UIM 04|2015

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 04|2015 Themenheft Gastroenterologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 4/15
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Während Ebola in Afrika mit massiver internationaler Hilfe unter Kontrolle zu kommen scheint, gibt es ein Aufflackern von Cholera sowohl im armen Haiti als auch in Flüchtlingslagern in Tansania in Afrika. In ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 4/15
    Telemedizinisches Monitoring in der Kardiologie
    Sie finden in diesem Heft mehrere Artikel über Erkennung und Behandlung von Arrhythmien. Durch den technischen Fortschritt werden mit immer kleineren Geräten immer größere Datenmengen unserer Patienten erfasst. Über „Home Monitoring“ ist es möglich, Daten ...Weiterlesen ...

Aktuell

  • 121. Internistenkongress – eine Fachgesellschaft schlägt neue Wege ein: Die Wandlung der Inneren Medizin

    Unter Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Hallek betraten die Internisten mit dem Kongressthema molekulare Prinzipien der Inneren Medizin Neuland.

    Mit medizinethischen Prinzipien und der Frage, welche ärztliche Leistung sinnvoll ist und wo Unterlassen die beste Hilfe für den Patienten ist, befasst sich die Initiative „Klug entscheiden‟, die auch über den Kongress hinaus auf der Agenda der Fachgesellschaft stehen wird.

    Mit der Ausstellung zur Fachgesellschaft in der NS-Zeit veröffentlichte die DGIM erstmals Ergebnisse der noch andauernden historischen Forschungen zu ihrer eignen Geschichte.

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Seite der Gesellschaft

Seite des niedergelassenen Internisten

Alles was Recht ist!

  • Aufklärungspflicht – Teil III: Behandlungsalternativen

    Wie in Teil I und Teil II dargestellt, sind weder der Umfang noch die Intensität oder der konkrete Zeitpunkt, zu dem die Aufklärung stattzufinden hat, gesetzlich definiert. Das lässt auf der einen Seite den für die Behandlung von Patienten notwendigen Gestaltungsspielraum – führt auf der anderen Seite aber nicht zu der gewünschten Rechtssicherheit und Klarheit für die betroffenen Ärzte.

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Kardiologie

  • Telemedizinisches Monitoring – Vorteile & Vorbehalte

    Telemedizinisches Monitoring:

    ermöglicht eine kontinuierliche Funktionsüberprüfung des implantierten Aggregats.

    ist vor allem bei Patienten mit CRT- bzw. ICD-Systemen sinnvoll durch zeitnahe Erfassung klinischer Ereignisse.

    hat positive Auswirkung hinsichtlich kardialer Dekompensationen und Mortalität.

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  • LifeVest – die „Defi-Weste“ oder der tragbare Kardioverter-Defibrillator

    Die LifeVest ist ein tragbarer Kardioverter-Defibrillator für Patienten

    • mit vorübergehendem plötzlichen Herztod-Risiko (SCD-Risiko) bis zur definitiven Entscheidung, ob ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert werden soll;
    • wenn der ICD nach Myokardinfarkt und/oder Revaskularisation (bei reduzierter LVEF ≤ 35 %) nicht sofort implantiert werden soll;
    • falls ein ICD-System wegen Infektion explantiert werden muss.

    Lebensbedrohliche Arrhythmien werden automatisch diagnostiziert und effektiv therapiert.

    Die Compliance ist sehr hoch, die Rate an inappropriaten Schocks beträgt lediglich 0,5 % und ist damit niedriger als beim ICD.

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  • Rhythmusmonitoring – aktueller Entwicklungsstand

    Jedes Rhythmusmonitoring sollte individualisiert erfolgen und bedarf daher einer ausführlichen Anamnese.

    Je kontinuierlicher eine Überwachung ist, desto höher liegt die Detektionsrate.

    Die Grenzen zwischen konventionellem und invasivem Monitoring verblassen durch neue Innovationen zusehends.

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  • Kosteneinsparungen im Abklärungsprozess von Synkopenpatienten

    Die Einführung eines strukturierten Behandlungspfades zur Synkopenabklärung auf Basis der geltenden Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie führt zu einer Steigerung der diagnostischen Erfolgsquote sowie zu einer Reduktion teils sehr kostenintensiver Untersuchungen, der Belagsdauer und der Behandlungskosten.

