SO 02|2015

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „And here are the votes of the St Gallen jury …“
    Rechtzeitig zum in Wien stattfindenden Song Contest präsentieren wir Ihnen das Themenheft zum Mammakarzinom mit einem Fokus auf den Resultaten des letzten St.-Gallen-Konsensus Meetings, welches ebenfalls in Wien stattgefunden hat, und dessen Ergebnisse gleichfalls durch Abstimmung zustande kommen.
    In Analogie ...Weiterlesen ...

AKTUELL für Sie!

Focus: Mammakarzinom

  • St. Gallen Konsensus Meeting 2015 in Wien: Keine Paradigmenwechsel, aber viele Feineinstellungen …

    St. Gallen in Wien war ein Kongress mit hochrangigem Meinungsaustausch, der keine unmittelbar bahnbrechenden Veränderungen zur Folge hat, aber doch nuancierte Verbesserungen nach sich zieht, die in extenso diskutiert wurden.

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  • Mammakarzinom, adjuvantes Setting – Chirurgie

    St.-Gallen-Symposium 2015

    Definition einer R0-Resektion: „No tumor on ink“, egal ob für die invasive oder die nicht- invasive Komponente.

    Nach neoadjuvanter Therapie soll in den neuen Grenzen operiert werden, eine Sentinel-Biopsie ist bei klinisch nodal negativen Tumoren nach der Therapie unabhängig vom prätherapeutischen Stadium möglich

    Der Trend Strahlentherapie ersetzt Chirurgie wird sowohl von den operativen als auch von strahlentherapeutischen Experten aus Österreich sehr skeptisch bewertet.

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  • Stellenwert der Radioonkologie im adjuvanten Setting des Mammakarzinoms

    Die Ganzbrustbestrahlung ist als fixer Bestandteil der Behandlung des Mammakarzinoms im adjuvanten Setting zu werten.

    Behandlung des lokoregionären Lymphabflusses: Hier spricht die Datenlage nun auch bei Patientinnen mit nur 1–3 befallenen axillären Lymphknoten für einen positiven Effekt der Bestrahlung. Eine Therapieentscheidung sollte jedoch aufgrund potenziell erhöhter Nebenwirkung individuell mit der Patientin besprochen werden.

    Die zusätzliche lokale Dosisaufsättigung entsprechend einer Boosttherapie verbessert in allen Altersgruppen die lokale Kontrolle signifikant und sollte im Zuge eines brusterhaltenden Behandlungskonzepts bei entsprechender Indikation angeboten werden.

    Die Teilbrustbestrahlung ist bis dato noch als experimentell zu werten, kann aber bei entsprechender Expertise Niedrigrisikopatientinnen und Rezidivpatientinnen angeboten werden.

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  • St. Gallen 2015 – Neue Standards in der systemischen Therapie des Mammakarzinoms

    Zwei große Themenkomplexe charakterisieren die Systemtherapie in St. Gallen 2015:

    Basierend auf den Daten von SOFT und TEXT gelang es, die Rolle der „ovarian function suppression“ in der endokrinen Therapie prämenopausaler Frauen klarer zu definieren.

    Basierend auf den Daten der EBCTCG wurde erstmals der Einsatz von Bisphosphonaten als Bestandteil der adjuvanten Therapie postmenopausaler Frauen auch außerhalb der klassischen antiresorptiven Indikation akzeptiert.

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  • Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom – Endokrine Therapie und Resistenzen

    Aktuelle Konzepte zur Umgehung endokriner Resistenzmechanismen basieren auf der Hemmung des HER2/EGF-Rezeptors und des PI3K-Akt-mTOR-Pathways in Form von Kombinations­therapien endokrin wirksamer Substanzen mit Trastuzumab, Lapatinib oder Everolimus.

    Neu am Horizont sind Kombinationstherapien mit PI3K-Inhibitoren wie Buparlisib und Alpelisib (ABCSG-40-Studie) oder mit CDK4/6-Inhibitoren wie Palbociclib (PALLAS-Studie).

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  • Brustkrebsrisiko, erblicher Brustkrebs, Epigenetik

    Unterschiede in Inzidenz und Outcome von Brustkrebspatientinnen in verschiedenen Weltregionen sind nicht nur auf „wirtschaftliche“ Faktoren, sondern auch auf spezifische Risikofaktoren im Zusammenhang mit Lifestyle und ethnischer Zugehörigkeit zurückzuführen.

    Lifestyle-Modifikation (Gewichtsreduktion, physikalische Aktivität, Stillen) sind wichtige „Targets“ der Prävention und Therapie des Mammakarzinoms.

    Carboplatin bietet eine gute therapeutische Option für BRCA-positive Brustkrebspatientinnen im metastasierten oder lokal fortgeschrittenen Setting.

    Eine Möglichkeit für zukünftige pharmakologische Intervention könnten PTEN-, DDR1- und JAK2-Gene sein, deren Mutation mit schlechter Prognose assoziiert ist, sowie neue epigenetische Therapien.

