SO 08|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

  • American Society of Hematology, ASH Annual Meeting 2017, Atlanta:Wichtige Fortschritte bei vielen hämatologischen Entitäten

    Die American Society of Hematology (ASH) hat zum Ziel, hämatologische Erkrankungen zu verstehen, ­zu diagnostizieren, zu therapieren und ihnen vorzubeugen. Bei der ASH-Jahrestagung rücken insbesondere der Austausch wissenschaftlicher Informationen und die Ergebnisse der klinischen Forschung in den Fokus. In diesem Jahr wurden in der Präsidenten- sowie der Late-breaking-Abstract-Sitzung Studienergebnisse präsentiert, die mit neuen Therapieoptionen den Praxisalltag in nächster Zukunft ändern dürften.

    Weiterlesen ...
  • Erster Round Table für die junge Onkologie

    Was zeichnet die Onkologie aus?

    Welchen Stellenwert hat die Arzt-Patienten-Beziehung?

    Was ist die persönliche Definition von Erfolg, wenn es keine Heilung gibt?

    Wie wichtig ist die wissenschaftliche Spezialisierung?

    Was fasziniert mich an der Onkologie? Über diese und andere Fragen wurde beim „Round Table der jungen Onkologie“ diskutiert. Die Teilnehmerinnen sprachen über ihre Leidenschaft für die Onkologie, welche Voraussetzungen man für die Tätigkeit in diesem Fach mitbringen sollte, über die Definition von Erfolg, persönliche Motivationen, Frustrationen und Wünsche. Moderiert wurde die Veranstaltung von ­Dr. Sophie Roider-Schur und Dr. Christian Tatschl.

    Weiterlesen ...

Focus: Urologische Tumoren

  • Urologische Tumoren – State of the Art 2017
    Onkologische Therapiestrategien haben sich in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert. Das betrifft auch urologische Tumoren: Hocheffiziente moderne Substanzen und wichtige Erkenntnisse über deren optimalen Einsatz haben die Prognose bei einer Vielzahl von Patienten deutlich verbessert. Die neuesten Errungenschaften sind ...Weiterlesen ...
  • State of the Art: Nierenzellkarzinom 2017

    Die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms erlebt nach Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren vor 11 Jahren den zweiten großen Durchbruch: Kombinationen von verschiedenen Checkpoint-Inhibitoren untereinander oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren bereichern das therapeutische Armamentarium.

    Weiterlesen ...
  • State of the Art 2017: Medikamentöse Therapie des Urothelkarzinoms der Harnblase

    Sowohl im neoadjuvanten als auch im adjuvanten und palliativen Setting ist eine cisplatinbasierte Chemotherapie bei geeigneten Patienten der Goldstandard.

    Die Anwendung von Checkpointinhibitoren in der Zweitlinie, im Progress ­während oder nach einer cisplatinhaltigen Therapie beziehungsweise bei ­cisplatinungeeigneten Patienten hat die Behandlungsoptionen revolutioniert.

    Weiterlesen ...
  • Typ-2-Diabetes und Prostatakarzinom

    Die Inzidenz des Prostatakarzinoms unterscheidet sich zwischen Patienten mit und ohne Diabetes nicht oder ist bei Diabetes je nach Studie sogar reduziert.

    Wenn Patienten mit Diabetes allerdings ein Prostatakarzinom entwickeln, ist der Tumor häufig aggressiver, diese Patienten haben also eine schlechtere Prognose.

    Eine erhöhte Expression des Androgenrezeptors, ein verändertes Expressionsmuster der Insulin/IGF-1-Rezeptoren zugunsten promitotischer Signalwege und eine verringerte Östrogenrezeptorexpression können am aggressiveren Verhalten des Prostatakarzinoms bei Patienten mit Diabetes mitbeteiligt sein.

    Weiterlesen ...
  • Genetische Risikofaktoren beim Prostatakarzinom

Kongress

  • 34. Jahrestagung der ACO-ASSO | Pankreaskarzinom, Vorstufen und periampulläres Karzinom

    Bis zum Jahr 2030 sind knapp 2.350 Pankreaskarzinom-Neuerkrankungen pro Jahr zu erwarten.

    Die histologische Diagnosesicherung sollte durch EUS-gesteuerte Biopsie erfolgen.

    Die optimale radiologische Bildgebung beim duktalen Adeno­karzinom der Bauchspeicheldrüse ist das kontrastmittelverstärkte Multidetektor-CT.

    Für eine erfolgreiche Therapie des Pankreaskarzinoms sind spezialisierte Teams, exzellente Behandlungstechniken und Zentralisierung mit hoher Behandlungsfrequenz essenziell.

    Die neoadjuvante Therapie wird immer wichtiger. Nano-Technologien haben zur Entwicklung neuer und wirksamer Medikamente geführt.

    Was chirurgische Resektionstechniken betrifft, könnte die totale mesopankreatische Exzision (TMpE) zum neuen Operationsstandard werden.

