SU 04|2018

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Und wieder ist ein Jahr vergangen, viel schneller als erwartet.
    Geht es Ihnen nicht auch so, dass die Zeit buchstäblich im Sauseschritt verläuft? Nun, eine mögliche Ursache für dieses schnelle (V)Erleben ist die geradezu charakteristische Kurzlebigkeit ...Weiterlesen ...

Focus: Uropathologie

  • Vorwort: Uropathologie – quo vadis?
    Die Pathologie steht derzeit vor größeren Herausforderungen denn je. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse vermehren sich rapide, und so ist es kaum mehr möglich, in allen Teilbereichen der Pathologie alle Fächer zur vollsten Zufriedenheit abzudecken. Somit ist es an der Zeit, dass ...Weiterlesen ...
  • Nephropathologische Befunde von nichttumorösem Nierengewebe in Tumornephrektomien

    Die Risikofaktoren des Nierenzellkarzinoms sind auch die des Nierenparenchymverlustes.

    Circa ein Viertel der Tumornephrektomien weisen nachbetreuungsrelevante nichtneoplastische Nierenerkrankungen auf.

    Der Umfang der Tumorresektion zusammen mit den Läsionen des bestehenden Nierenparenchyms sind Prognosefaktoren der restlichen Nierenfunktion.

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  • Brauchen wir die vielen Entitäten im Nierenzellkarzinom?

    Die derzeitige Einteilung der Nierentumoren basiert größtenteils auf deren genetischen Veränderungen.

    Nur klarzellige und papilläre Karzinome werden graduiert, da in den anderen Nierentumoren das biologische Verhalten nicht mit den Kernveränderungen übereinstimmt.

    Der Tumortyp gibt in den meisten Fällen die beste Auskunft über das biologische Verhalten.

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  • Therapieassoziierte Veränderungen des Prostatakarzinoms

    Neoadjuvante Therapieeffekte sind bis zu einem bestimmten Grad charakteristisch für die angewandte Therapiemodalität.

    Durch iatrogene Dedifferenzierung kommt es zu Entstehung eines „Gleason-Sprungs“.

    Nach Androgendeprivationstherapie (ADT) Entstehung von neuroendokrinen Karzinomen.

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  • Subgruppierung HPV−assoziiert vs. nicht-HPV−assoziiert: What’s new in: Peniskarzinom

    Nur ein Teil der Peniskarzinome ist HPV-assoziiert.

    Die Pathomechanismen sind bei HPV-assoziierten und nicht-HPV-assoziierten Karzinomen unterschiedlich.

    Die HPV-Nachweisverfahren unterscheiden sich in Zeit-, Personal- und Kosten-aufwand, sind aber auch unterschiedlich zuverlässig.

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  • Keimzellneoplasie in situ (GCNIS) und Keimzelltumoren des Hodens

    Neue Einteilung der Keimzelltumoren aus 2016 ist abhängig von Assoziation mit In-situ-Keimzellneoplasie.

    Immunhistochemie mit c-Kit und Oct3/4 identifiziert Zellen der In-situ-Keimzellneoplasie.

    Chromosom-12-Aberrationen können bei schwierigen Einzelfällen die Tumor-zuordnung bestätigen.

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  • Die histologischen Varianten des Urothelkarzinoms

    Histologische Varianten (HV) sind unbedingt in einem pathologischen Befund zu vermerken.

    HV sind ein wichtiger Faktor in der Behandlung des Blasenkarzinoms.

    Molekulare Daten der unterschiedlichen Gruppen sind ebenfalls wichtig in der Behandlung, zählen aber noch nicht zu den internationalen Standards.

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  • PD-L1-Testung bei urologischen Tumoren

    Seit Juli 2018 ist eine PD-L1-Testung für die Erstlinientherapie des lokal fortgeschrittenen/metastasierten Urothelkarzinoms mit Pembrolizumab und Atezolizumab erforderlich.

    Unterschiedliche Medikamente erfordern unterschiedliche Scores.

    Derzeit offen: Sind PD-L1-Scores in Zukunft auch bei Nierenzellkarzinomen erforderlich?

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  • Molekularpathologie mit Bezug auf therapierelevante Untersuchungen bei urologischen Tumoren

    Molekularpathologische Tumoranalysen unterstützen die histologische/zytologische Diagnostik, identifizieren Zielmoleküle für „targeted therapies“, zeigen Resistenzmechanismen auf und ermöglichen eine Stratifizierung von Patienten für die Wahl der optimalen Therapie.