    Die Kosten des im Gegenzug vermehrten frühen Einsatzes implantierbarer Loop Recorder werden durch die Gesamteinsparungen mehr als wettgemacht.

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  • Qualität des Blutdruckmanagements in Österreich

    Was das flächendeckende Erreichen der Blutdruckzielwerte betrifft, ist Österreich Europa-Schlusslicht.

    Nach kanadischem Vorbild sollte mithilfe nationaler Projekte die Wahrnehmung für Hypertonie als bedeutendster kardiovaskulärer Risikofaktor bei Patienten und Ärzten gleichermaßen gestärkt werden.

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  • Echokardiografische Beurteilung der Diastole

    Die Beurteilung der diastolischen Funktion ist eine vordringliche Aufgabedes modernen kardiovaskulären Imaging und setzt Kenntnisse der Abläufe dieser Herzphase voraus.

    Der standardisierte Befund sollte neben der graduierten Beschreibung des Mitralflusssignales zumindest die Angabe von E:E‘ und die volumetrisch bestimmte Größe des linken Vorhofes enthalten.

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Angiologie

  • Behandlungsstrategien beim Bauchaortenaneurysma

    Die Aneurysmagröße ist der wichtigste Prädiktor einer Ruptur.

    Die offene Bauchaortenaneurysma-(BAA-)Ausschaltung eignet sich für Patienten mit niedrigem Risiko und hoher Lebenserwartung.

    Endovaskuläre Techniken werden insbesondere bei Hochrisiko-Patienten angewandt.

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  • Mechanische Thrombektomie beim akuten Schlaganfall

    Die rasche Rekanalisation des verschlossenen Gefäßes ist ein wichtiger prognostischer Faktor für das klinische Outcome von Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall.

    Die i. v. Lysebehandlung ist innerhalb von 4,5 Stunden erfolgreich, sofern kein schwerer Schlaganfall mit proximalem Gefäßverschluss und großem Thrombus vorliegt.

    Die mechanische Thrombektomie ist der i. v. Lyse bei proximalen Verschlüssen im vorderen Kreislauf überlegen – so die Ergebnisse randomisierter Studien – und sollte fester Bestandteil der Versorgung von Schlaganfallpatienten werden.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Interpretation von Gerinnungsbefunden

    Die Labordiagnostik beginnt mit der Durchführung von Globaltests.

    Zur Basisdiagnostik zählen Prothrombinzeit, aktivierte partielle Thrombo-plastinzeit und Fibrinogenbestimmung. Ergebnisabhängig erfolgen Bestimmungen der Einzelfaktoren, des Von-Willebrand-Faktors oder der Thrombozytenfunktion.

    Eine korrekte Befundinterpretation bzw. Diagnose bedürfen des Wissens um die Spezifikationen der verwendeten Tests und um die klinische Situation des Patienten.

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Rheumatologie

  • [Serie – Teil 1] Immunologie für den praktizierenden Internisten: Was ist Kostimulation?

    Zur T-Lymphozyten-Aktivierung sind 2 Signale nötig: ein antigenspezifisches Signal und ein antigenunabhängiger Kostimulus.

    Kostimulatorische Moleküle (auf antigenpräsentierenden Zellen) und ihre Bindungspartner (auf T-Zellen) sind z. B. CD80/CD86 und CD28 bzw. ICOS-Ligand und ICOS.

    Der wichtigste Gegenspieler von CD28 ist CTLA-4, das ebenfalls an CD80/CD86 bindet und die T-Zell-Aktivierung hemmt. Das Biologikum Abatacept blockiert die Interaktion von CD28 mit CD80/CD86 und damit die T-Zell-Aktivierung.

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Onkologie

  • Neue Standards in der systemischen Therapie des Mammakarzinoms

    Zwei große Themenkomplexe charakterisieren die Systemtherapie in St. Gallen 2015:

    Basierend auf den Daten von SOFT und TEXT gelang es, die Rolle der „ovarian function suppression‟ in der endokrinen Therapie prämenopausaler Frauen klarer zu definieren.

