SO 02|2012

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

AKTUELL für Sie!

  • Hot am ASCO 2012

    Der Weltkongress für Onkologie glich einem Feuerwerk an Studien mit praxisrelevantem Potenzial, vielfach auch mit österreichischer Beteiligung. Unter der wissenschaft­lichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche wurden „Hot topics“, Late-breaking Abstracts im Bereich solider Tumoren, für Spectrum Onkologie ausgewählt und zusammenfassend besprochen.

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Focus: Personalisierte Medizin

Kongress

  • ECR 2012: Rasante Entwicklung in der onkologischen Bildgebung: Hybrid Imaging – verbesserte Chancen in der Krebserkennung und Krebsbehandlung

    Der European Congress of Radiology (ECR), veranstaltet von der European Society of Radiology (ESR), findet alljährlich Anfang März in Wien statt. Der ECR ist mit über 20.000 Teilnehmern aus über hundert Ländern der größte Radiologiekongress in Europa und nach dem jährlichen Kongress der RSNA (Radiological Society of North America) der zweitgrößte radiologische Kongress weltweit.

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  • ÖGHO 2012: Weniger aggressive Therapie bei HPV-positiven Kopf-Hals-Tumoren

    Kontext: Zu den häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen gehören Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereiches. Während die Inzidenz von Larynx- und Hypopharynxkarzinomen abnimmt, wird eine Zunahme bei Oropharynxkarzinomen beobachtet. Risikofaktoren wie Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum verlieren scheinbar an Bedeutung, dagegen nimmt die Assoziation mit Infektionen durch onkogene humane Papillomaviren besonders beim Oropharynxkarzinom zu. Hauptsächlich retrospektive Auswertungen zeigen eindringlich, dass Patienten mit einem HPV-assoziiertem Oropharynxkarzinom deutlich besser auf eine Therapie mit Radiotherapie mit/ohne Chemotherapie ansprechen. So stellt sich die Frage, ob zum jetzigen Zeitpunkt eine weniger aggressive Therapie mit weniger Toxizität bei dieser Tumorgruppe eingeführt werden sollte.

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  • ÖGHO 2012: Palliative Therapiemöglichkeiten bei HPV-positiven HNO-Tumoren

    Kontext: In den USA zählen die HPV-positiven Plattenepithelkarzinome des Oropharynx zu den häufigsten HPV-assoziierten Tumorerkrankungen und zeigen weltweit eine steigende Inzidenz. Im Gegensatz zu den USA, wo inzwischen 50–80 % aller Tonsillen- und Zungengrundkarzinome HPV-positiv sind, sind in Österreich noch immer Alkoholabusus und Zigarettenkonsum die wichtigsten Ursachen von HNO-Tumoren. Wie rezent in zahlreichen Studien gezeigt werden konnte, ist die Prognose der Patienten mit HNO-positiven Tumoren mit signifikant längerem Gesamtüberleben und geringeren Rezidivraten exzellent. Trotz der zum Teil exzellenten Ergebnisse einer konservativen Therapie mit Induktionschemotherapie, gefolgt von Radiochemotherapie, besteht heute einhelliger Konsens, dass der HPV-Status noch nicht therapieentscheidend sein darf und bei resektablen Tumoren, insbesondere wenn organerhaltende Eingriffe möglich sind, die Operation die wichtigste Therapieoption darstellt. Dennoch ist die Bestimmung des HPV-Status oder zumindest des p16 für alle Patienten mit Tonsillen- und Zungengrundkarzinomen zu fordern. Wünschenswert wäre der Nachweis auch bei Tumoren anderer Lokalisation, da beispielsweise auch 10 % der Larynxkarzinome HPV-assoziiert sind.

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  • ÖGHO 2012: Chronisch lymphatische Leukämie – Management der Immunsuppression

    Infektionen bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) haben einen beträchtlichen Einfluss auf Morbidität und Mortalität im Verlauf der Erkrankung.

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  • ÖGHO 2012: Potenzial zur Diagnose und Therapie – MicroRNA als Theragnostika beim Kolorektalkarzinom

    Kleine, nicht kodierende, aus etwa 20 Nukleotiden bestehende RNA-Moleküle, MicroRNA, spielen physiologischerweise eine Rolle bei der Genexpression. Sie sind darüber hinaus mit malignen Prozessen assoziiert und könnten in Zukunft eine Rolle als Biomarker für die Diagnose, Prognose, aber auch für die Therapie maligner Erkrankungen spielen.

