GA 05|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter

Zum Geleit

Editorial

  • Zervixkarzinom-Früherkennung – Pap-Test vor dem Aus?

    Das seit über 50 Jahren international praktizierte, zytologische Screening auf Zervixkarzinom (bzw. Vorstufen) ist die wohl erfolgreichste präventivmedizinische Maßnahme in der Humanmedizin: So sind Zervixkarzinom-Inzidenz und -Mortalität über die Jahre und Jahrzehnte um über 75 % gesunken. Allerdings erkranken in Österreich jährlich noch immer etwa 500 Frauen am Gebärmutterhalskrebs und 200 Frauen sterben an diesem Malignom.

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Podium

Gynäkologische Onkologie

  • Medizingeschichte – Alfons von Rosthorn – ein Liebling Asklepios’

    „Behandeln Sie nicht den Unterleib, sondern die Frau als Ganzes und ihre Spezialorgane als Anhängsel“ – dieses Rosthorn-Zitat hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und ist Ausdruck der vorbildlichen und vornehmen Gesinnungsart dieses bemerkenswerten Arztes (1857–1909). Von Rosthorn war geradezu der Repräsentant des medizinischen Österreichs in der goldenen Ära vor dem 1. Weltkrieg.

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  • George Nicolas Papanicolaou

    George Nicolas Papanicolaou wurde am 13. Mai 1883 in Kymi auf der griechischen Insel Euböa als Sohn des Nicolas Papanicolaou, eines Arztes, und seiner Frau Maria, einer Musikerin, geboren. Der Pionier der modernen Zytologie, der den nach ihm benannten Pap-Test entwickelte, verstarb am 19. Februar 1962 in New Jersey, USA.

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  • Der jährliche Pap ist nicht zu ersetzen – Zukunft des zytologischen Screenings

    Laut Österreichischem Statistischen Zentralamt liegt der prozentuelle Anteil des Gebärmutterhalskarzinoms bezogen auf alle Krebsarten der Frau „nur mehr“ auf Platz 7, der Sterblichkeit auf Platz 9. Trotzdem steht das Programm der zytologischen Vorsorge in der Kritik.

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  • Ein Projekt der ARGE QS der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie und der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie* – Leitlinie zur Qualität in der gynäkolgischen Zytologie

    Im Dezember 2010 wurde eine von der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie und der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie* in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz und dem Institut für klinische Pathologie der Medizinischen Universität Wien ausgearbeitete gemeinsame „Leitlinie zur Qualität in der gynäkologischen Zytologie“ beschlossen. Im Folgenden auszugsweise die für den Fachbereich Frauenheilkunde wichtigsten Inhalte.

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  • Was ist zu beachten? – Der repräsentative Krebsabstrich

    Die Früherkennung des Zervixkarzinoms ist die eigentliche Erfolgsgeschichte in der Onkologie. Durch die systematische Anwendung des Pap-Tests seit den 1960er-Jahren gelang es, die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs in Österreich um zwei Drittel zu reduzieren. Für das Jahr 2010 ist mit etwa 550 Neuerkrankungen zu rechnen – das sind 550 Zervixkarzinome, die theoretisch vermeidbar wären. Dass trotzdem Erkrankungsfälle auftreten, macht deutlich, dass noch einiges zu tun ist.

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  • Expression von p16, p16/Ki-67 und L1 zur Verlaufsprognose – Biomarker in der Diagnostik von Zervixdysplasien

    HPV induziert eine schrittweise Progression von der chronischen Infektion über Dysplasien zum invasiven Zervixkarzinom. Daneben finden sich Persistenzen und Regressionen von zervikalen Dysplasien. Ziel des Einsatzes von Biomarkern an der Zervix ist es, den Verlauf der Erkrankung vorherzusagen und die subjektive histologische wie zytologische Diagnostik zu objektivieren.

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  • Typenspezifische HPV-Testung im klinischen Alltag – Aktuelle HPV-Diagnostik

    Das Zervixkarzinom ist das dritthäufigste Malignom der Frau vor dem 45. Lebensjahr. In Österreich erkranken jedes Jahr über 500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 200 sterben daran. In 99,9 % aller Fälle ist das humane Papillomavirus (HPV) mit der Entstehung eines Zervixkarzinoms (und dessen Vorstufen) assoziiert. Von den mehr als 100 bekannten HP-Virustypen sind etwa 40 humanpathogen, die meisten von ihnen „site specific“, d. h. sie finden sich nur in bestimmten Körperregionen – vorwiegend in der Anogenitalregion.

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  • Neue Wege im Brustkrebsscreening – Das Tiroler Modell

    Als erster Schritt zur Implementierung eines qualitätsgesicherten Mammographie screenings in Österreich wurde von der Bundesgesundheitskommission (BGK) im Jahr 2005 die Förderung von Pilotprojekten in einzelnen Bundesländern beschlossen. Das Programm „Mammographie Screening Modell Tirol“ wurde als Referenzprojekt konzipiert und unterscheidet sich von den anderen österreichischen Pilotprojekten in wesentlichen Punkten.

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  • Neue Wege im Brustkrebsscreening – Genexpressionsprofile im Dienste der Therapieindividualisierung

    Genexpressionsprofile können bei verschiedenen Tumoren die Aktivität vieler Gene gleichzeitig darstellen. Wir beginnen, solche Profile für klinische Entscheidungen zu nützen und die Anwendungsgebiete ständig zu erweitern.

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  • Zum Einfluss des Genotyps auf die endokrine Therapie des Mammakarzinoms – Tamoxifen und CYP2D6

    Die Pharmakogenetik untersucht individuelle genetische Variationen, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von einzelnen Medikamenten beeinflussen können. Unterschiede in der DNS-Sequenzen (Genotyp), inklusive Single-Nukleotid- Polymorphismen (SNPs), können die Expression und/oder die funktionelle Aktivität bestimmter Genprodukte verändern und damit den Phänotyp alterieren.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

Frauengesundheit

Artikel