UIM 06|2021

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 6/21
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Nun ist es so weit, wie vorhergesagt: Wir haben mehr Impfdosen gegen SARS-CoV-2 als Impfwillige. In diesem Zusammenhang gefällt mir ein Statement von Professor Ferdinand Rudolf Waldenberger: „Die Impfung ist ein Teil ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Nierentransplantation und mehr
    Die vorliegende Ausgabe von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN widmet sich schwerpunktmäßig der Nephrologie:
    Eine wesentliche Säule der Nierenersatztherapie ist die Nierentransplantation, die – trotz Weiterentwicklung der maschinellen Verfahren Hämodialyse/Blutwäsche (HD) und Peritonealdialyse/Bauchdialyse (PD) – die verlorengegangene Nierenfunktion am besten ersetzt. Abgesehen ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Der Oberste Sanitätsrat ist zurück

    Im März 2021 wurde – nach über 1-jähriger Pause – der Oberste Sanitätstrat (OSR) neu konstituiert. UNVERSUM INNERE MEDIZIN sprach mit OSR-Präsident Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der MedUni Wien, über die Bedeutung dieses wichtigen Beratungsgremiums des Gesundheitsministers.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • Der Ärztemangel wird kritisch

    „Ohne umfassende Maßnahmen zur Sicherstellung von Nachwuchs wird das österreichische Gesundheitswesen bald instabil werden“, sagte Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin, zu den neuesten Zahlen der Österreichischen Ärztekammer.

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Angiologie

  • Vakzininduzierte immunogene thrombotische Thrombopenie

    Diagnostischer Algorithmus und Therapie

    Die vakzininduzierte immunogene thrombotische Thrombopenie (VITT) stellt eine seltene, aber ernste Komplikation von COVID-19-Vektorimpfstoffen dar.

    Der Symptombeginn findet zwischen Tag 4 und 28 nach der Impfung statt. Die Diagnosestellung erfordert das Vorhandensein einer venösen Thromboembolie sowie einer Thrombopenie.

    Die unverzügliche Abklärung eines VITT-Verdachts sowie die Einleitung einer spezifischen Therapie bei bestätigter Diagnose sind unverzichtbar.

    Wie behandle ich richtig in dieser Situation?

    Die Gabe von parenteralen Immunglobulinen bildet aktuell die Basis der Therapie einer vakzininduzierten thrombotischen Thrombopenie.

    Eine HIT-kompatible Antikoagulation (d. h. Vermeidung von Heparin) mit einem kurzwirksamen parenteralen Antikoagulans scheint sinnvoll.

    Die Dauer der Antikoagulation scheint auf 3 bis 6 Monate limitiert zu sein.

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Rheumatologie

Hämatologie und Hämostaseologie

  • CAR-T-Zell-Therapie in Österreich – ein Resümee

    CAR-T-Zellen revolutionieren als neue Therapieform die Stammzelltransplantation. Um Erfahrungen zu sammeln und die Therapie zunehmend in die Routine zu integrieren, wurde die CAR-T-Zell-Plattform Austria gegründet. Das österreichische CAR-T-Zell-Netzwerk präsentierte sich am 13. Februar 2020 mittels eines Symposiums für Wissenschafter, Ärzte und Patienten erstmals der Öffentlichkeit. Nach mittlerweile über einem Jahr nach Start dieser Initiative zieht Univ.-Prof. Dr. Hildegard Greinix, Leiterin der Klinischen Abteilung für Hämatologie an der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz, Bilanz.

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  • EHA 2021 Virtual | Wichtige Studien im Überblick

    Österreichische Experten fassen ausgewählte Highlights des virtuellen EHA-Kongresses (9.– 17. Juni 2021) in Form von Kurznachrichten zusammen.

    Indikationsspezifisch wird von den wesentlichen Neuigkeiten hinsichtlich neuer Studiendaten, klinisch relevanter Faktoren und patientenbezogener Aspekte berichtet.

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Onkologie

  • Vielversprechende Entwicklungen im Bereich der Mammographie

    Frauen sollten sich über den Einsatz der Tomosynthese/3D-Mammographie in ihrer Radiologie-Praxis erkundigen.

    Kontrastmittelverstärkte 2D- bzw. 3D-Mammographie: Ein anfänglich unterschätzter Sparringspartner der MRT der Brust zeigt seine Kraft.

    Künstliche Intelligenz (KI): der neue Partner der Radiologen im Kampf gegen Brustkrebs.

