UIM 09|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 09|2012 Themenheft ESC

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 9/12
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Gegen Ende des Jahres sind wir von politischen Machenschaften wohl zunehmend enttäuscht: Griechenland mit großem Aufwand gerettet – und Salzburg?
    An ELGA, wie auch immer modifiziert, führt kein Weg vorbei. Unsere Welt ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial zum Focus Angiologie

    Liebe KollegInnen, im Schwerpunkt Angiologie dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen auch einen neuen Meilenstein in der Therapie der venösen Thromboembolie (VTE). Mit der Zulassung der ersten neuen oralen Substanz zur Sofortbehandlung von stabilen Lungenembolien ist nun die Therapie der VTE ...Weiterlesen ...
  • Editorial ESC-Beilage
    Sehr geehrte Leser und Leserinnen!
    Zur Jahrestagung der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in München Ende August 2012 sind Tausende von Kollegen aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus anderen Kontinenten angereist. In vielen Symposien, Vortagsreihen und Posterpräsentationen wurden neue Erkenntnisse ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Österreichische Adipositas Gesellschaft – „Gewicht ist uns wichtig“

    Die Österreichische Adipositas Gesellschaft ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft in Österreich, deren interdisziplinäres Interesse und Arbeitsmittelpunkt im Bereich des Gewichtsmanagements und der Lebensstiltherapie mit Ernährung und Bewegung liegen. Das zentrale Anliegen ist, nicht nur die Forschung und den wissenschaftlichen Austausch auf diesem Gebiet voranzutreiben, sondern insbesondere auch die medizinische Versorgung der Betroffenen zu verbessern.

    Weiterlesen ...

Berufsverband österreichischer Internisten

Seite des niedergelassenen Internisten

Focus: Angiologie

  • Therapie der akuten Lungenembolie – Stellenwert der neuen oralen Antikoagulantien

    Unterschiede zwischen Pulmonalembolie (PE) und tiefer Venenthrombose (TVT) spiegeln sich in den Behandlungsstrategien wieder.

    Auch bei neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) gibt es unterschiedliche Ergebnisse in der Behandlung der TVT und PE (z. B. bei Idraparinux).

    Derzeit liegt für die Akuttherapie der PE für kein NOAK eine Zulassung vor.

    Rivaroxaban: zugelassen für die TVT-Therapie und Rezidivprophylaxe nach TVT und PE. In der PE-Behandlung gleich effektiv wie der Therapiestandard (NMH/VKA), große Blutungen unter Rivaroxaban weniger häufig. Für die Akutbehandlung der PE liegt ein positiver Entscheid der europäischen Gesundheitsbehörde CHMP vor.

    Dabigatran: in der PE-Behandlung gleich wirksam wie NMH/VKA. Die Initialbehandlung wurde in Studien jedoch für mindestens 5 Tage mit NMH durchgeführt.

    Weiterlesen ...
  • Morbus Horton – Warnsignal neu aufgetretener Kopfschmerz


    Arteriitis cranialis (Morbus Horton) ist eine chronische granulomatöse Entzündung der großen und mittleren Arterien.

    Häufigste Symptome sind neben dem neu aufgetretenen Kopfschmerz

    • oberflächliche Schmerzsensationen im Bereich der Kopfhaut
    • Kiefer-Claudicatio
    • Allgemeinsymptomatik, wie z. B. starkes Krankheitsgefühl

    gefürchtete frühe Manifestation: permanenter partialer oder kompletter Visusverlust

    Therapie: Glukokortikoide

    Weiterlesen ...
  • Gefäßmanifestationen der Kollagenosen – Aufschlussreiche Kapillarmikroskopie 


    Gefäßmanifestationen von Kollagenosen können sowohl die Makro- als auch die Mikrozirkulation betreffen.

    Das Leitsymptom solcher Gefäßveränderungen ist die Raynaud-Symptomatik, welche durch eine Weiß-, Blau- und Rotverfärbung der Akren, vornehmlich der Finger und Zehen bei Kälte oder Feuchtigkeit, charakterisiert ist. Diese Symptomatik kann durch eine Kälteprovokation mit 20 °C kaltem Wasser unter thermografischer Dokumentation objektiviert werden und ist in 10–20 % auch das Erstsymptom einer in Entstehung begriffenen Kollagenose.

