SO 05|2015

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

  • „Personalisierte Medizin? Auch den Beatles hat man zunächst keine große Zukunft prophezeit …

    Am 27. Oktober dieses Jahres fand die Inauguration des neuen Rektors der Medizinischen Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, im Van-Swieten-Saal der MedUni Wien statt. Uns hat die Wahrnehmung der Onkologie von Professor Markus Müller als früher onkologisch tätigem Arzt und heutigem Leiter eines der forschungsintensivsten Zentren in Österreich interessiert. Welchen Stellenwert hat die Onkologie am AKH Wien, hat die Bevölkerung das Gefühl eines persönlichen Nutzens vom medizinischen Fortschritt, wie kann der frühe Zugang zu innovativen Therapien sichergestellt werden, wie hoch ist der Durchdringungsgrad der personalisierten Medizin?

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Focus: Junge Onkologen: Chancen und Herausforderungen

  • Vorwort „Becoming an Oncologist“
    Im Rahmen der neuen Ausbildungsordnung und der bereits bestehenden Anforderungen an Ärzte in Ausbildung und junge Fachärzte wird es immer wichtiger und hilfreicher werden, ein Netzwerk unter Kollegen zu haben, die sich in ähnlichen Phasen ihrer Karriereentwicklung befinden wie man ...Weiterlesen ...
  • Chancen und Herausforderungen für junge Onkologen
    Die aktuelle Schwerpunktausgabe von SPECTRUM ONKOLOGIE ist jungen Onkologen gewidmet. Wir haben uns im Rahmen eines Vorworts für nachstehende Themen entschlossen, die auch bei der Vorbereitung des Heftes eine Rolle spielten und zum Teil in dieser Ausgabe von jungen Kollegen ...Weiterlesen ...
  • Why become an oncologist? Die Perspektive eines Youngsters

    Das Fach Onkologie ermöglicht die Integration von Forschung und translationeller Medizin in den klinischen Alltag; die Interdisziplinarität ist durch Tumorboards besonders ausgeprägt.

    Die Betreuung von Patienten reicht von der kurativen Therapie bis zur palliativen Begleitung; die Zusammenarbeit von Patient und Arzt ist in der Onkologie besonders intensiv.

    Die Onkologie bietet eine Vielfalt von Berufsmöglichkeiten, sowohl im universitären Umfeld, in Krankenhäusern und niedergelassenen Ordinationen wie auch in Forschung und Industrie.

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  • Die neue Ausbildungsordnung für Hämatologen und Internistische Onkologen

    Das im Zuge der Reform der Ärzteausbildung vom 1. 6. 2015 neu geschaffene Sonderfach „Innere Medizin und Hämatologie und Internistische Onkologie“ umfasst neben der gesamten Inneren Medizin die Prävention, Diagnostik, Rehabilitation, Nachsorge und Palliativbetreuung von Patienten mit malignen Erkrankungen.

    Die insgesamt sechs Jahre umfassende Ausbildung beinhaltet eine neunmonatige Basisausbildung und eine Facharztausbildung; diese ist in zwei Abschnitte, die fachspezifische Grundausbildung und Schwerpunktausbildung, gegliedert.

    Die Prüfung umfasst eine gemeinsame, auf „multiple choice“ basierende Grundprüfung für alle internistischen Fächer sowie Schwerpunktprüfungen in den einzelnen internistischen Sonderfächern.

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  • Tipps für einen erfolgreichen wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt

    Ein wissenschaftlicher Auslandsaufenthalt ist eine gute Möglichkeit für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung.

    Die sorgfältige Planung des Aufenthaltes sollte rechtzeitig erfolgen und neben Finanzierung, Auswahl der Forschungsstätte auch die Rückkehrphase berücksichtigen.

    Die Rückkehrphase sollte mit dem inländischen Dienstgeber geklärt und möglichst in schriftlicher Form festgehalten werden.

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  • Congress watch. Junge Onkologen am ECC 2015 – Ausblick auf 2016

    Auf onkologischen Großkongressen wie ECC und ESMO wird jungen Onkologen ein umfassendes Programm zur Weiterbildung und Karriereentwicklung geboten.

    Das Angebot reicht von wissenschaftlichen Symposien und Workshops über Mentorship-Sessions bis zu Networking-Events.

    Neben dem Ausbau des Fachwissens liegt ein Hauptaugenmerk auf der Netzwerkbildung, bei der jungen Onkologen der direkte Austausch mit international anerkannten Experten ermöglicht wird.