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Palliativmedizin

Panorama

  • Rasche Verfügbarkeit neuer Substanzen

    Kontext: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski ist Sprecher einer ESMO-Initiative, die sich für die rasche Verfügbarkeit neuer Medikamente in der Onkologie einsetzt. Verzögerungen durch Preisverhandlungen und Rückerstattungsmodalitäten dauern laut ESMO-Aussendung bis zu 700 Tage für innovative Medikamente und bis zu 250 Tage für Generika und sollen nunmehr überwunden werden. Wir haben Professor Christoph Zielinski um einen Kommentar zur Initiative gebeten und darüber hinaus um eine Stellungnahme zur aktuellen Diskussion, in der sich zeigt, dass ökonomische Debatten unter Ärzten auch eine Defensivhaltung gegenüber onkologischem Fortschritt auslösen können.

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  • Neuzugelassene Substanzen in der Onkologie: Quantensprung in der Patientenbehandlung oder unfinanzierbare Kostenexplosion?

    In den letzten Jahren hat sich dank intensiver Forschungsaktivität im Bereich der urologischen Onkologie eine ganze Reihe von neuen Behandlungsmöglichkeiten entwickelt. Aufwändige Entwicklungsarbeit bedingt hohe Preise dieser Medikamente und daraus folgend eine immer restriktivere Verfügbarkeit in vielen Staaten. Österreich ist eine Insel der Seligen – ist es überhaupt so, und vor allem: wird es so bleiben?

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  • Tumorheterogenität und personalisierte Medizin

    Die systematische, flächendeckende genetische und immunhistochemische Analyse von Nierenzell­karzinomen inklusive assoziierter Metastasen, wie sie von Marco Gerlinger et al. in einer rezenten Publikation im New England Journal Medicine1, 2 bei 4 Patienten beschrieben wurde, zeigt die außer­ordentliche Heterogenität von Nierenzellkarzinomen innerhalb einer weitverzweigten Tumorarchitektur. Zwei Drittel der somatischen Mutationen waren auf einzelne Areale beschränkt und nicht gleichmäßig über den Tumor verteilt, was zur Schlussfolgerung führte, dass mit der Entnahme von nur einer Biopsie nicht alle Mutationen gefunden werden und der genetische Fingerprint des Tumors mit nur einem „Schnappschuss“ unterschätzt werden kann.

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  • Paradigmenwechsel, neue Therapien beim Prostatakarzinom – Auf der Überholspur

    Noch vor zehn Jahren gab es für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) kaum eine sinnvolle Therapieoption. Das Wissen um die Mechanismen, die zur Entstehung und Progression des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms führen, hat in den letzten Jahren exponenziell zugenommen. Eine Reihe von neuen Substanzen hat nun Eingang in den Therapiealgorithmus des CRPC gefunden bzw. weitere Medikamente werden diesen demnächst finden. Mit Dr. Cora Sternbergals Vortragende, klinische Onkologin mit dem Schwerpunkt auf Tumoren des Urogenitaltrakts, wurde ein klingender Name in die „Cancer Grand Round“ am AKH Wien geholt. Es ist nicht zuletzt ihrer Arbeit zu verdanken, dass Prostatakarzinompatienten heute deutlich mehr therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

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  • Management von Nausea und Emesis bei Krebspatienten

    Kontext: Geschätzt die Hälfte aller Krebspatienten werden im Laufe ihrer Erkrankung mit Nausea und Emesis zu kämpfen haben, entweder durch die Erkrankung selbst oder aber durch deren Behandlung. Nausea und Emesis zählen zu den häufigsten Symptomen von Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Ursache hierfür sind nicht nur systemische Therapien, wie z. B. Chemotherapie, sondern auch durch die Erkrankung ausgelöste organische Veränderungen im Körper des Patienten. Das richtige Erkennen der Ursache für Nausea und Emesis stellt die Grundlage für die gezielte Behandlung dieser leidvollen Symptome dar. Nicht nur chemotherapieinduziertes Erbrechen (CINE = chemotherapieinduzierte Nausea und Emesis) spielt bei Patienten mit einer Krebserkrankung eine wichtige Rolle. Oft kommt es auch bei Fortschreiten der Erkrankung zu Nausea und Emesis. Hier sollen in einer Übersicht die wesentlichen Antiemetika sowie die zielgerichtete Behandlung von Nausea und Emesis dargestellt werden.

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  • Das Risiko für Nadelstichverletzungen halbieren

    Im Mai 2013 endet die Umsetzungsfrist der Richtlinie 2010/32/EU der Europäischen Union, die dazu beitragen soll, den Schutz vor Nadelstichverletzungen im Gesundheitssystem zu verringern.

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