    Die Kapillarmikroskopie ist eine nicht-invasive, kostengünstige Methode, die neben anderen Methoden einen Baustein in der Diagnostik von Kollagenosen darstellt. Die diagnostische Treffsicherheit ist am höchsten bei der systemischen Sklerose. Unspezifische Veränderungen finden sich allerdings auch bei einer großen Anzahl von gesunden Personen.

    Weiterlesen ...
  • Differenzialdiagnose bei Raynaud-Syndrom – Manchmal mehr als nur weiße Finger


    Für den klinischen Alltag gibt es einen Algorithmus zur Differenzialdiagnose des Raynaud-Syndroms (RS).

    Ein besonderer Stellenwert in diesem Screeningprogramm kommt der Kapillarmikroskopie zur Differenzierung zwischen primärem und sekundärem RS zu.

    Bei unklarer Diagnose, bei Verdacht auf SRS, bei schweren therapieresistenten Symptomen Überweisung an ein Spezialzentrum.

    Weiterlesen ...
  • Chronische Herzinsuffizienz – Pharmakologische Behandlung: Update 2012

    Diuretika-Dosis ist dem individuellen Flüssigkeitsstaus des Patienten anzupassen.
    Bei Patienten mit Überwässerung kann eine höhere Diuretika-Dosis vorteilhaft sein.

    Der kombinierte Einsatz eines RAS-Blockers mit einem Beta-Blocker („Blocker-Cocktail‟) sollte a priori im Behandlungsplan jedes individuellen Herzinsuffizienz-Patienten verankert werden.

    Die Dreifachkombination ACE-Hemmer + ARB + Aldosteron-Antagonist ist nicht empfohlen.

    Die Senkung der Herzfrequenz ist ein neues Therapieziel.

    Mangelnde Therapietreue ist mit erhöhter Mortalität assoziiert.

    Weiterlesen ...
  • Highlights bei Herzinsuffizienz 
– Studien ALDO-DHF und PARAMOUNT 


    Diastolische Herzinsuffizienz

    Diagnose mit Belastungsechokardiografie.

    Trainingsprogramme verbessern die Herzmuskelfunktion, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

    Neue Studie ALDO-DHF mit Spironolacton: Verbesserung der diastolischen Funktion.
    Zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung.

    PARAMOUNT-Studie: Neue Substanzklasse in erster klinischer Prüfung. Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor verbessert die neuroendokrine Aktivierung, Herzmuskelfunktion und Lebensqualität.

    Weiterlesen ...
  • Herzinsuffizienz und KHK – Neue Daten zur medikamentösen und interventionellen Therapie

    Ivabradin als Add-on reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz die kumulative Hospitalisierungsrate um 25 % vgl. mit Placebo (SHIFT).

    Der Remodeling-Effekt der Resynchronisation bleibt auch im 5-Jahres-Follow-up bestehen (REVERSE).

    2 x 2,5 mg Rivaroxaban verbessert die Prognose und verhindert thrombotische Ereignisse nach einem STEMI (ATLAS ACS 2-TIMI 51).

    Beim Diabetiker mit proximaler/komplexer LAD- oder 2- bzw. 3-Gefäß-Erkrankung mit stabiler AP oder NSTEMI bleibt die ACBG die bevorzugte Methode vgl. mit PCI (CARDIA).

    Weiterlesen ...
  • Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Schlafapnoe als relevanter unabhängiger Prognosefaktor


    Bis zu 70 % der HI-Patienten sind von einer Schlafatemstörung (obstruktives Schlafapnoesyndrom oder Cheyne-Stokes-Atmung) betroffen.

    Der Nachweis einer Schlafatmungsstörung bei HI-Patienten ist mit einer Verschlechterung der 5-Jahres-Mortalität verbunden.

    Eine Optimierung der Herzinsuffizienztherapie führt häufig zu einer Verbesserung der Cheyne-Stokes-Atmung.

    Die Behandlung der Schlafatemstörung führt zu einer Verbesserung der kardialen Pumpfunktion.

    Weiterlesen ...
  • Neuerungen in den ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern


    Die wesentlichen Änderungen betreffen die Embolieprophylaxe.

    Zur Risikoabschätzung ist nun ausschließlich der CHA2DS2VASc-Score empfohlen.

    Die neuen Antikoagulantien können zumindest gleichwertig zu den Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt werden.

    Bei der medikamentösen Rhythmuskontrolle ist bei Herzinsuffizienz jetzt ausschließlich Amiodaron indiziert.

