zukunft der Onkologie

Was sind die Zukunftstrends bei Brustkrebs?

R. Bartsch 10.1.2014

Die antihormonelle Therapie gilt als Prototyp der zielgerichteten Behandlung. Bei hormonrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen liegt der Fokus des wissenschaftlichen Interesses auf der Durchbrechung einer Resistenz gegenüber endokriner Therapie durch die Kombination mit biologisch zielgerichteten Medikamenten. Neue Antikörper haben das Therapiespektrum der HER2-positiven Mammakarzinome deutlich erweitert und...

Kongress

Multiples Myelom, Prostata- und Schilddrüsenkarzinom − Best of DGHO 2013

B. Drach-Schauer 10.1.2014

Als herausragend wurden beispielhaft folgende Arbeiten bei 3 Tumorentitäten vorgestellt: Multiples Myelom: Phase-II-Studie 003-A1: Carfilzomib als Monotherapie bei Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom. 24 % Ansprechrate, geringer Anteil peripherer Neuropathien. Prostatakarzinom: ALSYMPCA-Studie: Radium-223-dichlorid (Xofigo®) verlängert bei Patienten mit ossär metastasiertem,...

Kongress

Das multiple Myelom 2013 – ein Update

B. Drach-Schauer 10.1.2014

In zahlreichen Vorträgen und Symposien wurde im Rahmen der diesjährigen DGHO auf die aktuellen Behandlungsoptionen des multiplen Myeloms detailliert eingegangen. Therapieergebnisse für Patienten mit multiplem Myelom haben sich durch neue Therapiestrategien und Medikamente deutlich verbessert. Heilung ist beim multiplen Myelom kein Fremdwort mehr. Zukünftig wird auch in der Therapie des Myeloms die...

Palliativmedizin

PRO Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

B. Gustorff 10.1.2014

PRO: Neben einer besseren Schmerztherapie einschließlich Durchbruch- und belastungs-abhängiger Schmerzen ist die Reduktion opioidbedingter Nebenwirkungen eine wichtige Indikation.

Palliativmedizin

CONTRA Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

H. Watzke 10.1.2014

CONTRA: Neurolytisch-subarachnoidale Verfahren entsprechen nicht mehr den Anforderungen der modernen Medizin. Plexusblockaden sind häufig nur eine Option in therapierefraktären Situationen. Intrathekale, nichtneurolytische Verfahren bringen gegenüber der konventionellen Schmerztherapie in aller Regel keine Vorteile.

Palliativmedizin

Palliativmedizinische Aspekte der Neuropathie und neuropathischer Schmerzen

N. Zojer 10.1.2014

Ursachen: Hinsichtlich der Chemotherapeutika sind Platinderivate, Taxane, Vinca-Alkaloide und neuerdings Epothilone als mögliche Auslöser zu nennen. Von den Nichtchemotherapeutika sind Bortezomib, Thalidomid sowie Brentuximab mit neurotoxischen Nebenwirkungen assoziiert. Prophylaxe: Vor Beginn einer potenziell neurotoxischen Therapie sollte eine klinische Basisevaluation bezüglich einer bereits bestehenden...

Translationelle Onkologie

Malignes Glioblastom − Telomerlänge und Telomerase: vielversprechende Targets?

K. Holzmann et al. 10.1.2014

Telomere sind an den Chromosomenenden lokalisiert und übernehmen dort eine Schutzfunktion, um die Erbinformation stabil zu halten. Telomere werden als „molekulare Uhren“ bezeichnet: Ihre Länge definiert die Anzahl möglicher Zellteilungen. Signale kurzer Telomere bewirken eine Blockade weiteren Wachstums und die Auslösung von Zelltod (zelluläre Alterung). Telomeraseaktivität wurde bei den meisten Tumoren...

Panorama

Das Pleuramesotheliom als Berufskrankheit

B. Machan 10.1.2014

Das Pleuramesotheliom war bis vor ca. 20 Jahren ein äußerst seltener Tumor. Seit Mitte der 1990er-Jahre kommt es in Österreich – und weltweit – zu einem sehr deutlichen Anstieg der Erkrankungszahlen.Ursache dafür ist, dass die überwiegende Zahl aller Pleuramesotheliome speziell bei Männern durch beruflichen Asbestkontakt verursacht ist.

 



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