SO 05|2016

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

AKTUELL für Sie!

Focus: Bronchialkarzinom

  • Vorwort: Neuordnung der Therapiekonzepte bei Lungenkrebs
    Vom 4. bis 7. Dezember fand in Wien die 17. Weltkonferenz für Lungenkrebs statt. Da es weltweit viele hochkarätige Bewerbungen um den Austragungsort gegeben hat, ist es eine besondere Auszeichnung für unsere Stadt, ausgewählt worden zu sein, wofür Univ.-Prof. Dr. ...Weiterlesen ...
  • Bildgebung beim Bronchialkarzinom

    Unbestritten ist die Computertomografie (CT) das wichtigste Verfahren zur Abklärung von Patienten mit Verdacht auf ein Lungenkarzinom.

    Aufgrund ihrer breiten Verfügbarkeit und ihrer hohen anatomischen Auflösung ist die CT das bildgebende Verfahren der Wahl im initialen Staging und im Restaging von Patienten mit Bronchialkarzinom.

    Für ein exaktes Staging ist meist eine Kombination von gezielt eingesetzter Bildgebung und invasiver Diagnostik notwendig.

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  • Volumetric Modulated ARC Therapy – Moderne Konzepte in der Radiotherapie des Bronchialkarzinoms

    Volumetric Modulated ARC Therapy (VMAT) ist eine weiterentwickelte Form der intensitäts­modulierten Radiotherapie und damit eine neue Bestrahlungstechnik in der Therapie des Bronchialkarzinoms, die bei gleicher Homogenität, Dosisverteilung und Präzision wie die ­3D-CRT eine höhere Präzision, steilere Dosisgradienten, schnellere Bestrahlungszeiten bei beweglichem Target mit kürzerer Liegedauer der Patienten und eine geringere Dosisbelastung umgebender Risikoorgane ermöglicht.

    VMAT kann sowohl bei der konventionellen Strahlentherapie des Bronchialkarzinoms als auch bei der Stereotaxie (Hochpräzisionsbestrahlung) oder bei palliativen Indikationen im metastasierten Setting eingesetzt werden.

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  • Chirurgische Optionen beim Bronchialkarzinom

    Minimalinvasive videoassistierte anatomische Resektionen etablieren sich zum chirurgischen Standard in der kurativen Therapie beim Bronchialkarzinom im Stadium I–II.

    Durch Fortschritte in multimodalen Therapieansätzen gewinnt die Chirurgie auch bei lokal fortgeschrittenem Bronchialkarzinom an Bedeutung.

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  • Bronchialkarzinom – Relevanz der Chemotherapie im Jahr 2016

    Patienten mit nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen ohne nachgewiesene Driver-Mutation erhalten eine platinhaltige Zweierkombination mit in Abhängigkeit vom Tumorstadium kurativer oder palliativer Intention.

    Patienten mit kleinzelligen Bronchialkarzinomen erhalten eine Erstlinienchemo-therapie mit einem Platin plus Etoposid und bei Progression eine Zweitlinientherapie mit Topotecan.

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  • Fortgeschrittenes nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom – Molekulare Aberrationen und therapeutische Relevanz

    Molekulare Aberrationen mit Relevanz für die Therapieplanung:

    • EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren bei aktivierender EGFR-Mutation
    • EGFR-Antikörper bei EGFR-Proteinexpression (in Kombination mit Chemotherapie bei Plattenepithelkarzinompatienten)
    • ALK-Inhibitoren bei ALK- oder ROS1-Rearrangement
    • PD-1/PD-L1-Inhibitoren und PD-L1-Expression
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  • Rezente Entwicklungen, dargestellt anhand von Fallbeispielen – Praxisrelevante Aspekte zur Therapieselektion

    Praxisverändernde Impulse kamen in diesem Jahr vor allem durch die Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren.

    Was zielgerichtete Therapien betrifft, werden im aktuellen Register der Austrian Lung Cancer Group Patienten mit EGFR-Mutation, ALK- und ROS1-Translokation systematisch erfasst.

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  • Austrian Lung Cancer Group – EGFR-, ALK- und ROS1-Register

    Im aktuellen Register der Austrian Lung Cancer Group ALCG sollen Patienten mit EGFR-Mutation, ALK- und ROS1-Translokation systematisch erfasst werden.

    Untersucht werden soll, welche Mutationen vorkommen, welche seltenen Mutationen zu finden sind und wie das Outcome dieser Patienten ist, vor allem auch jener, bei denen das Ansprechen auf eine Therapie noch nicht gesichert ist.

    Liquid Biopsy ist ein Thema, und vorausschauend wird bereits auch der PD-L1-Status bei mutierten Patienten erfasst.

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  • Neuroendokrine Tumoren der Lunge – quo vadis?