    Bei urologischen Tumoren sind molekularpathologische Untersuchungen in der klinischen Routinediagnostik noch vorwiegend auf eine Hilfestellung für die Etablierung der histologischen/zytologischen Diagnose beschränkt.

    Das Wissen über die molekularen Veränderungen in urologischen Tumoren führt zu neuen Konzepten für Therapien in Abhängigkeit vom genetischen Profil, z. B. zur Auswahl von Patienten für neoadjuvante Chemotherapien oder zum Einsatz von FGFR3-Inhibitoren beim Harnblasenkarzinom. Diese Ansätze befinden sich jedoch noch in der Studienphase. Es wird aber eine sukzessive Überführung in die klinische Routine erwartet.

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Kongress

  • 2. Fortbildung des AAÖGU 2018 | Eine Reise zum Mehr!

    Der Arbeitskreis der AssistenzärztInnen der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie (AAÖGU) unter der Arbeitskreisvorsitzenden Dr. Katharina Bretterbauer und Stellvertreterin Dr. Nina Mahne veranstaltete seine 2. Fortbildung.

    Inhalte der Fortbildung: urologische Instrumentenkunde, PD-L1-Bestimmung beim Urothelkarzinom, genetische Abklärung, Zika und Ebola als sexuell übertragbare Erkrankungen, Sexualität 2018, Klagen und urologisches Gutachten.

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  • 2. Fortbildung des AAÖGU 2018 | CPS-Testing beim invasiven Urothelkarzinom
    Der Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren gewinnt in der Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten muskelinvasiven Urothelkarzinoms zunehmend an Bedeutung.
    Jedoch profitieren Patienten nur dann von einer Therapie mit dem PD-L1-Inhibitor Pembrolizumab, wenn im Tumorgewebe eine hohe PD-L1-Expression vorliegt.
    Um diese Patienten ...Weiterlesen ...
  • 2. Fortbildung des AAÖGU 2018 | Ebola und Zika: sexuell übertragbare Erkrankungen
    Ausbrüche von Ebola und Zika gab es in weit entfernten Teilen der Welt und wurden aus sehr unterschiedlichen Gründen von der Weltgesundheitsorganisation 2015 bzw. 2016 zu einem „Public Health Emergency of International Concern“ deklariert. In beiden Fällen haben die großen ...Weiterlesen ...
  • 2. Fortbildung des AAÖGU 2018 | Die neue Liebesunordnung
    Charakteristisch für die neosexuelle Revolution sind Widersprüchlichkeit im Fühlen und Denken, Unsicherheit, eine Erweiterung des Sexualverhaltens und Diversität, die Vielfalt der sexuellen Orientierung. Das deutsche Bundesverfassungsgericht gibt Personen, die nicht eindeutig Mann oder Frau sind, ein Recht auf Eintragung eines ...Weiterlesen ...
  • Fortbildung des AAÖGU 2018 | Klagen in der Urologie, urologische Gutachten
    Seit 2007 habe ich über 100 Gutachten bzw. fachärztliche Stellungnahmen erstattet, anfangs in erster Linie für die Niederösterreichische und Wiener Patientenanwaltschaft sowie die Schiedsstellen der Niederösterreichischen und der Wiener Ärztekammer, seit 2013 auch als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger. ...Weiterlesen ...
  • DGHO 2018 | Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiealgorithmus für PD1+- und PD-L1±-Tumoren?

    Risikostratifizierung ist die Basis für die Erstlinientherapie; umdenken: künftig &142; günstiges vs. intermediäres/ungünstiges Risikoprofil (nach IMDC-Kriterien); aktuell &142; gutes/intermediäres vs. ungünstiges.

    Die ESMO- und EAU-Guidelines 2018 empfehlen die Checkpointinhibitor-Kombination Nivolumab + Ipilimumab bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil in der Erstlinie.

    Bei PD-L1-Negativität sollen Checkpointinhibitoren nicht notwendigerweise vorenthalten werden.

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  • DGU 2018 | Molekulargenetische intratumorale Heterogenität im Nierenzellkarzinom

    Intratumorale Heterogenität beschreibt Unterschiede innerhalb eines Tumors und wird als das Vorhandensein von (genetisch) unterschiedlichen Zellsubpopulationen in geografisch distinkten Regionen eines Primärtumors definiert.