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  • Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom – VISION-Trial

    Eine Vielzahl therapeutischer und diagnostischer Entwicklungen führten dazu, dass CRPC mittlerweile in eine mit unterschiedlichen Strategien gut behandelbare chronische Erkrankung überführt werden konnte.

    Jüngst konnte in der internationalen VISION-Studie ein Überlebensvorteil (PFS, OS) für 177Lu-PSMA-617 + Standardtherapie in der Drittlinie von CRPC-Patienten gezeigt werden. Eine entsprechende Zulassung in Europa wird erwartet.

    Patienten sollten weiterhin in einem Zentrum betreut werden, in dem molekular-genetische Untersuchungen durchgeführt werden können und auch eine Teilnahme an gut geplanten klinischen Studien möglich ist.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Pharmakogenetik bei familiären Lipidstoffwechselstörungen

    Zahlreiche Gene/Genvarianten können die Wirkung von Medikamenten, die in der Therapie der Fettstoffwechselstörungen verwendet werden, beeinflussen.

    Pharmakogenetische Analysen können dabei helfen, das Risiko für Nebenwirkungen bei der Therapie von Fettstoffwechselstörungen zu vermindern bzw. die Therapie zu optimieren.

    Datenbanken mit Hilfestellung für die Interpretation der wichtigsten Varianten sind vorhanden und werden laufend ergänzt/aktualisiert.

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Ernährungsmedizin

  • Beratung verkürzt Leidensweg

    Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind häufig und bedeuten für Betroffene oft einen langen Leidensweg; die richtige Diagnose wird oft erst spät gestellt.

    Neben diätetischen Maßnahmen kann man manchen Intoleranzen therapeutisch durch Einnahme der entsprechenden abbauenden Enzyme begegnen.

    Verschiedene Pharmaka oder auch Nahrungsergänzungsmittel können die Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten verstärken oder selbst verursachen.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Chronische Pankreatitis

    Die Therapie der chronischen Pankreatitis ist ein Gesamtkunstwerk aus medikamentöser, interventioneller und chirurgischer Schmerztherapie, aus Ernährungstherapie, Diabetesbehandlung und psychosozialer Rehabilitation.

    Bei schmerzhaften chronischen Pankreatitiden mit Gangstau soll unbedingt die endoskopische Drainage oder die chirurgische Therapie überlegt werden.

    Die optimale Betreuung von Patienten mit symptomatischer chronischer Pankreatitis erfolgt in enger Zusammenarbeit von Hausärzten und wenigen spezialisierten Zentren.

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  • Pankreatobiliäre Manifestationen der IgG4-assoziierten Erkrankung

    Die IgG4-assoziierte Erkrankung ist eine immunologisch vermittelte Systemerkrankung, charakterisiert durch Fibrosierung, Pseudotumorbildung und Vermehrung IgG4-positiver Plasmazellen in den betroffenen Organen.

    Die Differenzialdiagnose zwischen IgG4-assoziierter Cholangitis und primär sklerosierender Cholangitis (PSC) sowie der IgG4-assoziierten Autoimmunpankreatitis und dem Pankreaskarzinom ist sehr komplex.

    Therapie: Kortikosteroide führen bei über 90 % der Betroffenen zu einer partiellen und bei etwa 75 % zu einer vollständigen Remission.

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Nephrologie

  • Die Nierentransplantation – eine lebensverlängernde Therapie?

    Beim Vergleich der Lebenszeit zwischen Dialysepopulation und Transplantpopulation müssen verschiedene Fehlerquellen beachtet werden. Besonders der Lead Time Bias erhöht die Lebenszeit scheinbar um bis zu 4 Jahre.

    Die Lebensqualität im Vergleich ist bei Transplantierten in der Regel trotz der Einnahme von immunsupprimierenden Medikamenten erhöht.

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  • BK-Virus-assoziierte Nephropathie – ein Update

    Die BKV-Nephropathie ist ein weiterhin nicht zufriedenstellend gelöstes Problem und kann nach Nierentransplantation zu schweren Transplantatschäden führen.

    Die Risikofaktoren für eine BKVAN sind vielseitig und gehen über die Immunsuppression alleine hinaus.

    Der PVN-Score lässt prognostische Aussagen über das Risiko eines Transplantatverlustes zu.

    Die Therapie der ersten Wahl ist weiterhin die Reduktion der Immunsuppression.

    Erste vielversprechende Daten zum prophylaktischen Einsatz von IVIG werden derzeit in einer großen multizentrischen Studie validiert.

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  • T-Zell-Rezeptor-Repertoire nach Organtransplantation

    NGS-Methoden (Next-Generation Sequencing) ermöglichen es, das T-Zell-Repertoire und einzelne T-Zell-Klone über die Zeit zu verfolgen.