    Weiterlesen ...
  • Chronisches Vorhofflimmern – Chirurgische und kathetergestützte Intervention in der Praxis


    Die intraoperative Kryoablation ist ein sicheres Add-on-Verfahren bei lang bestehendem persistierendem Vorhofflimmern.

    Die Katheterablation wird derzeit vorwiegend bei symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. Komplikationen treten am häufigsten periinterventionell auf. Es besteht eine Tendenz zur Über-Antikoagulation.

    Weiterlesen ...
  • Vascular Inflammation
 – Von der Entzündung zum Herzinfarkt


    Patienten mit erhöhten inflammatorischen Biomarkern (z. B. CRP) haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, selbst wenn die klassischen Risikofaktoren akzeptabel sind.

    Die Therapie mit Statinen, insbesondere Rosuvastatin, führt nicht nur zu einer Reduktion von LDL-C und hs-CRP, sondern selbst bei Patienten mit erhöhtem hs-CRP und ansonsten unauffälligem Risikoprofil zu einer Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

    Inwieweit alleinige antiinflammatorische Strategien kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren können, werden die Ergebnisse großer, multizentrischer, randomisierter Studien mit niedrig dosiertem Methotrexat und einem monoklonalen IL-1-Antikörper zeigen.

    Weiterlesen ...
  • APOSEC – Neuer Therapieansatz in der Behandlung des Herzinfarkts


    APOSEC wird aus dem Kulturüberstand von apoptotischen peripheren mononukleären Zellen gewonnen.

    In Tiermodellen bewirkte APOSEC eine signifikante Verkleinerung von Arealen mit mikrovaskulärer Obstruktion.

    In vitro wurden plättchenhemmende Eigenschaften und eine vasodilatorische Wirkung gezeigt.

    Eine erste klinische Phase-I-Studie wird angestrebt.

    Weiterlesen ...
  • ESC-Highlights beim akuten Koronarsyndrom 
– Neue Studien, neue Guidelines

    PROTECT-Studie: Erster Head-to-Head-Vergleich zweier beschichteter Stents, Cypher vs. Endeavor, mit einer geringeren Rate an Stentthrombosen für Endeavor, dem Stent der neueren Generation.

    Abnahme der Infarktmortalität von STEMI-Patienten: In einer französischen Studie ist die 30-Tage-Mortalität in den letzten 20 Jahren um knapp zwei Drittel gesunken. Demgegenüber steigt die Infarkt-Inzidenz bei Frauen unter 60 Jahren.

    Rehabilitationsprogramme nach PCI: Aufklärung ist wesentlich. In einer schwedischen Studie fühlt sich ein Drittel der Infarktpatienten nach Stentimplantation vollständig rehabilitiert und verzichtet auf Präventionsmaßnahmen.

    Neue STEMI-Guidelines

    • Time is muscle: „In 60 Minuten am Kathetertisch‟ lautet die Maximalforderung für Patienten mit frischem Infarkt.
    • Erfolg der neuen Stentgeneration: Nach DES-Implantation wurde die strikte Minimaldauer der dualen Antiplättchentherapie auf 6 Monate verkürzt.

    IABP-Schock-II-Studie: Rückstufung einer Methode. STEMI-Patienten im kardiogenen Schock profitieren doch nicht von der intraaortalen Ballongegenpulsation, einem Verfahren zur Kreislaufstabilisierung

    TRILOGy-ACS: Prasugrel bei konservativ behandelten Patienten mit akutem Koronarsyndrom so sicher wie Clopidogrel, aber nicht wie erhofft besser.

    WOEST-Studie bei antikoagulationsbedürftigen Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Erste kontrollierte Studie zum Verzicht auf Aspirin.

    Deutsches Aortenklappenregister GARy: Einziges Register, in dem interventionelle und chirurgische Methoden erfasst werden. Bereits ein Viertel der Patienten mit Aortenklappenstenose wird interventionell behandelt.

    Weiterlesen ...
  • GARY-Register – Katheterunterstützte Herzklappenintervention vs. chirurgischer Klappenersatz 


    Deutsches Aortenklappenregister GARY

    13.860 Patienten mit Aortenstenose, TAVI bei knapp 30 % der Patienten.

    15 % der TAVI-Patienten im Alter < 75 Jahre.

    Spitalsmortalität nach transvaskulärer TAVI bei Patienten < 75 Jahre mit Chirurgie vergleichbar.

