SO 03|2015

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „Zu viel Hitze …“ (Falco)




    Wo immer Sie in diesem Rekordsommer auch sein mögen – lassen Sie SPECTRUM ONKOLOGIE Ihren Begleiter sein …
     
    „… schauen Sie sich das an …“



     
     
     
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AKTUELL für Sie!

  • Ergebnisse der ABCSG-Studie 18 und ihre Bedeutung für die österreichische Brustkrebspatientin – Knochenschutz trotz Brustkrebstherapie

    ABCSG-Studie 18

    • postmenopausale Brustkrebspatientinnen unter Aromatasehemmertherapie.

    Adjuvantes Denosumab 60 mg 2-mal jährlich

    • verringert neue klinische Frakturen signifikant um 50 %.
    • verbessert Knochendichte in Lendenwirbelsäule, Hüfte, Oberschenkelhals.
    • halbiert neue (und Verschlechterung bestehender) Wirbelfrakturen.

    Patientinnen mit normaler Ausgangsknochendichte zeigen ähnliches Frakturrisiko und vergleichbare Vorteile von Denosumab wie Patientinnen mit Baseline-T-Scores < –1.

    Sicheres Medikament: keine zusätzliche Toxizität.

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  • Hot am ASCO – Weltkongress für Onkologie

    Auch das diesjährige ASCO-Meeting war wieder von einer Fülle an interessanten und innovativen Therapiekonzepten geprägt – sei es der frühe Einsatz von Chemotherapie beim noch nicht kastrationsrefraktären Prostatakarzinom in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie, der neue CDK4/6-Inhibitor Palbociclib als Newcomer beim hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom unabhängig vom Menopausenstatus oder die als „Breakthrough“-Kombination bezeichnete Immun­therapie mit Nivolumab + Ipilimumab beim malignen Melanom.

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  • Hot am EHA 2015

    Hot topics am diesjährigen EHA in Wien waren Antikörpertherapien beim multiplen Myelom, vertreten durch Elotuzumab mit der ELOQUENT-2-Studie in der „Best abstract“-Session sowie durch Daratumumab, einem neuen CD38-Antikörper. Interessant auch die ersten positiven Daten zum Einsatz eines Tyrosinkinasehemmers, Sorafenib, bei AML. Wie immer am EHA gab es breiten Raum für die translationale Hämatoonkologie als Impulsgeber für potenzielle neue Therapieansätze.

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Focus: Lymphome und Leukämien

  • Vorwort: Perspektiven hämatoonkologischer Erkrankungen
    ASCO, EHA, ICML in Lugano – es gab in diesem Jahr schon einige Initiativen auf dem Gebiet der Hämatoonkologie, insbesondere mit dem Jahrestreffen der European Hematology Association als einem der wichtigsten Kongresse, der in Wien stattgefunden hat. So gilt vorab ...Weiterlesen ...
  • Multiples Myelom und Smoldering Myelom: Neues in Krankheitsdefinition und Therapiestrategien

    Enorme globale Forschungsaktivitäten haben zu einem vertieften Verständnis der Biologie der Erkrankung, zu einer Neudefinition von Patienten mit „frühem Myelom“ und zu verbesserten Therapiestrategien geführt.

    Zu den wirksamsten neuen Substanzen zählen Carfilzomib, Ixazomib, Elotuzumab und Daratumumab; bemerkenswert auch der Histon-Deacetylase-Inhibitor Panobinostat und viele andere erfolgversprechende, allerdings noch nicht zugelassene oder zulassungsreife Substanzen.

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  • Chronische lymphatische Leukämie (CLL): Besonderheiten neuer Therapieprinzipien und Patientenselektion

    FCR ist weiterhin der Therapiestandard bei fitten Patienten mit CLL; Ibrutinib, Idelalisib und Venetoclax zeigen hingegen auch bei Hochrisikopatienten mit 17p-/P53mut, die unter Standardtherapie einen schlechten klinischen Verlauf haben, gute Wirksamkeit.

    Das Nebenwirkungsspektrum der neu verfügbaren Therapien verdient große Aufmerksamkeit, da Blutungen, Vorhofflimmern, Leberschäden oder Kolitis auftreten können.

    Patienten sollten nach Möglichkeit innerhalb klinischer Studien behandelt werden, die neue Wirkstoffkombination (z. B. Ibrutinib und Idelalisib) auf höhere Wirksamkeit evaluieren.