    Basierend auf den Daten der EBCTCG wurde erstmals der Einsatz von Bisphosphonaten als Bestandteil der adjuvanten Therapie postmenopausaler Frauen auch außerhalb der klassischen antiresorptiven Indikation akzeptiert.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Typ-2-Diabetes: Innovative (Fix-)Kombinationstherapien

    Metformin ist den nationalen und internationalen Leitlinien zufolge die medikamentöse Basistherapie.

    Fixkombinationen können möglicherweise die Therapietreue erhöhen.

    Innovative orale Fixkombinationen sind DPP-4-Hemmer oder SGLT-2-Hemmer, jeweils mit Metformin.

    Neue injizierbare Fixkombinationen sind GLP-1-Rezeptoragonisten + Insulin.

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  • Läuten die PCSK9-Inhibitorenein neues Zeitalter ein?

    Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie gehören zu einer kardiovaskulären Risikogruppe, die häufig unterdiagnostiziert und -therapiert wird.

    Nur etwa jeder zweite Patient mit ausgeprägter Hypercholesterinämie und hohem kardiovaskulären Risiko erreicht die empfohlenen Zielwerte.

    Die Entwicklung von PCSK9-Antikörpern wie Evolocumab könnte vorliegenden Studienergebnissen zufolge eine wichtige neue Therapieoption darstellen, von der auch Patienten mit Statinunverträglichkeit profitieren können.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Das menschliche Mikrobiom – Unterstützung durch Probiotika?

    Die Darmflora setzt sich vor allem aus Bakterien zusammen, die nach heutigem ­Wissensstand ab der Geburt mit der Besiedlung beginnen und bei metabolischen und ­immunologischen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

    Es wird intensiv nach Möglichkeiten geforscht, die Funktion des Mikrobioms zielgerichtet mit Probiotika zu unterstützen.

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Infektiologie

  • HIV-Infektion als chronische Erkrankung – ein Update

    Die HIV-Infektion ist eine gut behandelbare chronische Erkrankung geworden. Die moderne antiretrovirale Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung verhindern und das Leben verlängern.

    Das zunehmende Alter der Patienten und die steigende Anzahl von Komorbiditäten, Koinfektionen sowie etwaige kumulierte Toxizitäten machen ein interdisziplinäres Management erforderlich.

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Pneumologie

  • ACOS: Asthma-COPD-Overlap-Syndrom

    Asthma und COPD sind bei 10–15 % der Patienten schwer zu unterscheiden.

    Die Einführung des Asthma-COPD-Overlap-Syndroms ist ein pragmatischer Ansatz, diese Patientengruppe zu charakterisieren.

    Im GINA-Positionspapier 2014 wird erstmals versucht, den Begriff ACOS zu definieren.

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Themenheft: Hepatologie in Österreich: Eine einzigartige Erfolgsgeschichte

  • Aktuelles Management der Hepatitis B und C

    Prominent besetzte Symposien am „International Liver Congress“ 2015 waren den Virushepatitiden gewidmet. Während bei Hepatitis C die Viruselimination bereits möglich ist, bleibt dies bei Hepatitis B vorerst noch eine Hoffnung für die Zukunft.

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  • Impfen: Hepatitis A und B

    Die HBV-Vakzination ist ein Meilenstein in der Hepatologie und gleichzeitig der erste Anti-Tumor-Impfstoff.

    Vom Ziel der globalen HBV-Eradikation trennen uns ökonomische und immunologische Hürden.

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  • Hepatitis E: Eine zu Unrecht vernachlässigte, verhinderbare Infektion?

    Die Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus ist eine in unseren Breiten unterschätzte Gefahr für die Gesundheit.

    In Europa wird die Erkrankung vornehmlich durch kontaminierte Fleischprodukte übertragen.

    Chronische Verläufe kommen bei immunsupprimierten Patienten vor. Eine Infektion bei Zirrhotikern kann zu lebensbedrohlichem Leberversagen führen.

    Übertragungen durch Blutspenden sind belegt. Eine Diskussion zum Screenen von Blutspendern ist angezeigt.

    Der bisher einzig zugelassene, chinesische Impfstoff schützt anhaltend gegen Genotyp-4-Infektionen.