    Hohe Rate an Schrittmacherimplantationen.

    Spitalsmortalität durch Euroscore massiv überschätzt.

    Weiterlesen ...
  • Individualisierte Anti-Plättchen-Therapie
 – Das Ansprechen auf die Plättchenhemmung messen


    Clopidogrel zeigt eine hohe interindividuelle Variabilität der Wirkung.

    Das automatische Verschreiben der neuen Thrombozytenfunktionshemmer ist mit Blutungsrisiko und hohen Kosten verbunden.

    Als Entscheidungsbasis kann das Ansprechen kurz nach Therapiebeginn mit Clopidogrel getestet werden. Einige Studien zeigen, dass dies das Risiko für Stentthrombosen und akutes Koronarsyndrom reduzieren kann.

    Weiterlesen ...

Kardiologie

Angiologie

  • Therapie der akuten Lungenembolie – Stellenwert der neuen oralen Antikoagulantien

    Unterschiede zwischen Pulmonalembolie (PE) und tiefer Venenthrombose (TVT) spiegeln sich in den Behandlungsstrategien wieder.

    Auch bei neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) gibt es unterschiedliche Ergebnisse in der Behandlung der TVT und PE (z. B. bei Idraparinux).

    Derzeit liegt für die Akuttherapie der PE für kein NOAK eine Zulassung vor.

    Rivaroxaban: zugelassen für die TVT-Therapie und Rezidivprophylaxe nach TVT und PE. In der PE-Behandlung gleich effektiv wie der Therapiestandard (NMH/VKA), große Blutungen unter Rivaroxaban weniger häufig. Für die Akutbehandlung der PE liegt ein positiver Entscheid der europäischen Gesundheitsbehörde CHMP vor.

    Dabigatran: in der PE-Behandlung gleich wirksam wie NMH/VKA. Die Initialbehandlung wurde in Studien jedoch für mindestens 5 Tage mit NMH durchgeführt.

    Weiterlesen ...
  • Morbus Horton – Warnsignal neu aufgetretener Kopfschmerz


    Arteriitis cranialis (Morbus Horton) ist eine chronische granulomatöse Entzündung der großen und mittleren Arterien.

    Häufigste Symptome sind neben dem neu aufgetretenen Kopfschmerz

    • oberflächliche Schmerzsensationen im Bereich der Kopfhaut
    • Kiefer-Claudicatio
    • Allgemeinsymptomatik, wie z. B. starkes Krankheitsgefühl

    gefürchtete frühe Manifestation: permanenter partialer oder kompletter Visusverlust

    Therapie: Glukokortikoide

    Weiterlesen ...
  • Gefäßmanifestationen der Kollagenosen – Aufschlussreiche Kapillarmikroskopie 


    Gefäßmanifestationen von Kollagenosen können sowohl die Makro- als auch die Mikrozirkulation betreffen.

    Das Leitsymptom solcher Gefäßveränderungen ist die Raynaud-Symptomatik, welche durch eine Weiß-, Blau- und Rotverfärbung der Akren, vornehmlich der Finger und Zehen bei Kälte oder Feuchtigkeit, charakterisiert ist. Diese Symptomatik kann durch eine Kälteprovokation mit 20 °C kaltem Wasser unter thermografischer Dokumentation objektiviert werden und ist in 10–20 % auch das Erstsymptom einer in Entstehung begriffenen Kollagenose.

    Die Kapillarmikroskopie ist eine nicht-invasive, kostengünstige Methode, die neben anderen Methoden einen Baustein in der Diagnostik von Kollagenosen darstellt. Die diagnostische Treffsicherheit ist am höchsten bei der systemischen Sklerose. Unspezifische Veränderungen finden sich allerdings auch bei einer großen Anzahl von gesunden Personen.

    Weiterlesen ...
  • Differenzialdiagnose bei Raynaud-Syndrom – Manchmal mehr als nur weiße Finger


    Für den klinischen Alltag gibt es einen Algorithmus zur Differenzialdiagnose des Raynaud-Syndroms (RS).

    Ein besonderer Stellenwert in diesem Screeningprogramm kommt der Kapillarmikroskopie zur Differenzierung zwischen primärem und sekundärem RS zu.

    Bei unklarer Diagnose, bei Verdacht auf SRS, bei schweren therapieresistenten Symptomen Überweisung an ein Spezialzentrum.

    Weiterlesen ...