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  • Rezente Entwicklungen bei indolenten Lymphomen – ein kurzer, subjektiver Überblick

    Entwicklungen in der Therapie der indolenten Lymphome sind derzeit von der Evaluierung chemotherapiefreier Therapiestrategien geprägt; die Rituximab-Monotherapie, Rituximab plus Lenalidomid sowie Idelalisib erwiesen sich als aussichtsreiche Kandidaten.

    Clarithromycin dürfte eine weit über den antibiotischen Effekt (Helicobacter-pylori-Eradikation als Erstlinienbehandlung) hinausgehende Rolle in der Therapie von MALT-Lymphomen spielen; präklinische Studien zeigten auch eine direkte antineoplastische Wirkung des Makro­lidantibiotikums.

    In der systemischen Therapie der MALT-Lymphome wurden die Kombinationen Chlorambucil + Rituximab, Rituximab + Lenalidomid und Rituximab + Bendamustin evaluiert, wobei vor allem letztere Kombination ein eindrucksvolles Gesamtansprechen erzielen konnte.

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  • Aggressive Lymphome: neue Entwicklungen

    Für diffuse großzellige B-Zell-Lymphome wurde ein neuer, besser diskriminierender Prognoseindex (NCCN-IPI) entwickelt.

    CT-Nachsorgeuntersuchungen bei asymptomatischen Patienten in kompletter Remission ohne klinischen Verdacht auf ein Rezidiv haben keinen Einfluss auf die Prognose und sollten vermieden werden.

    Die optimale Therapie von Patienten mit frühen Stadien eines DLBCL bleibt weiter unklar. Ob eine an die R-CHOP-Therapie anschließende konsolidierende Bestrahlung bei einer kompletten (PET-negativen) Remission notwendig ist, kann noch nicht beantwortet werden; ebenso bleibt ungeklärt, wie die Langzeitergebnisse der frühen Stadien verbessert werden könnten.

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  • Akute myeloische Leukämie (AML) – neue Therapieprinzipien

    Ein Großteil der AML-Patienten ist aufgrund ihres höheren Lebensalters und Komorbiditäten nicht für die intensive Standardtherapie geeignet.

    In der Gruppe der älteren, komorbiden AML-Patienten konnte mit der Entwicklung hypomethylierender Substanzen eine Überlebensverbesserung gegenüber dosisreduzierten Therapien erreicht werden.

    Durch die rasante Entwicklung der genetischen Diagnostik ist eine weitere Verbesserung der personalisierten Therapie der AML zu erwarten.

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  • Sozioökonomische Aspekte der CML

    Die Kosten einer CML-Therapie setzen sich aus den Therapiekosten selbst, den Kosten für die Behandlung von Nebenwirkungen, Monitoring und mangelnder Adhärenz zusammen.

    Der Einfluss der Kosten auf die Therapie ist vielfältig und kann z. B. durch limitierte Leistungen der jeweiligen Gesundheitssysteme zu eingeschränkter Patientenadhärenz und geringerem Gesamtüberleben führen.

    Cost-Effectiveness-Analysen zeigen heterogene Ergebnisse; ihre methodischen Limitationen sind innerhalb der Ärzteschaft wenig bekannt.

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  • Immuntherapie in hämatoonkologischen Indikationen – Prinzipien und erste Erfahrungen

    Tumoren können sich dem effektiven Zugriff des Immunsystems entziehen; diese „Escape-Mechanismen“ sind vielfältig und können therapeutisch genutzt werden. Als wichtigstes Beispiel für dieses neue Therapieprinzip gelten die Checkpoint-Antikörper.

    Die Checkpoint-Therapien, z. B. mit PD-1- und CTLA-4-blockierenden Antikörpern, entwickelnsich derzeit zu einer zentralen Therapiesäule in der Behandlung solider Tumoren.

    In der Hämatologie haben Checkpoint-Antikörper bisher noch keinen großen Stellenwert, hier sind derzeit die Entwicklungen im Bereich bispezifischer Antikörper und CAR-transgener T-Zellen deutlich bedeutsamer. Erste Daten aus dem Bereich des M. Hodgkin zeigen jedoch auch in späten Behandlungsphasen hohe Ansprechraten des PD-1 blockierenden Antikörpers Nivolumab.