    Antigenspezifische T-Zellen (Spender, Viren) konnten bei Patienten nach Organtrans­plantation definiert und eine Anreicherung dieser konnte nach Transplantation und bei Infekten gezeigt werden.

    Diese Technik bietet in der Zukunft neue diagnostische und therapeutische Optionen.

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  • Chronische Niereninsuffizienz und Eiweißkonsum – quo vadis?

    Erhöhter Eiweißkonsum kann zu einer vorübergehenden Steigerung des glomerulären Filtrationsdrucks führen.

    Die Evidenzlage für eine eiweißarme Diät zur Progressionsverzögerung bei chronischer Niereninsuffizienz ist gering.

    Es ist fraglich, ob eine eiweißarme Diät während einer Therapie mit RAAS-Inhibitoren und/oder SGLT-2-Hemmern einen zusätzlichen nephroprotektiven Benefit bringt.

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  • Kalium-Binder zur Hyperkaliämie-Korrektur

    Für Natrium-Zirkonium-Cyclosilikat spricht die durch Studien gut belegte Vorgangsweise mit Korrektur- und Erhaltungsphase in der Therapie der Hyperkaliämie sowie dass es nahrungsunabhängig und weitgehend ohne Zeitabstand zu anderen Medikamenten verabreicht werden kann.

    Für Patiromer spricht, dass es natriumfrei ist.

    Bezogen auf schwerwiegende Nebenwirkungen spricht vieles gegen Natrium-Polystyren-Sulfonat (NPS), zumal es auch auf keine prospektiv randomisierten Studien über mehr als 7 Tage verweisen kann.

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Infektiologie

  • Nosokomiale Infektionen reduzieren

    Die Coronakrise machte die Bedeutung der Infektionsprophylaxe besonders deutlich und zeigte, welche Anstrengungen möglich sind. Dieses neue Bewusstsein und Engagement gilt es auch für die Prävention von Spitalskeimen zu nützen.

    Die „Initiative minus 15 Prozent“ strebt eine Verringerung der nosokomialen Infektionen in Österreich innerhalb der nächsten 5 Jahre um 15 % an.

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Kardiologie

  • Neue Therapieoptionen bei Aortenbogenpathologien

    Die Therapie der Aortenbogenpathologien ist komplex und sollte daher in einem spezialisierten Zentrum von einem erfahrenen Aorten-Team (Herzchirurgie, interventionelle Radiologie, kardiovaskuläre Anästhesie) durchgeführt werden.

    Weiterentwicklungen der konventionell chirurgischen oder endovaskulären Therapieformen und die Etablierung von Hybrideingriffen führten zu einer Reduktion des Operations- und Interventionsrisikos sowie der prozeduralen und postoperativen Komplikationen.

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  • Nikotinamid als Wirkstoff für zukünftige Therapie

    Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) ist eine der größten Herausforderungen in der kardiovaskulären und geriatrischen Medizin.

    Kalorienrestriktionsmimetika werden als potenzielle HFpEF-Therapie intensiv beforscht; ein vielversprechender Kandidat ist Nikotinamid.

    Zukünftige interventionelle klinische Studien sind notwendig, um dieWirksamkeit von Nikotinamid und anderen NAD+-Vorläufern bei HFpEF-Patienten zu testen.

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Pneumologie

  • Vom Frühstadium bis zum therapieresistenten Setting: Highlights beim Bronchialkarzinom

    Postadjuvante Anti-PD-L1-Immuntherapie mit Atezolizumab verbessert das krankheitsfreie Überleben im NSCLC-Frühstadium nach vollständiger Resektion.

    Durvalumab bleibt Goldstandard beim nichtreserzierbaren NSCLC nach Radiochemotherapie.

    Neue Therapiestrategien im Anti-EGFR-resistenten Setting: vielversprechende Ansprechraten, spannende Subgruppenanalyse.

    First-in-Class-Inhibitor beim KRAS-G12C-mutierten NSCLC: Sotorasib zeigt motivierende Ergebnisse ab der Zweitlinie.

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  • Die Rolle von Epithelzellen bei Atemwegsallergien

    Wiener Forscher identifizierten Gene in Epithelzellen, die eine Schlüsselfunktion bei allergischen Reaktionen aufweisen können.

    Diese Erkenntnisse legen den Grundstein für ein besseres Verständnis der Vorgänge und Abläufe bei respiratorischen Allergien und für die Entwicklung neuer Ansätze zur spezifischeren Behandlung.

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