Rheumatologie

  • Rezente Therapie bei Polyangiitis – Klares Therapiemanagement und rasche Behandlung

    Die Ergebnisse zu Rituximab als Cyclophosphamid-Alternative zur Remissionsinduktion sind überzeugend, Langzeitdaten fehlen noch.

    Mycophenolat-Mofetil erscheint vielversprechend.

    Weitere therapeutische Ansätze mit anderen B-Zell-depletierenden Biologika und niedrigmolekularen Inhibitoren (z. B. Kinasehemmer oder Proteasomenhemmer) werden derzeit untersucht.

    Weiterlesen ...
  • Gicht – Harnsäure: Wann senken und wie stark? 


    Eine medikamentöse Senkung der Serumharnsäurekonzentration ist nach Meinung der Autoren spätestens ab einem Wert über 10 mg/dl angezeigt. Jedenfalls sollte der Wert kontrolliert und mit dem Patienten ein Gespräch über Ernährung und Lifestyle-Modifikation geführt werden.

    Der Zielwert der Serumharnsäure unter Therapie ist < 6 mg/dl.

    Ein stattgehabter Gichtschub stellt die Indikation zur Einleitung einer uratsenkenden Therapie dar, begleitet von einer Anfallsprophylaxe mit NSAR oder Kolchizin.

    Weiterlesen ...

Hämatologie und Hämostaseologie

  • WARFASA-Studie – ASS zur verlängerten Sekundärprophylaxe nach Venenthrombosen


    Eine dauerhafte Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (Warfarin) verhindert zwar effizient Thromboserezidive, geht aber auch mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher, was den Nutzen einer primär langfristig ausgerichteten Therapie in Frage stellt.

    WARFASA-Studie: Bei Patienten mit spontaner venöser Thromboembolie reduziert die Gabe von Aspirin im Anschluss an eine 6–12-monatige Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten das Rethrombose-Risiko um etwa 40 %.

    Weiterlesen ...

Onkologie

  • Studien PHARE und HERA mit Trastuzumab – Ein Jahr ist optimal: Länger bringt keinen Zugewinn, kürzer könnte schaden

    Studien PHARE (6 Monate) und HERA (2 Jahre) bestätigen den Goldstandard der adjuvanten Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms.

    Der HER2-Antikörper Trastuzumab wird weiterhin für die Dauer eines Jahres verabreicht.

    Weiterlesen ...
  • KOMMENTAR
    Wir haben mit den beiden in der Presidential-Sitzung vorgestellten Studien nun erstmals lang erwartete Daten zur optimalen Dauer der HER2-Therapie im adjuvanten Setting. HERA hat als einzige Studie eine Therapiedauer von 2 Jahren untersucht, die derzeit laufenden Studien untersuchen prospektiv ...Weiterlesen ...
  • ESMO 2012: Bronchialkarzinom


    Zunehmende Individualisierung der Therapie des NSCLC durch Charakterisierung von Driver-Mutationen.

    Erlotinib, Gefitinib und Afatinib bei NSCLC mit EGFR-aktivierenden Mutationen.

    Hohe EGFR-Expression als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf Cetuximab.

    Phase-III-Studie PROFILE 1007 mit dem ALK-Inhibitor Crizotinib als Second-Line-Therapie: längeres progressionsfreies Überleben und höhere Ansprechraten gegenüber Chemotherapie.

    Weiterlesen ...

Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Zystische Pankreastumoren als Nebenbefund 


    Bei zystischen Pankreastumoren handelt es sich um gutartige bis hin zu hochmalignen Läsionen.

    Die exakte Diagnose ist für das Management essenziell, aber nicht selten schwierig und unsicher.

    Bei der intraduktalen papillär-muzinösen Seitenast-Neoplasie (bd-IPMN) stehen die Empfehlungen zur Diskussion. Die Sendai-Kriterien sind nicht verlässlich.

    Nicht nur die Läsion, sondern auch die Operation birgt Gefahren.

    Erkenntnisse über den natürlichen Verlauf der potenziell malignen Läsionen sowie eine bessere präoperative Diagnostik werden dringend benötigt.

    Weiterlesen ...

Nephrologie

  • Endothelin-Antagonisten bei diabetischer Nephropathie – Haben sie eine Zukunft?

    Die Stärke der Proteinurie korreliert mit der Abnahme der Nierenfunktion und dem kardiovaskulären Risiko.