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  • Molekularbiologische und prädiktive Faktoren beim Mammakarzinom

    Voraussetzung für eine Individualisierung der Brustkrebstherapie ist die präzise Klassifikation der Erkrankungen hinsichtlich „Driver“-Mechanismen.

    Handelt es sich dabei um „therapierbare“ (also pharmakologisch manipulierbare) Prozesse, besteht die Möglichkeit, im Sinne einer Präzisionsmedizin, Patientinnen gezielter und evidenzbasiert zu behandeln. Dafür sind leicht bestimmbare, standardisierbare und verlässliche Biomarker eine Voraussetzung.

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  • Post St. Gallen 2015 – Multigensignaturen

    Was die verfügbaren Gentests beim Mammakarzinom betrifft, waren Themen der diesjährigen St.-Gallen-Konsensus-Konferenz

    die prognostische Wertigkeit im Sinne der Vorhersage des Kurz- und Langzeitrezidivrisikos (beyond 5 Jahre) sowie

    die prädiktive Wertigkeit im Sinne der Entscheidung für/gegen Chemotherapie, aber auch die Wertigkeit zur Selektion der endokrinen Therapie in der Prämenopause.

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Kongress

Palliativmedizin

  • Enquetekommission: Würde am Ende des Lebens – 51 Empfehlungen

    Die parlamentarische Enquetekommission „Würde am Ende des Lebens“ empfiehlt: Sicherung und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung (z. B. Einrichtung eines stationären Kinderhospizes) sowie Vereinfachung/Attraktivierung der Patientenverfügung (z. B. durch vereinfachte Formulare und finanzielle Unterstützung). Die Frage der Sterbehilfe bleibt offen.

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Panorama

  • Science or Fiction: Translationale Medizin – quo vadis?

    Der Artikel ist bereits in der Fachzeitschrift Spectrum Urologie 2/15 erschienen.

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  • Acetylsalicylsäure in der Krebsprävention – eine Nutzen-Risiko-Analyse

    Die präventive Einnahme von Acetylsalicylsäure über einen längeren Zeitraum kann das Risiko von Krebserkrankungen reduzieren; die derzeitige Datenlage ist bei gastrointestinalen Karzinomen am stärksten.

    Eine rezente Analyse ergab ein positives Nutzen-Risiko-Profil; Studien zur Ermittlung von Dosis, Dauer und Risikogruppen sind noch ausständig.

    Der adjuvante Einsatz von ASS ist bei Kolorektalkarzinomen mit vorliegender PI3K-Mutation mit einem Vorteil im KRK-spezifischen und im Gesamtüberlebenassoziiert.

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  • Ambulante onkologische Rehabilitation

    Gezielte onkologische Rehabilitation hilft den Patienten, wieder zurück ins Leben zu finden. Bisher war dafür ein mehrwöchiger stationärer Aufenthalt in einem Reha-Zentrum erforderlich.

    Als Alternative dazu bietet das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz österreichweit erstmals eine „Ambulante Onkologische Rehabilitation“ an.

    Vorteile der ambulanten Reha auf einen Blick: Ersatz einer stationären Reha-Maßnahme (Phase II), individuelles, bedarfsgerechtes Therapieangebot, bessere Vereinbarkeit mit Beruf und Familie, Möglichkeit zu alltagsnahem Training und Belastungserprobung im täglichen Leben, bessere Vernetzung mit weiterführenden Maßnahmen, Kostenreduktion für Kostenträger.

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  • Eine neue Gesellschaft stellt sich vor: Austrian Neuroendocrine Tumor Society

    Die Austrian Neuroendocrine Tumour Society (ANETS) mit Sitz in Graz wurde am 25. September 2014 von Vertretern der Medizinischen Universitäten Graz, Innsbruck und Wien mit dem Ziel gegründet, allen interessierten Kolleginnen und Kollegen aus den einzelnen klinischen Teildisziplinen eine Plattform zu bieten, um sich auf dem Gebiet der gastro-entero-pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) austauschen zu können.

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  • Exzellenzzentrum für neuroendokrine Tumoren

    Neu akkreditiertes Exzellenzzentrum für neuroendokrine Tumoren am Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien etabliert.

    Grundvoraussetzung: Erfahrung mit jährlich 80 neuen Patienten. Bei einer Häufigkeit von etwa 290 Patienten pro Jahr in Gesamtösterreich kein allzu leichtes Unterfangen.

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  • Somatostatinanaloga in der Therapie fortgeschrittener GEP-NET

    Die Diagnose gastroenteropankreatischer neuroendokriner Tumoren wird durch ihr häufig unspezifisches Symptombild erschwert; in vielen Fällen liegen bei Diagnose bereits Fernmetastasen vor.

    Die vollständige chirurgische Resektion ist die einzige kurative Therapieoption; im palliativen Setting stehen einige wenige Therapieoptionen zur Verfügung.

    Der antiproliferative Effekt von Somatostatinanaloga wurde in Phase-III-Studien untersucht. Die Ergebnisse führten vor Kurzem zur Zulassung eines SSA in Europa.

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Translationelle Onkologie