    Weiterlesen ...
  • 34. Jahrestagung der ACO-ASSO | Bahnbrechende Fortschritte durch neue PARP-Inhibitoren

    Eine Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib, Rucaparib) im Anschluss an eine platinhältige Rezidivtherapie bei Ovarialkarzinom (OC) ist für die Patientinnen vorteilhafter als Watchful Waiting.

    Der für Patientinnen mit BRCA-Mutation zugelassene PARP-Inhibitor Olaparib hat die OC-­Rezidivtherapie entscheidend verbessert und zur Empfehlung für ein BRCA-Screening bei allen OC-Patientinnen geführt.

    Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe wurde für Niraparib die EU-Zulassung zur ­Erhaltungstherapie des platinsensitiven Ovarialkarzinoms unabhängig vom BRCA-Status erteilt – Phase-III-Daten bestätigen Niraparib Effektivität über alle Subgruppen hinweg, auch bei Patientinnen ohne BRCA-Mutation.

    Weiterlesen ...

Panorama

  • CUP-Syndrom: Therapie

    Die Therapie des Carcinoma-of-unknown-primary-(CUP-)Syndroms muss differenziert nach lokal begrenzter und disseminierter Erkrankung erfolgen.

    Patienten mit spezifisch therapierbarem CUP-Syndrom können von langer Krankheitskontrolle profitieren.

    Weiterlesen ...

Personalisierte Medizin

  • Molekulares Tumorboard | Fallpräsentation Kolorektalkarzinom

    Ein „molekulares Tumorboard“ lotet Möglichkeiten aus, wie weit sich wissenschaftliche Erkenntnisse auf molekularer Ebene in den klinischen Alltag und damit in die konkrete Behandlungssituation von Patienten übersetzen lassen. Idealerweise erschöpft sich ein molekulares Tumorboard nicht darin, dass der Kliniker seinen Fall präsentiert und der Grundlagenforscher die Mutation, sondern es sollen im gegenseitigen Austausch Anamnese und Vortherapien in Relation zu den Mutationen und ihrer klinischen Evidenz gestellt werden. Diesem Konzept entsprechend wird in SPECTRUM ONKOLOGIE regelmäßig ein interessantes Fallbeispiel einer wichtigen Tumorentität präsentiert. Relevante molekulare Aspekte und Fragestellungen werden von unserem Tumorboard diskutiert und kommentiert.

    Weiterlesen ...

Translationelle Onkologie

  • Premiere für das 1. Translational Science Meeting in Innsbruck; Join Forces: Urologie und Onkologie – Forschung und Klinik

    Ziel des 1. Translational Science Meetings in Innsbruck war es, „Basic Science“ mit der State-of-the-Art-Therapie in der modernen Uro-Onkologie zu verbinden, um einerseits die Wirkmechanismen und Nebenwirkungen neuer Medikamente zu verstehen, andererseits, um zukünftige neue Kombinationstherapien mit Immuncheckpointinhibitoren und „targeted therapies“ zu diskutieren.

    Zwei Hot Spots galten dem Konzept der Oncomicrobiotics und der computergestützten Analyse von Tumor-Immunzell-Interaktionen

    Unter der Schirmherrschaft der Leiter der Universitätsklinik für Urologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Horninger) und der Universitätsklinik für Innere Medizin V/Hämatologie & Onkologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl) fand das 1. Translational Science Meeting in Innsbruck statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von einem jungen Team – Ass.-Prof. Doz. Dr. Isabel Heidegger-Pircher, PhD (Urologie), OÄ Dr. Renate Pichler, PhD (Urologie) und Dr. Andreas Pircher, PhD (Onkologie). Die Veranstaltung ging über 2 Tage und bot insgesamt 13 Vorträge zu neuen Konzepten der Immunonkologie, von denen hier nur zwei als Hot Spot dargestellt sind: Oncomicrobiotics und die computergestützten Analyse von Tumor-Immunzell-Interaktionen.

    Weiterlesen ...
  • Pharmacoscopy – Proof of Concept einer neuen Methode

    Next-Generation Microscopy – „A small drop of blood for an ocean of information“ (Giulio Superti-Furga)

    Pharmacoscopy ist eine am CeMM entwickelte Methode, die eine individuell optimale  Therapiewahl unterstützt, speziell bei Patienten mit wiederkehrenden Tumoren in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung, bei denen schnell gehandelt werden muss.

    Weiterlesen ...

Immunonkologie

  • Prädiktive Biomarker für immunonkologische Therapien am Horizont?

    Die immunhistochemische Bestimmung der PD-L1-Expression ist derzeit der am besten validierte prädiktive Biomarker für die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren.

    Die PD-L1-Expressionsanalyse wird in allen großen österreichischen Pathologie-Instituten routinemäßig und als „Reflex“ ohne Spezialanforderung etwa bei der Erstdiagnose eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms durchgeführt und das Ergebnis nach ein bis zwei Arbeitstagen mitgeteilt.

    Weiterlesen ...