    Endothelin-Antagonisten sind möglicherweise die potentesten Substanzen zur Senkung der Proteinurie.

    Die antiproteinurische Wirkung setzt schon bei sehr niedrigen Dosen ein; hohe Dosierungen erhöhen das Risiko von Ödemen und akuter Herzinsuffizienz.

    Auch die Wirkung von Angiotensin II kann durch bestimmte Endothelin-Antagonisten gehemmt werden.

    Weiterlesen ...

Infektiologie

  • Spontane bakterielle Peritonitis 


    Die spontane bakterielle Peritonitis (> 250 neutrophile Granulozyten/mm3 im Aszites) ist die häufigste Infektion bei einer Leberzirrhose mit Aszites.

    Sie kann asymptomatisch verlaufen, muss rasch diagnostiziert und sofort behandelt werden.

    Multiresistente Erreger führen zunehmend zu Therapieversagen der gängigen Therapie (Cephalosporin der 3. Generation).

    Die Unterscheidung zwischen ambulant erworbener und nosokomialer SBP ist wegen der höheren Sterblichkeitsrate bei nosokomialen Infektionen von Bedeutung.


    Weiterlesen ...
  • Therapie der Tuberkulose


    Die Tuberkulose ist weltweit eine der wichtigsten Infektionskrankheiten. Bei konsequenter Therapie hat die Tuberkulose eine gute Prognose, selbst die multiresistenten Formen, die durch eine Resistenz gegenüber den zwei wichtigsten Medikamenten Rifampicin und Isoniazid definiert sind.

    Aus Gründen des Infektionsschutzes und wegen der komplexen Therapie sind für Tuberkulosepatienten spezialisierte Zentren erforderlich, multiresistente Patienten sollten ausschließlich in solchen behandelt werden.

    Nach Rifampicin (Zulassung 1964) könnte in naher Zukunft erstmals wieder ein neues Tuberkulosemedikament zugelassen werden.

    Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

Palliativmedizin

  • Ernährung in der Palliativmedizin – Alle onkologischen Patienten auf Mangelernährung screenen

    Vor allem in frühen Stadien hat die Ernährungstherapie bei onkologischen Patienten einen hohen Stellenwert.

    Alle Tumorpatienten sollten auf Mangelernährung gescreent werden.

    Orale Supplemente, wenn Kalorienzufuhr länger als 7–10 Tage herkömmlich nicht gedeckt werden kann (ESPEN-Guidelines).

    Mit fortschreitender Erkrankung und zunehmender Kachexie nimmt der Stellenwert artifizieller Ernährung ab, die Bedeutung der physikalischen Therapie steigt.

    Weiterlesen ...

Pneumologie

  • Ultraschalldiagnostik beim kardiopulmonalen Notfall


    Mit Hilfe portabler Ultraschallgeräte können unmittelbar nach oder auch im Rahmen der klinischen Untersuchung etliche lebensbedrohliche Krankheitsbilder die Lunge betreffend – Lungenödem, Pneumothorax, Pleuraerguss, Lungenembolie etc. – rasch nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.

    Hilfreich bei der differenzialdiagnostischen Zuordnung ist die erweiterte sonografische Begutachtung über die Organgrenzen hinaus (Echokardiografie, Darstellung wichtiger Gefäße etc.).

    Weiterlesen ...

Themenheft: Hot Topics der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie

  • Editorial ESC-Beilage

    Sehr geehrte Leser und Leserinnen! Zur Jahrestagung der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in München Ende August 2012 sind Tausende von Kollegen aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus anderen Kontinenten angereist. In vielen Symposien, Vortagsreihen und Posterpräsentationen wurden neue Erkenntnisse…

    Weiterlesen ...
  • Chronische Herzinsuffizienz – Pharmakologische Behandlung: Update 2012

    Diuretika-Dosis ist dem individuellen Flüssigkeitsstaus des Patienten anzupassen.
    Bei Patienten mit Überwässerung kann eine höhere Diuretika-Dosis vorteilhaft sein.

    Der kombinierte Einsatz eines RAS-Blockers mit einem Beta-Blocker („Blocker-Cocktail‟) sollte a priori im Behandlungsplan jedes individuellen Herzinsuffizienz-Patienten verankert werden.

    Die Dreifachkombination ACE-Hemmer + ARB + Aldosteron-Antagonist ist nicht empfohlen.