    Hypothese der großen Heterogenität des Nierenzellkarzinoms sollte nicht mehr weiter getragen werden; Heterogenität ist in Abhängigkeit von der klinischen Fragestellung und im Kontext der interessierenden Biomarker zu betrachten.

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  • DGU 2018 | Nebenwirkungsmanagement bei Checkpoint-Inhibitor-Therapie

    Trotz eines günstigeren Nebenwirkungsprofils stellt die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibi­toren eine Herausforderung dar, da neue, immunvermittelte Nebenwirkungen auftreten können.

    Prinzipiell können alle Organsysteme von immunvermittelten Nebenwirkungen betroffen sein; am häufigsten treten Hauterscheinungen, endokrine Nebenwirkungen, Kolitis/Diarrhö, Hepatitis und Pneumonitis auf.

    Diagnose bzw. Differenzialdiagnose immunvermittelter Nebenwirkungen sind mitunter schwierig; eine frühzeitige Diagnostik und Kortikosteroidtherapie zum Unterbrechen der Immunreaktion sind von zentraler Bedeutung.

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  • EMCU 2018 | Fortgeschrittenes RCC: First-Line-I-O-Therapie für alle?

    Die Checkpoint-Inhibitor-Kombination Nivolumab plus Ipilimumab gilt als der neue Standard in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (mRCC) bei Patienten mit intermediärem oder hohem klinischem Risiko.

    Ein Pro und Kontra über den primären Einsatz von Checkpoint-Inhibitor-Kombinationen.

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  • Kongress der ÖGR 2018 | Der Roboter im OP – zittert nicht und ermüdet nie

    Zunehmende Interdisziplinarität im Rahmen der roboterassistierten Chirurgie führte zur Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Roboterchirurgie; 1. Kongress der Gesellschaft in Wien.

    Fachgebiet Urologie: Die robotische OP-Technik wird in entwickelten Ländern die offene bzw. laparoskopische OP-Technik weiter zurückdrängen; Haupteinsatzgebiete: radikale Prostatektomie und Nierenteilresektion.

    Ausbildung: Deutsches Robotisches Urologie Curriculum; 6-monatige Ausbildung zum Konsolenchirurgen.

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  • ESMO 2018 | Neuheiten in der Therapie von Blasen-, Nieren- und Prostatakarzinom

    Urothelkarzinom der Blase/KEYNOTE-057: 38 % Komplettremission nach 3 Monaten Pembrolizumab-Therapie bei BCG-Versagern mit High-Grade-Urothelkarzinom.

    Nierenzellkarzinom/JAVELIN Renal 101: 55 % Ansprechrate auf Avelumab + Axitinib vs. 26 % auf Sunitinib bei PDL1-positiven Patienten in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms.

    Prostatakarzinom/neue Ergebnisse vom STAMPEDE Trial: verlängertes Gesamt-überleben durch frühe Abirateron-Therapie und lokale Radiotherapie der Prostata bei Patienten mit de novo metastasiertem Low-Risk-Prostatakarzinom.

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Serie: Abteilungspräsentation

  • Im Gespräch mit Prof. Dr. Alexandre Pelzer, MBA

    Seit 1. Juli 2016 leitet der Uroonkologe Prof. Dr. Alexandre Pelzer, MBA, die Abteilung für Urologie am Klinikum Wels-Grieskirchen.

    Steigerung der stationären und ambulanten Versorgung.

    Besonderheit: Telefonsprechstunde für Hausärzte und Zuweiser.

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Kontinenz-News

  • Vorsitzwechsel in der MKÖ
    Es ist mir eine große Freude, mich in meiner Funktion der Präsidentin der österreichischen Kontinenzgesellschaft vorstellen zu dürfen.
    Bereits seit Beginn meiner chirurgischen Tätigkeit befasse ich mich intensiv mit der Proktologie, speziell mit Inkontinenz und Entleerungsstörungen. Ich bin Oberärztin mit ...Weiterlesen ...

Panorama

Ask the Expert

  • Eine urologische Ordination speziell für Frauen und Kinder

    Dr. Klaus Eredics, urologische Abteilung, SMZ Süd – Kaiser-Franz-Josef-Spital, Wien, im Gespräch mit Dr. Romana Altenhuber, urologische Ordination für Kinder und Frauen, 1180 Wien.

    Interviewthemen: Schwerpunktsetzung sowie Vor- und Nachteile in der Niederlassung, das Spezielle an der Kinderurologie, künftige Herausforderungen.

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