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Kongress

  • Daten zu neuroendokrinen Tumoren am ECC (ECCO-18/ESMO-40) in Wien. „There’s something happening here …“

    AM ECC wurden 2 Phase-III-Studien mit praxisveränderndem Potenzial vorgestellt.

    In der RADIANT-4-Studie konnte der mTOR-Inhibitor Everolimus bei nichtpankreatischen NET (mehrheitlich NET der Lunge) den primären Endpunkt progressionsfreies Überleben eindeutig verbessern.

    In der NETTER-1-Studie wurde eine Lutetium-basierte Peptid-Rezeptor-Radiotherapie zusätzlich zu Octreotid untersucht und konnte bei progredienten Patienten gegenüber einer Octreotid-Dosissteigerung klinisch relevante Ergebnisse erzielen.

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  • ECC | Interessante Präsentationen am europäischen Krebskongress – Neue Daten beim Mammakarzinom

    LHRH-Agonisten schützen vor chemotherapieinduzierter ovarieller Dysfunktion.

    Enzalutamid wirkt beim androgenrezeptorpositiven triplenegativen Mammakarzinom.

    Pan-PI3K-Inhibitor Pictilisib ohne Wirksamkeit in Kombination mit Paclitaxel.

    Oncotype DX identifiziert eine absolute Niedrigrisikogruppe.

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  • ECC | Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom. Auf dem Weg zur optimalen Therapiesequenz

    Aktuell gibt es keine präzise Sequenzstrategie.

    Klinische Eigenschaften leiten derzeit die Therapieentscheidungen.

    Eine neue Klassifizierung des Prostatakarzinoms, die molekulare Marker beinhaltet, ist gefordert.

    Kombinationstherapien könnten integraler Bestandteil des Standard of Care werden, sobald eine neue Taxonomie etabliert ist.

    Die Androgendeprivationstherapie bleibt die Hauptsäule der Therapie.

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  • 16. Weltkonferenz für Lungenkrebs. Finetuning von Immuntherapien und zielgerichteten Therapien

    Highlights vom WCLC 2015 – Immuntherapie, zielgerichtete Therapie, neue TNM-Klassifikation

    Langzeitdaten zu Nivolumab bestätigen den Überlebensvorteil beim NSCLC-Plattenepithel­karzinom.

    Die EGFR-TKI-Therapie wird im Otto-Wagner-Spital routinemäßig mit Liquid Biopsy monitiert.

    Eine Studie der Austrian Lung Cancer Group zeigt den Benefit der EML4-ALK-Translokation-Testung vor dem Hintergrund neu verfügbarer Therapien.

    Eine revidierte TNM-Klassifikation wird ab Jänner 2017 wirksam und enthält Neuerungen bei T: jeder Zentimeter zählt, N: pathologisches Staging (in prospektiver Erprobung),M: Unterscheidung zwischen singulären und multiplen Metastasen.

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Personalisierte Medizin

  • Neuerungen in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms

    In der neoadjuvanten Therapie HER2-positiver Tumoren sollte eine duale HER2-Blockade mit Trastuzumab und Pertuzumab eingesetzt werden.

    Eine duale Blockade ermöglicht eine Deeskalation der Chemotherapieintensität.

    Neratinib nach einem Jahr Trastuzumab verbessert das krankheitsfreie Überleben im adjuvanten Setting, dies kann jedoch derzeit nicht als Therapiestandard erachtet werden.

    Bei metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs bleibt die Kombination von Docetaxel, Trastuzumab und Pertuzumab der Standard in der Erstlinientherapie.

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  • Ein Beispiel für personalisierte Medizin. Druggable Targets bei HNO-Tumoren

    SCCHN zählt zu den Tumorentitäten mit der höchsten Prävalenz für somatische Mutationen4, dennoch konnte in der klinischen Routine nur der epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor-Pathway als therapeutisches Target für Cetuximab nutzbar gemacht werden.

    Erste Daten mit Immuncheckpoint-Inhibitoren sind vielversprechend. Ergebnisse von Phase-III-Studien werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren erwartet.

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Translationelle Onkologie

  • Chemotherapie. Translationelle Studien zu Paravasation bei Zytostatika

    Rezente translationelle Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Management nach Paravasation von Zytostatika.

    Obwohl in den meisten Fällen konservativ vorgegangen werden kann, stellt das Port-a-Cath®-Paravasat eine seltene, in der Tragweite aber oft sehr schwere Komplikation dar. Prävention und Früherkennung sind hier zu forcieren.

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