    Die Senkung der Herzfrequenz ist ein neues Therapieziel.

    Mangelnde Therapietreue ist mit erhöhter Mortalität assoziiert.

    Weiterlesen ...
  • Highlights bei Herzinsuffizienz 
– Studien ALDO-DHF und PARAMOUNT 


    Diastolische Herzinsuffizienz

    Diagnose mit Belastungsechokardiografie.

    Trainingsprogramme verbessern die Herzmuskelfunktion, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

    Neue Studie ALDO-DHF mit Spironolacton: Verbesserung der diastolischen Funktion.
    Zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung.

    PARAMOUNT-Studie: Neue Substanzklasse in erster klinischer Prüfung. Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor verbessert die neuroendokrine Aktivierung, Herzmuskelfunktion und Lebensqualität.

    Weiterlesen ...
  • Herzinsuffizienz und KHK – Neue Daten zur medikamentösen und interventionellen Therapie

    Ivabradin als Add-on reduziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz die kumulative Hospitalisierungsrate um 25 % vgl. mit Placebo (SHIFT).

    Der Remodeling-Effekt der Resynchronisation bleibt auch im 5-Jahres-Follow-up bestehen (REVERSE).

    2 x 2,5 mg Rivaroxaban verbessert die Prognose und verhindert thrombotische Ereignisse nach einem STEMI (ATLAS ACS 2-TIMI 51).

    Beim Diabetiker mit proximaler/komplexer LAD- oder 2- bzw. 3-Gefäß-Erkrankung mit stabiler AP oder NSTEMI bleibt die ACBG die bevorzugte Methode vgl. mit PCI (CARDIA).

    Weiterlesen ...
  • Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Schlafapnoe als relevanter unabhängiger Prognosefaktor


    Bis zu 70 % der HI-Patienten sind von einer Schlafatemstörung (obstruktives Schlafapnoesyndrom oder Cheyne-Stokes-Atmung) betroffen.

    Der Nachweis einer Schlafatmungsstörung bei HI-Patienten ist mit einer Verschlechterung der 5-Jahres-Mortalität verbunden.

    Eine Optimierung der Herzinsuffizienztherapie führt häufig zu einer Verbesserung der Cheyne-Stokes-Atmung.

    Die Behandlung der Schlafatemstörung führt zu einer Verbesserung der kardialen Pumpfunktion.

    Weiterlesen ...
  • Neuerungen in den ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern


    Die wesentlichen Änderungen betreffen die Embolieprophylaxe.

    Zur Risikoabschätzung ist nun ausschließlich der CHA2DS2VASc-Score empfohlen.

    Die neuen Antikoagulantien können zumindest gleichwertig zu den Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt werden.

    Bei der medikamentösen Rhythmuskontrolle ist bei Herzinsuffizienz jetzt ausschließlich Amiodaron indiziert.

    Weiterlesen ...
  • Neue orale Antikoagulantien – Und demnächst sind es vier


    Ein großer Teil der Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) erhält trotz bestehender Indikation keine orale Antikoagulation zur Schlaganfallprävention. Einer der Hauptgründe dafür sind die Vorbehalte gegenüber Vitamin-K-Antagonisten (VKA).

    Die neuen oralen Antikoagulantien (NOAC) Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban bieten eine wirksame und einfach anzuwendende Alternative zu VKA. Zugelassen sind Dabigatran und Rivaroxaban, die Zulassung für Apixaban wird für Dezember 2012 erwartet.

    Das vierte NOAC Edoxaban wird in der noch laufenden, bisher größten einzelnen randomisierten kontrollierten Studie zu einem NOAC bei VHF getestet.

    Weiterlesen ...
  • Chronisches Vorhofflimmern – Chirurgische und kathetergestützte Intervention in der Praxis


    Die intraoperative Kryoablation ist ein sicheres Add-on-Verfahren bei lang bestehendem persistierendem Vorhofflimmern.

    Die Katheterablation wird derzeit vorwiegend bei symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. Komplikationen treten am häufigsten periinterventionell auf. Es besteht eine Tendenz zur Über-Antikoagulation.

    Weiterlesen ...
  • Vascular Inflammation
 – Von der Entzündung zum Herzinfarkt


    Patienten mit erhöhten inflammatorischen Biomarkern (z. B. CRP) haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, selbst wenn die klassischen Risikofaktoren akzeptabel sind.