    Unter den neuroendokrinen Tumoren der Lunge stellen die bronchopulmonalen Karzinoide eine therapeutische Herausforderung dar.

    In frühen Stadien ist stets die komplette chirurgische Resektion anzustreben, in der metastasierten Situation sind die jeweiligen Therapiestrategien vor dem Hintergrund der spärlichen klinischen Evidenzlage individuell zu diskutieren.

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Kongress

Panorama

  • Wir brauchen hypothesenbasierte Forschung

    Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts wandelte sich die Biologie von einer deskriptiven Wissenschaft im traditionellen Sinne zu einem durch Hypothesen geleiteten Forschungsfeld. Eng damit verbunden war die zunehmende Dominanz des Reduktionismus, der Idee, dass komplexe biologische Systeme am besten verstanden werden könnten, indem man diese in ihre Einzelteile zerlegt und in Folge isoliert studiert.

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  • „Community Oncology“: „Es sollte die Expertise wandern und nicht der Patient reisen“

    Im Juni 2016 startete, initiiert durch Professor Christoph Zielinski, an der Klinischen Abteilung für Onkologie der MedUni Wien und am AKH Wien das neue „Community Oncology“-Programm (Leiter: Professor Wolfgang Köstler).

    Durch Vernetzung mit den lokalen und regionalen Schwerpunktspitälern und Erweiterung der Konsiliartätigkeit durch telemedizinische Angebote soll eine effiziente Steuerung von Patientenströmen sowie eine Optimierung der onkologischen Versorgung und der Durchführung klinischer Studien erzielt werden.

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  • Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt

    Wann soll der Auslandsaufenthalt stattfinden? – Nach dem Studium/während der Facharzt­ausbildung/nach der Facharztausbildung? Frühzeitig mit der Planung beginnen, ca. 2 Jahre vor dem Auslandsaufenthalt.

    Wo? Sorgfältige Auswahl des Labors/des Betreuers im Ausland: eher Initiativbewerbung in einem bekannten Labor des eigenen wissenschaftliches Feldes als Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen. Institution im Ausland vor geplantem Aufenthalt besuchen und Kontakt zu zukünftigen Laborkollegen suchen.

    Wie? Stipendienplanung nutzen, um den Projektfahrplan für den Auslandsaufenthalt festzulegen. Inländische und ausländische Stipendienmöglichkeiten in Betracht ziehen.

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  • ESMO Magnitude of Clinical Benefit Scale – Von der Theorie zur Praxis?

    Die ESMO-MCBS ermöglicht es dem Kliniker, mit Hilfe online zur Verfügung stehender Formulare den zu erwartenden klinischen Benefit eines neuen Therapieansatzes zu ermitteln.

    Die ESMO-MCBS basiert auf PFS/OS (inklusive Hazard Ratio) sowie Toxizitäts- und Quality-of-Life-Daten, die auf Basis von randomisierten/kontrollierten Studien veröffentlicht werden.

    Eine Analyse an der Medizinischen Universität Wien zeigte, dass die Ergebnisse der ESMO-MCBS gut mit der täglichen Praxis korrelieren.

    Die ESMO-MCBS wird stetig weiterentwickelt und soll künftig fixer Bestandteil der ESMO Clinical Practice Guidelines sein.

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  • Neuer Wissenschaftspreis für den Nachwuchs – Onkologiesymposium NIFA feiert 15-Jahr-Jubiläum
    Seit 15 Jahren findet einmal jährlich die NIFA (Neue Impulse in Fortbildung und Ausbildung) in Österreich statt. Vom Pharmaunternehmen AstraZeneca ins Leben gerufen, bietet die Veranstaltung onkologisch tätigen und onkologisch interessierten Ärztinnen und Ärzten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse rund um das ...Weiterlesen ...
  • Das Nierenzellkarzinom: Was wir 2016 wissen sollten

    Sowohl beim lokal begrenzten als auch beim fortgeschrittenen/metastasierten Nierenzellkarzinom kam es in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Kenntniszugewinn.

    Hot Topic beim lokal begrenzten Nierenzellkarzinom ist die fokale Therapie.

    Im fortgeschrittenen Stadium wird die Rolle der Chirurgie (z. B. Metastasenchirurgie) diskutiert. Die systemische Therapie hat eine revolutionäre Entwicklung erlebt (neue Tyrosinkinase- und Checkpoint-Inhibitoren).

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  • Neue Trends in der Vorsorgekoloskopie

    Die Vorsorgekoloskopie gilt als Goldstandard in der Darmkrebsprävention.

    Das österreichische Darmkrebsvorsorgeprogramm ist ein opportunistisches Screening.

    Polypen > 5 mm sollen laut aktuellen Guidelines nur mit Schlinge abgetragen werden.

    Serratierte Läsionen stellen eine besondere Herausforderung dar.

    Nachsorgeintervalle sollen schriftlich festgehalten werden.

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Industry Corner