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  • Lebertransplantation aus chirurgischer Sicht

    Komplexe Operation an schwerstkranken Patienten, deren Überlebenswahrscheinlichkeit ohne Transplantation sehr eingeschränkt ist.

    Bedingung für eine erfolgreiche Lebertransplantation ist ein gut eingespieltes interdisziplinäres Team.

    Größte Einschränkung der Lebertransplantation stellt der Mangel an geeigneten Spenderorganen dar.

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  • Therapie der Hepatitis C: Drängeln am Substanzen-Highway

    Interferonfreie Kombinationstherapien sind hocheffektiv, praktisch jede Patientengruppe kann geheilt werden.

    Herausforderungen: Genotyp-3-Patienten und Patienten mit Leberzirrhose, hier ist aber zumindest eine kurzfristige Rekompensation einer bereits dekompensierten ­Leberzirrhose ein realistisches Ziel.

    Hürden: Verbesserung der Diagnose durch Screening und die Therapiemöglichkeit von Patienten in früheren Erkrankungsstadien (derzeit keine Übernahme der hohen Therapiekosten durch die Kassen).

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  • Hepatitis-C-Therapie mit/ohne Interferon

    IFN-basierte Tripletherapie bei limitiertem Zugang zu IFN-freier Therapie ist sinnvoll, besonders bei Patienten mit milder bis moderater Hepatitis C.

    IFN-freie Therapie wirkt abhängig von Patienten- (z. B. Fibrosestatus und Geschlecht) und Virusfaktoren (z. B. Geno- bzw. Subtyp und Viruslast); Real-World Registerdaten bestätigen weitgehend die Ergebnisse der Zulassungsstudien.

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  • Univ.-Prof. Dr. Heribert Thaler (1918–2010): Die Geschichte eines großen österreichischen Hepatologen

    Prof. Dr. Heribert Thaler hat durch seine Forschungstätigkeit den beeindruckenden wissenschaftlichen Aufstieg der Hepatologie in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts mitgestaltet.

    Thaler war 1966 Gründungsmitglied der EASL und übernahm im selben Jahr als Primararzt die 4. Medizinische Abteilung des Wilhelminenspitals in Wien.

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  • Wissenschaftliche Hepatologie – wo stehen wir heute? [1] Attraktive Forschungsfelder, keimende Spannungsfelder

    Hot Topics: Big Data, Mikrobiomforschung – Leber-Darm-Achse, antivirale Therapie der chronischen Hepatitis C versus Finanzierbarkeit, funktionelle MRI-Techniken, Spannungsfeld leitlinienkonforme versus individualisierte Therapie beim hepatozellulären Karzinom, Förderung akademischer Jungforscher.

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  • Wissenschaftliche Hepatologie – wo stehen wir heute? [2] Hämochromatose – der ältere Bruder der Hepatitis C?

    Diagnose Hämochromatose: Erhöhte Transferrinsättigung und Homozygotie für die C282Y-Mutation im HFE-Gen.

    Bei jedem Patienten mit erhöhten Transaminasen sollte auch eine Bestimmung der Serum-Eisenparameter erfolgen, um eine Hämochromatose zu diagnostizieren oder auszuschließen.

    Therapie mittels Aderlass: Ziel ist der Erhalt der Ferritinkonzentration < 100 µg/l. Lebenslange „Erhaltungsphlebotomie‟ alle 3–6 Monate.

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  • 50. Europäischer Leberkongress in Wien als Referenz an die österreichische Hepatologie

    Die European Association for the Study of the Liver (EASL) hat zum dritten Mal, nach 2006 und 2010, Wien und damit Österreich zum Austragungsort des Jahreskongresses ausge­wählt. Das diesjährige Zusammentreffen von mehr als 10.000 Hepatologen aus aller Welt markiert das…

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  • Leistungen österreichischer Hepatologen aus Sicht des Auslandsösterreichers

    Im Übersichtsartikel wird auf 5 Personen eingegangen, welche die Hepatologie in Österreich in den letzten 100 Jahren wesentlich geprägt haben: Hans Eppinger, Hans Popper, Heribert Thaler, Helmut Denk und Peter Ferenci.

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