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Kongress

  • ÖGHO-Frühjahrstagung | Experimenteller Immuntherapie-Ansatz: Malignomtherapie mit umprogrammierten T-Zellen

    Therapieprinzip: Autologe T-Zellen exprimieren nach Gentransfer einen so genannten chimären Antigen-Rezeptor (CAR).

    Vielversprechende Ergebnisse zu CAR-T-Zellen mit dem B-Zell-Zielantigen CD19 bei hämatologischen Malignomen.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung | Renaissance eines alten Bekannten: Bedeutung des Androgenrezeptors beim Mammakarzinom

    Bei östrogenrezeptor-(ER-)positiven frühen Mammakarzinomen hat die Androgenrezeptor-Koexpression einen klaren positiv prognostischen Wert. Bei ER-negativen Tumoren kann diesbezüglich keine klare Aussage getroffen werden.

    In Abhängigkeit vom intrinsischen Subtyp wie auch von bestehenden Therapieresistenzen wirkt der Androgenrezeptor als Tumorsuppressor oder als Onkogen.

    Bei Androgenrezeptor-exprimierenden triplenegativen Mammakarzinomen scheint eine zielgerichtete Therapie mit Bicalutamid und vor allem mit Enzalutamid sehr vielversprechend.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung | Methodik und mögliche klinische Bedeutung – Next Generation Sequencing in der Onkologie

    Mit dem zentralen Axiom der onkologischen Forschung – Krebs als Folge von mehreren aufeinanderfolgenden Veränderungen des Erbguts einer Zelle – wurde die Entschlüsselung des Genoms zum prioritären Ziel.

    Erst neue Technologien wie chipbasierte Parallelsequenzierung machen Genanalysen erschwinglich und damit für onkologische Forschung und Therapie praktikabel.

    Detektierbare Erbgutveränderungen erlauben verbesserte, zielgerichtete Behandlung: z. B. BRAF-V600E-Mutation beim Melanom, KRAS-Mutationen beim Dickdarm-Krebs, EGFR-Mutationen beim Lungenkrebs etc.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung | BTK-Hemmung bei chronischer lymphatischer Leukämie und Mantelzelllymphom

    In der Therapie der CLL und MCL konnten durch neue Wirkstoffklassen wie Antikörper oder Signaltransduktionsinhibitoren höhere Ansprechraten und eine Verlängerung des PFS erreicht werdenu BTK-Inhibitoren weisen im Vergleich zur klassischen Chemotherapie ein moderates Toxizitätsprofil auf, wovon vor allem komorbide und ältere Patienten profitieren können.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung 2015 | Best of Hematology 2014/15

    Früher Einsatz von Brentuximab als Konsolidierungstherapie verbessert das PFS von Hochrisikopatienten mit Hodgkin-Lymphom nach Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation.

    Checkpoint-Inhibitoren wie Ibrutinib und Idelalisib zeigen signifikante Vorteile in PFS und Ansprechraten bei Patienten mit rezidivierter CLL; Ibrutinib zeigte zudem ein gutes Ansprechen in prognostisch ungünstigen Populationen.

    In der Therapie des Multiplen Myeloms zeigt eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie signifikante Risikoreduktion für Krankheitsprogression. Im Rezidiv kann mit einem Vorrücken von Proteasominhibitor-Lenalidomid-Dexamethason in die erste Linie gerechnet werden.

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  • ÖGHO-Frühjahrstagung 2015 | Neue Wege in der Hämato-Onkologie

    Der Pan-HDAC-Inhibitor Panobinostat verlängert das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit multiplem Myelom signifikant.

    Die genetische Subtypisierung des NSCLC war ein Meilenstein in der Therapieevolution und verschafft betroffenen Patienten mehr Lebenszeit, z. B. mit ALK-Inhibitoren.

    „Innovation Leader“: Österreich ist eines von nur acht europäischen Ländern, in denen die CAR-T-Zell-Technologie mit entsprechenden Studien etabliert wird – ein immenser Vorteil bei einem Therapiekonzept mit kurativem Potenzial.

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  • ASCO | PD-L1-Antikörper bei zahlreichen Tumoren in klinischer Prüfung

    Immunonkologische Therapieansätze erweitern die Tumortherapie mit ersten „Breakthrough“-Indikationen, die bislang schwer zu behandeln waren.

    Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren war ein Hauptthema der ASCO-Tagung 2015.

