SO 03|2020

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

AKTUELL für Sie!

Editorial

Focus: Onkologische Pflege

  • Entwicklung der onkologischen Pflege

    Die Pflege in der Onkologie hat sich in den letzten Dekaden von einer allgemeinen hin zu einer spezialisierten Disziplin entwickelt.

    Die Entwicklung wurde und wird durch die raschen Veränderungen in Medizin, Technik, Gesellschaft, Gesundheitspolitik, Ökonomie und der Pflege als wissenschaftliche Disziplin beeinflusst.

    Spezialisierten Pflegenden bietet sich ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, wenn entsprechende Strukturen zur Verfügung stehen.

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  • Die Rolle der onkologischen Pflege im interprofessionellen Team

    Onkologische Behandlungen werden zunehmend umfangreicher und komplexer und erfordern daher eine optimal abgestimmte interprofessionelle Zusammenarbeit.

    Pflegepersonen können nur dann ihr Kompetenzprofil vollständig entfalten, wenn autonomes Handeln ermöglicht wird.

    Gleichzeitig müssen für erweiterte und spezialisierte pflegerische Tätigkeiten rechtliche Grundlagen und fundierte Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen sowie Akzeptanz und Vertrauen seitens aller involvierten Gesundheitsfachpersonen gefördert werden.

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  • Die Fallbesprechung in Praxis und Lehre

    Fallarbeiten in der Pflege dienen seit jeher dazu, Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten und abstrakte Regeln darzustellen.

    Pflegeprobleme können durch methodisch geleitete Fallbesprechungen einer Lösung zugeführt werden.

    Pflegepersonen in der Onkologie informieren, schulen und beraten Krebskranke und deren Bezugspersonen.

    Onkologische Patient*innen leiden häufig an Komorbiditäten, was eine erhöhte Komplexität nach sich zieht – diese Faktoren legen Fallarbeit und fallorientierte Didaktik in der onkologischen Pflege nahe.

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  • Pflegemanagement: Anforderungen und Herausforderungen im Kontext moderner Therapien

    Die Komplexität der Behandlung von Tumorerkrankungen erfordert pflegerische Expertise in der Betreuung von Menschen mit malignen Erkrankungen und deren nahestehenden Personen.

    Betroffene sind auf kompetente Gesprächspartner angewiesen!

    Eine Rollenschärfung ist auf Grund der Veränderung des Aufgabengebietes unumgänglich.

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  • Etablierung der Pflegeambulanz HOBI und Cancer Nurse

    Demografischen Entwicklungen und Umstrukturierungen in der Gesundheitsversorgung mit einhergehender Ressourcenbegrenzung muss mit innovativen Denkansätzen und deren Umsetzung in die Praxis begegnet werden.

    Pflegerische Fachkompetenz muss einem optimalen Ressourceneinsatz entsprechend optimal genutzt werden.

    Die Unterstützung und Beratung von Patient*innen und deren Angehörigen bezüglich Prävention und Symptommanagement ist eine pflegerische Kernkompetenz.

    Die Herangehensweise beim Symptommanagement muss strukturiert und multiprofessionell erfolgen.

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  • Onkologische Pflege – stabiles Versorgungssystem für onkologisch erkrankte Menschen
    Das Jahr 2020 wurde durch die WHO zum Jahr der Gesundheits- und Krankenpflege und Hebammen auserkoren, und plötzlich stellt nicht nur die WHO die Pflege ins Rampenlicht, sondern auch eine weltweite Pandemie. Mehr denn je hat sich in den letzten ...Weiterlesen ...

Digitalisierung & Big Data

  • Neue Zusammenhänge erschließen – Erkenntnisgewinn aus Bilddaten mit Methoden des maschinellen Lernens

    Erweiterung diagnostischer Kategorien: Bilder können Strukturen beinhalten, die keinen Namen haben, aber trotzdem mit der Krankheit zusammenhängen. Mit Methoden des maschinellen Lernens lassen sich solche Strukturen extrahieren, beschreiben und in Studien validieren.

    Respondersignaturen: Erste „Proof of Concept“-Planungen zur frühen Vorhersage des Therapieansprechens in klinischen Studien sind am Laufen.

    Wettbewerb Mensch gegen Maschine: Vor wenigen Jahren noch wurden Radiologen auf Kongressen gefragt, ob ihr Job gefährdet wäre. Die anfängliche Euphorie über künstliche Intelligenz ist einem rationaleren Zugang gewichen: nicht „Mensch gegen Maschine“, sondern „Mensch mit Maschine“.

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Immunonkologie

  • Onkonephrologie: Immuncheckpointinhibitoren und ihre renalen Auswirkungen

    Die häufigste Komplikation ist ein akutes Nierenversagen (AKI) auf Grund einer akuten tubulointerstitiellen Nephritis (ATIN) – entweder allein oder in Kombination mit anderen Nierenschädigungen wie akute Tubulusnekrose (ATN) oder glomeruläre Veränderungen, wobei in vielen Fällen zur Diagnosesicherung eine Nierenbiopsie notwendig sein wird.

    Auf Grund der Pharmakokinetik der Immuncheckpointinhibitoren (ICPIs) ist keine Dosisanpassung bei den Patienten mit Niereninsuffizienz notwendig.

    ICPIs können bei nierentransplantierten Patienten in 20 % der Fälle zu akuter Abstoßung führen.

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Panorama

  • Medizinische Register in der Onkologie – Vorteile und Nachteile

    Medizinische Register bilden als multizentrische, nichtinterventionelle Kohortenstudien Behandlungsrealitäten ab.

    Die Bedeutung von medizinischen Registern liegt neben der Versorgungs-forschung v. a. in der Qualitätssicherung.

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  • Tumorbanken – Möglichkeiten und Grenzen

    Tumor- bzw. Biobanken stellen die Basis einer modernen gewebebasierten Forschung dar und sind daher in einem universitären Bereich einschließlich akademischer Lehrinstitutionen unverzichtbar.

    Das Herzstück einer Tumorbank ist das Paraffinmaterial der Pathologie. Eine qualitätsgesicherte Gewebeentnahme erfolgt durch die Pathologie intraoperativ bzw. im Rahmen der Aufarbeitung und Befunderstellung.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen sind proaktiv unter Einbindung der lokalen Ethikkommission zu wahren.

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  • Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms: Beeinflussen molekulare Marker die Therapieentscheidung?

    Nivolumab + Ipilimumab (IOIO) oder Pembrolizumab + Axitinib (IOVE) sind die neuen Erstlinientherapien beim mRCC.

    Viele weitere Kombinationsstudien laufen und könnten den aktuellen Standard wieder in Kürze modifizieren.

    Im Moment sollte eine Kombination aus biologischen und klinischen Kriterien zur Therapieentscheidung herangezogen werden.

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  • Antikoagulation bei venöser Thromboembolie und Krebs

    TumorpatientInnen haben ein krankheitsbedingt höheres VTE-Rezidiv- und Blutungsrisiko.

    Apixaban ist dem Heparinderivat Dalteparin bei KrebspatientInnen mit VTE in Wirksamkeit und Sicherheit nicht unterlegen.

    Orale Antikoagulanzien stellen eine sichere und wirksame VTE-Prophylaxe auch für TumorpatientInnen dar.

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