    Die Therapie mit Statinen, insbesondere Rosuvastatin, führt nicht nur zu einer Reduktion von LDL-C und hs-CRP, sondern selbst bei Patienten mit erhöhtem hs-CRP und ansonsten unauffälligem Risikoprofil zu einer Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

    Inwieweit alleinige antiinflammatorische Strategien kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren können, werden die Ergebnisse großer, multizentrischer, randomisierter Studien mit niedrig dosiertem Methotrexat und einem monoklonalen IL-1-Antikörper zeigen.

    Weiterlesen ...
  • APOSEC – Neuer Therapieansatz in der Behandlung des Herzinfarkts


    APOSEC wird aus dem Kulturüberstand von apoptotischen peripheren mononukleären Zellen gewonnen.

    In Tiermodellen bewirkte APOSEC eine signifikante Verkleinerung von Arealen mit mikrovaskulärer Obstruktion.

    In vitro wurden plättchenhemmende Eigenschaften und eine vasodilatorische Wirkung gezeigt.

    Eine erste klinische Phase-I-Studie wird angestrebt.

    Weiterlesen ...
  • ESC-Highlights beim akuten Koronarsyndrom 
– Neue Studien, neue Guidelines

    PROTECT-Studie: Erster Head-to-Head-Vergleich zweier beschichteter Stents, Cypher vs. Endeavor, mit einer geringeren Rate an Stentthrombosen für Endeavor, dem Stent der neueren Generation.

    Abnahme der Infarktmortalität von STEMI-Patienten: In einer französischen Studie ist die 30-Tage-Mortalität in den letzten 20 Jahren um knapp zwei Drittel gesunken. Demgegenüber steigt die Infarkt-Inzidenz bei Frauen unter 60 Jahren.

    Rehabilitationsprogramme nach PCI: Aufklärung ist wesentlich. In einer schwedischen Studie fühlt sich ein Drittel der Infarktpatienten nach Stentimplantation vollständig rehabilitiert und verzichtet auf Präventionsmaßnahmen.

    Neue STEMI-Guidelines

    • Time is muscle: „In 60 Minuten am Kathetertisch‟ lautet die Maximalforderung für Patienten mit frischem Infarkt.
    • Erfolg der neuen Stentgeneration: Nach DES-Implantation wurde die strikte Minimaldauer der dualen Antiplättchentherapie auf 6 Monate verkürzt.

    IABP-Schock-II-Studie: Rückstufung einer Methode. STEMI-Patienten im kardiogenen Schock profitieren doch nicht von der intraaortalen Ballongegenpulsation, einem Verfahren zur Kreislaufstabilisierung

    TRILOGy-ACS: Prasugrel bei konservativ behandelten Patienten mit akutem Koronarsyndrom so sicher wie Clopidogrel, aber nicht wie erhofft besser.

    WOEST-Studie bei antikoagulationsbedürftigen Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Erste kontrollierte Studie zum Verzicht auf Aspirin.

    Deutsches Aortenklappenregister GARy: Einziges Register, in dem interventionelle und chirurgische Methoden erfasst werden. Bereits ein Viertel der Patienten mit Aortenklappenstenose wird interventionell behandelt.

    Weiterlesen ...
  • GARY-Register – Katheterunterstützte Herzklappenintervention vs. chirurgischer Klappenersatz 


    Deutsches Aortenklappenregister GARY

    13.860 Patienten mit Aortenstenose, TAVI bei knapp 30 % der Patienten.

    15 % der TAVI-Patienten im Alter < 75 Jahre.

    Spitalsmortalität nach transvaskulärer TAVI bei Patienten < 75 Jahre mit Chirurgie vergleichbar.

    Hohe Rate an Schrittmacherimplantationen.

    Spitalsmortalität durch Euroscore massiv überschätzt.

    Weiterlesen ...
  • Individualisierte Anti-Plättchen-Therapie
 – Das Ansprechen auf die Plättchenhemmung messen


    Clopidogrel zeigt eine hohe interindividuelle Variabilität der Wirkung.

    Das automatische Verschreiben der neuen Thrombozytenfunktionshemmer ist mit Blutungsrisiko und hohen Kosten verbunden.

    Als Entscheidungsbasis kann das Ansprechen kurz nach Therapiebeginn mit Clopidogrel getestet werden. Einige Studien zeigen, dass dies das Risiko für Stentthrombosen und akutes Koronarsyndrom reduzieren kann.

    Weiterlesen ...