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  • Schwerpunkte Prostata- sowie Nierenzellkarzinom: Ausgewählte ASCO-Highlights aus uroonkologischer Sicht

    Patienten mit metastasiertem „High risk“-Prostatakarzinom, insbesondere bereits primär oder kurz nach Diagnosestellung metastasiert, – eingestuft als chemotherapietauglich – sollten ­6 Zyklen Docetaxel additiv zur ADT angeboten werden.

    Patienten mit nichtmetastasiertem (M0) Prostatakarzinom, die eine Lokaltherapie (Radio­therapie) erfahren, sollte im Jahr 2015 routinemäßig Docetaxel nichtadditiv zur ADT angeboten werden.

    Beide obige Empfehlungen könnten sich im längeren Follow-up-Verlauf von GETUG-12, STAMPEDE und RTOG 0521 durchwegs ändern.

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  • EAU-Jahrestagung | Nierenzellkarzinom: Renaissance der Immuntherapie

    Tumorimpfstoffe führen in Studien zu vielversprechenden Ergebnissen, auch wenn generell keiner eine Marktzulassung erlangt hat.

    Eine weitere Therapierichtung in der Immunonkologie ist die zielgerichtete Beeinflussung immunologischer Schnittstellen der T-Zell-Aktivierung. Diese sogenannten Checkpoint-Inhibitoren wie der PD-1-Antikörper Nivolumab könnten die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms um eine weitere Säule ergänzen.

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Panorama

  • EU-Projekt APERIM: Bioinformatische Lösungen für personalisierte Immuntherapien in der Krebsmedizin

    Mit Immuntherapien konnten in letzter Zeit große Erfolge in der Behandlung von Krebs erzielt werden. Allen verschiedenen Ansätzen in der Immuntherapie gemeinsam ist die individuelle Betrachtung des Tumorgeschehens.

    Voraussetzung für die Anwendung dieser personalisierten Krebsmedizin ist die Aufbereitung und Auswertung riesiger Datenmengen mittels bioinformatischer Lösungen – solche sollen im EU-Projekt APERIM (Advanced bioinformatics platform for PERsonalised cancer IMmunotherapy)an der MedUni Innsbruck entwickelt werden.

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  • Die Wirkung von Ernährung und Bewegung bei Krebserkrankungen

    Sport wirkt krebspräventiv und senkt das Rezidivrisiko.

    Eine Mobilisierung sollte stets im Rahmen der individuellen Möglichkeiten erfolgen.

    Bei Übergewicht ist eine Abnahme unter ärztlicher Kontrolle sinnvoll, wobei die Verbesserung der Körperzusammensetzung Priorität hat.

    Die Kost sollte viel Obst und Gemüse sowie hochwertige Eiweißquellen beinhalten.

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Translationelle Onkologie

  • Neue Verfahren zur Gewinnung zirkulierender Tumorzellen (CTC): antikörperunabhängige Isolierung zirkulierender Tumorzellen

    Um das diagnostische Potenzial der extrem seltenen zirkulierenden Tumorzellen (CTC) optimal nutzen zu können, bedarf es der möglichst vollständigen Isolierung und Charakterisierung der kompletten CTC-Population ohne Selektion einzelner Subpopulationen.

    Im Gegensatz zum standardmäßig eingesetzten Isolationsverfahren, das auf der Verwendung von Anti-EpCAM-Antikörpern basiert, nutzen neue Technologien die biophysikalischen Besonderheiten von CTC zu deren Aufreinigung.

    In der Entwicklung befindliche Methoden beruhen auf der Trennung aufgrund der Zellgröße, des Verhaltens im dielektrischen Feld oder auf negativer Selektion (Antikörper gegen nichtrelevante Blutbestandteile).

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Artikel

  • Myelodysplastische Syndrome und das MDS-Register – Erfahrungen in Österreich

    Das Management von MDS-Patienten ist eine Herausforderung, da die Heterogenität der Erkrankung, unterschiedliche Präsentationen und Verläufe, sowie Komorbiditäten der meist älteren Patienten berücksichtigt werden müssen.

    MDS-Register ermöglichen die Erfassung von behandlungsnaiven Populationen, die Erarbeitung von Risikofaktoren und Prognosekriterien und die Beschreibung von „Real-Life-Therapieverläufen“ im Vergleich zu selektierten Studienpopulationen.

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