EULAR 2022: Die Highlights auf einen Blick

Zusammenfassung der Highlights vom ADA

Erscheinungsdatum:
7.12.2012

Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs


Editorial

Editorial ESC-Beilage

C. Stöllberger
 7.12.2012

Sehr geehrte Leser und Leserinnen! Zur Jahrestagung der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in München Ende August 2012 sind Tausende von Kollegen aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus anderen Kontinenten angereist. In vielen Symposien, Vortagsreihen und Posterpräsentationen wurden neue Erkenntnisse auf verschiedensten Gebieten der Kardio­logie präsentiert. Einem einzelnen...

Focus: ESC 2012

Chronische Herzinsuffizienz – Pharmakologische Behandlung: Update 2012

J. Auer 7.12.2012

Diuretika-Dosis ist dem individuellen Flüssigkeitsstaus des Patienten anzupassen.
Bei Patienten mit Überwässerung kann eine höhere Diuretika-Dosis vorteilhaft sein. Der kombinierte Einsatz eines RAS-Blockers mit einem Beta-Blocker („Blocker-Cocktail‟) sollte a priori im Behandlungsplan jedes individuellen Herzinsuffizienz-Patienten verankert werden. Die Dreifachkombination ACE-Hemmer + ARB +...

Focus: ESC 2012

Highlights bei Herzinsuffizienz 
– Studien ALDO-DHF und PARAMOUNT 


G. Kahlhammer 7.12.2012

Diastolische Herzinsuffizienz Diagnose mit Belastungsechokardiografie. Trainingsprogramme verbessern die Herzmuskelfunktion, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Neue Studie ALDO-DHF mit Spironolacton: Verbesserung der diastolischen Funktion.
Zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung. PARAMOUNT-Studie: Neue Substanzklasse in erster klinischer Prüfung. Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor verbessert die...

Focus: ESC 2012

Herzinsuffizienz und KHK – Neue Daten zur medikamentösen und interventionellen Therapie

H. Keller 7.12.2012

Ivabradin als Add-on reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz die kumulative Hospitalisierungsrate um 25 % vgl. mit Placebo (SHIFT). Der Remodeling-Effekt der Resynchronisation bleibt auch im 5-Jahres-Follow-up bestehen (REVERSE). 2 x 2,5 mg Rivaroxaban verbessert die Prognose und verhindert thrombotische Ereignisse nach einem STEMI (ATLAS ACS 2-TIMI 51). Beim Diabetiker mit proximaler/komplexer LAD- oder 2-...

Focus: ESC 2012

Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Schlafapnoe als relevanter unabhängiger Prognosefaktor


A. Valipour 7.12.2012

Bis zu 70 % der HI-Patienten sind von einer Schlafatemstörung (obstruktives Schlafapnoesyndrom oder Cheyne-Stokes-Atmung) betroffen. Der Nachweis einer Schlafatmungsstörung bei HI-Patienten ist mit einer Verschlechterung der 5-Jahres-Mortalität verbunden. Eine Optimierung der Herzinsuffizienztherapie führt häufig zu einer Verbesserung der Cheyne-Stokes-Atmung. Die Behandlung der Schlafatemstörung führt zu...

Focus: ESC 2012

Neuerungen in den ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern


F. X. Roithinger 7.12.2012

Die wesentlichen Änderungen betreffen die Embolieprophylaxe. Zur Risikoabschätzung ist nun ausschließlich der CHA2DS2VASc-Score empfohlen. Die neuen Antikoagulantien können zumindest gleichwertig zu den Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt werden. Bei der medikamentösen Rhythmuskontrolle ist bei Herzinsuffizienz jetzt ausschließlich Amiodaron indiziert.

Focus: ESC 2012

Chronisches Vorhofflimmern – Chirurgische und kathetergestützte Intervention in der Praxis


H. Pürerfellner 7.12.2012

Die intraoperative Kryoablation ist ein sicheres Add-on-Verfahren bei lang bestehendem persistierendem Vorhofflimmern. Die Katheterablation wird derzeit vorwiegend bei symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. Komplikationen treten am häufigsten periinterventionell auf. Es besteht eine Tendenz zur Über-Antikoagulation.

Focus: ESC 2012

Vascular Inflammation
 – Von der Entzündung zum Herzinfarkt


G. Seinost 7.12.2012

Patienten mit erhöhten inflammatorischen Biomarkern (z. B. CRP) haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, selbst wenn die klassischen Risikofaktoren akzeptabel sind. Die Therapie mit Statinen, insbesondere Rosuvastatin, führt nicht nur zu einer Reduktion von LDL-C und hs-CRP, sondern selbst bei Patienten mit erhöhtem hs-CRP und ansonsten unauffälligem Risikoprofil zu einer Reduktion kardiovaskulärer...

Focus: ESC 2012

APOSEC – Neuer Therapieansatz in der Behandlung des Herzinfarkts


K. Hoetzenecker 7.12.2012

APOSEC wird aus dem Kulturüberstand von apoptotischen peripheren mononukleären Zellen gewonnen. In Tiermodellen bewirkte APOSEC eine signifikante Verkleinerung von Arealen mit mikrovaskulärer Obstruktion. In vitro wurden plättchenhemmende Eigenschaften und eine vasodilatorische Wirkung gezeigt. Eine erste klinische Phase-I-Studie wird angestrebt.

Focus: ESC 2012

ESC-Highlights beim akuten Koronarsyndrom 
– Neue Studien, neue Guidelines

7.12.2012

PROTECT-Studie: Erster Head-to-Head-Vergleich zweier beschichteter Stents, Cypher vs. Endeavor, mit einer geringeren Rate an Stentthrombosen für Endeavor, dem Stent der neueren Generation. Abnahme der Infarktmortalität von STEMI-Patienten: In einer französischen Studie ist die 30-Tage-Mortalität in den letzten 20 Jahren um knapp zwei Drittel gesunken. Demgegenüber steigt die Infarkt-Inzidenz bei Frauen unter 60...

Focus: ESC 2012

GARY-Register – Katheterunterstützte Herzklappenintervention vs. chirurgischer Klappenersatz 


G. Kahlhammer 7.12.2012

Deutsches Aortenklappenregister GARY 13.860 Patienten mit Aortenstenose, TAVI bei knapp 30 % der Patienten. 15 % der TAVI-Patienten im Alter < 75 Jahre. Spitalsmortalität nach transvaskulärer TAVI bei Patienten < 75 Jahre mit Chirurgie vergleichbar. Hohe Rate an Schrittmacherimplantationen. Spitalsmortalität durch Euroscore massiv überschätzt.

Focus: ESC 2012

Individualisierte Anti-Plättchen-Therapie
 – Das Ansprechen auf die Plättchenhemmung messen


J. Siller-Matula 7.12.2012

Clopidogrel zeigt eine hohe interindividuelle Variabilität der Wirkung. Das automatische Verschreiben der neuen Thrombozytenfunktionshemmer ist mit Blutungsrisiko und hohen Kosten verbunden. Als Entscheidungsbasis kann das Ansprechen kurz nach Therapiebeginn mit Clopidogrel getestet werden. Einige Studien zeigen, dass dies das Risiko für Stentthrombosen und akutes Koronarsyndrom reduzieren kann.

 


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